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BeitragVerfasst: 01. Jun 2006 21:26 
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Registriert: 20. Mai 2006 14:48
Beiträge: 11
Wohnort: Vorarlberg
Hallo zusammen!

Am Muttertag bekam ich die Diagnose Schilddrüsenkarzinom ... ein Schock für unsere Familie (mit zwei kleineren Kindern) und irgendwie kam mir die ersten Tage alles so unwirklich vor.
Ich wurde dann schnell operiert und sie fanden noch einen bösartigen Tumor - daher wurde die gesamte Schilddrüse samt umliegender Lymphknoten entfernt.
Ich hab diese OP sehr gut überstanden, bereits am nächsten Tag schon im Cafe des KH einen Saft geschlürft und mich einfach gefreut das alles gut gelaufen ist. Am Montag operiert, am Freitag nach Hause. Einzige Begleiterscheinung sind kribbeln in den Armen und Beinen und einschlafen bzw. Krämpfe derselben. Dafür nehm ich jetzt Calcium und Magnesium und es wirkt sehr gut.

Nun bin ich aber bis zum 26.6. ohne Medikamente ... weil da bekomme ich dann noch die hochdosierte Radiojodtherapie im KH und die Reste meiner Schilddrüse die da halt noch so vorhanden sein könnten müssen ausgehungert werden.

Ich frage mich, wann kommt nun so erfahrungsgemäs das große Tief von dem mir alle erzählen ... ich fühle mich im Moment recht gut - nur eben ein wenig erschöpft und müde. Aber es geht, ich gestalte meine TAge eben viel, viel ruhiger als vor der OP und auch mit zwei Kids ist das möglich. Klar, abends bin ich manchmal ganz schön fertig, aber trotzdem ist der Humor allerbestens und ich freu mich irrsinnig am Leben.

Und wie ist diese RJ-Therapie??? Der Arzt sagte sie sei sozusagen Nebenswirkungsfrei ... ich hab schon etwas Sorge deswegen, weil ich bei den Kontrollen immer so stark auf das radioaktive Jod reagiert habe. Ich bekam kaum Luft (besonders nach der OP) und mir war speiübel dabei. Und nun soll ich das hochkonzentriert bekommen. Hat jemand Erfahrungen damit? Ist Euch das Trinken leicht gefallen und was hat es mit den Zitronenscheiben auf sich? Im Krankenhaus hab ich so viele Infos auf einmal bekommen, das mir die Fragen dazu nicht eingefallen sind.

Liebe Grüße und Danke für Eure
Antworten!

Aurora


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 Betreff des Beitrags: wann kommt das grosse Tief
BeitragVerfasst: 01. Jun 2006 22:32 
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Registriert: 25. Dez 2005 22:49
Beiträge: 16
Wohnort: Ebreichsdorf
Hallo Aurora!
Ich wurde vor einem Jahr an Schilddrüsenkrebs operiert. Hatte heute wieder eine Kontrolle im AKH inn Wien und es ist nach wie vor alles OK. Ich muss erst wieder ein einem Jahr zur nächsten Kontrolle. Ich habe das ganze sehr gut überstanden und für mich war die Krankheit bis jetzt im Wesentlichen nur eine Herausforderung für die Psyche. Die physichen Belastungen haben sich, gemessen an der Diagnose "Krebs" wirklich sehr in Grenzen gehalten. Ich kann im Nachhinein auch sagen, dass die Erfahrung trotz allem eine wertvolle war.
Ich stehe dir gerne für einen tieferen Erfharungsaustausch zur Verfügung. Du erreichst mich unter bert_hu@a1.net.
Liebe Grüsse,
Hubert


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BeitragVerfasst: 03. Jun 2006 19:01 
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Registriert: 02. Feb 2006 8:22
Beiträge: 8
Wohnort: Rohrbach
Hallo
Bin auch vor 2 Jahren operiert worden. Ich habe dann innerhalb 10 Wochen auch eine RJ Therapie in Klagenfurt und mir war dort nur sehr schlecht, sonst habe ich keine Nebenwirkungen gehabt. Außerdem habe ich auch 2 Kinder, und nur deswegen muß man auch um alles kämpen und ja nicht autgeben. Alles Gute .


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BeitragVerfasst: 04. Jun 2006 19:44 
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Registriert: 08. Mai 2006 18:36
Beiträge: 3
Hallo Aurora
Ich habe auch 2 kleine Kinder und ich wurde auch vor nicht ganz 2 Jahren operiert worden. Mir haben sie die ganze Schilddrüse und die ganzen Lympfknoten entfernt. Hatte dann nach 10 Wochen eine RJ-Therapie. Mir ist es bei der RJ- Therapie eigentlich ganz gut ergangen. Nur sehr übel war mir die ganze Zeit. Aber sons hatte ich keine Nebenwirkungen. Wäre schön wenn man wieder mal schreibt. Alles Gute für dich. Du schaffst das ganz sicher mit keinen Nebenwirkungen. Das mußt du dir einreden, dann klappt es sicher.


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BeitragVerfasst: 06. Jun 2006 22:41 
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Registriert: 20. Mai 2006 14:48
Beiträge: 11
Wohnort: Vorarlberg
Vielen lieben Dank für Eure Meldungen! Sie machen mir recht viel Mut und ich hoffe ich schaff das auch so gut!

Seelisch fühl ich mich eigentlich recht stark und gelassen - gemessen an der Diagnose. Ich hatte früher immer das Gefühl, sollte ich mal Krebs bekommen fällt die Welt zusammen. Das war überhaupt nicht so. Es ist eher so, das ich ständig das Gefühl habe viel daraus zu lernen ... vielleicht waren da die vorangegangen Schicksalschläge doch eine gute Lehre für mich - so weiß ich aus allem Schlimmen kann man später irgendwo doch eine positive Erfahrung ziehen. So komisch sich das anhört.

Ich bin sehr positiv eingestellt und schaffe die Therapie sicher recht gut. Nur vor dieser elenden Übelkeit und dem GEfühl zu ersticken hab ich doch recht großen Respekt. Aber im Grunde weiß ich ja, es ist zu schaffen und umso positiver ich da rein gehe um so besser wird es klappen!!

Ich melde mich wenn ich es überstanden habe! Danke nochmal für Eure Berichte!!

Herzliche Grüße
von Aurora


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BeitragVerfasst: 19. Jun 2006 20:44 
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Registriert: 20. Mai 2006 14:48
Beiträge: 11
Wohnort: Vorarlberg
Heute in einer Woche bin also "dran" ... es geht mir immer noch recht gut, seelisch gesehen gings es mir nie besser *lach* ... körperlich bin ich halt schnell müde und langsam, aber es läuft nicht schlecht.
Zugenommen hab ich auch schon ein paar Kilos, da ich aber mein ganzes Leben unter zuwenig Gewicht gelitten habe, ist das prima so!! Jetzt hab ich glatt mal 56 kg bei 1,70 Größe und fühle mich prima damit. Und bis zum Ideal bzw. NOrmalgewicht hab ich ja noch etwas hin.

Berichte Euch dann wie es mir ergangen ist!

Liebe Grüße
Aurora


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BeitragVerfasst: 04. Feb 2007 11:00 
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Registriert: 20. Mai 2006 14:48
Beiträge: 11
Wohnort: Vorarlberg
So, eigentlich wollte ich das ja gleich nach der Therapie machen ... berichten wie es mir erging. Ich kann Euch nur sagen, es war zwar nicht sehr angenehm, aber es war erträglich. Ich hatte die ganze Zeit Magenweh wie verrückt und Schluckbeschwerden, doch ich bekam ja Mittel die das linderten.

Danach ging es mir schnell besser, die Medis waren schnell eingestellt und bis auf einen Tag wo ich zuviel dosiert bekam ging es mir jeden Tag gut. So läuft es bisher. Ich fühl mich gut und mein Leben ist bis auf die Tablette und die ständigen Kontrollen fast wie früher.

Ich muss Hubert's vorangegangenem Posting zustimmen ... im nachhinein gesagt war diese Erfahrung eine sehr wertvolle für mich und ich bin froh alles so gut überstanden zu haben!

Liebe Grüße
Aurora


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