Hallo Maus!
Ich finde es in Ordnung, wenn du der Meinung bist, dass es DIR wichtig ist DEINE Werte bis ins Detail und aktuellst zu kennen.
Ich selbst habe eine UF, ich habe aber inzwischen keine Ahnung, ob ich auch ein Hashi bin. Soweit ich bisher endlich verunsichert bin, bedeutet UF nicht gleich Hashi. Nur so nebenbei erwähnt habe ich mich seit Dezember 2008 mit 1 1/2 Tabletten Thyrex 100µg pro Tag (also 150µg Wirkstoff) erfolgreich selbst eingestellt. Zuvor war ich bis Oktober einige Monate bei 50µg, dann sollte ich nach nicht erfolgter Szintigrafie (könnte ja radioaktiv sein!!!, oder war denn doch eine Maschine zu viel kaputt???) auf 100µg erhöhen. Wenn ich da die Aussage meiner Hausärztin: "Die Schilddrüse ist halt ein bisschen faul." mit so manchem Forumsbeitrag abgleiche, dann möchte ich meinen, dass meine Schilddrüse oberfaul ist.
Nachdem ich nun im Oktober nach verordneter Erhöhung auf 100µg kurzzeitig überhaupt erste (positive) Auswirkungen verspürte (wenig bis kein nächtliches Schwitzen, besseres seelisches Gefühl) hatte ich eher zufällig ein Gespräch mit meiner Mutter. Die hat ebenfalls eine UF. Aber, im Gegensatz zu mir, dadurch plötzlich extreme Gewichtsprobleme gehabt. Bei ihr verordnete die Ärztin von anfänglich 1/2 Tablette (weiß nicht genau welche) bis schließlich 1 1/4 Tabletten. Ab da ging das Gewicht bei gleichzeitig mehr essen wieder zurück.
Daraufhin interessierte mich, was Thyrex überhaupt ist. Schließlich fand ich zum ersten Mal in ein Schilddrüsen-Forum über folgenden Beitrag:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1087199
Im Oktober voriges Jahr hat monaliesa meine eigene Situation perfektestens beschrieben.
Etwas später fiel mir dieser Beitrag in die Hände:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1090580
Damals im Oktober 2008 habe ich die Schwiegermutter gut verstanden. Ich habe damals vielleicht einfach selbst alle Kontakte unterbunden so gut es ging.
Jedenfalls hatte ich keine Gesprächspartner, die mit mir kommuniziert hätten. Zum Glück erinnere ich mich nur noch schwach daran, aber ich glaube es war die gefühlte Einsamkeit: "Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich." Ich selbst war dem Wunsch schon endlich sterben zu dürfen so nahe wie nie. Meine gute geistige Ausbildung hat ermöglicht, meine Gefühle für die Warteposition zu begeistern. Dies ist der alten Frau offensichtlich verwehrt geblieben. Sie hat die negative Spirale in Gang gesetzt, bis zum schwarzen Loch ...
Ich dosiere um 50% mehr als mir angeblich gut tut. Ich habe natürlich nicht von einem Tag auf den anderen und mutwillig um 50% erhöht. Schließlich steht in den Foren auch, dass manche Menschen einige Wochen brauchen, um überhaupt darauf zu reagieren. Alle 2. Tage eine Viertel-Tablette mehr, und dann alle Tage, und so weiter.
Auch habe ich selten aber doch ausprobiert, wie stark sich auswirkt, wenn ich einen Tag mit einem drittel der Dosis (also 50µg) einschiebe, weil ich mich auch ein wenig danach fühlte. Im Juni hatte ich ein besonders freudiges Ereignis zu erwarten. Ich reduzierte auf 1 1/4 Tabletten. Nach 14 Tagen merkte ich, dass meine depressiven Phasen trotz Vorfreude zurückkehren wollten. Also regulierte ich wieder auf 1 1/2. Ich habe mich auch schnell wieder gefangen. Zusätzlich, und das befinde ich als besonders wichtig, habe ich seelische (psychische) Unterstützung durch andere erfahren. Ich bereitete mich intensivst auf ein weiteres Vorstellungsgespräch vor. Dieses verlief positiv, und inzwischen darf ich wieder arbeiten. Die Psyche allein macht's nicht, ich brauche auch Thyrex. Aber ich fühle mich wohl, und erfreue mich wieder meines Lebens.
Und ich kann nats nur vollkommen zustimmen. Ich werde doch meinen Körper besser beobachten können, als irgendein Außenstehender. Und wenn es ein noch so guter Arzt wäre. Ich beobachte meinen Körper 24h am Tag. Diverse Werte sind eine nette Richtlinie, aber nicht die absolute Wahrheit. Vor allem, weil die Zusammenhänge ja noch nicht hinlänglich bekannt sind. Mir bleibt eine große Verantwortung über meinen Körper. Oder warum schreiben so viele Hashis ihre Probleme ins Forum?
Vor etwa 4 Wochen habe ich mich körperlich mehrere Tage extremst angestrengt. In der zweiten Woche mit Extrembelastung hatte ich schönstes Wetter, es gelang mir alles was ich in Angriff nahm auf Anhieb. Ich hatte also alle positiven Einflüsse die ich mir vorstellen konnte. Und am 3. Tag in der zweiten Woche verspürte ich trotzdem dieses seltsam beklemmende, deprimierende Gefühl, das ich schon von früher kannte. Da ich nun hin und wieder Erfahrungswerte von anderen (wie nats) bekommen habe, habe ich für 2 Tage meine Dosis auf 200µg (2 ganze Tabletten) erhöht. Danach noch für 3 Tage auf 175µg gelassen. Und da mein Einsatz geplant zu Ende ging, und mein Körper-Gefühl mir sagte, dass es nun wieder gut sei, pendelte ich ab dem 6. Tag wieder auf meine 150µg ein. Mein Körper reagiert innerhalb von Stunden. Insofern habe ich einen großen Vorteil. Ach ja, wie bemerke ich eigentlich eine Überfunktion?
Aber ich darf nicht von mir direkt auf andere schließen. Hashi und UF sind nicht vergleichbar mit einem Schnitt am Finger. Da kann ich für MICH behaupten, dass ich die Wunde "nur" sofort zu reinigen brauche. Bei MIR genügt etwas Wasser. Anschließend ein gut gesetztes Gewebepflaster (nicht Plastikpflaster). Danach warten und den Finger schonen. Hätte ich da (in Bezug auf andere) etwa schon die Bluter vergessen? Kenne ich da noch ein paar andere Variationen noch gar nicht? Gilt das nur für die Fingerkuppe?
Ich glaube, dass jede(r) so viel Eigenverantwortung mitbringt, dass er/sie mehrere Texte im Forum (in Foren) liest. Aus der Gesamtheit der Texte bilde ICH MIR dann ein Urteil. ICH wäge ab, ob da für MICH etwas zutrifft. ICH akzeptiere, dass Leute in für MICH unverständlichen Situationen sein können. Ich identifiziere mich mit manchen Textpassagen. Mein Unbewusstes lässt dann IN MIR manchmal Gefühle hochkommen, die ich mir nicht erwartet hätte.
Du hast ja recht Maus mit deiner Meinung, aber das gilt für DICH, für DICH ALLEINE, und für sonst niemand. Wenn sich andere Leute mit deiner Meinung identifizieren, werden diese zustimmende Beiträge liefern. Im Märchen "Der gestiefelte Kater" verwandelt sich ein Zauberer in eine Maus, soweit ich mich erinnere ... ich bin da.
Es soll ja Leute geben, die sich nach ihren Werten fühlen. Wenn der Blutdruck am Messgerät unpassend vorgibt, dann ist die Person unpässlich. Egal ob es ihr/ihm vor der Messung noch gut ging. So Leute wie nats werden dringend gesucht und gebraucht finde ich. Wer soll uns denn helfen, wenn nicht die positiv motivierten Leute. Wenn ich einem Tschecheranten nicht vorgebe, wie er sich auch ohne Alkoholkonsum bestens amüsieren kann, wird er es nie ausprobieren. Das sehe ich als Grundgedanke von nats. Wenn ich meine Psyche unbearbeitet lasse, werden die Medikamente keine Wunder wirken können. Aber ohne Medikamente (bei der Schilddrüse) werde ich bei der Psyche wohl auch nur bedingt weiter kommen.
Mit viel Zufall habe ich für MICH nun einen zweiten Transformer gefunden. Und ein Werkzeug für die Psyche, das mich überzeugt - EFT. (Hierzu auch noch ein Link, der mich beeindruckt:
http://www.eft-info.com/text-bibliothek ... /index.php )
Nun kann ich endlich gezielt an meiner Persönlichkeit arbeiten, um in die Gesellschaft zu passen, ohne Angst zu verbreiten. Nur Mäuse sollten sich weiterhin besser in Acht nehmen vor Katzen.
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Manfred