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BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 16:55 
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Registriert: 20. Jul 2009 15:58
Beiträge: 6
Meine Krankheitsgeschichte:

1998 kam meine 2. Tochter auf die Welt. Gewichtszunahme während der Schwangerschaft: 20 kg. Davon verlor ich natürlich 10 kg durch die Geburt. Gewichtszunahme im ersten halben Jahr nach der Geburt: zwischen 10 und 15 kg. Nur zum Vergleich: vor der Schwangerschaft hatte ich Kleidergröße 36-38. Danach ging ich in die Männerabteilung einkaufen. Etwa Größe 44-46.

Im Spätfrühling bis Ende des Sommers 2003 hatte ich dann eine schwere Entzündung der Schilddrüse, Diagnose Hashimoto.
2 Jahre später, also 2005, war dann die Ausschüttung der Hormone durch die kaputte Schilddrüse nicht mehr ausreichend, ich sollte ½ Eutürotscherl 75 täglich nehmen. Das tat ich dann auch ganz brav.
Es ging mir nicht so richtig schlecht zu dieser Zeit, aber auch nie wirklich gut. Ihr kennt das vielleicht. Körperlich war, bis auf mein Gewicht und dem sehr hohen Blutdruck, alles soweit in Ordnung. Meine Labor-Werte waren tadellos, ich galt als gut eingestellt. Aber ich wusste, dass nicht alles in Ordnung war. Ich war, ganz entgegen meiner Natur, viel zu oft niedergeschlagen, antriebslos und müde. Und ich war dick. Bis zu meinem 29. Lebensjahr war ich immer schlank gewesen. Es machte mir zu schaffen. Ich hatte zwar nicht mehr mein Kampfgewicht von 84 kg, aber immer noch knapp über 70 kg und das bei einer Größe von 163 cm. Deshalb beschloss ich kurzerhand, weil ich mich fühlte, als wäre ich immer noch in der Unterfunktion, die Dosierung einfach selbst in die Hand zu nehmen und erhöhte die täglich Dosis auf ein ¾ Euthyrox 75.
Dadurch nahm ich etwa 10 kg in einem halbe Jahr ab. Begonnen hatte ich im August 2007, bis Dezember passte ich wieder in Kleidergröße 38 (heute liege ich mit 40 Jahren bei 36-38).
Der Arzt war zuerst schockiert über meine eigenmächtige Handlung, aufgrund meiner positiven Werte hat er mir aber dann sogar „empfohlen“, bei der Dosierung zu bleiben. Traut Euch! Man spürt so genau, wann es einem gut geht, mit welcher Dosierung man gut umgehen kann. Und dann hört auf, darüber nachzudenken.
Seit damals fühle ich mich richtig, richtig gut. Ich habe Freude am Leben. Ich treibe Sport (!!! Bis ich das hier gelesen hab, war mir nicht einmal klar, dass Sport irgendwelche Auswirkungen haben kann/soll). Ich esse, was ich will. Ich arbeite. Ich habe Freude am Sex. Meine Haut ist schön, mein Haar ist schön, meine Nägel sind kräftig...
Was ich sagen möchte: ja, es ist ok eine Zeitlang zu leiden, sich selbst leid zu tun. Sowohl körperlich als auch psychisch wird einem bei einer Schilddrüsenerkrankung übel mitgespielt. Aber das muss kein Dauerzustand bleiben. Es ist nicht leicht, gegen die Depression und die Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit anzukommen – aber man kann es! Wehrt Euch gegen die Spirale, die Euch runterzieht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich so eingestellt habe, dass ich mich damit wohl fühle, da muss man halt durch.

Ich schere mich nicht um meine Werte. Wenn ich Eure Beiträge hier lese, wird mir zum Teil schwindlig von den ganzen Bewertungen, Skalen und Ratschlägen über Dosierungen und Medikamentationen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht jährlich untersuchen lasse – aber solange alles innerhalb der Referenzbereiche liegt, interessieren mich die Zahlen nicht!!! Ein T hier, ein H dort, ein xyz wo auch immer: wen interessierts? Ich muss mich wohlfühlen. Ich bin doch kein Auto, dem man den Schlauch in den Popo steckt, um die Abgaswerte zu testen… ;-)
Wenn ich merke, dass die Müdigkeit und Schlaffheit überhand nimmt, nehme ich einfach eine Zeitlang sogar ein ganzes Eutürotscherl. Spüre ich, dass ich hippelig und nervös werde, reduziere ich wieder. Das funktioniert gut. Und der Erfolg gibt mir recht.

Also, noch einmal: Kopf hoch! Man kann das in den Griff bekommen und gut damit leben.


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BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 17:23 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Ich kann nur sagen, dass ich überhaupt nicht deiner Meinung bin.

Man nimmt nicht nur einfach Hormone in irgendeiner beliebigen Dosis, denn das kann ganz schön in die Hose gehen. Ich glaube, du weißt nicht was einen ÜF zur Folge haben kann??

Gut, du hast von 1/2 75ger auf eine 3/4 75µg erhöht - das ist ein winziges Bröserl und ehrlich gesagt, glaube ich auch wirklich nicht, dass diese kleine Dosiserhöhung die wundersame Gewichtsabnahme bewirkt hat.

Ausserdem schreibst du nirgends deine Werte und man hat keine Vorstellung vom derzeitigen Stoffwechselzustand usw....

Ich nehme 125µg und habe trotzdem von ca 60 auf 85 kilo zugenommen und schaffe es weder mit viel, viel bewegung noch mit ernährungsumstellung bzw. wenig essen auch nur 2 oder 3 kilo abzunehmen. ich brauche auch fast nie meinen arzt um meine werte richtig zu deuten und meine dosis anzupassen, aber nicht ohne vorher eine blutabnahme zu machen und dann erst zu entscheiden, was zu tun ist.

ich kann jedem vor solchen experimenten nur abraten - mehr gibt es für mich nicht dazu zu sagen. aber das musste ICH mal loswerden.

übrigens iswt hashi eine autoimmunerkrankung wie diabetes und viele weitere erkrankungen auch - da kann man sich auch nicht eine insulindosis mal mehr mal weniger verpassen - nur weil man halt "glaubt" das man dies jetzt braucht. heut nehm ich drogen, mal mehr mal weniger, ganz nach befinden - das spielt es aber bei schilddrüsenhormonen nicht.

du hast recht, man kann sich ganz gut mit hashi fühlen, aber nicht auf diese art wie du sie hier verbreitest.

LG
MAUS


LG
MAUS


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BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 17:36 
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Registriert: 20. Jul 2009 15:58
Beiträge: 6
Maus hat geschrieben:
du hast recht, man kann sich ganz gut mit hashi fühlen, aber nicht auf diese art wie du sie hier verbreitest.

LG
MAUS


Liebe Maus,
Ich hab einfach keine Lust, Medizin zu studieren, um mit meiner "Krankheit", die ich heute nicht mehr als solche empfinde, umgehen zu lernen. Wenn ich meine Werte bekomme, flieg ich drüber, freu mich, dass sie gut sind - freu mich, dass es mir gut geht: das reicht mir.
Es kann schon sein, dass es nur ein"Bröserl" ist - aber es hat mir geholfen. Ich leide nicht mehr unter Schwermut und den anderen Nebenwirkungen: ist das nicht Erfolg genug?
Ich weiß durchaus, welche Folgen meine "Krankheiten" haben können. Mein Blutdruck steigt ins unermäßliche, wenn ich keine Tabletten dagegen nehme. Ich habe die Folgen einer Überfunktion mehr als zu spüren bekommen, bei meiner starken Entzündung. Ich kenne die Langzeitfolgen.

Kann es sein, dass Du nicht verstehen willst, was ich sagen möchte? Man MUSS nicht verzweifeln. Man darf ruhig und glücklich leben, wenn man die Zeit, in der es einem schlecht geht, übertaucht. Das wollte ich rüberbringen. Man muss sich nicht in seiner "Krankheit" suhlen und daran zerbrechen. Man darf und kann sich wieder gesund fühlen.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 17:59 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
[quote="nats

Liebe Maus,
Ich hab einfach keine Lust, Medizin zu studieren, um mit meiner "Krankheit", die ich heute nicht mehr als solche empfinde, umgehen zu lernen. Wenn ich meine Werte bekomme, flieg ich drüber, freu mich, dass sie gut sind - freu mich, dass es mir gut geht: das reicht mir.
Es kann schon sein, dass es nur ein"Bröserl" ist - aber es hat mir geholfen. Ich leide nicht mehr unter Schwermut und den anderen Nebenwirkungen: ist das nicht Erfolg genug?
Ich weiß durchaus, welche Folgen meine "Krankheiten" haben können. Mein Blutdruck steigt ins unermäßliche, wenn ich keine Tabletten dagegen nehme. Ich habe die Folgen einer Überfunktion mehr als zu spüren bekommen, bei meiner starken Entzündung. Ich kenne die Langzeitfolgen.

Kann es sein, dass Du nicht verstehen willst, was ich sagen möchte? Man MUSS nicht verzweifeln. Man darf ruhig und glücklich leben, wenn man die Zeit, in der es einem schlecht geht, übertaucht. Das wollte ich rüberbringen. Man muss sich nicht in seiner "Krankheit" suhlen und daran zerbrechen. Man darf und kann sich wieder gesund fühlen.

Liebe Grüße[/quote]

hallo nats !

ich kann dich einerseits sehr gut verstehen, aber es gibt halt auch viele neulinge im forum, die total unwissend und verzweifelt sind.

da finde ich es nicht gut, einfach zu sagen - ich habe die dosis einfach erhöht und habe danach so toll abgenommen - denn das ist leider bei den meisten von uns ein sehr großes problem. du stellst dein gewicht zusehr in den vordergrund und nicht das allgemeine wohlbefinden.

studieren muss man wegen hashi sicherlich nicht, aber man sollte schon wissen, wie in etwa die werte sind und welche dosis man nimmt und warum. und einfach eine dosiserhöhung vorzunehmen ohne eben seine werte zu kennen und zu sehen, dass diese gerechtfertigt ist, kann eben in einer ÜF enden und die ist nicht so lustig.

wie gesagt, ich hatte schon ÜF, UF und bin jetzt auch gut eingestellt und nehme trotzdem nicht ab - mir geht es aber JETZT entschieden besser als früher und dieses wohlbefinden möchte ich nicht missen - ausser es kommt wieder zu einem schub.

ja, man kann mit hashi ganz gut leben und ich lebe jetzt auch erst wieder und geniese mein leben - aber ich weiß nie, wann wieder der nächste rückschlag kommt und der schmeisst einem oft wieder um einige stufen zurück.

LG
MAUS


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BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 21:43 
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Beiträge: 19
Wohnort: Graz
Hallo Nats, Hallo Maus!

Ich möchte Euch beiden Recht geben.

Erst mal Nats - Danke für Deine Geschichte - macht mir schon Mut!
Ich hab leider sowieso schon etliche Kilos zuviel und bemühe mich schon seit einiger Zeit abzunehmen - und was ich so gar nicht brauchen könnte, wären noch ein paar Kilos mehr.

Nach meiner Diagnose Hashi vor etwa einem Monat hab ich mal "gegoogelt" und da liest man ja - ausser diversen medizinischen Berichten - natürlich auch Erfahrungsberichte von Betroffenen.
Aber ich muß ehrlich sagen - der Großteil berichtet von den Symptomen bzw. Nebenwirkungen (wie eben Gewichtszunahme, Depressionen usw.) und die hören sich nun mal nicht toll an.

Man liest auch immer wieder, wie schwierig es wäre, die richtige Dosierung zu finden und daß man sich ohne nicht wohl fühlen würde.
Nicht gerade rosige Aussichten für den Rest meines Lebens.
Also wie damit umgehen?

Ehrlich gesagt, will ich die Diagnose noch immer nicht akzeptieren, weil es laut den bisherigen Berichten, die ich gelesen habe, grösstenteils mit Einschränkungen zu verbunden sein scheint.

Nun macht mir der Bericht von Nats ehrlich Mut.

Natürlich ist es richtig und auch wichtig, über die Erkrankung Bescheid zu wissen, mit der man des Rest des Lebens leben muss.
Aber ich weiß auch, daß man nicht alles hinnehmen muß, was einem die Ärzte sagen.

Im übrigen ist meine Schwimu seit über 40 Jahren Diabetikerin und sie stellt sich das Insulin sehr wohl so ein, wie sie es braucht - aber sie misst schliesslich auch jeden Tag mehrmals und geht nach ihrem Befinden.
Sie kennt auch ihren Körper sehr gut und weiß, dass z.B. Bewegung den Insulinpegel senkt - bei ihrem Lebensgefährten, ebenfalls viele Jahre Diabetiker, ist es umgekehrt - bei ihm steigt der Insulinwert mit Bewegung!

Man sieht also - Ärztwissen ist eine Sache, aber jeder reagiert anders und man sollte seinen Körper kennen.

Bis es bei meiner Schwiemu allerdings soweit war, hatte sie auch einige Höhen und Tiefen in gesundheitlicher Hinsicht.

Ich für meinen Teil habe kommende Woche einen Termin bei einem (neuen) Spezialisten, nachdem ich bereits bei zwei Ärzten war, die mich beide nicht zufriedenstellend informieren konnten und bin schon sehr gespannt.
Es wird für mich nun um einiges leichter werden, mit ihm zu reden, da ich mir hier schon viele Informationen geholt habe und einige Fachbegriffe zumindest keine Neuland mehr sind.

Deshalb bin ich Maus und Märchen sehr dankbar für ihre Erläuterungen!
Bitte unbedingt weiter machen!

Schließlich bin ich auch ein Neuling ;oD

LG Tammy


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 13:36 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Tammy hat geschrieben:
Im übrigen ist meine Schwimu seit über 40 Jahren Diabetikerin und sie stellt sich das Insulin sehr wohl so ein, wie sie es braucht - aber sie misst schliesslich auch jeden Tag mehrmals und geht nach ihrem Befinden.
Sie kennt auch ihren Körper sehr gut und weiß, dass z.B. Bewegung den Insulinpegel senkt - bei ihrem Lebensgefährten, ebenfalls viele Jahre Diabetiker, ist es umgekehrt - bei ihm steigt der Insulinwert mit Bewegung!

LG Tammy


hallo tammy !

und genau das meinte ich mit selbstmedikamentation - diese kann nur erfolgen, wenn man regelmäßig seine werte machen läßt und nach seinem wohlbefinden geht. einfach nur die dosis zu erhöhen ist sicherlich nicht die lösung.

bei nats spielt es keine rolle, ob sie 1/2 75er (37,5µg) oder 3/4 75er (knapp 56 µg) nimmt - vorallem kann ich mir nicht vorstellen, dass diese minidosis dem körper reicht - wo hashi seit 2005 mit hormonen substituiert wird. ein junger mensch braucht schon alleine eine andere tägliche hormonmenge, da auch der stoffwechsel anderes funktioniert, als bei einem alten menschen. ebenso spielt die hormondosis auch bei stress, sport, gewichts zu- oder abnahme eine rolle.

ich habe auch seinerzeit 14 kilo in 3 monaten ohne probleme und ohne irgendeiner grundlegenden ernährungsumstellung abgenommen, hatte auch da schon hashi (lt meiner aufzeichungen) und dann gings schlagartig mit dem geiwcht wieder rauf und seither habe ich keine chance auf eine gewichtsabnahme - egal welche einstellung ich habe.

aber das gewicht spielt bei mir ja auch nicht die wesentlichste rolle was hashi betrifft - damit kann man leben. ich hatte ganz andere symptome die mich jahrelang extrem beeinträchtigt haben (panikattacken mit spitalseinlieferungen), ich konnte nichtmehr mit den öffis fahren, in keine geschäfte gehen, immer wieder stakren angstzustände - schlafstörungen, herzrasen, bluthochdruck. lustlosigkeit und depressionen ohne ende und die neurologin meinte ich solle auf frühpension ansuchen usw....

hashi ist wenn man die diagnose bekommt für viele ein totaler schock und man weiß nicht was auf einem zukommt ABER ich kann nur von mir sagen, wenn man sich damit beschäüftigt, seine werte regelmäßig kontrollieren läßt, versucht "seine" dosis zu finden, dann geht es den meisten gut.

ich bin wieder total lebenslustig, gehe einem wirklich harten job nach (psychisch und körperlich), fahre auf urlaub und merke eigentlich sehr selten, dass ich hashi habe - ausser ein schub ist wieder im anmarsch!!!

hashi ist eine chronische erkrankung, d.h. die sd entzündet sich immer wieder und verläuft deshalb in schüben. manche merkt man, manche wieder nicht - quervain ist z.b. extrem schmerzhaft, bei normalen schüben, spürt man vielleicht ein ziehen, brennen im halsbereich - ähnlich wie halsschmerzen - zweitweise merke ich einen knödl im hals, hauptsächlich rechts, wo auch von der NUK bestätigt wurde, dass dieser teil besonders stark durchblutet und hashi dort mehr schaden anrichtet. durch dosiserhöhung verschwinden diese dinge wieder und man fühlt sich wieder wohl. also keine angst !!!

ich musste nats nur widersprechen, als sie meinte, sie nimmt halt 1/2 oder3/4 tablette und vielleicht mal eine ganze. tja das ist in ihrem fall auch kein problem mit dieser geringen dosis.

aber stell dir vor, ich nehme jetzt 125µg und kenne mich nicht so aus weil ich neu bin und lese dann, man nimmt nach gefühl mehr mehr mal weniger und ich nehme noch 1/2 von der 125µ !!!!

weißt du was dann passiert???
richtig eine üf die sich gewaschen hat und der arzt wird mich fragen ob ich verrückt bin und warum ich meinem körper solchen schaden zufüge.

daher denke ich grundsätzlich ist eine dosiserhöhung bzw selbstständige anpassung ganz gut, aber nur nach vorheriger wertekontrolle und wenn man sich mit seinen symptomen auseinandergesetzt hat und seinen körper kennt - auch was die dosishöhe betrifft. viele reagieren schon auf ganz niedrige dosiserhöhungen.

ausserdem ist noch zu berücksichtigen ob noch andere autoimmunerkrankungen vorhanden sind, die ebenso symptome verursachen könnten.

LG
MAUS


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 15:24 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
huhu :-)

Maus hat geschrieben:

und genau das meinte ich mit selbstmedikamentation - diese kann nur erfolgen, wenn man regelmäßig seine werte machen läßt und nach seinem wohlbefinden geht. einfach nur die dosis zu erhöhen ist sicherlich nicht die lösung.


exakt. man ist schneller in einer überfunktion, als man spürt. und das tückische an den schilddrüsenhormonen ist ja, dass eine (ggf. erhöhte) dosis sich erst nach einigen wochen im körper akkumuliert....


Maus hat geschrieben:
ebenso spielt die hormondosis auch bei stress, sport, gewichts zu- oder abnahme eine rolle.


genau, sport verursacht einen erhöhten bedarf an hormonen.... wobei es hier vor allem das stoffwechselaktive T3 ist.


Maus hat geschrieben:
herzrasen, bluthochdruck. lustlosigkeit und depressionen ohne ende


das sind die symptome, die bei vielen von uns auftreten und die unbehandelt (oder unzureichend behandelt) das leben zur hölle machen können (abgesehen vom grundsätzlichen risiko der hypertonie). da hilft kein "sich zusammenreißen" und keine "änderung der lebenseinstellung" (wie es nicht-betroffene ja so gern empfehlen: "sieh doch einfach mal alles positiv", "das leben ist schön" etc. - ja, wenn man gesund ist, fällt es mir auch leicht, alles positiv zu sehen und das leben schön zu finden - aber wenn ich von einem schub in den nächsten gerate, alle paar wochen mit (teils fieberhaften) infekten zu kämpfen habe und dann vielleicht auch noch eine weitere autoimmunerkrankung gratis dazu kriege, ist selbstmotivation hier der falsche ansatz.)

lg
maerchen


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 15:45 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
nats hat geschrieben:
Ich schere mich nicht um meine Werte. Wenn ich Eure Beiträge hier lese, wird mir zum Teil schwindlig von den ganzen Bewertungen, Skalen und Ratschlägen über Dosierungen und Medikamentationen.

Das heißt nicht, dass ich mich nicht jährlich untersuchen lasse – aber solange alles innerhalb der Referenzbereiche liegt, interessieren mich die Zahlen nicht!!!



du schreibst du scherst dich nicht um deine werte und läßt dich 1x jährlich untersuchen UND dir geht es ja gut UND du hast soviel abgenommen.

und genau das sollte man eben bei hashi nicht empfehlen.
besser mehr infos über diese lebenslange erkrankung zu bekommen, sie dadurch kennenzulernen und richtig damit umzugehen. ebenso sich ruhepausen zu gönnen wann immer es nötig ist und sich hier im forum die nötige hilfe und aussprache durch andere betroffene zu haben.

und vorallem nicht um sich hier verrückt machen zu lassen, wie du es schreibst.

LG
MAUS


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 17:42 
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Registriert: 20. Jul 2009 15:58
Beiträge: 6
es klingt, als würdest du
1.) mir nicht glauben wollen
2.) es mir nicht gönnen können
3.) es schlecht finden, wenn man mut machen möchte
4.) usw.

ich kann mich gut erinnern, wie es ist, sich elend zu fühlen. ich weiß, wie man sich in der ÜF fühlt (schrecklich), und wie man sich in der UF fühlt (entsetzlich).
aber "heureka", heute fühle ich mich wohl, gesund, glücklich, lebensfroh... ich gebe dir recht, dass ich zu viel auf das gewicht eingegangen bin, vermutlich, weil ich zuvor ein paar postings gelesen habe, in denen das ein großes thema war. das war vielleicht nicht so gscheit, aber ich poste hier nicht durchdachte wissenschaftliche abhandlungen, sondern wollte aus dem bauch heraus erzählen, wie es mir heute geht.
meine zentrale "botschaft" sollte wirklich sein, dass man sich trotz und mit der Diagnose vielleicht nicht gleich, aber doch wohl fühlen KANN. auch wenn es ein langer und zeitweise harter weg war:
ich tu es: ich fühle mich super. und ich entschuldige mich nicht dafür. auch nicht dafür, dass ich mich nur einmal im jahr untersuchen lasse und seit 4 jahren meine werte stabil und GUT sind (obwohl meine schilddrüsenzellen zu 40% abgestorben sind und nicht mehr produzieren), auch nicht dafür, dass ich kein interesse an zahlen, tabellen und werten habe und auch nicht dafür, dass ich einfach versucht habe, menschen mut zu machen.

gut, ich hab vielleicht glück gehabt. habe mir aber glück auch "anerzogen" - eben durch dieses positive denken, dass du weiter oben ansprichst. es ist harte arbeit, den inneren schweinehund zu überwinden und nicht trübsal zu blasen. das schöne am leben zu erkennen. sich selbst am "schlafitchen" zu packen.
ich hatte das nicht von heute auf morgen, musste an mir arbeiten, mich immer wieder selbst motivieren (und da gehts nicht nur um schilddrüsen- und andere befindlichkeiten, sondern um mein gesamtes leben... ), mir selbst tagtäglich aufs neue beweisen, dass man sich auch an kleinen dingen freuen kann, dass das leben schön ist. ich bin wienerin, ich bin umgeben von jammerern und hab selbst lang genug gejammert. aber ich habe mich (ganz unabhängig von meinen drüsen) bewusst dazu entschieden, das nicht mehr zu wollen. ich WILL das leben genießen, und ich genieße es!!! wie gesagt: ich treibe sport (verausgabe mich da auch schon mal), arbeite 40 std/woche und hab streß, bin alleinerziehende Mutter von zwei kindern (ok, die sind nicht mehr klein, aber trotzdem...), esse gerne gut, trinke gerne, liebe die natur, liebe das leben...

und, nur um zu zeigen, dass ich kein einzelfall bin: ich kenne 5 menschen in meiner näheren umgebung (arbeit, freunde), die ebenfalls schilddrüsenerkrankungen haben. knoten, teil- und komplett OPs, unterfunktion, überfunktion... ALLE führen (mit den normalen auf und abs eines normalen lebens) ein gutes Leben. Unsere Unterhaltungen drehen sich nicht um unsere Drüsen welcher Art auch immer, sondern um alltägliches, ich weiß NICHTS über deren werte und will es auch nicht wissen :-)

ich bin keine zwangsbeglückerin. nehmt es, oder lasst es. ich wollte es nur sagen und hab´s gesagt. das ist mein letztes posting zu diesem thema.

ich wünsche euch allen gute besserung, viel glück, viel liebe und viel spaß am leben! und das meine ich nicht zynisch, bitte nicht missverstehen. ich weiß, dass man sich in einer depression nicht vorstellen kann, dass es wieder besser werden kann. ich weiß auch, wie gesagt, wie elend und krank man sich fühlt und auch ist. aber, auch das habe ich schon gesagt, man kann und darf sich auch wieder gesund fühlen und zum alltag übergehen, wenn besserung eingetreten ist.

so, und jetzt geh ich baden :-))

lg
nats


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 18:13 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
nats hat geschrieben:
und, nur um zu zeigen, dass ich kein einzelfall bin: ich kenne 5 menschen in meiner näheren umgebung (arbeit, freunde), die ebenfalls schilddrüsenerkrankungen haben. knoten, teil- und komplett OPs, unterfunktion, überfunktion... ALLE führen (mit den normalen auf und abs eines normalen lebens) ein gutes Leben. Unsere Unterhaltungen drehen sich nicht um unsere Drüsen welcher Art auch immer, sondern um alltägliches, ich weiß NICHTS über deren werte und will es auch nicht wissen :-)

lg
nats


entschuldige, aber dann frage ich mich, warum du hier im forum bist - doch nicht um uns weisszumachen mit positiven denken ist das leben so wunderbar.

ausserdem merkt man, dass du keinerlei ahnung von hashi hast - denn diese erkrankung hast du lebenslang - und kannst du doch in keinster weise mit knoten, operationen oder normalen unterfunktionen vergleichen. hashi betrifft nicht NUR die sd, sondern den ganzen körper lebenslang.

aber danke für deine info, dass es dir so gut geht - ich bezweifle auch nicht, dass es nicht stimmt - da es auch mir gut geht DERZEIT!!! aber es wird wieder schübe geben, die viel sympotme hervorrufen werden. da hilft kein positives denken, sondern nur neuerlich werte machen lassen und die dosis anpassen und ABWARTEN bis es besser wird.

viel spass beim schwimmen

MAUS


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