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 Betreff des Beitrags: bzgl. Sport - Frage an Maerchen
BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 17:07 
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Registriert: 11. Feb 2009 12:48
Beiträge: 41
Hallo, in einem der aktuellen Beiträge hast du auf die Frage nach Sport damit geantwortet, dass es nicht ratsam ist, gleich bei Feststellen von Hashimoto Sport zu betreiben. Du erwähnst, du hättest schlechte Erfahrungen gemacht. Nun steh ich kurz vor einer längeren Wanderung, bin da sehr unsicher auf der einen Seite werde ich viel Ruhe erfahren, andererseits sind 25 km täglich auch keine Kleinigkeit für den Körper. Wie hat dein Körper auf Sport reagiert? Mit was kann ich rechnen?... lg


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 18:00 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
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hallo doris!

also gegen eine leichte form der bewegung ist sicher nichts einzuwenden. aber sport, der die kondition (und damit herz-kreislauf) sehr stark fordert, kann den körper in der einstellungsphase sehr belasten.

du musst damit rechnen, dass 1) dein kreislauf überfordert werden könnte, und 2) deine schilddrüsenwerte durcheinandergeraten, sprich: deine dosis schwer(er) einstellbar ist - speziell am anfang, wenn du deine zieldosis entweder noch nicht erreicht hast oder noch nicht über längeren zeitraum hältst.

sport (damit meine ich intensiven sport) verbraucht etwas mehr bis einiges mehr an schilddrüsenhormonen. das muss man bei der dosis bedenken. (wieviel das im einzelfall ist, hängt sicher auch von der art bzw. vom ausmaß der sportlichen aktivität ab - bei mir waren es locker 25 µg mehr...)

bei mir war es so, dass ich noch relativ zu beginn der einstellungsphase war (ich habe die tabletten erst wenige wochen lang genommen und meine - ursprüngliche - zieldosis erst knapp erreicht) und ohnehin noch einstellungsprobleme hatte. (mein TSH ist plötzlich wieder hochgeschnellt, obwohl ich bereits substituiert war... daraufhin musste ich die dosis erhöhen) - also ich war noch in einer hormonell ziemlich instabilen situation. dies mal als vorgeschichte... weiter ging es dann so:

ich habe dann von 50 µg levothyroxin auf (glaube) 75 µg gesteigert und mich auf einmal gefühlt, als könnte ich bäume ausreißen. daraufhin bin ich ins fitnesscenter gestürmt, dachte "juhuuuuu, alles wieder genauso wie früher", hab dort mein extremprogramm durchgezogen (genauso wie früher - 2-3 stunden intensives training), und nach dem fitnessprogramm hatte ich plötzlich wieder unterfunktionssymptome.

daraufhin hab ich jedesmal eine höhere dosis genommen und letztlich ein ziemliches hormonchaos in meinem körper angerichtet. und da ich während dieser phase längere zeit keinen kompetenten (fach-)arzt als betreuung hatte, hatte ich auch niemanden, der meine eskapaden hätte überwachen bzw. korrigieren können. so bin ich letztlich in einer überfunktion gelandet, mit allen kardiologischen begleiterscheinungen wie herzrasen, pulsjagen, bluthochdruck und und und.

auch war es so, dass ich probleme mit dem muskelaufbau hatte, was bei uns hashis aber öfter vorkommen soll, hab ich gelesen...

liebe grüße
maerchen


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 18:07 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
p.s. hast du die möglichkeit, vorher schon ein wenig zu trainieren? ich weiß nicht, wie 25 km wandern deinen körper belasten... wenn du dir eine kürzere strecke zum "einüben" vornimmst, kannst du schon gut erkennen, wie es dir damit geht.

ich muss noch was anfügen, weil es dazu passt:

als ich bereits unterfunktion hatte, aber noch keine hormone genommen habe, machte ich letztes jahr eine radtour um den neusiedler see (was ja nun nicht gerade "DIE" herausforderung schlechthin ist...) gemeinsam mit meinem mann. (so wäre es zumindest geplant gewesen - er musste dann die meiste strecke allein fahren, weil ich es körperlich nicht geschafft habe... ich musste dann mehrmals vom rad absteigen - mein mann hat sich, glaub ich, recht geniert für mich *g*, weil ich's nimmer derpackt hab. aber wie gesagt, das war noch VOR der substitution...


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 18:48 
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Registriert: 11. Feb 2009 12:48
Beiträge: 41
Danke maerchen für die rasche antwort. Ich flieg also nächste Woche nach Spanien und möchte in der zeit von 2 Monaten 1100 km zu Fuss zurücklegen. Klar ist wandern nicht so eine konditionelle herausforderung aber dich denk doch, dass mein körper anders reagiert, als vorher. Ich bin schon mal einen Weitwanderweg gegangen und da hatte ich Herzstolpern und Muskelkrämpfe. Damals hatte ich noch kein Hashimoto (zumindest war mir nichts bekannt) und nun sind das ja Symptome unserer Erkrankung
Außerdem bin ich etwas besorgt über die "Jodsache". Da ja doch das Essen anders ist. Es nervt mich schon sehr, da bin ich mein Leben lang immer viel gereist und jetzt werd ich nervös, weil ich nach Spanien flieg.
Danke nochmals, vielleicht kann ich in zwei Monaten einen Erfahrungsbericht "mit meinem neuen Hashimoto zu Fuss quer durch Spanien" schreiben *g*


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2009 19:12 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
hallo doris,

du hast schon recht, extensive sportliche betätigung ist bei gleicher kilometeranzahl sicher für den körper weniger belastend als intensive. nur darfst du nicht vergessen, dass man bei hashi ja auch rascher ermüdet bzw. erschöpft ist (wobei es da sicher auch individuelle unterschiede gibt).

hast du das internistisch abgeklärt? es ist ja doch eine ziemlich lange strecke, und wenn du schreibst, du hättest bereits früher (vor hashi-zeiten) herzstolpern gehabt, wäre da nicht vielleicht eine kardiologische abklärung sinnvoll? (schon allein zur eigenen beruhigung...)

mittels belastungs-ekg beispielsweise kann man ja zumindest schon eine einschätzung treffen. weißt du, ich will es dir keinesfalls "ausreden", im gegenteil - beneide dich ja fast darum (im positiven sinn :-) ), aber ich bin halt meist lieber eine spur zu vorsichtig und lasse lieber einmal zuviel etwas ärztlich abklären als einmal zuwenig...

ist spanien ein "jod"-land? (und wenn, dann ein schönes... :-) )

liebe grüße!
maerchen


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2009 4:57 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
auch ein interessanter artikel über die zusammenhänge zw. sport, immunsystem (und psyche):

Im Falle intensiver körperlicher Leistungen
verbraucht der Muskel sowohl Glukose
als auch Glutamin. Beide Substrate
fehlen daher den Zellen des Immunsystems
und können als Ursache für eine
erhöhte Infektanfälligkeit aufgrund von
Glutamin- und Glukosemangel infrage
kommen.


hier wird auch der "open-window-effekt" erwähnt, der nach (großen) sportlichen belastungen (vor allem ohne korrekte erholungsphase) den nährboden für infekte bereitet. fazit: zu große sportlich belastung schadet mehr, als sie nützt. wenn das schon für den 0815-freizeitsportler gilt, dann sicher umso mehr für uns....

http://www.iug-umwelt-gesundheit.de/pdf ... punkt1.pdf


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BeitragVerfasst: 15. Apr 2009 9:03 
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Registriert: 28. Feb 2009 7:57
Beiträge: 3
hallöchen!!

darf ich mich an eure diskussion dranhängen? ich würde nämlich gerne wissen: wieviel sport ist zuviel sport? ich weiß, dass das alles irgendwie mit der herzfrequenz, aeroben und anaeroben bereich und subjektiver, individueller fitness und belastbarkeit und so zusammenhängt, aber darunter kann ich mir gar nix vorstellen ;-)
ich bin jetzt die letzten drei monate 4 mal die woche 1 bis 2 stunden gelaufen, bin nicht wirklich fit. hab mein tempo zwar gesteigert, aber jetzt bei 8,4 km/h ist mein momentanes maximum erreicht und es war echt anstrengend. in dieser zeit kam auch die beschwerde der extremen müdigkeit auf (müder als "gesunde" war ich schon längere zeit)!kann dies dann mit dem "zuviel" an sport in zusammenhang gebracht werden?wäre über eine antwort sehr dankbar, ihr kennt ja die oft "kompetenten" aussagen der ganzen ärzte und ihre wenige zeit...lg bettina


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