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 Betreff des Beitrags: OP???
BeitragVerfasst: 03. Nov 2005 9:52 
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Registriert: 03. Nov 2005 7:59
Beiträge: 2
Wohnort: Wien
Zuerst mal ein herzliches Hallo an alle LeidensgenossenInnen!
Dies ist mein 1 Beitrag und ich schätze das nicht viele meine Überlegungen teilen, würde mich aber freuen trotzdem nicht gleich gefressen zu werden :)
Bei einer Ultraschalluntersuchung wurden bei mir rechts ein ca. 20x15 mm und links ein 8mm grosser Knoten entdeckt. Der Arzt meinte das ist kein Problem, jeder 2 Patient von ihm hat knoten dieser Größe, beobachtet gehört es in jedem Fall. Mit dem Befund erschien ich bei meiner Hausärztin, die gab mir sofort eine Überweisung für eine Szintigraphie. Da zum selben Zeitpunkt ein Melanom festgestellt wurde und dieses entfernt werden musste stellte ich die Schilddrüse hinten an, zumal doch der Dr. meinte das es nichts aussergewöhnliches ist. Wie das Leben so spielt war eine 2 OP wegen des Melanoms nötig und so war ich erst am 14.10 zur Szintigraphie, den Befund erhielt ich gestern.

Bei der Untersuchung im Rudolfsspital wurde ich von Fr. Dr. Schreier untersucht, bei der folgenden Besprechung riet sie mir ohne was genaues zu wissen (da ja der Befund noch ausstand) zur OP, es ist ja eh nicht tragisch, ausserdem nehme sie selbst ebenfalls Schilddrüsenhormone wegen einer angeborenen Unterfunktion.
Obwohl ich damit gerechnet hatte war es trotzdem ein mittlerer Schock für mich und ich machte mich mal im Internet schlau was nun wirklich Sache ist. Für mich selbst bin ich zu folgendem Schluß gekommen, und keine Angst, Verfolgungswahn habe ich bestimmt keinen, feige sicher noch weniger:

Ich bin der Meinung das es ohne ausreichende Beobachtung von Wachstum etc. eines Krankheitsbildes ziemlich unseriös ist jemandem was aus dem Körper zu schneiden, zumal es doch auch mit tödlichen Komplikationen verbunden sein kann. Auf die Frage die ich mir wegen einer Begründung stellte fand ich folgende Erklärung, zugegeben ziemlich abwegig, aber trotzdem den einen oder anderen Gedankengang wert:
Eine OP mit Aufenthalt wird sicher so um die 30-40.000 Euro kosten, schon mal ein guter Grund dafür was zu machen. Weiters ist meines Wissens nach dann eine Lebenslange Einnahme von Medikamenten notwendig, also wenn ich davon ausgehe das ich mich mit 36 unters Messer lege und geschätzte 70 werde sind das 12410 Pillen die meinen Hals runterwandern. Günstig geschätzt kostet 1 Pille 1 Euro, eher sogar mehr.
Es gibt also gute Gründe für mich mißtrausch zu sein und ich werde alles zu 100% hinterfragen. Würde mich über eure Meinung dazu freuen und wünsche allen Leidenden eine gute Besserung.

rainer


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Nov 2005 8:57 
Hallo Rainer!
Bei meiner ersten Szintigraphie wurde ich von der Nuklearmedizinerin dahingehend informiert :
Da gebe ich ihnen die Tabletten mit,
die nehmen sie 1 Monat
für die genaue Dosierung rufe ich sie heute noch an
Wenn wir sie "auflgeichgebracht" haben gehen sie operieren
und machen dann einen Erholungsurlaub von 3 Wochen.

Es waren in meiner Erinnerung keine nähren Erklärungen außer kalter Knoten, heißer Knoten, wenn sie sich nicht operieren lassen haben sie keine Ruhe.
Es ist bestimmt vorstellbar wie ich reagiert habe.
Im nachheinein gesehen hatte sie wahrscheinlich recht. Damals war ich für nähre Informationen gar nicht aufnahmenfähig.
Die Tabletten habe ich brav eingenommen, zur Kontrolluntersuchung bin ich zu einem Internisten (Laborkontrolle). Bei diesem bin ich noch immer in Behandlung. Der schickt mich in bestimmten Abständen zur Kontrolle zum Nuklearmediziner. Und das wichtigste ich habe mich informiert. So wie du in den Foren die Beiträge gelesen. Beiträge habe ich erst später geschrieben.
Jetzt habe ich meine Radiojodtherapien (=RJTh) hinter mir und muss vermutlich auch lebenslang Lthyroxin einnehmen. Derzeit bin ich in der Einschleichphase (= langsame Steigerung der Dosis) und derzeit eigentlich guten Mutes, dass sich mein Zustand "fast" wieder mit Medikamenten, normalisiert.
Viel Glück und Mut
Gudrun


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Nov 2005 8:58 
Hallo Rainer!
Bei meiner ersten Szintigraphie wurde ich von der Nuklearmedizinerin dahingehend informiert :
Da gebe ich ihnen die Tabletten mit,
die nehmen sie 1 Monat
für die genaue Dosierung rufe ich sie heute noch an
Wenn wir sie "auflgeichgebracht" haben gehen sie operieren
und machen dann einen Erholungsurlaub von 3 Wochen.

Es waren in meiner Erinnerung keine nähren Erklärungen außer kalter Knoten, heißer Knoten, wenn sie sich nicht operieren lassen haben sie keine Ruhe.
Es ist bestimmt vorstellbar wie ich reagiert habe.
Im nachheinein gesehen hatte sie wahrscheinlich recht. Damals war ich für nähre Informationen gar nicht aufnahmenfähig.
Die Tabletten habe ich brav eingenommen, zur Kontrolluntersuchung bin ich zu einem Internisten (Laborkontrolle). Bei diesem bin ich noch immer in Behandlung. Der schickt mich in bestimmten Abständen zur Kontrolle zum Nuklearmediziner. Und das wichtigste ich habe mich informiert. So wie du in den Foren die Beiträge gelesen. Beiträge habe ich erst später geschrieben.
Jetzt habe ich meine Radiojodtherapien (=RJTh) hinter mir und muss vermutlich auch lebenslang Lthyroxin einnehmen. Derzeit bin ich in der Einschleichphase (= langsame Steigerung der Dosis) und derzeit eigentlich guten Mutes, dass sich mein Zustand "fast" wieder mit Medikamenten, normalisiert.
Viel Glück und Mut
Gudrun


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Nov 2005 9:55 
Hallo Rainer,
beim meiner ersten Szintigraphie riet mir die Nuklearmedizinerin unmißverständlich zur OP. Mein Knoten war kalt, in wenigen Wochen noch etwas gewachsen, er hatte kalkige Einlagerungen und unscharfe Ränder. Alles Verdachtsmomente, wie ich heute weiß.
Gut, daß ich auf die Empfehlung gehört habe, es war dann tatsächlich bösartig bei mir. Deshalb rate ich im Zweifelsfall bei kalten Knoten immer zur OP.
Zu Deiner Theorie wegen der Finanzen: Ich kenne viel häufiger den Fall, daß der Arzt sagt: "Ach, das ist überhaupt nichts, das haben Sie schon seit der Pubertät, da muß man nichts machen, nehmen Sie mal ein bißchen Jod." Mein erster Internist, der den Knoten per Ultraschall begutachtete, war so einer. Er identifizierte ihn nicht einmal als zur Schilddrüse gehörig.
Und noch etwas: Muß im österreichischen Gesundheitswesen etwa nicht gespart werden?
100 Pillen mit Schilddrüsenhormonen kosten in Deutschland übrigens je nach enthaltener Dosis zwischen 12 und 17 €.
Von daher stimmt Deine Berechnung nicht so ganz.
Freundliche Grüße von Alba


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05. Nov 2005 13:38 
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Registriert: 05. Nov 2005 13:20
Beiträge: 1
Wohnort: Deutsch-Wagram
Hallo Rainer!

Ich kann deine Unsicherheit gut verstehen. Die Ärzte sind oft sehr schnell wenn es ums operieren geht. Ich kenne deinen genauen Befund nicht, aber ausschlaggebend ist, ob es sich um kalte oder heisse Knoten handelt. Die kalten Knoten können sich irgendwann zu Krebs entwickeln. Ich selbst wurde vor ca. 10 Jahren an der Schilddrüse operiert. Im Szintigramm wurden kalte Knoten auf einem Lappen festgestellt. Von der Feststellung der Knoten bis zur Operation vergingen dann noch ca. 1/2 Jahr, und da die Knoten schnell gewachsen sind, musste dann operiert werden. Ich wurde im Elisabethspital operiert und wurde dort sehr gut betreut. Seitdem nehme ich L-Thyroxin-Henning, und da ich gut eingestellt bin, habe ich keine Probleme, ohne Schilddrüse zu leben.
Vor 4 Jahren hat meine Freundin Fr. Hiblinger die Selbsthilfegruppe für Schilddrüsenkarzinom und Schilddrüsenerkrankungen gegründet. Sie litt selbst an Schilddürsenkrebs und wurde ebenfalls im Elisabethspital operiert, wo sie auch in der Nachsorge sehr gut betreut wurde. Ich selbst habe mich der Gruppe angeschlossen und bin stellvertretende Obfrau.
Wir würden uns freuen, auch dich in unserer Runde begrüssen zu können, denn mit Betroffenen Erfahrungen auszutauschen kann sehr hilfreich sein.
Wir treffen uns 1 x monatlich und hören die Vorträge von verschiedenen Referenten zu den unterschiedlichsten Themen.
Du kannst Fr. Hiblinger unter 02247/51813 oder 0664/1789026 erreichen bzw. mich unter 02247/51519.
Wir helfen dir gerne weiter und beantworten deine Fragen.

Alles Liebe

Karin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Nov 2005 8:27 
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Registriert: 03. Nov 2005 7:59
Beiträge: 2
Wohnort: Wien
Zuerst mal danke für eure Anteilnahme. Ich habe die letzten Tage dazu genutzt um das Thema nochmals eingehend zu überdenken, schätze die Diagnose war halt doch ein mittlerer Schock für mich, werde nochmals das ganze mit einem Chirurgen besprechen.
Das was mich an der ganzen Sache am meisten beschäftigt ist halt die Einnahme von Medikamenten und deren Dosierung, hier und in andern Foren liest man ja leider die ärgsten Schauergeschichten. Aber wenn man weis was auf einen zukommt kann man sich ein wenig besser darauf einstellen.

Nochmals Danke
Rainer


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