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BeitragVerfasst: 29. Nov 2010 8:40 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
guten morgen flieger,

zuerst mal, muss ich dir sagen, dass ich es echt klasse finde, wie du versuchst zu helfen!
Es ist für den Betroffenen schon schwer genug, sich mit all den wehwehchen, ängste und neuheiten anzufreunden.
ja, die wehwehchen kommen leider, aber sie hören auch wieder auf - wir werden einfach irgendwann *ganz feinfühlig* und hören in unseren körper hinein - zum leidwesen anderer und anfangs auch nicht angenehm für uns. aber in folge kann es schon vor vorteil sein, wenn man genau spürt, dass ein schub kommt und sofort reagieren kann.

zu den werten kann ich dir leider nicht wirklich was sagen, weil ich noch nie von *unterhalb der nachweisgrenze* gehört habe.
aber - hat die ärztin eine Überfunktion herausgefordert? wenn ich das so lese....zur überfunktion grösser werden, da sie eh nichts angenommen hat!!

Wenn man eine ÜF herausfordert, indem man mehr hormone nimmt und denkt, dass man dann abnimmt, hat man oft ganz schlechte karten. auch eine ÜF hat schlimme Nebenwirkungen.

Ich kann dir nur sagen, wie ich mein UF + Hashi soweit in den Griff bekommen habe.
Regelmässige Blutkontrollen und je nach werten, wurde gesteigert (in kleinsten schritten), damit sich der körper dran gewöhnt - nach 2 jahren hatte ich meine dosis erreicht und bis auf einen kleinen schub, gehts mir prima.

man darf sich mit der Schilddrüse nicht spielen - die Gesundheit steht da auf dem Spiel!

alles liebe
claudia


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BeitragVerfasst: 29. Nov 2010 9:09 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
flieger hat geschrieben :
> Sooo
>
> Habe nun die Werte (soo viel Papier :) )
> Name Wert/Messeinheit Grenzbereich
> Freies T4 1,3 ng/dl 0,8-2,0
> TSH unterhalb nachweisgrenze mU/l 0,35-4,90
> Rückstufung auf 1,25 Tabletten Novothyral (korrekt geschrieben?)
> Damit soll lt. Ärztin die Grenze zur Überfunktion wieder größer werden, da
> sie eh nichts abgenommen hat.

hallo !

Ärzte empfehlen bei HT einen TSH Wert zwischen 0,5 und 1,0. Nach Patientenerfahrungen lässt sich leider nicht für alle so ein zufriedenstellender Zustand erreichen: laut Umfragen fühlt sich die Mehrzahl erst bei freien Werten im oberen Drittel der Normwertskala wohl. Dies kann eine Supprimierung des TSH (nicht mehr messbar-wie bei deiner Freundin!!) zur Folge haben, ohne dass eine echte SD-Hormon-Überdosierung empfunden wird oder besteht.

wurde denn kein freies T3 gemacht??
freies T4 liegt nur bei 41.67% - sollte jedoch im oberen bereich liegen um sich wohl zu fühlen.

hat sich deine freundin mit der höheren dosis besser gefühlt???

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 29. Nov 2010 15:56 
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Registriert: 27. Nov 2010 16:01
Beiträge: 211
Guten Tag Flieger,

Novothyral drückt das TSH stark runter, weshalb es bei diesem Medikament meist nicht weiter beachtet wird. Man dosiert immer nach den Hormonwerten ft3 und ft4. Wie Maus schon gesagt hat, fehlt noch ft3.

Ich hoffe, dass es ihr bald besser geht. Leider kann sich solch eine lange Zeit der hormonbedingten Depression auch ein wenig verselbständigen und man braucht lange, bis man wieder raus kommt. Wäre eine Reha eine Idee für nächstes Jahr?

Charlotte


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BeitragVerfasst: 30. Nov 2010 0:08 
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Registriert: 16. Nov 2010 20:25
Beiträge: 8
@hutzl und maus

Also da muss ich ein bisschen länger ausholen um euch die Fragen beantworten zu können.

Kurz nachdem wir zusammen gekommen sind, ist das Zeug "ausgebrochen". Sie hat im Alter von 12 oder 13 die Diagnose einer UF erhalten und diese ist nicht weiter behandelt worden da sehr gering. Durch die Beziehung (ich vermute Hormonumstellung oder so) kam dann ein Schub. Zuerst hat sie Thyrex (25,50,75,100mg) und dann 1 Tb Kombithyrex (ich glaube 100) genommen. Während dieser Zeit ging es langsam aber ständig bergab. Nachdem ca 30kg zugenommen wurden (ich liebe sie ja trotzdem, aber für sie eine riesen Belastung), haben wir uns dann einen neuen Arzt gesucht, da meine Freundin langsam ungeduldig wurde. (Prozessdauer ca 1 Jahr) Dann wurde umgestellt auf 50mg Novothyral dann auf mehr. Plötzlich hat sie abgenommen, aber immer noch Schmerzen (div. Art) und mies drauf (um es milde zu sagen). Nach ca 8kg wurde der Prozess bewusst gestoppt um den Körper daran zu gewöhnen. Während der Abnehmphase waren die Werte ca gleich wie die geposteten. Dann wurde wieder in einen normalen Grenzbereich mit 0,75-1,0 Tablette Novothyral zurückgefahren. Da ging es ihr wirklich super- man kann sagen die schönste Zeit seit dem Ausbruch- allerdings nach 5-6 Wochen, ging es wieder los. Schmerzen, mies drauf--> Misserfolge im Studium, "Berührungsängste" und einfach bähhhhh. Nun bat meine Partnerin eben um die Erhöhung auf ca. die Werte die sie hatte um die 8kg abzubauen--> Diesmal KEINE Reaktion. Jetzt wird eben wieder zurückgestuft auf 1-1,25 Novothyral um Werte in normale Bereiche zu bekommen. (Kontrolle in 2 Monaten) Ich gebs ja zu, ich habe mich auch verändert durch das ganze, aber sie versichert mir es liege nicht an mir.

@Charlotte23

Reha? Erzähl mir mehr über Schilddrüsenreha- das klingt gut.

DANKE und lg

P.s.:Viele Rechtschreibfehler und typos- habe morgen eine schwere Prüfung und bin etwas aufgebracht :)


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BeitragVerfasst: 01. Dez 2010 19:52 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo flieger !

ein bisserl was zu schmunzeln :-)
vielleicht kannst du uns dann besser verstehen

http://www.youtube.com/watch?v=YlfL7Oe5dAI

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2010 12:05 
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Registriert: 29. Apr 2010 11:12
Beiträge: 34
Sorry, ich muss jetzt auch meinen Senf dazugeben!

Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass viele einfach ZU SEHR in dieser Hashimoto Sache drinnen sind. Am Anfang hab' ich mich auch ganz wuschi machen lassen, von allem, egal ob ich was gespürt, gelesen, gehört habe ... von den Ärzten, den Werten, etc. Auch durch Kommentare in diesem Forum.

Jetzt war ich Monate lang nicht hier, hab' mich einfach nicht mehr damit beschäftigt, nehme meine Tablette und siehe da: alles bestens.

Daher glaube ich, dass sich manche zu sehr reinsteigern, gar keine Probleme (oder weniger) hätten, würden sie sich nicht von Hasimoto "dirigieren" lassen.

Außerdem glaube ich nicht, dass 30 kg Gewichtszunahme (nur ein Beispiel) alleine der Hashimoto/SD-Unterfunktion zuzuschreiben ist. Auch hier denke ich, man kommt in einen Kreislauf, wo Hashimoto ZUUUUUUU sehr das Leben bestimmt und man sich vielleicht gehen lässt.

Hatte eine Phase, wo ich fast nichts gegessen habe, plötzlich nahm ich zu und zu. OK, bei mir waren es nur 5-7 kg ....

Irgendwann dachte ich mir ... pfeif' drauf, pfeif' auf die Waage und habe alles einfach beiseite "gestellt" und gesagt "Nicht mit mir". Ich lebe jetzt und ich lebe einfach "normal" weiter.

Ergebnis: jetzt hab' ich 68 kg (bei 170) statt 75, innerhalb 12 Monate ca., esse aber mehr, als zuvor, weil ich wieder geniessen kann. Mache ein bißchen Sport, wenn ich mal müde bin, auch egal. Ist halt so ... setzte mir Ziele (Urlaub, Theater, Konzerte, Dinge die ich gerne mache), so das ich alle paar Monate einen Super-Lichtblick habe.

Ich denke, man muss die Kraft AUCH SELBST aufbringen, sich zu motivieren, sich nicht durch Hashimoto unterkriegen zu lassen und versuchen ganz normal zu leben, ohne dass mich meine Werte jeden Tag in den Wahnsinn treiben ....


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2010 12:41 
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Registriert: 01. Jun 2010 7:50
Beiträge: 24
hallo!

also ich hab mir auch jetzt alle beiträge von euch durchgelesen und würd zusätzlich noch dazu raten dass deine Freundin über eine gesprächstherapie oder so nachdenken sollte.

viele von uns hatten panikattaken oder depressionen, welche auch die ärzte meistens am anfang abfragen ob dies eines der symptome sind.

allerdings - wenn die medikamente alleine nicht den "normal"zustand wieder herstellen (nach so langer zeit wie bei ihr fragwürdig) dann würd ich mal darauf tippen dass sich bei ihr etwas gefestigt hat psychisch.

und das wird sie mit den schilddrüsenhormonen nicht einmal ankratzen können.
vielleicht kann sie sich aufraffen einmal darüber nachzudenken um ihre persönliche psychohygiene zu fördern. es ist nichts verwerfliches daran hilfe anzunehmen um sich selber wieder besser zu fühlen.

und so wie das ganze klingt mit prüfungen, gewichtszunahme - körperunwohlfühlen, antriebslos.........etc. da läuten bei mir die alarmglocken. (ich arbeite allerdings auch in diesem Bereich)

also vielleicht kannst du sie überreden ihr selbst was gutes zu tun.

viel Kraft auf jeden Fall und meine hochachtung dass du so zu ihr stehst.

lg tascha


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BeitragVerfasst: 03. Dez 2010 20:22 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
ocean hat schon irgendwie recht - aber....ja das aber....als patient braucht man eine gewisse zeit, um sich mit dem ganzen auseinander zu setzen und zu erkennen, was da ablauft.......
sicher, anfangs steigert man sich da rein, sucht nach hilfeankern, die einem alles und jenes erklären........
ich kann nur von mir reden - erst, als ich mich mit dem ganzen auseinander gesetzt, viel gelesen und mich informiert habe, ging es mir langsam besser......
man kann anfangs einfach nichts zuordnen und ärzte sind leider gar keine hilfe - deshalb finde ich es auch so gut, dass wir uns hier austauschen können.....

und wie ich inzwischen weiss, sind oft auslöser für hashi auch stress und psychische probleme - aber auch die muss man erst finden und abarbeiten können...........

wir schaffen das alle irgendwann und wie man hier in der steiermark so schön sagt: beim redn, kommen die leut zaum gggggg so is es.........viel reden, schreiben, denken, überlegen, informieren............und dann schafft man das auch!

und wie wir wissen, männer sind ja keine arztgeher, nehmen alles einfacher - frauen sind da etwas sensibler und feiner gestrickt - also net bös sein, lassts und einfach so feinfühlig und sensibel sein :o)

lg claudia


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BeitragVerfasst: 03. Dez 2010 20:41 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo nochmal !

nicht nur wir leiden unter hashi sondern auch unsere partner, die nicht verstehen können, warum wir uns verändern.
ich habe nicht einmal zu hören bekommen "reiss dich zusammen", wenn wieder mal eine panikattacke über mich herfiel. (möchte auch garnicht näher darauf eingehen, da es eine schreckliche zeit bzw jahre waren)
wer diesen zustand noch nie erlebt hat, kann sich das auch nicht vorstellen - was man da mitmacht.

gott sei dank hat eine ärztin meinen mann damals aufgeklärt, dass ich mich nicht "zusammenreissen" kann - der körper und geist spielen da total verrückt. nachdem ich aber einen wirklich tollen partner habe, hat er ab da rücksicht auf mich genommen, wenn ich wieder einmal nicht zu einer veranstaltung konnte - ich war ja schon froh überhaupt einkaufen gehen zu können (aber nur in unmittelbarer nähe).

die hormone haben mir wieder mein leben zurückgegeben und ich geniese es sogut es geht. wir können wieder alles gemeinsam unternehmen und heute bin ich diejenige die im kraft und mut machen muss, da er mit dem herz bedient ist. aber wir halten zusammen wie pech und schwefel "in guten und in schlechten zeiten".

er hat wirklich viel mit mir mitgemacht und mir tut flieger auch sehr leid, denn auch er hat es nicht leicht mit seiner freundin. ich wünsche ihm alles gute für die zukunft

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 03. Dez 2010 21:06 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
meine beziehung is anno dazumal an hashi kaputt gegangen - nur, zu dieser zeit wusste ich noch gar nicht, dass ich hashi habe..........

es wurde abgetan als * die spinnt*....*mitlifecrisis*....*depression* oder noch einiges mehr...............ich hab sehr an mir gezweifelt und erst als ich die diagnose klar in händen hielt, war mir klar: hallooooooooooooo dubist nicht verrückt!

kein mensch kann nachvollziehen, wie und was das ganze mit einem macht - aber reden hilft ungemein........mitwisser sind gold wert........

hashi ist eine krankheit, aber wir bekommen sie in den griff und können auch *irgendwann* leben, wie je zuvor - es braucht nur viel zeit, verständnis und wissen.....

gebt nicht auf, wir schaffen das .-)
lg


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