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BeitragVerfasst: 22. Nov 2006 16:16 
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Registriert: 22. Nov 2006 16:03
Beiträge: 1
Wohnort: Wien / Amstetten
hallo!

nachdem ich leider nicht mehr weiß, an wen ich mich mit meiner krankengeschichte wenden soll, hoffe ich, dass mir vielleicht jemand aus diesem forum weiterhelfen kann.

ende oktober 2005 wurde bei mir morbus basedow diagnostiziert. ich litt unter pulsrasen, starker gewichtsabnahme, augenbrennen, rastlosigkeit, schlaflosigkeit und noch einiger anderer wehwechen, die im zuge der krankheit auftreten. nachdem mir mein nuklearmediziner thiamazol verschrieben hatte, fühlte ich mich nach und nach wieder besser, meine werte wurden wieder besser (normalisierten sich allerdings leider auch nie völlig). außerdem konsultierte ich auch noch meine augenärztin aus großer angst vor einer EO, doch diese sagte mir bloß, ich brauche mir keine sorgen zu machen, das würde sich schon wieder normalisieren.

da ich nebenbei noch meine diplomarbeit schreiben musste und ich mich aber leider immer noch oft übermüdet fühlte, riet mir mein hausarzt die dosierung meiner medikamente ein wenig zu reduzieren (auf eine halbe tablette pro tag). daraufhin verschwand zwar die müdigkeit, aber einige monate später kam leider auch der erhöhte puls wieder. da ich mich von den schulmedizinern unverstanden fühlte, begann ich zusätzlich neben der thiamazol einnahme mit einer therapie bei einer TCM-Medizinerin (Akupunktur, Kräutermedizin und Ernährungsumstellung), was mir aber leider auch keine wirkliche verbesserung verschaffte. die chinesische ärztin wiederrum schickte mich aufgrund des hohen, unregelmäßigen pulses wieder zu einem internisten, der meine thiamazoldosis wieder
erhöhte. prinzipiell könnte ich ja auch mit der damit verbundenen dauermüdigkeit leben, aber mein problem ist, dass mir die augen weh tun, je höher die dosis des schilddrüsenmedikaments ist. alle ärzte, denen ich dieses problem mitteilte, haben mich nur von oben herab belächelt und mir gesagt, das würde sich schon wieder einpendeln, wenn ich mich nur brav an die dosierung halten würde.

letzte woche schickte mich dann mein internist, der inzwischen auch die thiamazol einnahme überwacht, wieder zum nuklearmediziner. ich erzählte ihm von meinem augenproblem in verbindung mit den medikamenten und dieser ignorierte mich wiederrum komplett. nebenbei hat er mich auch noch völlig demoralisiert ("na des sieht ma ja eh, dass bei ihnen des rechte aug schon viel mehr rauskommt") und fertig gemacht, weil ich mich bei ihm für seine verhältnisse zu selten blicken lassen habe. dazu möchte ich noch erwähnen, dass ich schlicht und einfach angst vor besuchen bei ihm hatte (und immer noch habe), nachdem er mir schon bei der ersten untersuchung auf die frage, was passiere würde, wenn die thiamazol-therapie nicht anschlagen würde, gesagt hatte "na dann müssens halt früher oder später sterben".

jetzt muss ich 3 thiamazol tabletten am tag nehmen, mir tun die augen weh, ich fühl mich komplett zerschlagen und bin auch noch total verunsichert. ich trau mich schon gar nicht mehr in einen spiegel zu schauen, weil ich dauernd zwei unterschiedlich große augen sehe. ich weiß schon nicht mehr, bin ich schon hysterisch und bild mir das alles ein oder gibts das wirklich, dass sich die medikamente negativ auf die augen auswirken? ich habe auch schon nachgefragt, ob es vielleicht andere tabletten statt thiamazol mit der selben wirkung auf die schilddrüse gibt, aber die ärzte haben das einfach immer verneint.

ich bin inzwischen schon soweit, dass ich überlege, ob nicht eine sd-operation eine lösung wäre - oder verstärkt sich das augenproblem dann erst recht? gibt es vielleicht sonst noch etwas, dass man gegen die EO tun kann?

ich hoffe, irgend jemand kann mir weiterhelfen, denn inzwischen bin ich wirklich verzweifelt. vielleicht hatte ja jemand von euch das selbe problem bzw. eine ähnliche krankengeschichte und kann mir einen kompetenten spezialisten für SD und EO empfehlen, der keinen spaß daran hat einem patienten angst einzujagen.

glg,
esther


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 Betreff des Beitrags: guter sd-arzt
BeitragVerfasst: 24. Nov 2006 18:42 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
hallo esther,

ich spreche dich nicht mit deinem nick sondern deinem vornamen an, da du ihn genannt hast. ich kann mir vorstellen, dass die angst wegen deiner augen furchtbar sein muss.

bin nach einem sd-carzinom wegen der tsh-unterdrückung selbst in einer ständigen leichten ÜF, mittlerweile habe ich mich aber schon darann gewöhnt. wenn du in wien studierst, wende dich doch bitte an einen der beiden foruminitiatoren den dr. Zettinig. entweder im akh, oder unter
http://www.schilddruesenpraxis.at/

Er kann dir sicherlich weiterhelfen. wegen der OP mach dir keine gedanken, dass ist mit sicherheit die letzte option. leider hattest du mit deinen bisherigen ärzten wenig glück, leider ist es aber noch immer so, dass sich die meisten prakt. Ärzte mit der SD überhaupt nicht auskennen. und aus angst, etwas falsch zu machen, machen sie einfach halt gar nichts................. (habe ich leider am eigen leib verspürt.

alles gute und ganz liebe grüsse

-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags: an Esther
BeitragVerfasst: 24. Nov 2006 20:08 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo Esther !

Ich habe Hashimoto und mittlerweile wurden auch Basedow nachgewiesen. Ich habe ebenso Augenbeschwerden, sehe verschwommen, sie jucken, brennen und schmerzen bzw stechen zeitweise.

Ich war diese Woche beim Arzt und hatte ihn auch eine SD-OP angesprochen, aber er hat mir dringendst davon abgeraten. Er meinte die Antikörper wären trotzdem dannnoch im Körper bzw. den Zellen und es würde auch mit der Hormoneinstellung meistens Probleme geben.

Jetzt warte ich erstmal ab, wie es mir weitergeht und wie sich Hashi und Basedow entwickelt. Sollten die Augenprobleme ärger werden, gehe ich zu dem von ihm empfohlenen Augenarzt, der ein Spezialist in Sachen EO sein soll.

Ich wünsche dir alles Gute und kann deine Angst und Sorgen total nachempfinden

LG
Uschi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27. Nov 2006 11:44 
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Registriert: 04. Aug 2006 10:10
Beiträge: 16
hallo esther!


ich kann dir auch nur dr. zettinig schwer empfehlen!
er untersucht dich wirklich extrem genau und außerdem ist er sehr nett!!
ich bin schon sd-operiert und hab´ EO kurz vor der op bekommen und zwar, weil ich von der über- in die unterfunktion gerutscht bin. (viel zu schnell - innerhalb von ein paar tagen)
seit dem tag meiner op nehme ich cortison, zuerst hat sich meine auge gebessert, im moment wirds wieder schlechter, was aber lt. arzt normal ist, da das cortison in der unterfunktion (bin ich wieder gerade) nicht wirkt!
gegen die schmerzen kann ich dir hylo-commod tropfen empfehlen und dann gibts noch ein augengel (vidisic), aber das bekommst du glaube ich nur auf rezept.
ein sehr guter augenarzt ist prof. dorner, er hat eine eigene praxis - augenlaserzentrum währinger strasse tel. 01/4020053 - oder er ist 1x die woche auch auf der augenambulanz im akh- immer mittwochs - tel. 01/40400/7908 - da musst du zwar etwas warten, aber die untersuchung kostet nichts und geht auf kasse.
ich hoffe ich hab´ dir geholfen, kopf´ hoch, ich hab´ übrigens meinen haus- und augenarzt wegen der sd gewechselt.
mein hausarzt hat nämlich zuerst gemeint, dass ich psychische probleme habe, weil mein puls so hoch ist und ich extremes herzrasen und schweissausbrüche gehabt hab´, er hat mich nicht untersucht, sondern wollte mir nur anti-depressiva geben, ich hab´ aber nicht locker gelassen, bis er beim dritten besuch ein großes blutbild gemacht hat! aufgrunddessen bin ich dann gleich ins spital geschickt worden und eine woche dort gelegen.
die augenärztin hab´ ich auch gewechselt, weil sie EO nicht erkannt hat! sie hat mir nur buchstaben lesen lassen und den augendruck gemessen!

mein tipp: ich hab´ zwar ziemlich viel geld für spezialisten ausgegeben, aber meiner meinung nach kümmert sich ein wahlarzt viel besser um dich, als ein kassenarzt!

alles gute!

elli


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BeitragVerfasst: 09. Dez 2006 20:28 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Hallo Elli,
die Sache mit Wahlarzt dürfte so stimmen - Prof. Dorner würde ich hingegen nicht empfehlen, zumindest nicht in der Mittwoch-Kassen-Ordination im AKH. Ich war dort bei ihm, und gewann den Eindruck, dass sämtliche Untersuchungen wohl erst dann gemacht werden, wenn die EO nicht mehr zu übersehen ist. Bei mir wurde dort die Beweglichkeit der Augenmuskeln mittels Verfolgen des Lichts einer Taschenlampe geprüft, und der Hertel-Wert gemessen - zuerst von einem anderen Aruzt? Assistenten? wen auch immer, dessen Messung dann korrigiert werden musste. Ich habe gefragt wegen Ultraschall - Antwort: "das machen wir nur in begründeten Fällen, etwa vor Operationen" - dankeschön ... wenn man also wissen will, wie es um die Augenmuskeln-Dicke steht, muss man warten, bis man deutliche Symptome entwickelt bzw. die Augen schon hervorstehen.

Ich bin dann ins Hanusch-Krankenhaus gegangen, Schiel-Ambulanz, dort wurden die notwendigen Untersuchungen dann gemacht, lustigerweise ohne Hertel, wegen Ultraschall meinten sie: zuerst MRT, und die habe ich dann auch gemacht.

Grüße
panna


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2006 17:13 
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Registriert: 04. Aug 2006 10:10
Beiträge: 16
hallo panna!


ein ultraschall ist bei mir auch noch nie gemacht worden, egal bei welchem augenarzt, prof. dorner ist immerhin schon mein dritter!!
cortison hab´ ich vor 3 tagen abgesetzt, seitdem ist das auge wieder "größer" geworden.
prof. dorner will mich an den augenlidern operieren, aber das wird noch etwas dauern.
wie weit fortgeschritten ist eo bei dir? hab´ genau stufe 3 und über 3 ist sie hoch!

lg elli


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BeitragVerfasst: 13. Dez 2006 22:33 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Hallo Elli,

ich gehe nächste Woche zu Dr. Timm (Mariannengasse) zum Ultraschall, einfach weil ich wissen will, was meine Augenmuskeln machen. Eigentlich weiß ich nicht, wie ich mit EO dran bin. Augenbrennen, rote, empfindliche Augen: ja, hervorstehen - ich glaube nein, sonstige Untersuchungen waren OK - aber Ultraschall wurde eben noch nie gemacht, und wie oben geschrieben: Prof. Dorner stellte sich auf den Standpunkt, Ultraschall wird gemacht, wenn es dafür einen guten Grund gibt (vielleicht wenn ich meine Augen vor mir her trage ...). Dr. Timm hat angeblich die Ultraschalldiagnostik für EO eingeführt, ich werde das privat machen, einfach weil ich eine Art - Gewissheit haben will, woran ich bin.

Grüße
panna


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BeitragVerfasst: 16. Dez 2006 20:55 
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Registriert: 04. Aug 2006 10:10
Beiträge: 16
Hallo Panna,

bitte berichte mir dann von Deinem Termin bei Dr. Timm.
Bei mir ist die EO schon sehr fortgeschritten und ich komme um die OP nicht mehr herum.
Ich wünsch´ Dir alles Gute!

lg elli


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BeitragVerfasst: 18. Dez 2006 20:20 
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Registriert: 10. Jul 2006 10:39
Beiträge: 114
Wohnort: Wien
Hallo Elli,

ich war heute bei Dr. Timm.
Er hört nächstes Jahr auf ...
Er untersucht sehr-sehr gründlich.

Es gibt einen sogenannten SNI-Index für die Ergebnisse; liegt man so um 8 herum, dann steht es nicht sehr gut um die Augen. Was den Hertel-Wert angeht, er misst den auch, aber sagt (was ich sowieso vermutet habe), dass
der Wert nicht absolut ist - es kommt auf die eigene Anatomie, auf die Länge/Größe des Auges an, und die ist ja immer unterschiedlich, wichtig ist nur die Veränderung zu einem früheren Zeitpunkt.

Grüße
panna


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