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 Betreff des Beitrags: Fragen bezüglich Krebserkennung
BeitragVerfasst: 10. Mai 2005 14:08 
Offline

Registriert: 16. Aug 2004 13:31
Beiträge: 40
Wohnort: Graz
Liebe Leute!

Gibt es typische Symptome dazu?
Erkennt der Arzt den Krebs sofort?
Sind die Werte ganz schlimm?
Welche Schmerzen erwarten einen dabei (bei Operation)?
Die Nachsorge, wie verläuft die?

Danke für die Geduld!

Lg

ixma


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Mai 2005 7:46 
Hallo xma,
ich versuch es mal mit Deinen Fragen:

- Gibt es typische Symptome dazu? -
Nein, eigentlich nicht. Meist hat man aber einen oder mehrere kalte Knoten, die dann entarten.
- Erkennt der Arzt den Krebs sofort? -
Leider nicht! Bösartigkeit ist an den Blutwerten nicht abzulesen. Es gibt ein paar Verdachtsmomente, z.B. kalkige Einlagerungen im kalten Knoten, unscharfe Ränder usw., aber sicher sind die nicht. Eine Feinadelpunktion zuvor soll ungefähr 90 % Sicherheit beim Befund bieten können.
- Sind die Werte ganz schlimm? -
Nein, muß nicht so sein. Bei mir waren sie zum Beispiel ganz normal, weder UF noch ÜF.
- Welche Schmerzen erwarten einen dabei (bei Operation)? -
Der Krebs selbst macht in der Regel keine Schmerzen. Zur Op gehört ein wenig Wundschmerz und evtl. Schluckbeschwerden, aber sehr gering. Die Schilddrüsengegend ist zwar gut durchblutet, weist aber kaum Scvhmerzrezeptoren auf.
- Die Nachsorge, wie verläuft die? -
Nach der möglichst vollständigen Entfernung der Schilddrüse durch die OP folgen meist eine oder mehrere hochdosierte Radiojodtherapien (viel höhere Dosis als bei MB oder Autonomie). Dafür muß man die SD-Hormone 4-6 Wochen absetzen und das ist das Belastende daran. Anschließend wird man so eingestellt, daß der TSH unter 0,1 gedrückt wird, die freien Werte, vor allem fT3, aber möglichst noch in der Norm sind. Dann lebenslang Kontrolle der Blutwerte und je nach Stadium ab und an eine RJD (=Radiojoddiagnostik)

Warum möchtest Du das denn alles wissen?
Freundliche Grüße von Alba


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Mai 2005 8:56 
Offline

Registriert: 16. Aug 2004 13:31
Beiträge: 40
Wohnort: Graz
Liebe Alba!
Leider habe ich in letzter Zeit erfahren, dass beim Arzt bei dem ich war einige Patientin (ich glaube es waren 2) operiert werden mussten. Er hat leider nicht alles erkannt (ich glaube es waren Knoten) und die gingen aber auch noch zu einem anderen Arzt und so konnte man schnell was machen. Habe ich natürlich nicht selbst von den Personen erfahren, aber verunsichert wird man schon deswegen, wenn man solche Sachen hört.
Aber danke für die schnelle Antwort.
Liebe Grüße

Dani


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Mai 2005 13:45 
Hallo,

ein guter Arzt ist schon in der Lage, grade bei nachweislich kalten Knoten, im Vorfeld über eine Blutanalyse bösartigen Schilddrüsenkrebs zu erkennen. Leider ist die vorherige Blutuntersuchung - aus was für Gründen auch immer - nicht überall üblich. Grde beim Vorliegen eines medulären SD-Karzinoms wird dem Patienten damit eigentlich eine Operation erspart. Man müsste beim Arzt drauf drängen - Untersuchung des Blutes kostet nur ca. 45 Euro - zweite Op ???? keine Ahnung.

Josie


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Aug 2005 18:40 
Hallo Dani,

mit einer Feinnadelpunktion (eine solche wird in der Regel gemacht) hast du nur dann 100% Sicherheit, wenn dabei bösartiges Gewebe erwischt wird. In allen anderen Fällen "gutartig", "verdächtig" kann es sein, dass - bildlich gesprochen - knapp daneben gestochen wurde, das kann auch durch mehrere Feinnadelpunktionen nie ganz ausgeschlossen werden.
In Kombination mit bildgebenden Verfahren kann man ein bisschen besser Schlüsse ziehen, wie Alba schreibt, weil es eben "Verdachtsmomente" gibt. Aber auch die können, müssen aber nicht immer vorhanden sein. Insofern kann man dem Arzt, was die Diagnostik betrifft, wohl keine Vorwürfe machen, wohl aber scheint es mit der Aufklärung gehapert zu haben.
Konkret: Wer wirklich 100%ige Gewissheit will, dem bleibt nchts übrig, als sich unters Messer zu legen, dann kann man das gesamte Gewebe untersuchen lassen, und spätestens mit dem Laborbefund wissen, ob es gutartig oder bösartig war. (Bei mir war es bösartig in einem fortgeschrittenen Stadium, die Punktion war "verdächtig, aber nicht eindeutig bösartig", es gibt im anderen Sd-Krebsforum aber auch schon Leute, bei denen das Ergebnis der Punktion eindeutig gutartig war, die sich trotzdem operieren ließen, und auch Krebs hatten.)
Was stimmt, ist, dass die Wahrscheinlichkeit für derartiges recht gering ist, etwa 5% der kalten Knoten sind bösartig, und insofern ist die Hoffnung groß, dass es im konkreten Fall gutartig ist, wenn das Ergebnis der Punktion dann keine Verdachtsmomente liefert, steigert das natürlich diese Hoffnung, aber ein richtiggehender Beweis ist es nicht.
Das heißt, dein Arzt kann in aller Regel tatsächlich nicht sehen, ob es gutartig oder bösartig ist, und viele Menschen leben auch lieber mit dem kleinen Restrisiko, als täglich Hormone nehmen zu müssen - die Einstellung auf die richtige Hormonmenge kann auch mitunter ganz schön schwierig sein, Schilddrüsenkrebs wächst zudem sehr langsam, sodass das Weiterleben mit diesem Restrisiko durchaus vertretbar scheint - allerdings sollte man die Betroffenen schon ordentlich aufklären und ihnen die Entscheidung überlassen, ob sie durch eine Operation Gewissheit erlangen wollen oder nicht.

Liebe Grüße,

Elis

ixma hat geschrieben:
Liebe Alba!
Leider habe ich in letzter Zeit erfahren, dass beim Arzt bei dem ich war einige Patientin (ich glaube es waren 2) operiert werden mussten. Er hat leider nicht alles erkannt (ich glaube es waren Knoten) und die gingen aber auch noch zu einem anderen Arzt und so konnte man schnell was machen. Habe ich natürlich nicht selbst von den Personen erfahren, aber verunsichert wird man schon deswegen, wenn man solche Sachen hört.
Aber danke für die schnelle Antwort.
Liebe Grüße

Dani


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