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 Betreff des Beitrags: MB (oder doch Hashi?)
BeitragVerfasst: 11. Okt 2006 17:27 
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Registriert: 21. Jul 2003 12:37
Beiträge: 7
Wohnort: 1060 Wien
Hallo, Ihr Lieben,

ich ersuche Euch, einer alten Hashi in einer (vermutlichen) MB-Angelegenheit weiterzuhelfen!

Ich schreibe heute wegen einer ehemaligen Schulkollegin, die ich am Klassentreffen (30 Jahre!!!!.....man soll nicht alt werden….. ) getroffen habe.

Als erstes fiel mir auf, dass sie rasant zugenommen hat (auch schon beim Klassentreffen 10 Jahre davor hatte sie "aufgespeckt", allerdings nicht in diesem Ausmaß); irgendwie kamen wir dann auf SD-Erkrankungen zu sprechen, und es stellte sich heraus, dass sie zwar seit 2,3 Jahren hin und wieder wegen der SD von einem Arzt zum anderen geschickt wird, auch eigenartige Befunde aufweist, aber erst seit Mai 2006 überhaupt behandelt wird.

Das Eigenartige dabei ist:
Sie hat Symptome, die samt und sonders auf Unterfunktion schließen lassen, Werte allerdings, die teils im Mittelfeld liegen, teils auf das Gegenteil schließen ließen.

Symptome:
• Gewichtszunahme (auch beim Fasten)
• Frieren
• Einschlafen der Hände (Karpaltunnelsyndrom)
• Erschöpfung
• Alpträume
• Gelenksschmerzen

Werte:
fT4 (ng/dl)
04.05.2005 1,1 0,70-1,70
01.06.2006 2,5 0,70-1,48
03.10.2006 0,9 0,70-1,48

fT3 (pg/ml)
04.05.2005 nicht erhoben
01.06.2006 5,9 1,71-3,71
03.10.2006 2,9 1,71-3,71

TSH basal (mU/l)
04.05.2005 0,02 0,35-4,94
01.06.2006 0,01 0,35-4,94
03.10.2006 0,03 0,35-4,94

aTPO (IU/ml)
04.05.2005 321 <35 (?)
01.06.2006 194 <12 (?)
03.10.2006 nicht erhoben

Tg-AK (IU/ml)
04.05.2005 nicht erhoben
01.06.2006 85,7 <34 (?)
03.10.2006 86,7 <34 (?)

TSH-Rezeptor-AK (U/l)
04.05.2005 nicht erhoben
01.06.2006 nicht erhoben
03.10.2006 5,1 <1,0 (?)

(Ich habe das alles von ihr per Mail bekommen und hoffe, sie hat sich nirgends verlesen oder vertippt; besonders die Grenzwerte bei den AK finde ich seltsam "ausgedrückt".)

Es gibt noch einen Befund vom März 2004, den muss sie sich erst holen.

Kommentar der Ärzte:
März 2004: Alles OK !
Mai 2005: Alles OK !
Juni 2006: SD-Ambulanz: Ü-Funktion seit Jahren!!!
====> Beginn Einnahme Thiamazol (1 ganzes, wieviel das in mg etc ist, weiß ich leider nicht)
Oktober 2006: SD-Ambulanz: Ü-Funktion; Hausarzt: U-Funktion
====> Reduktion Thiamazol auf 1/2

Ansonsten schreibt sie:
Mutter ist operierte MB-Patientin.

Sonstige Auszüge aus den Befunden:

* Befund vom Juni 2006
Das Lappenvolumen re. beträgt 14ml, li, 9 ml, dies ergibt ein Gesamtvolumen von 23ml(normal bei Frauen 18)
Die Tracerspeicherung ist unregelmäßig mit einem Speichermaximum re. caudal. Der li. Schilddrüsenlappen zeigt nur geringe Traceranreicherung.
Der 2o min.- Technetium- Uptake beträgt 2,7 %.
Ergebnis:Hyperthyreose im Rahmen einer chronischen Immunthyreopathie (Anmerkung Gundi: "Hyper-" in Verbindung mit "Immunthyreopathie" = MB ???), Struma nodosa (=> Anmerkung Gundi: Also Knoten, oder?)

* Befund vom Oktober 2006
Rotes Blutbild:
Erythrozyten 4,51 T/l 3,8 - 5,2
Hämoglobin 12,3 g/dl 12,0-16.0
Hämatokrit 39 % 35 - 47
Weißes Blutbild:
Leukozyten 8,8 G/l 4,0 - 1o,o
Differentialblutbild rel. % abs.
Segmentkernige 66 % ( 50 - 75) 5,8 G/l ( 2,0 -7,5)
Thrombozyten 357 G/l 15o - 35o
Rechts caudal 18 x 12 mm im Durchmesser.
Das Lappenvolumen re. beträgt 13ml. li. 7 ml. Das Gesamtvolumen beträgt 2o ml(normal 18)

Mehr habe ich derzeit nicht zur Verfügung, aber ich würde ihr gerne mit ein paar Tipps zur Seite stehen und sie in weiterer Folge auch dazu animieren, hier reinzuschauen.

Ich verstehe nicht ganz, wie ihre Symptome zu MB passen können, aber die Werte sprechen wieder dafür (lösen die Knoten das aus ?).

Ich bitte Euch, mir weiter zu helfen; ich bin mit Werten und Symptomen abseits von "Klassisch-Hashi" überfordert.


Liebe Grüße aus Wien,
gundi


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BeitragVerfasst: 11. Okt 2006 17:29 
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Registriert: 21. Jul 2003 12:37
Beiträge: 7
Wohnort: 1060 Wien
..... im Text auftauchen, weiß ich nicht - sie sind zwar lieb, passen aber nicht dazu !

Liebe Grüße,
gundi


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 Betreff des Beitrags: Re: MB (oder doch Hashi?)
BeitragVerfasst: 15. Okt 2006 9:44 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Gundi!

Der Smily kommt wegen 8 ) - nur zur Erklärung.

Wegen Deiner Freundin.

Im Juni ist MB diagnostizier worden, seitdem nimmt sie Thiamazol, das ist ein SD-bremsendes Medikament.

Die Antikörper, die SD-Werte sowie die Sonographie bestätigen diese Diagnose, es besteht eine Überfunktion, was sich sowohl in fT3 und fT4 als auch TSH widerspiegelt.

Danach Einnahme von SD-Hemmern, die Werte sinken und es werden auch Untefunktionssymptome empfunden. Das wird ausgelöst durch das Thiamazol, was die SD blockiert und es können nicht mehr so viele SD-Hormone produziert werden.

Der Arzt reagiert auch darauf und verordnet eine Reduktion des Medikaments, dadurch sollten die Unterfunktionssymptome weniger werden.

Nichts desto trotz hat Deine Freundin MB, das zeigt sich in den Antiköpern aber auch darin, dass TSH nicht auf die beginnende Unterfunktion reagiert sonder unverändert Überfunktion anzeigt, das kommt von den Antköpern, den TRAK.

Die Behandlung mit Thiamazol sollte für ca 1 bis 1 1/2 Jahre durchgeführt werden. Danach startet man einen sogenannten Auslassungsversuch, ob die SD wieder "normal" funktioniert.

Viele Infos sind unter http://www.morbusbasedow.de/ zu finden.

Dass zusätzlich TPO-AK und TG-AK zu finden waren ist nicht ungewöhnlich, war auch bei mir so, aufgrund der Symptomatik sind jedoch die TRAK dominant und das ist eben MB (zur Zeit)

Manchmal kommen Mischformen MB/Hashi vor, das wäre ev. noch zu klären, weil die TPO-AK in den Jahren davor auch schon sehr hoch waren bei SD-Werten in der Norm.

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags: Nochmal dazu an Maria:
BeitragVerfasst: 16. Okt 2006 14:48 
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Registriert: 21. Jul 2003 12:37
Beiträge: 7
Wohnort: 1060 Wien
Liebe Maria,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Das mit den Werten ist mir schon klar, die zeigen ziemlich eindeutig eher auf Morbus Basedow und daher ist mir weiters klar, was der Arzt mit ihr gerade macht.

Allerdings (und das ist hauptsächlich das, was mich stutzig macht):
---> Sie hat SCHON LANGE (und zwar lange, bevor sie das erste Mal mit Thiamazol gefüttert wurde) Symptome der UNTERFUNKTION.

- Ziemliche Gewichtszunahme (auch beim Fasten)
- Frieren
- Einschlafen der Hände (Karpaltunnelsyndrom)
- Ermüdung, Erschöpfung
- Haarausfall
usw usw usw

Sie hat kein einziges Symptom der Überfunktion (nie gehabt!).

Deswegen suche ich jemanden, der sich mit dieser (offensichtlichen ?) "Mischform" schon auseinandersetzen musste.


Durch die Behandlung mit Thiamazol gegen Überfunktion haben ihre Unterfunktionssymptome mittlerweile ein fast nicht mehr erträgliches Ausmaß erreicht - d.h. die Blutwerte reagieren zwar wie erhofft, allerdings verstärken die Thyreostatika alle ihre Leiden.


Liebe Grüße,
gundi


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