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 Betreff des Beitrags: Hypothyreose?
BeitragVerfasst: 15. Dez 2005 15:23 
hallo,
ich bin über google auf diese seite gestoßen und echt beeindruckt, wieviele personen sich so ausführlich mit der sd befassen (müssen) und vor allem so viel erfahrungen damit haben.

seit rund einem jahr bin ich "stammgast" im akh. dort bin ich wahrscheinlich schon als hypochonder verschrieen, werde aber dennoch regelmäßig zur kontrolle bestellt - "zur sicherheit"...

meine symptome:
- müdigkeit
- konzentrationsschwäche
- gewichtszunahme, (nach absetzen der pille wieder -abnahme)
- absolute kälteempfindlichkeit
- vergrößerte lymphknoten im halsbereich (ca. 7 x 5 x 25 mm)
- diagnose: diffuser struma - jedoch laut ultraschall sd von normaler größe und homogener struktur
- zyklusunregelmäßigkeit

ich habe auch noch keinerlei medikamente für die sd genommen.

meine werte:
am 19.11.04: (vor absetzen der pille)
tsh: 2,31 [0,1-4,0]

am 08.06.05: (nach absetzen der pille)
tsh: 0,54 [0,49-4,67]
t3: 128 [80-200]
t4: 8,3 [5,1-14,1]

ich bin nun wirklich etwas verunsichert, vor allem da mir die ärzte im akh schon mal erklärt haben, alles wäre in bester ordnung, mich aber trotzdem alle 4 wochen wiederbestellen.

ich weiß mittlerweile, dass ein niedriger tsh-wert eigentlich nicht für hypothyreose spricht, außer bei einer sekundären hypothyreose....

naja, ich bin zurzeit eher ratlos.

vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen?

vielen dank schon mal und liebe grüße

sue


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Dez 2005 16:23 
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Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Hallo Sue,

eigentlich sprechen Deine Symptome für eine Unterfunktion der SD. Aber ich würde Dir empfehlen, nochmals (falls nicht aktuell vorhanden) alle Blutwerte

TSH
fT3
fT4
TPO-AK
TG-AK
TRAK

- wie von Maria hier an anderer Stelle unter http://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?t=1330
genannt - überprüfen zu lassen. Gesamt T3/4 sind wenig aussagefähig.

Übrigens ist ein Wechsel UF > ÜF und umgekehrt nichts Ungewöhnliches in den Anfangsstadien einer sich entwickelnden Hashimoto-Thyreoiditis.

Hoffentlich hilft Dir das jetzt etwas weiter.

LG - Norbert

PS: Noch ein Tipp => http://members.aon.at/shg.schilddruese/page_1_1.html


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BeitragVerfasst: 15. Dez 2005 21:56 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Gast hat geschrieben:
meine werte:
am 19.11.04: (vor absetzen der pille)
tsh: 2,31 [0,1-4,0]

am 08.06.05: (nach absetzen der pille)
tsh: 0,54 [0,49-4,67]
t3: 128 [80-200]
t4: 8,3 [5,1-14,1]

sue


Hallo Sue!

Du hast die Erklärung bereits in Klammer dazu geschrieben: Absetzen der Pille!

Die weiblichen Hormone in der Pille nehmen Einfluss auf die SD-Hormone und zwar insofern, als durch die Östrogenzufuhr durch die Pille mehr Hormone in gebundener Form vorliegen (die Gesamtmenge der SD-Hormone setzt sich aus gebundenen und freien SD-HOrmonen zusammen).

Durch das Absetzen der Pille werden die durch den Einfluss von Östrogen in einem höheren Maß gebundenen SD-Hormone frei gesetzt und verurschen kurzfristig ein Ansteigen der freien Hormonmenge, was sich aber bald von selbst wieder einreguliert.

Das ist nicht mit einer Überfunktion im engeren Sinne zu verwechseln!

Nähere Infos findet man unter http://www.schilddruese.net/medien/muenchen_2004.pdf Seite 38 f.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne über die SHG anmailen!

lg
Maria

www.members.aon.at/shg.schilddruese


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Dez 2005 16:00 
liebert norbert, liebe maria,

vielen dank für eure netten antworten!

dass die pille etwas damit zu tun hat, erscheint mir auch logisch. seit ca. einem jahr lasse ich sie weg (und werde sie wohl kaum wieder nehmen...). ;-)
es geht mir auch etwas besser, allerdings sind die symptome (s.o.) noch die gleichen.
was ich noch ganz vergessen habe: bei einem ct wurde splenomegalie (milz bei ca. 13 cm) festgestellt.
kann das auch mit der schilddrüse zusammenhängen?

nächste woche habe ich wieder termin zur blutkontrolle. bin schon gespannt... (um nicht zu sagen nervös) ;-)

vielen dank nochmals,

alles liebe

sue


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BeitragVerfasst: 19. Dez 2005 0:59 
Offline

Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Gast hat geschrieben:
liebert norbert, liebe maria,

vielen dank für eure netten antworten!

dass die pille etwas damit zu tun hat, erscheint mir auch logisch. seit ca. einem jahr lasse ich sie weg (und werde sie wohl kaum wieder nehmen...). ;-)
es geht mir auch etwas besser, allerdings sind die symptome (s.o.) noch die gleichen.
was ich noch ganz vergessen habe: bei einem ct wurde splenomegalie (milz bei ca. 13 cm) festgestellt.
kann das auch mit der schilddrüse zusammenhängen?

nächste woche habe ich wieder termin zur blutkontrolle. bin schon gespannt... (um nicht zu sagen nervös) ;-)

vielen dank nochmals,

alles liebe

sue


Liebe Sue,

eine Splenomegalie - Vergrößerung der Milz - kann alle möglichen Ursachen haben. Dass bei einer Größe (Länge?) von 13 cm schon davon gesprochen wird, ist mir neu. Die Milz ist ein Organ des lymphatischen Systems und reagiert auf alle entzündlichen, bakteriellen und viralen Prozesse (sehr vereinfacht: "Entsorgungsstelle").

Ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch Medikamente (Pille), die über die Leber verstoffwechselt werden, so etwas bewirken können. Aber es kommen durchaus auch Autoimmunerkrankungen als Auslöser in Betracht. Hat man bei Dir evtl. schon eine weitere Diagnostik vorgenommen - wie z. B. Antinukleäre AK? Welche Werte sollen denn kommende Woche kontrolliert werden?

Liebe Grüße und Daumendrücken!

Norbert


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Dez 2005 16:33 
hallo norbert,

vielen dank für deine antwort!

ich habe heute die ergebnisse meiner blutkontrolle bekommen und bin jetzt noch mehr verunsichert.

hämatologie:
(leukos, eryrh, hämo, mcv, thrombos, etc.): OK

differentialblutbild:
zu wenig segmentkernige: 27 [45-75 %]
zu viele monozyten: 13 [bis 10 %]
zu viele lymphozyten: 55 [18-45 %]
beurteilung des wbb:
teilweise aktivierte lymphozyten
lymphozytose
monozytose

blutsenkung:
OK

chemie:
großteils OK
zu viel eisen, zu wenig totale EBK, zu wenig transferrin

spurenelemente:
OK

Eiweißeletrophorese:
alpha 2 globulin zu hoch, betaglobulin zu niedrig

und zu meiner kompletten überraschung:
TSH basal: 0,01 [0,49-4,67 uU/ml]

ich bin total verunsichert, deuten doch meine symptome viel mehr auf unter- als auf überfunktion hin!

nächste woche muss ich nochmals zum US: lymphknoten, sd und milz.

und im jänner muss ich wieder mal zur hämatologie ins akh (wien).
da ich hier im forum allerdings so viel negatives über die sd-abteilung im akh gelesen habe, weiß ich nicht, ob ich mir dort mal einen termin machen sollte?

liebe grüße

sue


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Dez 2005 18:30 
Offline

Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Gast hat geschrieben:
hallo norbert,

vielen dank für deine antwort!

ich habe heute die ergebnisse meiner blutkontrolle bekommen und bin jetzt noch mehr verunsichert.

hämatologie:
(leukos, eryrh, hämo, mcv, thrombos, etc.): OK

differentialblutbild:
zu wenig segmentkernige: 27 [45-75 %]
zu viele monozyten: 13 [bis 10 %]
zu viele lymphozyten: 55 [18-45 %]
beurteilung des wbb:
teilweise aktivierte lymphozyten
lymphozytose
monozytose

blutsenkung:
OK

chemie:
großteils OK
zu viel eisen, zu wenig totale EBK, zu wenig transferrin

spurenelemente:
OK

Eiweißeletrophorese:
alpha 2 globulin zu hoch, betaglobulin zu niedrig

und zu meiner kompletten überraschung:
TSH basal: 0,01 [0,49-4,67 uU/ml]

ich bin total verunsichert, deuten doch meine symptome viel mehr auf unter- als auf überfunktion hin!

nächste woche muss ich nochmals zum US: lymphknoten, sd und milz.

und im jänner muss ich wieder mal zur hämatologie ins akh (wien).
da ich hier im forum allerdings so viel negatives über die sd-abteilung im akh gelesen habe, weiß ich nicht, ob ich mir dort mal einen termin machen sollte?

liebe grüße

sue


Hallo Sue,

so ad hoc hast Du es nun auch geschafft, mich etwas zu verwirren! Aber ich werde versuchen, mich "schlau" zu machen. Zum AKH kann ich leider nichts sagen, ich kenne nur Innsbruck. Dort habe ich - in der Neurologie - nur gute Erfahrungen gemacht.

Zu Deinen Blutwerten:

TSH - hast Du Medikamente (welche) eingenommen?
Monozyten, Lymphozyten - das kann schon mal vorkommen. Deshalb auch die Nachkontrolle.
BKS - das ist schon mal ganz gut!!!! Wie waren denn 1h/2h-Wert?
Eiweißglobuline - können u. a. bei Infektionen durcheinander geraten, aber auch bei Autoimmunerkrankungen.
Eisen - wurde auch Ferritin gemacht? Dein "Fe-Haushalt" scheint aus dem Lot zu sein. Hast Du evtl. Fe-Präparate in der Vergangenheit genommen? Lass mal alles Eisenhaltige wie Leber und auch Vit. C versuchsweise weg.

Wichtig wären m. E. noch ANA. Wenn Du die neuen Werte hast, lass hören bzw. lesen!

Wünsch Dir trotzdem schöne Feiertage und mach Dir nicht allzu viele Sorgen!

Liebe Grüße - Norbert


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Jan 2006 15:28 
hallo,

leider stimmt der wert von 0,01 (TSH) - und ich habe keine medikamente genommen, auch kein aspro, keine vitamine, gar nichts!

heute hab ich neue sd-werte bekommen und die sind leider auch nicht besser - blut wurde am 27.12. abgenommen.

TSH: unter 0,01 [0,49 - 4,67] uU/ml
fT4: 3,89 [1,0 - 1,8] ng/dl
T4: 163 [5,1 - 14,1] ug/dl
T3: 4,22 [80 - 200] ng/dl

alle meine symptome sprechen aber viel mehr für eine unterfunktion als für eine überfunktion....?

diese werte wurden in der hämatologischen abteilung getestet und mit diesen ergebnissen soll ich nun - verständlicher weise - in eine sd-ambulanz.

kann mir jemand eine sd-ambulanz in wien empfehlen?

danke und mit glg

sue


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Jan 2006 16:21 
Offline

Registriert: 14. Jun 2005 12:29
Beiträge: 70
liebe sue,

du nimmst jetzt also überhaupt noch kein thyroxin?

ich habe privat arztmeinungen gesammelt und sie zu einer liste zusammengestellt.
wenn du mir deine adresse gibst, maile ich sie dir gerne.

bezüglich des tsh... meiner hüpft(e) auch irr herum. und ist jetzt supprimiert. trotz gefühlter uf. wobei die symptome sich oft sehr ähneln/überschneiden.
hab auch die pille abgesetzt, ich denke bzw. bin mir sicher, dass das ganze system dadurch ordentlich ins schwanken kommt.
auch gibt es bei hashimoto die möglichkeit eines entzündungsschubes. zu beginn eines solchen kann es durch die gewebszerstörung auch zu einer üf kommen.

alles gute,
karin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Jan 2006 18:25 
liebe karin,

habe dir ein mail an die adresse von deiner website geschickt.

vielen dank,

lg
sue


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