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BeitragVerfasst: 25. Feb 2008 0:35 
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Registriert: 27. Jan 2008 13:44
Beiträge: 10
Wohnort: Burgenland
Hallo!

Wie schön, daß es auch ein Forum zum Thema Schilddrüse gibt. Ich bin mehr oder weniger durch Zufallsbefund zur (möglicherweise?) Betroffenen geworden.

Habe seit Jahren entsetzliche Rückenschmerzen und Blockaden diffuser Ursache und pilgere von einem Arzt zum nächsten. Ein Rheumatologe hat dann im Oktober 2007 einen ausführlichen Blutcheck machen lassen. Gute Nachricht: Rheuma hab ich keines. Aber: Mein TSH-Wert war außerhalb der Norm, weshalb ich eine Überweisung in eine Ambulanz für Nuklearmedizin bekommen habe. Nach extrem langer Wartezeit hab ich jetzt am 3.3. endlich meinen Termin.

Kann mir bitte jemand helfen?? Was genau wird dort gemacht? Der Rheumatologe hat meine Schilddrüse kurz abgetastet (während ich eine Schluckbewegung gemacht habe) und gemeint, ein bisserl vergrößert sei sie schon. Was heißt das?

Mein TSH laut Labor war im Oktober:
Referenzbereich 0,27 - 4,2
Mein TSH: 4,94

Ist das schlimm oder nicht? Kann sich das von selbst wieder in den Normalbereich gewandelt haben in der Zwischenzeit?

Der "Witz" an der Sache ist nämlich, daß meni Hausarzt 2002 im Zuge einer Routineblutkontrolle auch schon eine "leichte" UF festgestellt hat. Ich mußte eine halbe Thyrex am Tag nehmen, nach ein paar Wochen neuerliche Blutuntersuchung, TSH knapp im Referenzbereich, dann meinte Hausarzt: "Super, paßt alles, jetzt können sie Thyrex absetzen." Tat ich, und hab nie wieder über meine Schilddrüse nachgedacht.

Allerdings - nach Surfen im Net - muß ich erschreckenderweise sagen, daß ich sämtliche Symptome einer UF habe:

Gewichtszunahme ohne zuviel zu essen
Gewichtsabnahme nicht mal bei Nulldiät möglich
Bin ständig müde und schlapp, selbst eine Geschäftsemail schreiben verlangt mir alles ab (dachte immer, ich sei ein fauler Hund und hab mich selbst unter Druck gesetzt)
trotzdem Schlafprobleme...(?)
Depressionen ohne Grund, aber auch ohne Ende...

Bin jetzt verwirrt und voller ?????? Kann mir jemand helfen?

LG

Candida

PS: Ich bin 25 und weiblich, falls das wichtig ist...


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BeitragVerfasst: 25. Feb 2008 0:57 
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Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Hallo Candida,

es hört sich alles nach Hashimoto-Thyreoiditis an. Die Schilddrüse kann dabei auch vergrößert sein. Sicherheit hinsichtlich der Diagnose kann aber nur eine Untersuchung mittels Ultraschall (am besten Farbdoppler) und die Bestimmung der hier genannten Blutwerte liefern

http://www.schilddruesenpraxis.de/lex_hashimoto2.shtml

http://www.schilddruesenpraxis.de/lex_u ... tion.shtml

http://www.schilddruesenpraxis.de/lex_autoimmun.shtml

Liebe Grüße

Norbert


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BeitragVerfasst: 25. Feb 2008 1:06 
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Registriert: 27. Jan 2008 13:44
Beiträge: 10
Wohnort: Burgenland
Hallo Norbert!

Danke für deine schnelle Antwort. Das klingt ja erst mal gar nicht so lustig....

Mein besonderes Problem ist ja mein total lieber, aber total unfähiger Hausarzt (der einzige in unserem 100-Seelen-Dorf). Von SD-Einstellungen und Co. hat der sicher noch nie was gehört ;)

Zu welchem Arzt (bitte nicht privat! Bin noch erwerbslose arme Studentin!) kann ich denn dann in Zukunft gehen?

Und was genau machen die mit mir auf der Nukleamedizin?? :)


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BeitragVerfasst: 25. Feb 2008 1:25 
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Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Candida hat geschrieben:
...Zu welchem Arzt (bitte nicht privat! Bin noch erwerbslose arme Studentin!) kann ich denn dann in Zukunft gehen?

Und was genau machen die mit mir auf der Nukleamedizin?? :)


Hallo Candida,

zur ersten Frage:

Nuklearmediziner oder Endokrinologe. Leider kann ich Dir keinen konkreten Tipp (Name eines Arztes) geben.

Was gemacht wird? Das hängt vom Auftrag des überweisenden Arztes ab. Ich vermute mal, dass auch eine Szintigraphie auf dem Programm steht, was ich persönlich eigentlich erst - falls überhaupt erforderlich - als 2. Schritt ansehen würde.

Liebe Grüße

Norbert

PS - noch evtl. hilfreiche Websites:

http://members.aon.at/shg.schilddruese/

http://www.kit-online.org/

http://www.schilddruesenguide.de/


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BeitragVerfasst: 26. Feb 2008 14:15 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hi candida,

an deiner stelle würde ich (möglichst bald) in eine spitals-schilddrüsenambulanz schauen. im burgenland hab ich das kh güssing gefunden, in wien: akh, wilhelminenspital, kaierin-elisabeth-spital (lang wartezeit auf ersttermin)

wo bist du denn versichert? links zur österr. sozialversicherung(alle sv träger) http://www.sozialversicherung.at/portal ... &p_tabid=4
dort kannst du sicher auch erkunden, wo es sd-ambulanzen(ambulatorien) gibt.

lg,
patrizia


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BeitragVerfasst: 26. Feb 2008 16:49 
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Registriert: 27. Jan 2008 13:44
Beiträge: 10
Wohnort: Burgenland
Liebe Patrizia, lieber Norbert!

Danke euch beiden für eure Antworten. Norberts Links sind echt interessant, vor allem zum "Einfühlen" in die Materie.

Patrizia, das mit dem langen Warten auf den Ersttermin kenn ich ;) Habe für die Nuklearmedizin in Wiener Neustadt 4 Monate gewartet, aber am kommenden Montag ist es endlich soweit. Ich bin gespannt, was dann rauskommen wird.

Für zukünftige Untersuchungen werd ich wohl auf einer der Wiener Ambulanzen ausweichen, ich hör hier im Forum überall, daß die die besten sind (weil sie sich auch mit Einstellungen und Co. so gut auskennen.) Meine Erfahrung generell am Land mit Ärzten ist, daß sie zwar nett, aber eher rustikal und nicht immer am neuesten Stand sind....So "neue Kinkerlitzchen" schmecken denen gar net - immerhin hat man DES vor 10 Jahren auch schon SO behandelt, warum sollte des auf einmal schlecht sein?? ;) Sicherlich sind nicht alle so....99% derer, die ich kenne, allerdings schon....Also wird Wien rufen.

Aber warten wir mal den Montag ab....

LG

Candida


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BeitragVerfasst: 26. Feb 2008 17:25 
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Registriert: 10. Dez 2005 23:34
Beiträge: 318
Candida hat geschrieben:
...Norberts Links sind echt interessant, vor allem zum "Einfühlen" in die Materie...


Ich gehe da immer von mir aus.....sorry, ich weiß - Sprung ins kalte Wasser.

Ich drücke die Daumen für Montag!

LG - Norbert


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BeitragVerfasst: 26. Feb 2008 20:33 
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Registriert: 27. Jan 2008 13:44
Beiträge: 10
Wohnort: Burgenland
Norbert Nehring hat geschrieben:
Candida hat geschrieben:
...Norberts Links sind echt interessant, vor allem zum "Einfühlen" in die Materie...


Ich gehe da immer von mir aus.....sorry, ich weiß - Sprung ins kalte Wasser.

Ich drücke die Daumen für Montag!

LG - Norbert


Du, das habe ich ernst gemeint!! Ich finde es wichtig, als "mündiger" und informierter Patient zu Untersuchungen zu gehen...War vielleicht nicht so toll zu erfahren, daß es halt nicht nur "eine faule Schilddrüse" ist, aber besser ich bin schon jetzt gefaßt (und weiß, auf was ich uU bestehen muß), als ich falle am Montag (bzw. wenn der Befund kommt) aus allen Wolken oder denke mir nur "Hä?"


Also nochmal, ein erstgemeintes DANKE an dich Norbert!


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BeitragVerfasst: 28. Feb 2008 15:33 
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Registriert: 22. Feb 2008 19:55
Beiträge: 15
Hallo Candida
Kann dir nachfühlen, mir gehts grad genauso.

Hatte vor einem Jahr ne Unterfunktion, Ärztin wollte abwarten. Jetzt war ich wieder, mein TSh im Normalbereich aber an der Grenze und aufgrund meiner Symptome will meine Ärztin das nicht ignorieren.
Hab ne überweisung fürs elisabethspital bekommen aber schon mit den Worten dauert 2-3 Monate bis zum Termin.
Hab jetzt mit einer bekannten gesprochen die Probleme hatte und nun in die Schilddrüsenpraxis geht.
Klar nicht billig, aber ich will lieber schnell bescheid wissen, da ich psychisch schon sehr belastet bin dadurch.
Deswegen schau ich mal Montag hin und lass mir nen Termin geben.

Hättest du Eltern die dir das Geld borgen?
Meiner Mutter ist auch lieber wenn ich schnell bescheid weiß und sie sich keine Sorgen machen muss.


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BeitragVerfasst: 03. Mär 2008 12:24 
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Registriert: 27. Jan 2008 13:44
Beiträge: 10
Wohnort: Burgenland
Hallo ihr Lieben, hallo Nala!

Also, ich komm grad von der Nuklearmedizin Wiener Neustadt und fühl mich ehrlich gesagt verarscht....

Zur Erinnerung: Mein TSH war bei einem Referenzbereich 0,27 - 4,5 bei 4,94.

Die Ärztin (jung, gertenschlank, platinblond, überheblich) meint erst mal: "Also, bei uns wären Sie noch im Referenzbereich, bei uns ist alles bis 5,00 normal" (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)Auch wenn ich in der Materie noch Neuling bin, kommt mir 5 ziemlich hoch als "Normalwert" vor. Naja. Das Patientengespräch dauerte ne geschätzte Minute, allerdings hat sie selbst geredet. Ich kam gar nicht zu Wort...

Ultraschall soweit unauffällig, allerdings sei meine Schilddrüse recht klein. Dann schnell noch Blut abgezapft fürs Labor, Wartezeit 4 Wochen bis Befund per Post kommt. Alles weitere steht da drauf, auch ein "EVENTUELLER" Therapievorschlag ("Weil unsere Referenzbereiche sind recht groß!!")
Und das wars dann! (Nachsatz: Die meisten kommen eh nur wegen dem Gewicht und weil sie abnehmen wollen!)

So...und was jetzt?

Liebe Nala, leider gibt es niemanden, der mir das Geld geben könnte. Mein Vater ist verstorben und meine Mutter Notstandshilfeempfängerin. Ich hab mit dem Finale meines Studiums genug zu tun, und was ich als geringfügig Beschäftigte nebenbei verdiene, geht eins zu eins für die notwendigsten Lebenskosten und meine Selbstversicherung in der Krankenversicherung drauf.

Was würdet ihr mir raten? Klar, Befund abwarten. Und dann? Wenn die meinen, eh alles super, TSH von knapp 5 ist nicht behandlungsbedürftig!?! Ich fühl mich ehrlich gesagt sch*****, körperlich sowie psychisch. Außerdem bin ich grad ziemlich zornig...

Liebe Grüße

~Candida


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