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BeitragVerfasst: 20. Jun 2006 10:52 
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Registriert: 05. Aug 2005 12:31
Beiträge: 103
Hallo!

Ich bin etwas verwirrt bezüglich meiner aktuellen Werte und hoffe auf eure Hilfe! Ich hatte eigentlich immer schon einen TSH von ca. 4 ohne Symptome einer Unterfunktion mit T3 und T4 im oberen Drittel. Habe mein erstes Kind auch ohne Probleme mit diesem TSH (unbehandelt wiel nichts von Hashi gewusst) bekommen. Habe mich nach der Schwangerschaft näher mit Hashi usw, beschäftigt und meine Schilddrüse untersuchen lassen. Im Ultraschall ergaben sich echoarme Bereiche (Stadium 1B, was auch immer das heißen mag), Antikörper wurden keine gefunden (mehrmals untersucht). Diagnose Hashimoto (AKH Wien). Habe, weil ich eine Schwangerschaft plane und einen TSH um 1 haben möchte, um mein Kind (wenn ich dann schwanger bin) nicht zu gefährden, begonnen, Hormone (T4-Präparat) zu nehmen. Zuerst Thyrex 0,05 (langsam gesteigert), da war der TSH bei 2,25. Weil er aber bei 1 sein sollte, habe ich innerhalb von 3 Monaten langsam auf Thyrex 0,1 gesteigert. Die neuen Werte waren: TSH 0,03, T4 zu hoch und T3 im Normbereich. Mein Arzt riet mir auf 75 Mikrogramm zu reduzieren (Euthyrox 75), dann würde ich genau auf TSH 1 kommen. Dem war aber leider nicht so. Habe nach 6 Wochen exakt die gleichen Werte gehabt wie unter Thyrex 0,1 - also immer noch Überfunktion. Habe dann noch einmal 2 Wochen gewartet und Euthyrox 75 weiter genommen - immer noch Überfunktion. TSH sogar 0,01 !!! Mein Arzt hat mir jetzt geraten, die Hormone 6 Wochen lang ganz weg zu lassen und dann neue Werte machen zu lassen. Er konnte sich auch nicht erklären, was da los ist.
Bin jetzt total verwirrt. Wieso habe ich bei 50 Mikrogramm einen TSH von 2,25, aber bei 75 Mikrogramm eine Überfunktion???
Soll ich wirklich komplett aufhören mit den Hormonen????
Kann es sein, dass ich keine Hormone mehr brauche, weil sich meine Schilddrüse "erholt" hat? Aber Hashi ist doch unheilbar, oder?
Kann es sein, dass die Hormoneinnahme eine Überfunktion (Basedow oder so) "ausgelöst" hat?

Bin komplett verwirrt. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen!
Danke euch schon im Voraus!

Alles Liebe,

Lisa


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 Betreff des Beitrags: an Lisa
BeitragVerfasst: 20. Jun 2006 16:56 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
hallo lisa !

man hat dir doch schon im deutschen forum www.ht-mb.de genug antworten auf deine frage zur überfunktion gegeben.

ingma kann sehr gut auf die diversen fragen antworten und hat dir dies auch ausführlich erklärt.

lg
Uschi


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BeitragVerfasst: 20. Jun 2006 17:10 
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Registriert: 05. Aug 2005 12:31
Beiträge: 103
Liebe Uschi!

Habe die Antworten im deutschen Forum selbstverständlich auch schon gelesen. Dennoch gibt es auch in diesem Forum sicher genug Mitglieder, die sich sehr gut auskennen. Und auf deren Meinung möchte ich nicht verzichten!
Ich poste meine Fragen immer in beiden Foren. Ich habe im österreichischen Schilddrüsen-Forum schon sehr viele wichtige Ratschläge bekommen, genauso wie im deutschen.
Du erlaubst also, dass ich selbst entscheide, wann ich "genug Antworten" auf eine Frage habe?

Liebe Grüße,

Lisa


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BeitragVerfasst: 20. Jun 2006 21:33 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Lisa!

Hab mal Deine letzte Antwort vom deutschen Forum hier reinkopiert.

Lisa S. hat geschrieben:
HAbe mir aber meine letzten Werte zusammengesucht:
Vor 6 Wochen hatte ich mit Thyrex 0,1 folgende Werte:
TSH 0,03 (0,35-4,5), fT4 1,95 (0,89-1,76) und fT3 3,8 (Normbereich)
dann hatte ich vor 4 Wochen mit Euthyrox 75: TSH 0,03, fT4 1,97 und fT3 3,9


Üblicherweise hält man eine neue Dosierung immer mindestens 4 Wochen, besser 6-8 Wochen und macht dann erst neue Werte. Der Körper braucht doch eine deutlich längere Zeit als 2 Wochen um sich auf eine neue Dosierung einzustellen. Das hängt auch mit der Halbwertszeit der Hormone zusammen.

T4 hat eine Halbwertszeit von rd. 2 Wochen, d.h. dass in 2 Wochen ca. die Hälfte des T4 (was nicht verbraucht wird) abgebaut wird. Anders ausgedrückt, wenn man durch zu hohe T4-Zufuhr durch Medikamente einen zu hohen fT4-Spiegel hat (weil man weniger verbraucht als man zuführt) dauert es eine ganze Weile (ca. 4 Wochen) bis dieses "überflüssige Depot" abgebaut wird.

Lisa S. hat geschrieben:
Mein Arzt hat darauf hin gesagt, das müsse ein Fehler sein, dass ich mit 75 Mikrogramm die gleichen Werte habe wie mit 100. Er hat mich deshalb noch einmal zur Blutabnahme geschickt
Also, hier jetzt die aktuellen Werte von gestern: (Euthyrox 75 derzeit)
TSH 0,01 (0,35-4,5), fT4 1,35 (0,89-1,76)
Wie kann denn das fT4 unter Euthyrox 75 einmal 1,97 und dann wieder 1,35 sein?!?!?!!?!
Soll ich reduzieren oder ganz aufhören oder bei 75 bleiben???
Bin absolut verwirrt!!!!!



Das würde sich meines Erachtens auch daraus erklären siehe oben, nämlich dass Dein Körper weiter T4 abbaut, das nicht verbraucht wurde und schön langsam auf ein besseres Niveau kommt.

Ich bin jetzt kein Arzt und kann Dir natürlich keine Dosierungsempfehlung geben. Aber wenn Du mit 50µgr zu niedrig warst und mit 100 µgr zu hoch, dann wird Dein Zielbedarf wohl irgendwo dazwischen liegen. Vielleicht ist auch 75µgr noch zu hoch und man müsste irgendwie Stückeln. Aber um das herauszufinden wäre ein Möglichkeit, die 4 Wochen Urlaub von Deinem Arzt abzuwarten und in der Zeit die 75 µgr weiter zu halten, dann neue Werte machen und schauen, ist es noch zu hoch, dann vielleicht mit einer anderen Packungsgröße auf eine Dosierung von 62,5 µgr gehen oder so ähnlich.

Es gibt zum Glück einige Möglichkeiten.

Wenn man eine Hormoneinstellung macht, braucht man vor allem viel Geduld, dann noch mal viel Geduld und muss halt auch einiges experimentieren.

Was Ingma schreibt ist natürlich auch nicht außer acht zu lassen, wenn Du wirklich Hashi hast, kann Dir immer mal ein Schub in die Einstellung "reinpfuschen".

Wurde die Diagnose mal geklärt? Du schreibst keine AKs vorhanden, aber echoarme Stellen. Die Unterfunktion kann auch von kalten Knoten kommen und nicht von Hashi, so wie Du das beschreibst. Vielleicht wäre es gut, das auch mal genauer unter die Lupe zu nehmen, was in dem Fall meint, noch mal eine ausführliche Diagnose mit AKs etc. anzustreben.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 7:42 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Natürlich kannst in den verschiedenen Foren deine Fragen stellen. Aber ich dachte, nachdem du bereits die diversen Antworten erhalten hast, kannst du dir bereits ein Bild über dein weiteres Dosisvorgehen machen.

Ich meinte damit auch nur, dass viele Antworten auch verunsichern können und man danach oft noch viel ratloser ist als vorher.

Sorry, wenn du dich durch mich auf den "Schlips" getreten gefühlt hast.

Es war sicherlich nur im positiven Sinn gemeint, da ich selbst schon solche Erfahrungen machen musste.

LG
Uschi


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 9:56 
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Registriert: 05. Aug 2005 12:31
Beiträge: 103
Liebe Maria!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!!!!! Ich denke auch, dass die 75er-Dosis eigentlich passen müsste. Wahrscheinlich braucht mein TSH einfach länger, um sich umzustellen. Habe einfach tierische Angst vor einer Überfunktion. Vielleicht gehöre ich aber auch zu den Leuten, die im Sommer weniger Thyroxin brauchen (bei mir wurde mal im Sommer ein TSH von 2,5 gemessen als ich noch keine Medikamente nahm - und sonst war er immer um 4). Ich werde auf keinen Fall mit den Hormonen ganz aufhören, wie mir mein Arzt geraten hat. Ich nehme mal, so wie Ingma mir geraten hat, ein paar Tage keine Tablette und schaue, wie es mir geht. Ich habe noch "alte" Thyrex 0,1. von denen nehme ich dann immer ein halbes, dann komme ich auf 50 Mikrogramm. Das blöde ist, dass ich dadurch, dass mein Arzt im Urlaub ist, niemanden habe, der mir Euthyrox 50 verschreiben könnte, denn dann würde ich einfach einen Tag 50 und einen Tag 75 Mikrogramm nehmen und käme wahrscheinlich auf die optimale Dosis. Ich traue mich nicht Thyrex und Euthyrox zu "mischen" (1 Tag ein halbes Thyrex, ein Tag ein Euthyrox 75, meine ich). Ich denke, das wäre nicht gut, oder?
Vielleicht habe ich auch einen "Schub", an das habe ich auch schon gedacht. Habe im letzten halben Jahr sehr viel psychische Belastungen erlebt und auch viele neue Vitiligo-Flecken bekommen. Das würde auch darauf hindeuten, dass ein neuer "Schub" kommt.
Bei mir wurden zwei Mal Ultraschall und einmal Szintigrafie gemacht. Bei beiden fand man keine Knoten, nur echoarmes Gewebe, die SD leicht vergrößert. Antikörper wurden vier Mal in den letzten beiden Jahren gemessen (TRAK und TPO) - immer negativ. Aufgrund der zweiten Autoimmunerkrankung (Vitiligo) liegt die Diagnose Hashimoto sehr nahe....
Was sind eigentlich kalte Knoten und wie untersucht man das?
Wie und warum entstehen sie?
Kann eine Überdosierung von SD-Hormonen eine Überfunktion auslösen, die dann, auch wenn man die Dosis reduziert oder weglässt, nicht mehr verschwindet? Ich denke da an Basedow und so....

Danke jedenfalls für deine Hilfe!!!!! Du bist wirklich spitze!!!


Alles Liebe,

Lisa


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 12:44 
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Registriert: 06. Apr 2006 8:45
Beiträge: 34
Wohnort: Deutschland
Hallo Lisa,

durch eine Überdosierung ausgelöste Überfunktion kann nicht in Basedow umschlagen. MB ist eine eigenständige Krankheit. Es gibt Leute, die haben beide Komponenten im Körper, also beide Sorten Antikörper ung manchmal ist dann die MB Komponente dominant. Aber bei dir sieht alles nach glasklarem Hashi aus.

So - und nun zu dem, was zu da mischst oder mischen willst.

Egal, was du tust und wie du mischst: Entscheide dich und warte MINDESTENS !!!!!! 4 Wochen, bis dass du neue Werte machen läßt. Dein jetziger Arzt scheint auch nicht gerade ein wirklicher Fachmann bez. SD zu sein, sonst hätte der dir nicht schon 2 Wochen nach Dosisreduzierung neue Werte abgenommen und sich über das unveränderte Ergebnis gewundert. Das mit der Halbwertzeit vom T4 und dass das dauert, bis das das abgebaut wird, ist ja nun wirklich kein Geheimnis.

So, und da du ja so erpicht darauf bist, noch mehr Antworten zu bekommen, senfe ich noch was dazu:

Ich bin NICHT der Meinung, dass du einige Tage mit den Tabletten aussetzen sollst. Denn die letzten Werte lassen schon klar den Gang erkennen: FT4 ist nämlich schon heftig gesunken. Dass der TSH noch nicht höher gegangen ist, liegt an seiner relativen Trägheit. Ich befürchte, dass du durchs Absetzen und Weitermachen dieser reduzierten Dosis dich in UF katapultierst. Wenn es dir dann wieder schlechter geht, dann mauschelst du eher wieder an der Dosis rum und schon hast du bei der nächsten BE nicht aussagefähige Werte, die dich und deinen Arzt wieder vor Rätsel stellen.

Du musst unbedingt Geduld aufbringen und deinen Körper die Zeit geben, die er braucht, um sich an veränderte Hormonlagen zu gewöhnen.

Gruss

Anna-Lena


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 Betreff des Beitrags: noch ein Senf ;-)
BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 13:51 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Lisa!

Lisa hat geschrieben:
Was sind eigentlich kalte Knoten und wie untersucht man das?
Wie und warum entstehen sie?


Kalte Knoten zeigen sich durch echarme Bereiche bzw. bei der Szinitgrafie in Bereichen, die kein Jod mehr aufnehmen. Diese Bereiche produzieren dann auch keine SD-Hormone mehr. Kalt kommt daher, da bei der Szinitgrafie dieser Bereich blau dargestellt ist im Gegensatz zu mehrspeichernden Bereichen, die rot dargestellt werden und die nennt man dann heiße Knoten.

Wie Anna-Lena schon sagt, eine medikamentenbedingte Überfunktion ist nichts Bleibendes sonder verschwindet mit dem Abbau der Hormone bzw. mit der Reduktion des Medikaments.


Anna-Lena hat geschrieben:
So, und da du ja so erpicht darauf bist, noch mehr Antworten zu bekommen, senfe ich noch was dazu:

Ich bin NICHT der Meinung, dass du einige Tage mit den Tabletten aussetzen sollst. Denn die letzten Werte lassen schon klar den Gang erkennen: FT4 ist nämlich schon heftig gesunken. Dass der TSH noch nicht höher gegangen ist, liegt an seiner relativen Trägheit. Ich befürchte, dass du durchs Absetzen und Weitermachen dieser reduzierten Dosis dich in UF katapultierst. Wenn es dir dann wieder schlechter geht, dann mauschelst du eher wieder an der Dosis rum und schon hast du bei der nächsten BE nicht aussagefähige Werte, die dich und deinen Arzt wieder vor Rätsel stellen.

Du musst unbedingt Geduld aufbringen und deinen Körper die Zeit geben, die er braucht, um sich an veränderte Hormonlagen zu gewöhnen.


Und da möchte ich auch noch dazu "senfen" weil ich auch denke, dass Du lieber nicht aussetzen solltest sondern besser bei einer Dosierung bleibst - entweder 75µgr (würde so wie Anna-Lena schreibt dafür sprechen, dass fT4 zuletzt gesunken ist!) oder - wenn die Medis irgendwie teilbar wären, 62,5 probierst.

Dazu müsstest Du 50µgr + 1/4 einer 50µgr Tablette nehmen.

Ganz weglassen belastet den Körper sehr und das würde ich mir wirklich gründlich überlegen!

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 15:17 
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Registriert: 05. Aug 2005 12:31
Beiträge: 103
Liebe Maria, liebe Anna-Lena!

Danke für eure schnellen und ausführlichen Antworten. Habe zwar heute früh keine Tablette genommen, habe mich aber nach euren Ratschlägen dafür entschlossen NICHT ein paar Tage auszusetzen, sondern meine 75er weiter zu nehmen bis mein Arzt wieder da ist und dann sofort einen Termin bei ihm machen, um alles zu besprechen.
Ihr habt Recht, Herumbasteln würde mich nur wieder durcheinander bringen.
Ich möchte aber trotzdem ein Missverständnis aufklären, das da irgendwie entstanden ist. Mein Arzt hat mich, als er sah, dass ich mit 100 Mikrogramm in ÜF bin, nach 4 Wochen mit 75 Mikorgramm noch einmal zur Blutuntersuchung geschickt, bei der dann exakt die gleichen Werte wie mit den 100 Mikrogramm rauskamen. Und weil er das nicht glauben konnte, hat er mich DANN mit immer noch 75 Mikrogramm-Dosis noch einmal zur Blutuntersuchung geschickt, bei der dann das TSH von 0,01 bei normalem T4 rausgekommen ist. Er hat mich also NICHT nur 2 Wochen die Dosis ändern lassen, sondern 4 Wochen. Mein TSH ist also insgesamt 6 Wochen lang schon so niedrig, obwohl ich die Dosis geändert habe.
Eine letzte Frage hätte ich noch an euch:
ist ein supprimierter TSH (unter 0,3) bei normalen fT3 und fT4-Werten gefährlich? Ist das dann auch schon eine Überfunktion, oder erst, wenn T4 auch zu hoch ist?
DANKE EUCH!!!!!!!!!

Alles Liebe

Lisa


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 Betreff des Beitrags: subklinische Hyperthyreose
BeitragVerfasst: 21. Jun 2006 18:34 
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Wohnort: Graz
Hallo noch mal!


Lisa S. hat geschrieben:
Ich möchte aber trotzdem ein Missverständnis aufklären, das da irgendwie entstanden ist. Mein Arzt hat mich, als er sah, dass ich mit 100 Mikrogramm in ÜF bin, nach 4 Wochen mit 75 Mikorgramm noch einmal zur Blutuntersuchung geschickt, bei der dann exakt die gleichen Werte wie mit den 100 Mikrogramm rauskamen. Und weil er das nicht glauben konnte, hat er mich DANN mit immer noch 75 Mikrogramm-Dosis noch einmal zur Blutuntersuchung geschickt, bei der dann das TSH von 0,01 bei normalem T4 rausgekommen ist. Er hat mich also NICHT nur 2 Wochen die Dosis ändern lassen, sondern 4 Wochen. Mein TSH ist also insgesamt 6 Wochen lang schon so niedrig, obwohl ich die Dosis geändert habe.


Das lag wohl an Deiner Aussage im deutschen Forum:

Lisa S. hat geschrieben:
HAbe mir aber meine letzten Werte zusammengesucht:
Vor 6 Wochen hatte ich mit Thyrex 0,1 folgende Werte:
TSH 0,03 (0,35-4,5), fT4 1,95 (0,89-1,76) und fT3 3,8 (Normbereich)
dann hatte ich vor 4 Wochen mit Euthyrox 75: TSH 0,03, fT4 1,97 und fT3 3,9


... aber ist auch egal, wichtig ist nur, dass Du Dich jetzt doch entschlossen hast, die Hormone nicht abzusetzen. Weißt Du was noch eine Ursache sein könnte? Z.B. wenn Du zu sehr unterschiedlichen Tagszeiten die Blutabnahme machst, da gibt es auch noch mal signifikante Unterschiede.

Deshalb sollte man wegen der besseren Vergleichbarkeit auch schauen, dass man immer ungefähr zur gleichen Zeit zur BE geht.

Lisa S. hat geschrieben:
ist ein supprimierter TSH (unter 0,3) bei normalen fT3 und fT4-Werten gefährlich? Ist das dann auch schon eine Überfunktion, oder erst, wenn T4 auch zu hoch ist?


Wenn fT3 + fT4 in der Norm sind, TSH aber unter der Norm, sprich supprimiert ist, dann spricht man von einer subklinischen Hyperthyreose. Die Hypophyse versucht die Ausschüttung der Schilddrüse so weit zu drosseln (indem nämlich kein Ausschüttungsreiz durch das TSH gesetzt wird) dass die freien Werte nicht weiter ansteigen.

Wenn man so nennen will ist das eine "Frühwarnstufe" - ähnlich der subklinischen Hypothyreose, wo der TSH erhöht ist, aber die Werte (noch) in der Norm sind. Da peitscht die Hypophyse mittels TSH die SD zu Höchstleistungen an, damit doch noch genügend Hormone produziert werden.

Somit kann man vereinfacht sagen, dass weder subklinische Hypothyreose noch subklinisch Hyperthyreose für den Körper "gefährlich" sind, aber das Hormongeschen sollte doch reguliert werden.

Allerdings möchte ich der Vollständigkeit halber noch ergänzen, dass es auch andere Faktoren gibt, die das TSH zur Supprimierung "verleiten"

TSH kann unter T3-Einnahme supprimiert werden (siehe Beipacktext von Novothyral z.B.)
TSH wird durch TRAK supprimiert (z.B. MB, teilweise auch bei Hashis mit TRAK)
TSH kann durch ein Hypophysäres Problem verringert sein
u.v.m.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht mit den Ausführungen durcheinander gebracht!

lg
Maria


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