hallo lillebamsen!
lillebamsen hat geschrieben:
Ich war jetzt entlich beim Ultraschall und am Dienstag bekomme ich meine neue Blutwerte sowie das Ergebnis des Ultraschalls.
Und hoffe das sie mich dann neu Einstellen. Und das mein Antrieb wieder kommt.
also ich denke, ich kann dir vielleicht ein bisschen mut machen.
mir ging es längere zeit ziemlich schlecht (körperlich, seelisch und auch in puncto energiehaushalt). aber seit kurzer zeit habe ich vieles offenbar endlich überwunden (darunter diese lähmende antriebslosigkeit) bzw. bin dabei, es zu überwinden... bin wieder recht aktiv und unternehmungslustig und schaffe es auch oft wieder, einen ganzen tag aktiv und einigermaßen fit zu sein. aber natürlich gibt es auch immer wieder einbrüche im befinden - dennoch kein vergleich zu vorher, als es mir nur schlecht ging. hat aber wirklich mehrere monate gedauert (bei mir). meine schilddrüsenwerte waren schon längst monatelang im normal- bis idealbereich, aber das befinden ist immer noch eine zeitlang hinterher gehinkt....
lillebamsen hat geschrieben:
Zur Zeit kann bin ich den ganzen Tag kaputt und mir fehlt der Antrieb, und morgens komm ich gar nicht mehr aus dem Bett, fühle mich wie betrunken. Und am Tag brauche ich immer wieder Pausen auf der Arbeit.
ich versteh dich soooo gut !!!!!

ich komm auch so schwer aus dem bett. teils ist es wirklich körperliche erschöpfung, teils aus meiner morgendlichen depression heraus, und zu einem weiteren teil auch schlafstörungen zuzuordnen.
lillebamsen hat geschrieben:
Und zwischen durch habe ich so Angst schübe wo ich erstmal mit klar kommen muss da sie recht neu für mich sind.
oh mann.... wem erzählst du das.... diese angstschübe haben mir für einige zeit das leben zur hölle gemacht... die bin ich auch noch nicht ganz losgeworden, aber auch das ist schon eine deutliche verbesserung gegen früher.
lillebamsen hat geschrieben:
Wie kommen eure Lebenspartner mit der Situation klar? Machen sie sich lustig darüber oder nehmen sie euch nicht ernst?
Ich meine mit eure Angst, Müdigkeit, Antrieblosigkeit usw.
ernst genommen wurde ich prinzipiell schon, aber das ausmaß der krankheit war zu beginn wohl niemandem klar (auch mir selbst nicht), und entsprechende reaktionen (ungeduldige, ungehaltene, verständnislose etc.) habe ich in der ersten zeit geerntet. dazu kam, dass ich ja längere zeit gar nicht wusste, dass ich hashi habe bzw. anfangs keinen zusammenhang herstellen konnte zwischen der krankheit und den symptomen.
es ist auch für den partner ein großer lernprozess, dass man nicht mehr alles (so leicht) schafft wie früher. dass man anfälliger ist als früher, weinerlicher, ängstlicher, leichter unter stress zu setzen, krankheitsanfälliger etc. männer können sich ja sowieso prinzipiell schon mal viel schwieriger in das "normale" zyklusbedingte hormonelle auf und ab einer frau hineinversetzen, und wenn dann auch noch zusätzlich weitere hormonelle dysbalancen, krankheiten, symptome, schübe etc. hinzukommen, sind sie ohnehin völlig überfordert. aber dafür gibt es schließlich das buch "leben mit hashimoto thyreoiditis", das kann man ihnen dann in die hand drücken (oder eine linksammlung erstellen)
schwieriger ist es allerdings im berufsleben, finde ich. von vorgesetzten darf man sich diesbezüglich sowieso kein verständnis erwarten und auch nicht von kollegen. am besten ist es, die eigene gesundheitliche situation unter verschluss zu halten, um sowenig angriffsfläche wie möglich zu erzeugen. denn mittlerweile gibt es recht viele menschen mit halbbildung, welche sich dann bemüßigt fühlen, einem ins gewissen zu reden und die pösen, pösen schilddrüsenhormone zu verteufeln und einen statt dessen mit einer stattlichen liste voller hokuspokus-adressen zwangsbeglücken, von reiki über globuli, familienaufstellungen & co. man muss sich dann solchen bornierten menschen gegenüber auch noch rechtfertigen, warum man hormone nimmt, anstatt irgendwelche probleme aus der vorvorletzten inkarnation aufzulösen (alles schon erlebt!).
liebe grüße
maerchen