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BeitragVerfasst: 21. Nov 2010 20:00 
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Registriert: 16. Nov 2010 20:25
Beiträge: 8
Hi!

Die ist mein erster Beitrag bei "euch" und ich hoffe ich kann vielleicht um ein paar Tips und Erfahrungen reicher in den Dezember starten.

Meine Partnerin leidet an Hashimoto und einer einhergehenden Unterfunktion. Wir sind seit fast 3 Jahren zusammen und beide anfang 20 und studieren. Vor 1,5 Jahren ist ihre bisher nicht behandelte Unterfunktion (da als sehr gering diagnositiziert) quasi zu einem Monster herangewachsen. Hashimoto und starke Unterfunktion wurden diagnostiziert. Sie wurde müde, antriebslos,falsches Temperaturmepfinden...., eigentlich alles was man bekommen kann, Hautprobleme inkl, und naja, DAS funktioniert auch nicht mehr (1 /Monat wenns viel ist). Weiters hat sie leider stark zugenommen (knappe 30kg). Mich belastet alles sehr stark. Die Beziehung ist einseitig geworden meine Partnerin mittlerweile depressiv und redet sich alles schlecht. Ich selbst habe nun nach 1,5 Jahren auch bald keine Kraft mehr.
Ihre Werte sind ok, hat auch etwas abgenommen aber dann kam wieder ein Rückschlag--> jetziger Status, Werte sind im Normalbereich aber ihre Verfassung mehr als schlecht. Ich bin nun irgendwie ratlos weil ich langsam keine Ahnung mehr habe was man tun kann/soll. Als Ärztin haben wir die (sehr sehr nette und in meinen Augen auch sehr kompetente) Dr. H........f.; Auch Sie meint die Werte sind gut und medikamentös passt alles. Kann es wirklich sein, dass sich ein Mensch durch Hashimoto so verändert bzw in so einen Zustand versetzt wird?

Schönen Sonntag!


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BeitragVerfasst: 22. Nov 2010 8:43 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
flieger hat geschrieben :
> Hi!

Kann es wirklich sein, dass sich ein Mensch durch Hashimoto
> so verändert bzw in so einen Zustand versetzt wird?
>
> Schönen Sonntag!

guten morgen !

ich kann deine frage eindeutig mit JA beantworten. aber nicht hashimoto verändert den menschen, sondern die unterfunktion die den ganzen körper und seine organe betreffen.

ich bitte dich nur um eines, so schwer es auch für dich sein mag, aber du musst unbedingt zu deiner freundin stehen. sie braucht dich und es ist wichtig, dass du ihr das gefühl gibst, dass du sie verstehst und auch die nötige geduld für sie aufbringst. glaube mir, wir betroffene leiden sehr darunter, dass wir zeitweise dinge nichtmehr so machen können wie früher unser körper sich durch das übergewicht vielleicht verändert hat, wir oft teilnahms- und auch "lust"-los sind. die meisten bzw viele dieser symptome verbessern sich durch eine gute hormoneinstellung oder verschwinden ganz.

vielleicht kannst du mal die aktuellen werte deiner freunin hier hereinstellen, samt normwerten und der derzeitigen dosis. es kann sein, dass doch die dosis noch nicht passt. gerade in der anfangsphase der hormonsubstituion gehören engmaschige kontrollen gemacht und die dosis immer wieder neu angepasst.

vielleicht kann sich deine freundin das buch "leben mit hashimoto" besorgen und du kannst auch ein wenig darin blättern - es ist sehr hilfreich vorallem, weil man durch die diagnose doch sehr verunsichert und ängstlich sein kann.

also kopf hoch und fest zusammenhalten (in guten und in schlechten zeiten) :-)

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 22. Nov 2010 20:38 
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Registriert: 04. Sep 2010 12:01
Beiträge: 51
Hallo!

Als selbst Betroffene kann ich mir vorstellen, dass dich die Situation belastet. Aber bitte steh zu deiner Freundin, sie braucht dich jetzt. Auch wenn die Werte schon passen, kann es immer noch sein, dass es ein wenig Zeit dauert, bis sich das Wohlbefinden auch bessert. Es gibt auch immer wieder Schwankungen geben, da der TSH auch bei guter Einstellung Schwankungen unterliegen kann. Gib nicht auf, es wird wieder besser!!!!

LG Silvia


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BeitragVerfasst: 23. Nov 2010 18:16 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi,

ich schliesse mich meinen beiden vorschreiberinnen an - deine freundin machts nicht absichtlich und auch nicht böswillig. ihr körper, der mit knapp 20 ja immer noch nicht *ganz* erwachsen ist, wird auch noch durch die krankheit gestört.

ich selber habe 2 jahre gebraucht, bis ich mit meinen werten gut eingestellt war und langsam aber sicher wieder ins *normalleben* gefunden habe. heute lebe ich, mit kleinen einschränkungen, wieder genauso wie früher.

ab und zu kommt mal ein schub, aber nach einiger zeit kennt man sich mit hashi so gut aus, dass man auch das in den griff bekommt.

wie MAUS schon schrieb, vielleicht kannst du mal ihre letzten werte hier reinstellen - auch wenns ärzte gibt, die sich auskennen, kanns trotzdem mal sein, dass ein tipp von uns betroffenen helfen kann...........

ich wünsch dir auf jeden fall alles liebe
lg claudia


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BeitragVerfasst: 24. Nov 2010 13:59 
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Registriert: 16. Nov 2010 20:25
Beiträge: 8
Danke ihr 3!!!

Das ist zumindestens ein kleiner Trost, dass es tatsächlich länger als 1,5 Jahre dauern kann bis sich alles wieder einpendelt. Ich werde die aktuellen Werte suchen und dann reinstellen.

Danke!


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BeitragVerfasst: 24. Nov 2010 17:12 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hutzl hat geschrieben :

> ab und zu kommt mal ein schub, aber nach einiger zeit kennt man sich mit
> hashi so gut aus, dass man auch das in den griff bekommt.

> lg claudia

liebe claudia !

tjs 4 jahre gings mir jetzt super mit leichten höhen und tiefen - aber dieser schub den ich gerade durchmache ist ein horrortrip. und auch ich, habe diesmal mehr probleme damit als ich jedmals hatte.

all meine früheren beschwerden, ärgste panikattacken usw sind wieder vorhanden - es ist eine niederlage für mich, die ich nicht beschreiben kann. die letzten 3 wochen werfen mich wieder um jahre zurück.

hashi hat mich derzeit fest im griff - wobei ich aber nicht sicher bin ob nur hashi oder eine grippe, da ich auch diese symptome habe und noch immer habe.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 25. Nov 2010 16:30 
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Registriert: 30. Okt 2007 14:16
Beiträge: 164
Hallo!

Ich bin in der Jodfrage stark verunsichert.

Im Buch „Leben mit Hashimoto“ steht dass geringe Menge, so wie sie in der Nahrung vorkommen, nicht schaden.

Prof. Gessl hat bei einem Vortrag der SHG Schilddrüse in Wien gemeint, dass Jod ein Auslöser sein kann, bei entsprechender genetischer Veranlagung. Er meinte aber, wenn man dann schon erkrankt ist braucht man Jod nicht mehr meiden - spielt es keine Rolle mehr, weil man Haschi ja ohnehin schon hat.

Dann gibt es die glühenden Jodgegner, die meinen dass man den Verlauf und die Symptome durch Jodvermeidung stark beeinflussen kann.

Was mich aber wirklich ärgert ist, dass man fast keine jodfreien Lebensmittel bekommt. Das stört mich sehr. Wie viel Jod nehmen wir wirklich auf? Jod ist überall, vor allem auch im Viehfutter und daher auch in der Milch und in Eiern. Wurst, Brot, Fertiggerichte, alles ist mit Jodsalz erzeugt. Auch Bio ohne Jod gibt es nicht.

Manchmal frage ich mich, ob es vielleicht doch wahr ist, dass wir mit Jod zugeschüttet werden. Als Vorbeugung für den atomaren Supergau der irgendwann einmal kommen könnte?

Und warum werden vor allem die Österreicher, Deutschen und die Amis immer dicker? Ganz besonders die Amerikaner – in den USA ist sogar im Trinkwasser Jod!

Wir verwenden im Haushalt fast nur mehr unjodiertes Salz. Ich bilde mir auch ein, dass es mir besser geht, seit ich den Milchkonsum eingeschränkt habe. Für die Familienmitglieder, die nicht gefährdet sind, ist sicher noch genug Jod in all dem Zeug das außer Haus und zusätzlich gefuttert wird.

Kennt jemand zu dem Thema seriösen Studien oder Untersuchungen?

LG,

Marianne


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BeitragVerfasst: 25. Nov 2010 16:33 
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Registriert: 30. Okt 2007 14:16
Beiträge: 164
Tut mir leid, das war wohl der falche Beitrag!

marianne


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BeitragVerfasst: 25. Nov 2010 20:09 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi maus,

mah das tut mir leid, dass es dich grad voll erwischt hat - aber wie du auch schon schreibst, kann auch eine grippe dabei mitstecken.

mir gings im september nicht gut, gar nicht gut - war antriebslos, müde, herzrasen...einfach zum k......en.....
und ende september lag ich dann von einer stunde auf die andere mit 40° fieber danieder....2x antibiothika, auf beide hab ich schlimm allergisch reagiert....12 tage gings mir echt schlecht und dann wars aufeinmal vorbei - hab auch anfang november dann laborwerte machen lassen und siehe da, der tsh war leicht erhöht.......aber seit der grippe gehts mir richtig gut - es fühlt sich an, als wäre der *ganze innerliche dreck* heraussen......

ich wünsch dir baldrige besserung und schau auf dich - hoffe, das wird schnell wieder.........

@marilind

ich hab mir über jod keine so grossen gedanken gemacht - was ja auch viele nicht wissen, hat man NUR eine UF soll man ja extra jod zu sich nehmen, hat man HASHI soll mans vermeiden - aber soweit ich weiss, schadet das bisschen jod, das in lebensmitteln ist nicht. man soll nur extra keine jodtabletten nehmen.
wir leben ja in einer so jodarmen zeiten - oder was glaubst, warum sooooo viele menschen mit der SD probleme haben?

mach dir nicht allzuviele gedanken - das bisschen jod bringt dich sicher nicht um :wink:

lg claudia


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BeitragVerfasst: 28. Nov 2010 21:18 
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Registriert: 16. Nov 2010 20:25
Beiträge: 8
Sooo

Habe nun die Werte (soo viel Papier :) )
Name Wert/Messeinheit Grenzbereich
Freies T4 1,3 ng/dl 0,8-2,0
TSH unterhalb nachweisgrenze mU/l 0,35-4,90
TG 12,3 ng/ml 0,0-70
a-TPO 0,3 IU/ml <5,6
TRAK 1,3 IU/l <1,5

Rückstufung auf 1,25 Tabletten Novothyral (korrekt geschrieben?)
Damit soll lt. Ärztin die Grenze zur Überfunktion wieder größer werden, da sie eh nichts abgenommen hat.
Zusätzlich nimmt sie Selen.
Die launischen Phasen und Abweisenden Phasen werden immer stärker und häufiger und jeden Tag gibts andere Schmerzen über die geklagt wird und alles ist sowieso negativ. Gefolgt von allgemeinen depressiven Dingen (Schlechtrederei,...).

Ratschläge?
Schönen Sonntag!


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