Hallo liebe Tina!
Deine Frage ist für mich mehr als nur nachvollziehbar, auch wenn es vielleicht auf sie keine (eindeutigen) Antworten für dich geben könnte.
Auch wenn sich bereits eine Angsterkrankung mit depressivem Hintergrund entwickelt hat, werden deine Erfolgsaussichten dadurch nicht gemindert. Beide Ebenen sind gut behandelbar. Bezugnehmend auf die Depression spielen drei Faktoren eine wesentliche Rolle. Der Intellekt, die eigene Bereitschaft oder Motivation, sowie die Lebensumstände (Erfahrungen) vor Ausbruch der Symptomatik.
Wenn wir jetzt ganz oberflächlich gesehen, das feedback (durch Gedanken, Emotionen und körperliche Empfindungen) unseres erkrankten Körper (Bsp. Schilddrüsenerkrankung) erhalten, dass mit unserem Wohlbefinden etwas nicht in Ordnung ist, dann kann dies verständlicherweise Unruhe und Ängste verursachen. Auch wenn diese Inhalte manchmal diffus und nicht gleich greifbar für uns sind.
Ich finde deine Hoffnung hat, daher eine große Berechtigung

! Wenn sich etwas in Bezug auf deinen körperlichen Status zum Positiven verändern kann, könnte sich dies auch auf dein geistiges und emotionales Erleben auswirken.
Eine sehr wichtige Ansatzmöglichkeit, die du angesprochen hast, ist dabei die eigene Akzeptanz. Die Ist-Soll-Diskrepanz bringt die Dynamik der eigenen Aversion mit ins Spiel, die viele Belange, die wir gerne verändern würden, noch schwieriger gestaltet. Mich persönlich unterstützt bei meiner eigenen Annahme die Methode der Achtsamkeit. Es gibt eine Vielzahl von anderen Ansatzmöglichkeiten, zum Glück sind wir keiner Situation machtlos ausgeliefert, auch wenn es sich sporadisch auch mal so anfühlen darf.
Ich finde deine Zuversicht nicht naiv, sondern sehr gesund

. Deine körperliche Genesung könnte eine große Chance sein, dass sich deine Empfindungen auch auf der psychischen Ebene stabilisieren werden. Ich drück dir die Daumen und wünsch dir alles Liebe, Jani