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BeitragVerfasst: 27. Apr 2010 16:17 
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Registriert: 27. Apr 2010 14:27
Beiträge: 4
Hallo,

bei mir wurde ein 1,5 cm großer kalter Knoten in der Schilddrüse diagnostiziert - derzeit offenbar gutartig (laut ultraschall), aber kalte knoten können ja potenziell bösartig werden.... der Nuklearmediziner, der die Szintigraphie gemacht hat, meinte daher unbedingt operieren (am besten die ganze Schilddrüse raus), weil ich noch so jung (31) bin und nicht mit dem risiko leben sollte, dass das ding doch mal böse wird.... ein Internist meinte wiederum, in Österreich werde viel zu viel unnötig an der Schilddrüse operiert und er würde empfehlen den knoten einfach weiter zu beobachten (regelmäßig punktieren) und vorerst nicht zu operieren....

...hm, nun bin ich so schlau wie zuvor und weiß nicht, was ich machen soll. Beide klangen überzeugend für mich...

... gibt es empfehlungen/erfahrungen dazu?

danke für die Hilfe!!

Marianne


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BeitragVerfasst: 27. Apr 2010 22:20 
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Registriert: 22. Nov 2009 23:26
Beiträge: 25
Hallo Marianne!

Ich denke eine wirkliche Empfehlung kann niemand abgeben - so etwas sollte jeder Mensch selbst entscheiden.

Ich würde auf jedenfall mal eine Punktierung machen lassen sollte das der Nuk.Med. noch nicht gemacht haben. Zwar ist dies auch nicht zu 100% sicher aber trotzdem eine Untersuchung die zm bei eindeutigen bösartigen Knoten gut ist. Ich in selber ersst 19 Jahre und bei mir hat weder der Ultraschall noch die Punktierung anzeichen dafür gezeigt das ich SD-Krebs habe. Erst die Histo nach der Op hat das gezeigt. von daher kann ich sagen, dass ich froh bin das meine beiden Ärzte (Chirurg und Nuk.Med) mir dazu geraten haben zu operieren.

Wenn du unsicher bist hole am besten eine zweite Meinung ein oder dritte. Und falls du operieren gehst - keine Angst es ist alles halb so schlimm wie man denkt ;) Ich fand die zweite OP sogar lustig, weil das ganze drum herum sehr spannend ist *g*

Ich wünsche dir noch alles Gute auf deinem weiteren Weg!

Lisa


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BeitragVerfasst: 28. Apr 2010 8:54 
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Registriert: 26. Apr 2005 9:27
Beiträge: 50
Wohnort: Graz
hallo Marianne!
Raten kann ich Dir nicht, aber zur Entscheidungshilfe mein Verlauf. Diagnose Überfunktion -> kalte Knoten/heisse Knoten, Therapievorschlag = nach 3 Monate Thiamazol, sofortige Operation.
Nach einigen Monaten Thiamazol (Wirkstoff blieb gleich, aber Wechsel des Medikaments), wo immer wieder Auslassversuche durchgeführt wurden, kam zusätzlich der Vorschlag Radiojodtherapie.-
Für mich waren die Begleitumstände damals unerträglich. Darum habe ich mich dazu entschlossen. War aber leider nicht dahingehend aufgeklärt, dass ich nach der RJTh u.U. auch ein Leben lang Tabletten brauchen werde.
Nach meiner bisherigen Schilddrüsenkarriere würde ich mich zur Operation entschließen. Brauche mein Leben lang L-Thyroxin, Kontrolluntersuchungen der Blutwerte, Dosis anpassen, bestimmen/begleiten so oder so das Leben.
Edith


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BeitragVerfasst: 28. Apr 2010 14:21 
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Registriert: 27. Apr 2010 14:27
Beiträge: 4
danke für die info... ja, werde auf alle fälle noch weitere meinungen einholen. schwer zu sagen, was da am besten ist....

wobei die geschichte, dass dein knoten böse war, obwohl ultraschall und punktierung das nicht angezeigt haben, spricht ja doch eher für operieren...:-( ich hab kommende woche einen termin mit einem SD Chirurgen... mal sehen, ob der meint, dass die ganze SD raus müsste oder evtl. nur ein Teil... das macht ja auch nochmal einen unterschied...

kennt ihr noch experten (vielleicht Internisten oder Endokrynologen), die keine Chirurgen sind und daher nicht von vornherein für OP plädieren?

danke und lg,
Marianne


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BeitragVerfasst: 28. Apr 2010 15:32 
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Registriert: 22. Nov 2009 23:26
Beiträge: 25
Ja - bei mir war es gut doch nicht länger zu warten und einfach zu beobachten. Bei mir wurde anfangs gesagt wir nehmen gleich die ganze raus und bei der OP hat er dann entschieden doch nur die Teile der SD rauszunehmen wo die Knoten saßen. Hatte den Nachteil das ich eine zweite OP brauchte.

Kommt ganz darauf an aus welchen Bundesland du kommst. Ich kann die Schilddrüsenambulanz der Bamherzigen Schwestern in Linz sehr empfehlen - dort findest du sehr gute Nuklearmediziner und Chirurgen. Oder Dr. Jörg am Schillerplatz - ist auch ein Nuklearmediziner.


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BeitragVerfasst: 06. Mai 2010 14:41 
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Registriert: 01. Mai 2010 19:39
Beiträge: 14
hallo marianne!
also, es kommt halt auch drauf an, wie der Knoten im Ultraschall ausgesehen hat. Hast du da einen Befund? Im Ultraschall kann man schon manches erkennen, das eher auf Bösartigkeit bzw. Gutartigkeit deutet. Mach dich doch mal schlau über kalte Knoten im Internet, da findet man tolle Seiten.
Bei mir waren einige Hinweise im Ultraschall zu sehen, die ev. auf Krebs hingedeutet haben (bin auch erst 32) und zwar wars ein einzelner Knoten, dieser war etw. tiefer als breit, er war echoarm, hatte keine eindeutige Begrenzung und es war Mikrokalk zu sehen. Ich hatte ganz normale Blutwerte und vorher noch nie ein Problem mit der Schilddrüse.
Mir wurde dringend geraten, den Knoten rausnehmen zu lassen und den Ratschlag hab ich befolgt und es war dann tatsächlich ein Karzinom, sogar schon mit Lymphknotenmetastasen.
Eine Punktierung vor der Op ist so eine Sache. Wenn nämlich nicht der ganze Knoten z.b. bösartig ist, und der Arzt sticht an einer Stelle wo er z.b. gutartig ist ein, hätte man einen falsch negativen Befund.
Mach dich also schlau bezüglich diesen Ultraschallanzeichen bei dir und entscheide lieber großzügig bezüglich einer Op. Ein Knoten ist eigentlich nie was Gesundes, v.a. nicht, wenn man erst um die 30 ist.

lg herkulessa


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BeitragVerfasst: 06. Mai 2010 14:43 
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Registriert: 01. Mai 2010 19:39
Beiträge: 14
Ah ja, und unbedingt eher an den Nuklearmediziner halten, der ist spezialisiert auf dem Gebiet, der Internist nicht so sehr.

lg herkulessa


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BeitragVerfasst: 06. Mai 2010 16:39 
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Registriert: 27. Apr 2010 14:27
Beiträge: 4
danke schön.... hatte inzwischen weitere GEspräche mit einem Chirurgen und einer weiteren Nuklearmedizinerin.... beide meinten im GEgensatz zum ersten Nukmed, dass die schilddrüse nicht ganz raus muss, sondern sie eher nur den knoten rausschneiden würden.... das klingt auf alle fälle besser und ich denke das werde ich tun. Obwohl der knoten laut sono jetzt gutartig aussieht. aber - wie du sagst - eigentlich möchte ich gar keinen knoten mit mir rumtragen und immer das gefühl im hinterkopf haben, dass er doch noch bös werde könnte... also werd ich operieren. aber erst im herbst... ist angeblich für die narbe besser (bzw. für mich, wenn ich den sommer und die sonne genießen möchte...:-)

danke für eure inputs!

lg, mairanne


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BeitragVerfasst: 06. Mai 2010 22:01 
Find das echt merkwürdig, das ich von jedem Arzt bisher gesagt bekam, kalte Knoten braucht man nicht beachten. Meine neue HÄ, die mal in der Nuklearambulanz als Ärztin gearbeitet hat, sagt, kalte Knoten werde nie bösartig :twisted: . Wenn ich aber meine Bedenken dazu äußer und sage, daß ich die Dinger raushaben möcht, bekomme ich immer (egal bei welchem Arzt ich war) gesagt, ich brauche mir keine Gedanken zu machen. Ich wohne irgendwie im falschen Bundesland.
Marianne, darf ich fragen woher Du kommst?
LG


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BeitragVerfasst: 07. Mai 2010 14:44 
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Registriert: 27. Apr 2010 14:27
Beiträge: 4
hallo jessi77,

ja, das klingt seltsam....es sind definitiv ausschließlich kalte knoten, die bösartig werden. d.h. nicht alle kalten knoten werden bös (nur ca. 3-10%), aber umgekehrt sind ALLE bösen knoten kalt, soweit ich das verstanden habe.... das lässt sich auch überall nachlesen.... kann es sein, dass du da was verwechselt hast mit kalt und warm...? Oder deine Ärzte da was falsch verstanden haben...? seltsam.

ich bin aus wien. und du?

lg, Marianne


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