Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 25. Apr 2026 20:05

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 15. Mai 2009 0:07 
Offline

Registriert: 19. Apr 2009 21:06
Beiträge: 10
Wohnort: Asker /Norwegen
Hallo alle zusammen!

Ich war jetzt entlich beim Ultraschall und am Dienstag bekomme ich meine neue Blutwerte sowie das Ergebnis des Ultraschalls.
Und hoffe das sie mich dann neu Einstellen. Und das mein Antrieb wieder kommt. Muss oft mein Schweinehund überwinden damit meine kleine(5jahre) nicht drunter leidet. Das die Mama so oft auf dem Sofa liegt.
Zur Zeit kann bin ich den ganzen Tag kaputt und mir fehlt der Antrieb, und morgens komm ich gar nicht mehr aus dem Bett, fühle mich wie betrunken. Und am Tag brauche ich immer wieder Pausen auf der Arbeit.
Und zwischen durch habe ich so Angst schübe wo ich erstmal mit klar kommen muss da sie recht neu für mich sind.
Wie kommen eure Lebenspartner mit der Situation klar? Machen sie sich lustig darüber oder nehmen sie euch nicht ernst?
Ich meine mit eure Angst, Müdigkeit, Antrieblosigkeit usw.

Vielen lieben dank für´s zuhören

lillebamsen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Mai 2009 15:40 
Offline

Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
hallo lillebamsen!

lillebamsen hat geschrieben:

Ich war jetzt entlich beim Ultraschall und am Dienstag bekomme ich meine neue Blutwerte sowie das Ergebnis des Ultraschalls.
Und hoffe das sie mich dann neu Einstellen. Und das mein Antrieb wieder kommt.


also ich denke, ich kann dir vielleicht ein bisschen mut machen.

mir ging es längere zeit ziemlich schlecht (körperlich, seelisch und auch in puncto energiehaushalt). aber seit kurzer zeit habe ich vieles offenbar endlich überwunden (darunter diese lähmende antriebslosigkeit) bzw. bin dabei, es zu überwinden... bin wieder recht aktiv und unternehmungslustig und schaffe es auch oft wieder, einen ganzen tag aktiv und einigermaßen fit zu sein. aber natürlich gibt es auch immer wieder einbrüche im befinden - dennoch kein vergleich zu vorher, als es mir nur schlecht ging. hat aber wirklich mehrere monate gedauert (bei mir). meine schilddrüsenwerte waren schon längst monatelang im normal- bis idealbereich, aber das befinden ist immer noch eine zeitlang hinterher gehinkt....


lillebamsen hat geschrieben:
Zur Zeit kann bin ich den ganzen Tag kaputt und mir fehlt der Antrieb, und morgens komm ich gar nicht mehr aus dem Bett, fühle mich wie betrunken. Und am Tag brauche ich immer wieder Pausen auf der Arbeit.


ich versteh dich soooo gut !!!!! :-( ich komm auch so schwer aus dem bett. teils ist es wirklich körperliche erschöpfung, teils aus meiner morgendlichen depression heraus, und zu einem weiteren teil auch schlafstörungen zuzuordnen.

lillebamsen hat geschrieben:
Und zwischen durch habe ich so Angst schübe wo ich erstmal mit klar kommen muss da sie recht neu für mich sind.



oh mann.... wem erzählst du das.... diese angstschübe haben mir für einige zeit das leben zur hölle gemacht... die bin ich auch noch nicht ganz losgeworden, aber auch das ist schon eine deutliche verbesserung gegen früher.



lillebamsen hat geschrieben:
Wie kommen eure Lebenspartner mit der Situation klar? Machen sie sich lustig darüber oder nehmen sie euch nicht ernst?
Ich meine mit eure Angst, Müdigkeit, Antrieblosigkeit usw.


ernst genommen wurde ich prinzipiell schon, aber das ausmaß der krankheit war zu beginn wohl niemandem klar (auch mir selbst nicht), und entsprechende reaktionen (ungeduldige, ungehaltene, verständnislose etc.) habe ich in der ersten zeit geerntet. dazu kam, dass ich ja längere zeit gar nicht wusste, dass ich hashi habe bzw. anfangs keinen zusammenhang herstellen konnte zwischen der krankheit und den symptomen.

es ist auch für den partner ein großer lernprozess, dass man nicht mehr alles (so leicht) schafft wie früher. dass man anfälliger ist als früher, weinerlicher, ängstlicher, leichter unter stress zu setzen, krankheitsanfälliger etc. männer können sich ja sowieso prinzipiell schon mal viel schwieriger in das "normale" zyklusbedingte hormonelle auf und ab einer frau hineinversetzen, und wenn dann auch noch zusätzlich weitere hormonelle dysbalancen, krankheiten, symptome, schübe etc. hinzukommen, sind sie ohnehin völlig überfordert. aber dafür gibt es schließlich das buch "leben mit hashimoto thyreoiditis", das kann man ihnen dann in die hand drücken (oder eine linksammlung erstellen) 8-)


schwieriger ist es allerdings im berufsleben, finde ich. von vorgesetzten darf man sich diesbezüglich sowieso kein verständnis erwarten und auch nicht von kollegen. am besten ist es, die eigene gesundheitliche situation unter verschluss zu halten, um sowenig angriffsfläche wie möglich zu erzeugen. denn mittlerweile gibt es recht viele menschen mit halbbildung, welche sich dann bemüßigt fühlen, einem ins gewissen zu reden und die pösen, pösen schilddrüsenhormone zu verteufeln und einen statt dessen mit einer stattlichen liste voller hokuspokus-adressen zwangsbeglücken, von reiki über globuli, familienaufstellungen & co. man muss sich dann solchen bornierten menschen gegenüber auch noch rechtfertigen, warum man hormone nimmt, anstatt irgendwelche probleme aus der vorvorletzten inkarnation aufzulösen (alles schon erlebt!).

liebe grüße
maerchen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Mai 2009 22:35 
Offline

Registriert: 13. Mär 2009 14:10
Beiträge: 69
hallo lillebamsen!

mein freund ist zb. sehr verständnisvoll, ich glaube aber hashi kann man erst nachvollziehen, wenn man es selber hat.
meine eltern verstehen das ganze überhaupt nicht und sind der meinung mit der einnahme der sd-hormone ist alles gut... (das problem ist, dass in meinem bekanntenkreis, auch in der familie noch nie wer etwas über hashi gehört hat).. meine mutter hatte kropfbildung vor einigen jahren und nimmt seit dem auch sd-hormone, sie will mir dauernd einreden, dass ich viel JOD zu mir nehmen soll, weil sie den kropf durch jodmangel bekommen hat..
aber bei mir ist es ja anders... ich darf ja kein JOD zu mir nehmen!? oder.

jetzt nehme ich seit 9 monaten hormone, habe mein studium abgeschlossen und mir geht es von tag zu tag besser.
ich glaube auch bei dir wird es von tag zu tag besser werden!

@ märchen:
du hast gesagt, dass arbeitgeber das nicht verstehen..
ich bin jetzt auf arbeitssuche und weiß nicht, ob ich dem zukünftigen arbeitgeber sagen soll, dass ich probleme mit der schilddrüse habe/hatte.
wie geht ihr damit um???
mein problem ist, dass ich immer neben dem studium gearbeitet habe. mein letztes praktikum war aber anfang 2008 zu ende.
während dem praktikum ging es mir schon schlecht, aber durch eine falsche diagnose eines arztes 2007, wusste ich nicht, dass es die schilddrüse war.
nach dem praktikum 2008 habe ich über ein halbes jahr diplomarbeit geschrieben und die restlichen prüfungen gemacht und danach für die diplomprüfung gelernt. im sommer 2008 habe ich noch einen sommerjob absolviert.
mein lebenslauf sieht dementsprechend komisch aus, weil ich ein loch zw. 2008 und 2009 habe...(im sommer 2008 wurde massive unterfunktion festgestellt, grund hashi)
besser nichts sagen, oder doch mit der wahrheit rausrücken? es war ja nicht faulheit, aber durch die unterfunktion war diplomarbeit schreiben und lernen anstrengung genug.
ich weiß das klingt alles irgendwie gestört. aber ich check selber nicht, was mit mir los war. hab nur DA geschriebn, danach gelernt und bin fast nicht mehr aus dem haus gegangen....
lg, marie


allerdings erst seit


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17. Mai 2009 20:43 
Offline

Registriert: 07. Dez 2008 17:30
Beiträge: 35
Hallo marie !

Mein Bauchgefuehl und auch meine Lebenserfahrung(bin 47) sagt mir du solltest erstmal nichts von deiner Krankheit erwaehnen. Der potenzielle Arbeitgeber kann sofort denken: Aha! also krank! Was kann da alles kommen!? (ist ein schlechter Start) Abwarten was zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespraech fuer Reaktion auf deinen Lebenslauf kommt. Kann sein, dass gar nichts! Und hoechstens damit rausruecken wenn er sich festbeisst und unbedingt wissen will was da war. Deine Krankheit muss ja nicht zwingend deine Arbeit beeinflussen. Und glaub mir andere haben auch nicht immer perfekte Lebenslaufe! Soweit mein ganz persoehnlicher Rat.
Also viel Glueck!!!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17. Mai 2009 21:14 
Offline

Registriert: 07. Dez 2008 17:30
Beiträge: 35
Hallo lillebamsen!

Das mit dem Vestaendnis fuer eine Krankheit ueberhaupt ist schon nicht so einfach fuer Maenner und erst so eine Erkrankung wie Hashi , die ich zum Beispiel nur ganz langsam in vollen Ausmass begriffen habe und werde ich immer noch neue Fragen haben, ist bestimmt schwierig fuer unsere Lebenspartner nachzuvollziehen.
Mein Mann will zum Beispiel ueberhaupt nicht begreifen dass meine Antriebslosigkeit und Muedigkeit mit Hashi zu tun hat. Fuer ihn ist die Loesung ganz einfach.'' Du schlaefst halt zu wenig " sagt er dann. Oder er ist sehr ungeduldig wenn ich etwas nicht sofort kapiere, wenn er mir etwas erklaert. Wenn ich mal wieder so eine Phase habe dass mir alles aus den Haenden faellt, dann bin ich einfach tollpatschig seiner Meinung nach. Und wenn ich das erklaeren will , dann suche ich seiner Meinung nach nur eine Ausrede.
Man kann nur versuchen das nicht allzu tragisch zu nehmen. Denn im Prinzip weiss er schon dass ich krank bin, ich denke er steht dem ganzen auch etwas hilflos gegenueber.
Das sind so meine Erfahrungen liebe lillebamsen

Gruss mano


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Mai 2009 18:58 
Offline

Registriert: 19. Apr 2009 21:06
Beiträge: 10
Wohnort: Asker /Norwegen
Hallo!
Vielen lieben Dank für die Antworten. Habe jetzt das Buch "Leben mit Hashimoto" durchgelesen und bin viel Schlauer als vorher. Und habe mich in vielen Seiten wieder gefunden. Jetzt habe ich es meinem Mann auf´s Auge gedrückt und hoffe das er mich dann noch mehr versteht. Er kennt mich uns weiß das ich kein Fauler Mensch bin aber zwischen durch diese "Sprüche " die er glaube ich nicht böse meint,nerven mich.

Heute war ich beim Arzt und habe meine Werte bekommen. Laut Ultraschall habe ich viele kleine Cysten (laut Arzt normal beim Hashi)!?

Normwerte
FT3 5,3 pmol/l 3,5-7,0
FT4 16,5 9,0-21,0
anti-TPO 297 kE/L 0-100
TSH 0,08 mE/L 0,2-4,5

Jetzt hat er mich auf 125 hoch gestuft und wir hoffen das es dann besser wird.

Viele liebe Grüße
lillebamsen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Mai 2009 20:11 
Offline

Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
ich finde es toll, dass dein arzt nicht nur auf den tsh schaut, denn der ist ja bereits sehr niedrig.

viel wichtiger sind die freien werte und da hast du noch genug spielraum nach oben - was auch eine erhöhung der dosis rechtfertigt. ich wäre froh, wenn ich so einen tollen arzt hätte.

also von zysten bei hashi üblich sein sollten, ist mir eigentlich nichts bekannt. das gewebe ist echoarm und inhomogen, also es verändert sich glaube ich zu bindegewebe (habe ich glaube mal gelesen). aber zysten kommen da nicht vor.

ich wünsche dir alles gute und baldige besserung und viel, viel verständnis von deinem mann und deinem restlichen umfeld

lg
MAUS


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de