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hallo!
nachdem ich leider nicht mehr weiß, an wen ich mich mit meiner krankengeschichte wenden soll, hoffe ich, dass mir vielleicht jemand aus diesem forum weiterhelfen kann.
ende oktober 2005 wurde bei mir morbus basedow diagnostiziert. ich litt unter pulsrasen, starker gewichtsabnahme, augenbrennen, rastlosigkeit, schlaflosigkeit und noch einiger anderer wehwechen, die im zuge der krankheit auftreten. nachdem mir mein nuklearmediziner thiamazol verschrieben hatte, fühlte ich mich nach und nach wieder besser, meine werte wurden wieder besser (normalisierten sich allerdings leider auch nie völlig). außerdem konsultierte ich auch noch meine augenärztin aus großer angst vor einer EO, doch diese sagte mir bloß, ich brauche mir keine sorgen zu machen, das würde sich schon wieder normalisieren.
da ich nebenbei noch meine diplomarbeit schreiben musste und ich mich aber leider immer noch oft übermüdet fühlte, riet mir mein hausarzt die dosierung meiner medikamente ein wenig zu reduzieren (auf eine halbe tablette pro tag). daraufhin verschwand zwar die müdigkeit, aber einige monate später kam leider auch der erhöhte puls wieder. da ich mich von den schulmedizinern unverstanden fühlte, begann ich zusätzlich neben der thiamazol einnahme mit einer therapie bei einer TCM-Medizinerin (Akupunktur, Kräutermedizin und Ernährungsumstellung), was mir aber leider auch keine wirkliche verbesserung verschaffte. die chinesische ärztin wiederrum schickte mich aufgrund des hohen, unregelmäßigen pulses wieder zu einem internisten, der meine thiamazoldosis wieder
erhöhte. prinzipiell könnte ich ja auch mit der damit verbundenen dauermüdigkeit leben, aber mein problem ist, dass mir die augen weh tun, je höher die dosis des schilddrüsenmedikaments ist. alle ärzte, denen ich dieses problem mitteilte, haben mich nur von oben herab belächelt und mir gesagt, das würde sich schon wieder einpendeln, wenn ich mich nur brav an die dosierung halten würde.
letzte woche schickte mich dann mein internist, der inzwischen auch die thiamazol einnahme überwacht, wieder zum nuklearmediziner. ich erzählte ihm von meinem augenproblem in verbindung mit den medikamenten und dieser ignorierte mich wiederrum komplett. nebenbei hat er mich auch noch völlig demoralisiert ("na des sieht ma ja eh, dass bei ihnen des rechte aug schon viel mehr rauskommt") und fertig gemacht, weil ich mich bei ihm für seine verhältnisse zu selten blicken lassen habe. dazu möchte ich noch erwähnen, dass ich schlicht und einfach angst vor besuchen bei ihm hatte (und immer noch habe), nachdem er mir schon bei der ersten untersuchung auf die frage, was passiere würde, wenn die thiamazol-therapie nicht anschlagen würde, gesagt hatte "na dann müssens halt früher oder später sterben".
jetzt muss ich 3 thiamazol tabletten am tag nehmen, mir tun die augen weh, ich fühl mich komplett zerschlagen und bin auch noch total verunsichert. ich trau mich schon gar nicht mehr in einen spiegel zu schauen, weil ich dauernd zwei unterschiedlich große augen sehe. ich weiß schon nicht mehr, bin ich schon hysterisch und bild mir das alles ein oder gibts das wirklich, dass sich die medikamente negativ auf die augen auswirken? ich habe auch schon nachgefragt, ob es vielleicht andere tabletten statt thiamazol mit der selben wirkung auf die schilddrüse gibt, aber die ärzte haben das einfach immer verneint.
ich bin inzwischen schon soweit, dass ich überlege, ob nicht eine sd-operation eine lösung wäre - oder verstärkt sich das augenproblem dann erst recht? gibt es vielleicht sonst noch etwas, dass man gegen die EO tun kann?
ich hoffe, irgend jemand kann mir weiterhelfen, denn inzwischen bin ich wirklich verzweifelt. vielleicht hatte ja jemand von euch das selbe problem bzw. eine ähnliche krankengeschichte und kann mir einen kompetenten spezialisten für SD und EO empfehlen, der keinen spaß daran hat einem patienten angst einzujagen.
glg,
esther
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