Hallo Dani,
mit einer Feinnadelpunktion (eine solche wird in der Regel gemacht) hast du nur dann 100% Sicherheit, wenn dabei bösartiges Gewebe erwischt wird. In allen anderen Fällen "gutartig", "verdächtig" kann es sein, dass - bildlich gesprochen - knapp daneben gestochen wurde, das kann auch durch mehrere Feinnadelpunktionen nie ganz ausgeschlossen werden.
In Kombination mit bildgebenden Verfahren kann man ein bisschen besser Schlüsse ziehen, wie Alba schreibt, weil es eben "Verdachtsmomente" gibt. Aber auch die können, müssen aber nicht immer vorhanden sein. Insofern kann man dem Arzt, was die Diagnostik betrifft, wohl keine Vorwürfe machen, wohl aber scheint es mit der Aufklärung gehapert zu haben.
Konkret: Wer wirklich 100%ige Gewissheit will, dem bleibt nchts übrig, als sich unters Messer zu legen, dann kann man das gesamte Gewebe untersuchen lassen, und spätestens mit dem Laborbefund wissen, ob es gutartig oder bösartig war. (Bei mir war es bösartig in einem fortgeschrittenen Stadium, die Punktion war "verdächtig, aber nicht eindeutig bösartig", es gibt im anderen Sd-Krebsforum aber auch schon Leute, bei denen das Ergebnis der Punktion eindeutig gutartig war, die sich trotzdem operieren ließen, und auch Krebs hatten.)
Was stimmt, ist, dass die Wahrscheinlichkeit für derartiges recht gering ist, etwa 5% der kalten Knoten sind bösartig, und insofern ist die Hoffnung groß, dass es im konkreten Fall gutartig ist, wenn das Ergebnis der Punktion dann keine Verdachtsmomente liefert, steigert das natürlich diese Hoffnung, aber ein richtiggehender Beweis ist es nicht.
Das heißt, dein Arzt kann in aller Regel tatsächlich nicht sehen, ob es gutartig oder bösartig ist, und viele Menschen leben auch lieber mit dem kleinen Restrisiko, als täglich Hormone nehmen zu müssen - die Einstellung auf die richtige Hormonmenge kann auch mitunter ganz schön schwierig sein, Schilddrüsenkrebs wächst zudem sehr langsam, sodass das Weiterleben mit diesem Restrisiko durchaus vertretbar scheint - allerdings sollte man die Betroffenen schon ordentlich aufklären und ihnen die Entscheidung überlassen, ob sie durch eine Operation Gewissheit erlangen wollen oder nicht.
Liebe Grüße,
Elis
ixma hat geschrieben:
Liebe Alba!
Leider habe ich in letzter Zeit erfahren, dass beim Arzt bei dem ich war einige Patientin (ich glaube es waren 2) operiert werden mussten. Er hat leider nicht alles erkannt (ich glaube es waren Knoten) und die gingen aber auch noch zu einem anderen Arzt und so konnte man schnell was machen. Habe ich natürlich nicht selbst von den Personen erfahren, aber verunsichert wird man schon deswegen, wenn man solche Sachen hört.
Aber danke für die schnelle Antwort.
Liebe Grüße
Dani