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BeitragVerfasst: 11. Feb 2007 20:55 
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Registriert: 09. Feb 2007 22:37
Beiträge: 15
Hallo!
Ich stehe kurz vor meiner 1. (und hoffetnlich einzigen RJT).
Da ich zwei kleine Kinder hab (7Mo und 3 Jahre) frage ich mich natürlich wie ich das ganze seelisch meistern kann. Ich darf garnicht dran denken die beiden so lange nicht zu sehen. Ausserdem, hört man so unterschiedliche Aussagen betreffend Dauer wie lang man nicht zu ihnen darf, bzw danach Abstand nehmen sollte. Geplant ist, dass ich Mo ins KH spaziere Fr die Kapsel und dann voraussichtlich Di wieder raus. Dann würd ich bei meiner Schwester 1 Woche bleiben und dann hätte ich mir gedacht, dass ich tagsüber wenigstens mal spazieren gehen kann nur halt noch nicht zu Hause schlafen oder mich allzu lange in deren Nähe auffhalte. Aber noch eine weitere Woche garnicht sehen, ist das wirklich nötig?
Wie habt ihr das gemacht ?
Danke im Voraus und lG
P.S An die Väter : Bitte nicht bös sein , weiss dass es auch für Väter schlimm ist Kinder nicht zu sehen.
Hexi


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2007 23:02 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Hexi,

bin zwar keine Mama aber ein Kinerpapa der schon zwei RJT hinter sich hat. Ersteinmal verstehe ich Deine Angst und Unsicherheit betreffend der Kleinen nur zu gut. Außerdem ist alles was mit Radioaktivität zu tun hat von Haus aus unheimlich und irgendwie nicht greifbar. Strahlen sieht, höhrt und riecht man nicht........

Aber jetzt zu Deinen Fragen:
Wenn Du am Freitag Deine therapeutische Dosis J-131 bekommst, solltest Du mit 99% iger Wahrscheinlichkeit am Mittwoch das KH verlasen dürfen. Dann noch für eine Woche Abstand zu den Kleinen. Es ist dann nämlich so, dass nicht Du sondern Deine Körperausscheidungen extrem verstahlt sind. Das bedeutet, wenn Du nach dem Zähneputzen ausspuckst dann strahlt das, wenn Du pinkelst, dann strahlt das, wenn Du schwitzt, dann strahlt das..... usw, usw...

Wenn Du das weißt, kannst Du trotzdem mit Deiner Familie zusammensein und einige Regeln beachten.

1. Nicht die selbe Waschmuschel wie die Anderen verwenden.

2. Ein eigenes Essbesteck und Essgeschirr verwenden, nicht gemeinsam
mit dem anderen Geschirr im Geschirrspüler oder Abwasch waschen.

3. Nicht die selbe Toilette benutzen.

4. Die Handtücher und die Bekleidung nicht gemeinsam mit der Wäsche der
Anderen in Berührung bringen und nicht gemeinsam waschen.

5. Beim Kontakt mit den Kindern Handschuhe anziehen, damit niemand in
Kontakt mit Deinem Schweiss in kommt.

6. Nicht knuddeln und nicht länger als 2 Stunden bei den Kleinen sein.

Wenn Du diese Regeln beachtest, dann kannst Du auch schon in der ersten Woche nach der RJT deine Kinder zwischendurch sehen.

Glaub mir, trotz der ganzen Belastung durch die Diagnose, die Unsicherheit wegen der Therapie und das Ganze stehst Du "für" Deine Kinder durch. Mich hat es in der schweren Zeit unheimlich aufgebaut, wenn ich an meine beiden Jungs gedacht habe, und dass die zwei mich noch brauchen.

Ich wünsche Dir von ganzen Herzen alles Gute und bin in Gedanken bei Dir.

Alles Gute
-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags: Danke
BeitragVerfasst: 13. Feb 2007 21:56 
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Registriert: 09. Feb 2007 22:37
Beiträge: 15
Hallo Ernst!
Danke für deine Infos!
Nächsten Mo ist es für mich soweit,dementsprechend meine seelische Verfassung. Ich komm auch ins SMZ Ost und bin schon gespannt wies läuft.Hab Angst vor den Untersuchungen und vorm Alleinsein.
Hab ein bisal deine Beiträge durchgestöbert und freu mich dass derzeit alles im grünen Bereich ist.Wie alt sind denn deine Söhne ?
Ganz liebe Grüße nach Wr Neustadt (meiner Geburtsstadt ;-))


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 Betreff des Beitrags: Montag SMZ-Ost
BeitragVerfasst: 14. Feb 2007 9:43 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
hexi hat geschrieben:
Nächsten Mo ist es für mich soweit,dementsprechend meine seelische Verfassung. Ich komm auch ins SMZ Ost und bin schon gespannt wies läuft.Hab Angst vor den Untersuchungen und vorm Alleinsein.
Ganz liebe Grüße nach Wr Neustadt (meiner Geburtsstadt ;-))


Hallo Hexi,

auch wenn es Dir nicht wirklichen helfen kann, möchte ich versuchen Dich ein wenig zu trösten. Also erstmal ist das Personal (Ärzte, Schwestern, Hilfskräfte) dort auf der Station sehr nett. Vor den Untersuchungen brauchst Dich überhaupt nicht fürchten. Bis am Donnerstag kannst Dich vollkommen frei bewegen, wir sind damals (ich und meine Mitpatienten) am Donnerstag NM mit der Straßenbahn und der U1 am Stephansplatz gefahren und haben uns Wien angschaut. Wennst Glück hast, bist zu zweit im Zimmer dann ist das Alleinsein auch nicht so schlimm, ich war beim erstenmal allein.... aber das ist auch nicht so schlecht, man hat Zeit über Einiges nachzudenken.....

So wegen meiner Söhne..... der ältere wird heuer 24a und studiert in Wien auf der WU, der jüngere wird heuer 17a und geht in Wr.Neustadt ins Gymnasium. Bei meiner Krebsdiagnose wars für den älteren einfacher, er war damals (September 2005) gerade ZIVI beim Roten Kreuz und hat mich mit der Rettung vom SMZ-Ost abgeholt.
Der Jüngere, damals 2 Wochen vor seinem 15. Geburtstag ist in ein tiefes Loch gefallen, hatte anschließend Probleme in der Schule und warscheinlich auch durch die Pubertät alle Sozialkontakte abgebrochen. War hinterher ein schwieriges Unterfangen sein seelisches Gleichgewicht herzustellen.

Darf ich fragen wohin es Dich als ehemalige Wiener Neustädterin hinverschlagen hat ? Freu mich ganz besonders, wenn ich Dich mit meinen Infos ein wenig unterstützen konnte und Dir ein bisschen die Angst nehmen kann.

Alles Gute, wirst sehen hinterher betrachtet war alles gar nicht soooo schlimm..:)

-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags: Hallo Ernst!
BeitragVerfasst: 14. Feb 2007 21:53 
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Registriert: 09. Feb 2007 22:37
Beiträge: 15
Danke für deine ermutigende Worte.Kann jetzt eh nur mal abwarten und Tee trinken. Denkst du , dass mich meine Männer mal besuchen können oder bin ich die Tage vor der eigetlichen Kapsel auch schon strahlend?
Wie bist du eigentlich zur Op gekommen ? Zufallsbefund ? Bei mir wars so das ich 2002 plötzlich beim Nachuntenschau das Gefühl hatte irgenentwas steckt im Hals(gnz leicht)ging dann zum US wo eine etwas knotige Struktur der SD erkannt wurde. Werte waren immer OK-nach meiner ersten SS 2004 wurde ein Knoten aber etwas grösser aber bei Szinti auch nih als kalt zu bezeichnen daher kein Anlass lt Ärztin für OP.Hm Laut anderem Arzt jetzt 11/06 wars aber gut dass ich dann doch op ging.Jetzt warte ich noch immer auf den endgültigen Befund(op wa 15.1) Warst du in Neustadt- Hast du auch so lange auf Befund gewartet.Alles was ich weiß ist das es sich um Pap CA handelt 2 bef Lymphk.(und ich glaube das ale LK entfernt wurde und die SD natürlich ganz)
Waren bei dir auch LK befallen?
Hoff deinem jüngeren Sohn gehts wieder besser und ihr seht dem ganzen positiv entgegen. Ich versuchs auch!
Mich hat allerdings nicht weit weg verschlagen.Wohne jetzt in Steinabrückl ;-)
lG


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 Betreff des Beitrags: Besuch Deiner Männer ist möglich
BeitragVerfasst: 14. Feb 2007 23:14 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Hexi,

so viele Fragen auf einmal. Also alles der Reihe nach:

- Besuch Deiner Männer. Bis am Freitag Mittag, da bekommst die
therapeutische Dosis, kannst Dich im ganzen SMZ-Ost Spital und auch
außerhalb frei bewegen. Hab' Dir geschrieben, dass wir mit der U1 in die
Innenstadt gefahren sind. Klar können dich Deine Männer besuchen,
gehst halt mit Ihnen im Park spazieren, mußt ja nicht au der Station
bleiben. Den mit 7 MO halt nicht zu fest drücken, ein bisserl strahlst
schon.......
- Wie entdeckt ? Also bei mir war mein SD-Ca im Prinzip ein Zufallsbefund.
Habe beim Rasieren (was wir als Männer im Gegensatz zu Frauen ja tun
müssen) einen etwa reiskorngroßen, harten, verschieblichen Knoten im
Bereich des Kehlkopfes entdeckt. Nachdem ich mit einer DGKS
verheiratet bin, haben wir beschlossen, diesen Knoten abklären zu lassen.
Aber sowohl bei der Sonographie, als auch Szintigraphie,
Pentagastrinstimmulation, Blutwerte etc. ist überhaupt nichts
herausgekommen........ Daher hat mein Chirurg beschlossen dem Knoten
(bis dahin immer noch ein völlig harmoses "Ding") mit dem Messer ans
Leder zu gehen. Erst während der OP nach dem Gefrierschnitt hat sich die
Diagnose pap. SD-Ca pT4 mit Lymphknotenmetas ergeben.
Damit hat sich mein bisheriges Leben innerhalb weniger Stunden komplett
verändert. Zusätzlich die Lage erschwert hat mir in dieser Situation
der Umstand, dass ich an einer beidseitigen Recurrensparese zu leiden
hatte und dadurch auch keine Stimme hatte. Mitlerweile hat sich das aber
wieder gebessert, ich höre mich jedoch an wie Joe Cocker.....:)
Nach der ersten RJ-Therapie hatte ich noch massive Restspeicherungen in
den Lymphknoten unter dem re. Schlüsselbein. Daher hatte ich im Jänner
2006 im AKH eine nochmalige OP (radikale Neck-Dissektion
Lymphknotenausräumung) waren laut Histologie 40 befallene LK und
anschließende hochdosierte RJ-Therapie im AKH. Momentan habe ich alle
3 Monate Nachsorgeuntersuchung da ich Hochrisikopatient bin..(derzeit ist
alles ok..)
- Erste OP in Wiener Neustadt, 1. RJ-Therapie SMZ-Ost, 2. OP Wien AKH, 2.
RJ-Therapie Wien AKH
- Danke, meinem Sohn gehts jetzt wieder gut, er ist nur in den letzten
beiden Jahren sehr schnell "erwachsen" geworden. Im Nachhinein
betrachtet kann mans nur positiv sehen und so nehmen wie's kommt.
Für mich war in dieser schwierigen Zeit der Rückhalt in meiner Familie
das Wichtigste "Heilmittel".
- Wegen dem Histologischen Befund hab ich nicht so lange gewartet, hab
den schon nach 2 Wochen bekommen. Warst Du in Wiener Neustadt
operieren ?
- Da hast Recht mit Steinabrückl, ist wirklich nicht weit weg von Wiener
Neustadt.

So jetzt hab ich Dich ordentlich vollgelabert. Vielleicht bist Du so nett, und hältst mich nach deiner Therapie im SMZ-Ost auf dem laufenden (wie's Dir gegangen ist, ob alles passt und, und, und..........)

LG
-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Mär 2007 14:17 
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Registriert: 09. Feb 2007 22:37
Beiträge: 15
Hallo!
Bin wieder draussen! Am Montag wurde ich entlassen. Laut Ärzte schaut alles soweit gut aus.Es wurde nichts besorgniseregendes bei den ganzen Untersuchungen entdeckt.Zu 98 % kann ich davon ausgehen,dass mir diese Erkrankung keine Probleme in meinem weiteren Leben machen wird.Ich muss halt jetzt mal nach 4 Wochen zur Kontrolle,tja bis dahin bin ich frohen Mutes und denk jetzt vorläufig nimma zu viel drüber nach.
Zur Therapie selbst: Ich war zu zweit im Zimmer,was sehr angenehm war. Durfte am Mitt+Do nachm nach Hause , was für mich grossartig war, da ich da mit meinen Kleinen noch auf Vorrat Zeit verbringen konnte.Am Fr bekam ich dann die Kapsel. Mir war schon hin und wieder a bisal flau im Magen aber alles halb so schlimm. Zum Personal muß ich sagen, dass alle sehr nett waren. Naja und seit Mo bin ich jetzt bei meiner Schwester untergebracht und am So daf ich dann wieder nach Hause.Kanns kaum noch erwarten.
Hoffe dir gehts auch gut !
Aja,ich wurde in Neustadt operiert. Wo machst du deine Kontrolluntersuhungen ?
GlG


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 Betreff des Beitrags: Suuper, bist wieder in Freiheit
BeitragVerfasst: 02. Mär 2007 17:37 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Servus Hexi,
hab' jetzt schon an Dich gedacht, wie's Dir wohl geht und so............
He, dass klingt ja alles super in Ordnung. Wenn bei Dir nicht alles gepaßt hätte, sagen es die im SMZ-Ost gleich. Bei mir war's damals ja so, dass sie mir auch gleich gesagt haben ich muß nochmal operieren gehen.

Das mit den freien Nachmittagen am Mittwoch und Donnerstag hab ich Dir geschrieben, find' ich toll, dass Du nach Hause fahren konntest. Zu mir sind meine Leute damals nach Wien gekommen....... aber meine Kid's sind auch schon "Größer".

Wir'st sehen, die paar Tage die Du noch bei deiner Schwester bist, vergehen so schnell, und in wenigen Wochen denkst Du schon gar nicht mehr daran.

Also wegen der Nachsorge:
Die mach ich über die SD-Ambulanz auf der Chirurgie im KH Wiener Neustadt. Dort hab' ich die Frau OA Dr. Bareck, die sich um mich kümmert. Sie organisiert auch die Termine mit der NUK in Wiener Neustadt (Hr. OA Weiss). Damit erspar ich mir die Wienfahrerei. Und wenn wieder was wäre, muss ich sowieso nach Wien zum Prof. Niederle.

Also nochmal, freu mich wahnsinnig, riesig, phänomenal, fantastisch........ :)
für Dich und Deine Family, wirst sehen, jetzt hast Du's überstanden.

Alles Gute und ganz liebe Grüsse
-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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