guten abend,
tja, ist bei mir sehr ähnlich wie bei madelaine... hinzu kommt, dass ich bis vor hashi sport getrieben (und keine 80 zigaretten täglich geraucht ) habe... dennoch hat all dies hashi nicht verhindert, weil der mechanismus von autoimmunerkrankungen eben so NICHT funktioniert.
so, und jetzt muss ich was loswerden, was mich schon seit tagen stört und immer mehr stört, je mehr ich von eurer pro-jod- bzw. anti-medizin-fraktion (damit meine ich dich, lieber kulli, sowie rosenblatt mit ihren 3 millionen nicknames) lese:
ich bekomme bei deinen und rosenblatts postings immer den eindruck, dass ihr euch für experten in sachen gesunde ernährung haltet und alle anderen mitglieder hier im forum gleichzeitig für unbedarfte nackerpatzerln in sachen ernährung, die ohne euch nicht mal wüssten, dass junkfood ungesund und vollwertige ernährung (wobei das ein seeeeeehr dehnbarer begriff ist) gesund.
mich ärgert das. noch dazu habe ich den eindruck, dass ihr überhaupt nicht mal wisst bzw. versteht, was ihr da von euch gebt, mit anderen worten: selbst über die grundlagen nicht bescheid wisst. ihr erinnert mich an eine (in diesem punkt wirklich recht unwissende) bekannte, die mir mal ganz stolz erzählt hat, dass sie jetzt „auf süßigkeiten verzichtet, weil darin zucker enthalten ist, und dafür jetzt viele kohlehydrate isst“. *harhar* vermutlich hatte ihr vorher noch niemand über den aufbau von mono-, di- und polysacchariden erzählt. ist halt blöd, wenn man einfach nur nachplappert, was man irgendwo in der auflagenstärksten zeitung gelesen hat und eigentlich gar nicht versteht, wovon man redet. ich setze nicht voraus, dass man in einem forum wissenschaftliches arbeiten praktiziert – denn dafür ist ein forum nicht da – aber zumindest ein minimum an basiswissen sollte man schon voraussetzen, sonst wird’s einfach nur peinlich – so wie hier:
Rose hat geschrieben:
Dienen Symptomen nach, wird die Schilddrüsenunterfunktion weiter im Steigen sein.
Wenn Du die 12 Wochen abwartest, wird Dir Dein Arzt die Medikamentendosis hächstwahrscheinlich erhöhen.
Wenn Du willst, dann hole Dir vom nächsten Biobauernmarkt gesundes Brot und iss immer davon, wenn Du Hunger hast.
Du wirst sehen, dass Du Dich sehr bald besser fühlen wirst.
oder hier:
Rosenblatt hat geschrieben:
Deine Schilddrüse muss sich wegen der Diagnose Hashimoto nicht unbedingt selbst zerstören! Ich habe vor 4 Jahren die selbe Diagnose erhalten. Danach habe ich meine Ernährung auf Bio umgestellt und noch weitere Schritte unternommen. Heute geht es mir gut und ich nehme überhaupt keine Medikamente. Meine Antikörper sind sehr viel weniger geworden.
und wenn man schon „eigenwillige“ theorien hier postet (soll ja alles möglich sein), dann sollte man zumindest fähig sein, die quellenangaben hier reinzustellen. es ist ja auch kein problem, eigene erfahrungsberichte zu posten, nur sollte man diese halt nicht der allgemeinheit als allheilmittel verkaufen – schon gar nicht, wenn es sich dabei bekanntermaßen um „gift für autoimmunthyreopathien“ handelt (ich spreche vom jod). wenn also rosenblatt für sich selbst beschlossen hat, sich möglichst jodreich zu ernähren, dann ist das ihr gutes recht, denn sie darf mit ihrem körper aufführen, was sie will – jedoch ein dogma daraus zu machen und allen anderen hashis hier jod als gesundes heilmittel für die schilddrüse zu präsentieren, finde ich reichlich fahrlässig!!!
was mich selbst betrifft, so halte ich gesunde ernährung schon seit langer zeit für einen wichtigen beitrag zu einer gesunden lebensweise - insofern bist du, lieber kulli, bei mir leider um 20 jahre zu spät dran, da ich die grundprinzipien einer gesunden ernährung (und darüber hinaus noch mehr) bereits in meiner schule gelernt habe... (wobei ich zugeben muss, dass ich die stoffwechselprozesse - thema zitronensäurezyklus - mit 18 im schlaf runterbeten konnte bishin zum atp - das weiß ich heut alles nimmer so detailliert...)
hier noch extra als untermauerung meiner postings zum thema ernährung:
http://www.schilddruesenforum.at/viewto ... ght=#15156
http://www.schilddruesenforum.at/viewto ... ght=#15210
http://www.schilddruesenforum.at/viewto ... ght=#15108
des weiteren praktiziert ihr selbst frischfröhlich und völlig unreflektiert genau das, was ihr so manchem forenmitglied hier anlastet (nämlich intoleranz bzw. schubladendenken), zur genüge. aus eurer perspektive ist offensichtlich jeder hashi, der seine hormone nimmt (und froh darüber ist, weil er sie ja braucht!), zwangsläufig ein – möglicherweise sogar uneingeschränkter und kritikloser – anhänger der schulmedizin, der sämtliche alternativen beiträge zu einer gesunden lebensweise ablehnt und (ich übertreibe jetzt maßlos) der typische couch potato, der statt dessen täglich seinen medikamentencocktail runterstürzt, sich selbst bemitleidet und aus eurer sicht wahrscheinlich mehr zeit vor dem fernseher verbringt, als sich mit sinnvollen inhalten zu beschäftigen, wie z.b. mal an die frische luft zu gehen oder mal ein buch zu lesen. (übrigens gestatte ich mir den – zugegebenermaßen bissigen – seitenhieb zu behaupten, dass ich schon mehr bücher über amazon/ebay verkauft habe, als du, lieber kulli, jemals gelesen hast bzw. lesen wirst.)
zurück zum thema ernährung – ich denke, grad unter chronisch kranken menschen, die oft schon ein sehr sensibles gespür für das, was ihnen gut tut bzw. schadet, entwickelt haben, finden sich wesentlich mehr menschen, die an einer gesunden lebensweise interessiert sind bzw. eine solche praktizieren (im rahmen ihrer möglichkeiten), als in jenem bevölkerungsanteil, der entweder (noch) keine chronischen krankheiten hat oder sich nicht mit diesem thema beschäftigt. niemand von uns hat sich seine krankheit ausgesucht, niemand von uns reißt sich darum, hormone zu nehmen (ich hätte jedenfalls nix dagegen, mein altes leben zurück zu bekommen und KEINE hormone nehmen zu müssen – leider sieht die realität anders aus) – es ist einfach für die meisten von uns eine physiologische notwendigkeit. und wenn ihr das nicht verstehen wollt oder könnt, dann seid ihr hier in diesem forum vermutlich falsch, denn dieses forum hat nun mal vorwiegend autoimmunthyreopathien als thema, bei denen es nun mal bestimmte biochemische prozesse im körper gibt (ich rede von den zerstörungsprozessen der antikörper, die sich gegen die schilddrüse richten), die sich nicht durch heilfasten, mineralwasser oder mineralwasser verhindern lassen. man kann für autoimmunkrankheiten nun mal nicht dieselben regeln zur „heilung“ anwenden wie bei jemandem, der vielleicht einfach „nur“ ein kind der wohlstandsgesellschaft und daher zb übergewichtig ist (wobei auch hier die ursache zu hinterfragen wäre) – solch ein mensch profitiert möglicherweise wirklich von einer mehrtägigen oder mehrwöchigen fastenkur, noch besser vermutlich von einer gravierenden ernährungsumstellung. aber das ist nun mal bei autoimmunerkrankungen anders.
ach ja, es entspricht zwar nicht dem feinen umgangston, aber ich seh nicht ein, wieso ich’s runterschlucken soll:
euer missionieren hängt mir echt schon zum hals raus.
ich habe noch nicht einen einzigen konstruktiven beitrag von euch gelesen (ok, rosenblatt muss man zumindest zugute halten, dass sie vermutlich gutes bewirken und anderen helfen will – leider funktioniert das nicht mit den von ihr propagierten mitteln – jedenfalls nicht bei dieser zielgruppe) – jedoch kulli, von dir habe ich überhaupt noch nichts konstruktives gelesen, sondern nur destruktives.
so, das musste einfach raus. sorry für die epische breite...
schönen abend
maerchen