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BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 18:26 
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Registriert: 30. Okt 2007 14:16
Beiträge: 164
Hallo Ihr Lieben!

Ihr meint es alle so gut und habt auch, jede für sich, wirklich Recht. Das sollte doch kein Grund zum Streiten sein.

Ich persönlich bin nats für Ihre Stellungnahme sehr dankbar. Von Zeit zu Zeit sollten wir uns daran erinnern, dass ein Großteil der Hashis relativ beschwerdefrei lebt – Gott sei Dank!

Natürlich gibt es auch viele problematische Krankheitsverläufe. Aber diese Diagnose verurteilt nicht zwangsläufig zu einem eingeschränktem Leben mit ständigen Krankenhausaufenthalten.

Es klingt vielleicht blöd, aber ich bin heute fast dankbar das ich „nur“ hashi bekommen habe und nicht einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. So hatte ich wenigstens die Gelegenheit mein Leben wieder aktiv selber in die Hand zu nehmen. Man muss sich natürlich das Wissen über diese Krankheit aneignen und lernen auf sich selbst und seinen Körper zu achten.

Aber ganz wichtig: Wir haben nur ein Leben! Also lebt, habt Spaß und genießt es (oder versucht zumindest ein erfülltes und zufriedenes leben zu leben.)!


LG,

Marianne


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 18:35 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

ich gebe dir vollkommen recht, weil es auch mir sehr gut geht und ich jetzt eine tolle lebensqualtität habe - aber nicht durch positiv denken - sondern durch eine gute hormoneinstellung und viel, viel geduld bis es soweit war.

ausserdem ging es darum sich klarzumachen, dass hashi eine lebenslange erkrankung ist, die langsam fortschreitet und nicht als normale UF, durch knoten oder sonstige ursachen hervorgerufen wird.

und ich möchte nicht , dass unsere unsere neulinge glauben, dass man das superwohlbefinden durch einmal 1/2 dann wieder eine ganze tablette, so wie es einem gerade passt erreicht und auch sein gewicht wieder wie in alten zeiten erreicht.

Maus


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BeitragVerfasst: 05. Sep 2009 14:04 
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Registriert: 07. Aug 2009 9:24
Beiträge: 7
Hallo Maus!

Ich finde es in Ordnung, wenn du der Meinung bist, dass es DIR wichtig ist DEINE Werte bis ins Detail und aktuellst zu kennen.

Ich selbst habe eine UF, ich habe aber inzwischen keine Ahnung, ob ich auch ein Hashi bin. Soweit ich bisher endlich verunsichert bin, bedeutet UF nicht gleich Hashi. Nur so nebenbei erwähnt habe ich mich seit Dezember 2008 mit 1 1/2 Tabletten Thyrex 100µg pro Tag (also 150µg Wirkstoff) erfolgreich selbst eingestellt. Zuvor war ich bis Oktober einige Monate bei 50µg, dann sollte ich nach nicht erfolgter Szintigrafie (könnte ja radioaktiv sein!!!, oder war denn doch eine Maschine zu viel kaputt???) auf 100µg erhöhen. Wenn ich da die Aussage meiner Hausärztin: "Die Schilddrüse ist halt ein bisschen faul." mit so manchem Forumsbeitrag abgleiche, dann möchte ich meinen, dass meine Schilddrüse oberfaul ist.

Nachdem ich nun im Oktober nach verordneter Erhöhung auf 100µg kurzzeitig überhaupt erste (positive) Auswirkungen verspürte (wenig bis kein nächtliches Schwitzen, besseres seelisches Gefühl) hatte ich eher zufällig ein Gespräch mit meiner Mutter. Die hat ebenfalls eine UF. Aber, im Gegensatz zu mir, dadurch plötzlich extreme Gewichtsprobleme gehabt. Bei ihr verordnete die Ärztin von anfänglich 1/2 Tablette (weiß nicht genau welche) bis schließlich 1 1/4 Tabletten. Ab da ging das Gewicht bei gleichzeitig mehr essen wieder zurück.
Daraufhin interessierte mich, was Thyrex überhaupt ist. Schließlich fand ich zum ersten Mal in ein Schilddrüsen-Forum über folgenden Beitrag:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1087199
Im Oktober voriges Jahr hat monaliesa meine eigene Situation perfektestens beschrieben.

Etwas später fiel mir dieser Beitrag in die Hände:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1090580
Damals im Oktober 2008 habe ich die Schwiegermutter gut verstanden. Ich habe damals vielleicht einfach selbst alle Kontakte unterbunden so gut es ging.
Jedenfalls hatte ich keine Gesprächspartner, die mit mir kommuniziert hätten. Zum Glück erinnere ich mich nur noch schwach daran, aber ich glaube es war die gefühlte Einsamkeit: "Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich." Ich selbst war dem Wunsch schon endlich sterben zu dürfen so nahe wie nie. Meine gute geistige Ausbildung hat ermöglicht, meine Gefühle für die Warteposition zu begeistern. Dies ist der alten Frau offensichtlich verwehrt geblieben. Sie hat die negative Spirale in Gang gesetzt, bis zum schwarzen Loch ...

Ich dosiere um 50% mehr als mir angeblich gut tut. Ich habe natürlich nicht von einem Tag auf den anderen und mutwillig um 50% erhöht. Schließlich steht in den Foren auch, dass manche Menschen einige Wochen brauchen, um überhaupt darauf zu reagieren. Alle 2. Tage eine Viertel-Tablette mehr, und dann alle Tage, und so weiter.

Auch habe ich selten aber doch ausprobiert, wie stark sich auswirkt, wenn ich einen Tag mit einem drittel der Dosis (also 50µg) einschiebe, weil ich mich auch ein wenig danach fühlte. Im Juni hatte ich ein besonders freudiges Ereignis zu erwarten. Ich reduzierte auf 1 1/4 Tabletten. Nach 14 Tagen merkte ich, dass meine depressiven Phasen trotz Vorfreude zurückkehren wollten. Also regulierte ich wieder auf 1 1/2. Ich habe mich auch schnell wieder gefangen. Zusätzlich, und das befinde ich als besonders wichtig, habe ich seelische (psychische) Unterstützung durch andere erfahren. Ich bereitete mich intensivst auf ein weiteres Vorstellungsgespräch vor. Dieses verlief positiv, und inzwischen darf ich wieder arbeiten. Die Psyche allein macht's nicht, ich brauche auch Thyrex. Aber ich fühle mich wohl, und erfreue mich wieder meines Lebens.

Und ich kann nats nur vollkommen zustimmen. Ich werde doch meinen Körper besser beobachten können, als irgendein Außenstehender. Und wenn es ein noch so guter Arzt wäre. Ich beobachte meinen Körper 24h am Tag. Diverse Werte sind eine nette Richtlinie, aber nicht die absolute Wahrheit. Vor allem, weil die Zusammenhänge ja noch nicht hinlänglich bekannt sind. Mir bleibt eine große Verantwortung über meinen Körper. Oder warum schreiben so viele Hashis ihre Probleme ins Forum?

Vor etwa 4 Wochen habe ich mich körperlich mehrere Tage extremst angestrengt. In der zweiten Woche mit Extrembelastung hatte ich schönstes Wetter, es gelang mir alles was ich in Angriff nahm auf Anhieb. Ich hatte also alle positiven Einflüsse die ich mir vorstellen konnte. Und am 3. Tag in der zweiten Woche verspürte ich trotzdem dieses seltsam beklemmende, deprimierende Gefühl, das ich schon von früher kannte. Da ich nun hin und wieder Erfahrungswerte von anderen (wie nats) bekommen habe, habe ich für 2 Tage meine Dosis auf 200µg (2 ganze Tabletten) erhöht. Danach noch für 3 Tage auf 175µg gelassen. Und da mein Einsatz geplant zu Ende ging, und mein Körper-Gefühl mir sagte, dass es nun wieder gut sei, pendelte ich ab dem 6. Tag wieder auf meine 150µg ein. Mein Körper reagiert innerhalb von Stunden. Insofern habe ich einen großen Vorteil. Ach ja, wie bemerke ich eigentlich eine Überfunktion?

Aber ich darf nicht von mir direkt auf andere schließen. Hashi und UF sind nicht vergleichbar mit einem Schnitt am Finger. Da kann ich für MICH behaupten, dass ich die Wunde "nur" sofort zu reinigen brauche. Bei MIR genügt etwas Wasser. Anschließend ein gut gesetztes Gewebepflaster (nicht Plastikpflaster). Danach warten und den Finger schonen. Hätte ich da (in Bezug auf andere) etwa schon die Bluter vergessen? Kenne ich da noch ein paar andere Variationen noch gar nicht? Gilt das nur für die Fingerkuppe?

Ich glaube, dass jede(r) so viel Eigenverantwortung mitbringt, dass er/sie mehrere Texte im Forum (in Foren) liest. Aus der Gesamtheit der Texte bilde ICH MIR dann ein Urteil. ICH wäge ab, ob da für MICH etwas zutrifft. ICH akzeptiere, dass Leute in für MICH unverständlichen Situationen sein können. Ich identifiziere mich mit manchen Textpassagen. Mein Unbewusstes lässt dann IN MIR manchmal Gefühle hochkommen, die ich mir nicht erwartet hätte.

Du hast ja recht Maus mit deiner Meinung, aber das gilt für DICH, für DICH ALLEINE, und für sonst niemand. Wenn sich andere Leute mit deiner Meinung identifizieren, werden diese zustimmende Beiträge liefern. Im Märchen "Der gestiefelte Kater" verwandelt sich ein Zauberer in eine Maus, soweit ich mich erinnere ... ich bin da.

Es soll ja Leute geben, die sich nach ihren Werten fühlen. Wenn der Blutdruck am Messgerät unpassend vorgibt, dann ist die Person unpässlich. Egal ob es ihr/ihm vor der Messung noch gut ging. So Leute wie nats werden dringend gesucht und gebraucht finde ich. Wer soll uns denn helfen, wenn nicht die positiv motivierten Leute. Wenn ich einem Tschecheranten nicht vorgebe, wie er sich auch ohne Alkoholkonsum bestens amüsieren kann, wird er es nie ausprobieren. Das sehe ich als Grundgedanke von nats. Wenn ich meine Psyche unbearbeitet lasse, werden die Medikamente keine Wunder wirken können. Aber ohne Medikamente (bei der Schilddrüse) werde ich bei der Psyche wohl auch nur bedingt weiter kommen.
Mit viel Zufall habe ich für MICH nun einen zweiten Transformer gefunden. Und ein Werkzeug für die Psyche, das mich überzeugt - EFT. (Hierzu auch noch ein Link, der mich beeindruckt:
http://www.eft-info.com/text-bibliothek ... /index.php )
Nun kann ich endlich gezielt an meiner Persönlichkeit arbeiten, um in die Gesellschaft zu passen, ohne Angst zu verbreiten. Nur Mäuse sollten sich weiterhin besser in Acht nehmen vor Katzen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen
Manfred


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BeitragVerfasst: 05. Sep 2009 16:34 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Hallo !

Zuerst einmal finde ich es toll welche Mühe du dir gemacht hast, sooooo ausführlich und doch "angriffslustig" gegen meine Person zu schreiben.

Ich denke hier im Forum hat sehr wohl jeder das Recht, seiner Meinung kundzutun - trotzdem erkenne ich sehr "ätzende Worte" auch bzgl meines Nick´s - weshalb auch immer????

Du hast Recht, ich kenne meine Werte - wenn ich z.b. eine UF habe, da ich dann massive Panikattacken bekomme. Diese Symptome fühle ich zuerst und erst danach bestätigt sich die UF nämlich wenn mein TSH auf über 1 liegt.

Ich hatte jahrelang aufgrund meiner unerkannten Hashierkrankung die mit diesen Attacken und jahrelangen Arbeitsunfähigkeit verbunden war, Psychotherapien, Psychomitten, Gesprächstherapien.

Da ja die Ärzte der Meinung waren, es ist alles nur psychisch bedingt und die Probleme (welche auch immer ??-Ärzte wissen anscheinend alles besser) gehören aufgearbeitet. Geändert hat sich natürlich nichts an der Situation.

Tja und dann versagte mein Körper, ich hatte eine massive UF (noch immer unerkannt) ABER mein Körper machte nichtmehr mit - Lidlähmung durch eine Hirnnerventzündgung, sowie zeitgleich eine Magen-darmentzündung. Damals fragt man mich im Spital ob ich wußte, dass ich mit der SD krank bin !!! Oja ICH wußte bzw. merkte es ja schon jahrelang - aber keiner glaubte mir, wenn ich sagte, dass in meinem Hals etwas nicht stimmt, ich immer krank bin usw..... Erst das Thyroxin brachte endlich meinen Körper nach und nach zur Ruhe - jedoch mit einer Einstellungszeit von 1 1/2 Jahren.

Mittlerweile geht es mir meistens wieder sehr gut, aber ich muss weiter auf meinen Körper hören und auch danach reagieren mit eine Dosisänderung. Ich habe viele Jahre an Lebensqualität verloren und freue mich jetzt endlich wieder berufstätig zu sein - mir wurde ja schon geraten auf Frühpensi anzusuchen - was ich aber auf keinen Fall wollte. Wozu auch??? Ich bin ein lebensbejahrender und lebensfroher Mensch und weiß, wie es mir bei einer schlechten Einstellung u.U wieder ergehen kann.

Viele haben Glück und merken garnicht, dass sie SD-erkrankt sind, leben mit oder ohne Hormone und gehen auch nur alle paar Jahre zur Kontrolle. Ich weiß, was ich beachten muss und versuche anderen eine Hilfestellung zu geben.

Wenn dir meine Beträge nicht zusagen, dann les sie einfach nicht.

Besser wäre es allerdings, dich ebenso mit Beiträgen an diesem Forum zu beteiligen und positive Einträge zu leisten. ich glaube so mancher Betroffene wäre dir dankbar.

Es bleibt jedoch jedem hier selbst überlassen ob er meine Beträge liest, eventuell daraus Infos und Hilfestellung bekommt - oder MAUS in ihrem MÄUSELOCH läßt.

Danke
MAUS


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BeitragVerfasst: 05. Sep 2009 17:30 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
ich finde, jeder einzelne beitrag hat etwas gutes für sich (bis auf persönliche angriffe)!

und wenn man sich die beiträge durchliest, merkt man wieder, dass JEDER einzelne einzigartig ist - in jeder hinsicht. der eine fühlt sich mit dem medikament wohl, der andere mit der dosierung, der eine braucht die kontrolle und zahlen, der andere vertraut ganz auf sich und seinen spürsinn - wichtig ist doch, dass sich jeder wieder wohlfühlt und mit und für sich glücklich ist oder?

für neulinge (wie mich) ist es sicher gut, sich zuerst mal mit den ganzen fachausdrücken anzufreunden und zu lernen, was die krankheit wirklich für einen bedeudet.
bis bei mir die diagnose festgestellt wurde, war ich geplagt von unzähligen symptomen und mir wurde zuerst mal dapidar gesagt: sie haben eine depression? ICH? die lebenslustige, humorvolle, quirrlige, vollberufstägige frau habe eine depri? NIEMALS! ich hab gewusst, dass es was anderes sein muss und habe antidepressiva dankend abgelehnt und bin weiter von arzt zu arzt.
als ich endlich die diagnose und die tabletten in der tasche hatte, war ich anfangs zufrieden - jetzt werden sie geholfen *g* - 9 monate nahm ich thyrex50 1/2 tablette, aber es hat sich nichts verändert - komisch! bei der kontrolle wurde festgestellt, dass es sich verschlechtert hat und ich muss die dosis verdoppeln - wieder hat sich kaum was verändert. ich hab dann auf eigene faust bis zur doppelten dosis erhöht (innerhalb ein paar wochen) und siehe da mir gings immer besser. dann bin ich auf dieses forum gestossen und mir wurde klar, dass ich nicht 1 jahr bis zur kontrolle warten muss, sondern lies meine werte jetzt überprüfen - und siehe da, meine werte sind im normalbereich. zwar noch nicht optimal, aber auf jeden fall besser, als wäre ich bei der niedrigen dosis geblieben!

hätte ich auf den arzt gehört, würde ich jetzt immer noch die halbe dosis nehmen, mich schlecht fühlen und ende des jahres erfahren, dass ich doch weiter erhöhen muss, um gute werte zu haben!
und ich hätte 1 ganzes jahr völlig umsonst alle doofen symtome ertragen müssen!

kontrolle ist wichtig und seinen eigenen körper kennen ist auch wichtig - beides zusammen kann schon fast perfekt sein!

wünsche allen einen schönen samstagabend
lg claudia


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BeitragVerfasst: 12. Sep 2009 23:24 
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Registriert: 07. Aug 2009 9:24
Beiträge: 7
Hallo ihr Lieben,

diesmal auch liebe Maus.

Ich bin ganz fasziniert und glücklich über beide Antworten nach meinem Beitrag. Ich fühle mich nun (schon fast ewig, also bald mehrere Monate) ziemlich konstant gut (fröhlich). Mir blieb offensichtlich eine Schwankung in die Überfunktion erspart. Mein Körper reagiert sonst auch recht robust im Vergleich zu anderen Mitmenschen. Nur meine Seele dürfte vielleicht etwas empfindlicher sein, als bei so manchem.

Aber wie gesagt, ich fühle mich nun auch seelisch konstant.

Zu euren beiden Beiträgen will ich noch bemerken:
Ich habe mich in beiden Beiträgen zu einem kleinen Teil selbst wieder finden können. So habe ich das Gefühl, auch Maus zu verstehen. Beide Beiträge haben mich einfach positiv gestimmt. Es ist durchaus eine Steigerung im Wohlfühlbereich möglich, auch wenn ich schon sehr hoch oben bin. Diese Texte haben das geschafft. Gratulation!

Im Vergleich zu vielen SD-Betroffenen habe ich auch viel Glück gehabt, meine ich. Meine Hausärztin hat bei einer Vorsorge-Untersuchung (nach 8 Jahren dachte ich mir, es wäre wieder Zeit) die Schilddrüsenparameter mit untersuchen lassen. Ist nicht selbstverständlich, soweit ich mitbekommen habe. Damals hatte ich TSH 9,67 bei 0,2 bis 5,0; freies T3 3,71 bei 1,64 bis 5,2 und freies T4 0,66 bei 0,71 bis 1,85.

Daraufhin schickte sie mich zum Ultraschall. Dieser Onkel Doktor schrieb als (verständlichstes) Ergebnis: "Gering vergrößerte ... Schilddrüse (Thyreoditis?)"

Danach prüfte meine Hausärztin noch einmal speziell die Schilddrüse. Diesmal ergab der TSH 11,81; freies T3 3,63; freies T4 1,24.
Zusätzlich wurden Mirkosomale-AK >1300 bei Grenze <80 ausgewiesen, und Thyreoglobulin-AK 322,7 bei Grenze <100. Auch TSH-Rezeptor-AK <8 bei 0 bis 15 habe ich im Befund entdeckt. Was immer die drei zusätzlichen Werte bedeuten könnten.

Ich begann mit einer verordnet halben Tablette. Zwei Monate später waren TSH, fT3 und fT4 im Normbereich. Noch einmal 3 Monate später setzte ich zwei Tage vor einer geplanten Szintigraphie die Medikament-Einnahme aus. Die Szintigraphie wurde nicht durchgeführt. Das Ergebnis der Blutuntersuchung ergab diesmal einen TSH 5,4 bei 0,25 bis 4,0; fT3 4,0 bei 1,8 bis 4,2; fT4 1,1 bei 0,8 bis 1,9; TG-AK 865 bei 1 bis 80; TPO-AK >1000 bei 1 bis 100.
Dieses Ergebnis führte zum Vorschlag: "... empfehlen wir Steigerung auf nunmehr 1 Tbl. Thyrex 100µg täglich, ..."

Bei meiner bisher letzten Blutuntersuchung ergab sich für TSH 0,11 bei 0,2 bis 5,0; fT3 3,81 bei 1,64 bis 5,2; fT4 1,6 bei 0,71 bis 1,85. Ich hatte am Tag der Blutabnahme genauso mein Tablette eingeworfen, wie an den anderen Tagen. Außerdem hatte ich auf 1 1/4 Tabletten pro Tag gesteigert. Woraufhin meine Hausärztin sofort meinte, ich solle unbedingt wieder auf eine Tablette pro Tag reduzieren.

Ich bin zwar von der Kompetenz dieser Ärztin überzeugt. Sie hat mir auch einiges an Leidensweg erspart, schätze ich. Bei der Schilddrüse lasse ich mir aber nicht so gerne vorschreiben, mit welcher Dosis ich mich gut zu fühlen habe. Ich bezahle so manchen Arzt nur indirekt über die Krankenkasse, was aber nicht heißt, dass ich bezüglich zu erbringender Leistungen diktiert werden dürfte. Da missverstehen viele Ärzte ihre Stellung im System. Es täte den Patienten gut, mehr Beratung und Aufklärung und Eigenverantwortung zu bekommen. Da hakt es dann natürlich auch in den steinzeitlichen Richtlinien bei den Krankenkassen.

Aufgrund meiner positiven Erfahrungen mit mir selbst, und der immer gleichen Grundessenz in so vielen Beiträgen zu Schilddrüsenproblemen bin ich nun sehr überzeugt, dass die Ärzteschaft noch eine Menge (Forschungs-)Arbeit vor sich hat.

Wenn von einem Arzt ein kleiner Hinweis auf das Internet (mit den Foren) kommen würde, wäre das zum Beispiel eine bahnbrechende Neuerung, denke ich. Das passt natürlich sicher nicht zu diktatorischer Vorgehensweise, mit totaler Ungleichverteilung der Mittel. Wo blieben denn da die herausragenden Vorteile einzelner. Dann würden Patienten plötzlich nicht mehr nur empfangen, sondern mit Ärzten diskutieren. Daraus ergäbe sich immer öfter eine Rückmeldungsschleife, die zu neuen Erkenntnissen führen würde. So manche Forschung verliefe noch erfolgreicher.

Inzwischen habe ich gehört, dass die Patienten ein Recht auf schmerzfreie Behandlung haben. Was immer damit definiert sein mag, die falsche Behandlung der Schilddrüse dürfte da nicht inkludiert sein, sonst kann ich mir die vielen negativen Beiträge nicht erklären.

Ich bin zwar faul im lesen, dafür umso fleißiger im schreiben. Ich hoffe, dass die lesefreudigen Menschen mit diesem Beitrag positiv beeinflusst werden. Allerdings werde ich in der näheren Zukunft (aus Zeitmangel) nur selten weitere Beiträge verfassen.

Mit aufmunternden Grüßen
euer KaterManfred


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2009 10:45 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
KaterManfred hat geschrieben:


Bei meiner bisher letzten Blutuntersuchung ergab sich für
TSH 0,11 bei 0,2 bis 5,0;
fT3 3,81 bei 1,64 bis 5,2;
fT4 1,6 bei 0,71 bis 1,85.

Ich hatte am Tag der Blutabnahme genauso mein Tablette eingeworfen, wie an den anderen Tagen. Außerdem hatte ich auf 1 1/4 Tabletten pro Tag gesteigert. Woraufhin meine Hausärztin sofort meinte, ich solle unbedingt wieder auf eine Tablette pro Tag reduzieren.

Mit aufmunternden Grüßen
euer KaterManfred


Hallo Kater !

Zuerst einmal dankeschön für deinen Eintrag und die besänftigenden Worte.

Du solltest auf keinen Fall vor der Blutabnahme die Hormone einnehmen, da dies die Werte beieinflusst, speziell T4.

Ausserdem liegen deine freien Werte (trotz Einnahme) ganz gut, nämlich bei
fT3 60,96 % und
fT4 78,07 %

TSH ist noch nicht supprimiert und ich sehe keinerlei Anlass deine Dosis zu reduzieren - vorallem wenn es dir jetzt gut geht.

Ärzte empfehlen bei Hashi einen TSH-Wert zwischen 0,5 und 1,0. Nach Patientenerfahrungen lässt sich leider nicht für alle so ein zufriedenstellender Zustand erreichen:

laut (Umfrage siehe unten)fühlt sich die Mehrzahl erst bei freien Werten im oberen Drittel der Normwertskala wohl.
Dies kann eine Supprimierung des TSH zur Folge haben, ohne dass eine echte SD-Hormon-Überdosierung empfunden wird oder besteht!!!!!!

Folgende Umfrage bestätigt dies:

http://www.ht-mb.de/forum/poll.php?do=s ... pollid=191

Ich kann dem selbst ebenfalls nur zustimmen, wobei ich sehr wohl auch merke, wenn fT3 höher liegt als fT4 und ich dann wieder arge Augenprobleme bekomme.

Bei dir wurden auch die "Antikörper" getestet, welche eigentlich Hashimoto bestätigen.
Um diese zu senken, wird empfohlen 200 µg Selen und 40 µg Zink einzunehmen, wobei die Dosis varieren kann!!

Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag und alles Gute
MAUS


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2009 20:28 
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Beiträge: 12
an nats:

danke für deinen beitrag, der baut einen doch wieder etwas auf...

ich hab diesen komischen hashimoto seit einem jahr.. mein arzt behauptet, ich bin gut eingestellt, trotzdem hab ich sämtlich zeichen einer unterfunktion, meine haare rieseln nur so und seit einem halben jahr hab ich so gut wie keine augenbrauen mehr....

ich hab das gefühl dem arzt geht das auf deutsch gesagt am A....vorbei, wenn die werte so halbwegs passen ist ihm egal dass ich immer noch haare verlier, ständig nackenschmerzen hab, immer mehr zunehm usw.

ich hab jetzt eigenmächtig die tabletten wieder auf eine ganze/tag erhöht, weil ich mich mit abwechselnd 1/2, 1 ganze einfach nicht wohl fühl...

seit ich den beitrag von nats gelesen hab fühl ich mich noch mehr bestätigt...

vielleicht sollt man wirklich einfach auf seinen körper hören und nicht nur stur tabletten einnehmen....meistens weiss bzw. spürt man sowieso wie mans richtig macht...

nur das mit den augenbrauen macht mich nicht gerade glücklich, ich seh einfach nur mehr krank aus.... :-(

ist das normal?????

danke für eure antworten
l.


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BeitragVerfasst: 14. Sep 2009 9:23 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
lalelu hat geschrieben:

nur das mit den augenbrauen macht mich nicht gerade glücklich, ich seh einfach nur mehr krank aus.... :-(

ist das normal?????

l.


Guten morgen !

Es gibt Studien die belegen, dass Hashimoto-Patienten vorzeitig graue/weiße Haare bekommen.

Das Phänomen der ausfallenden Augenbrauen an den äußeren Enden wird auch als Herthoge-Syndrom bezeichnet.


Auch blasse, fahlgelbe Haut (gelbe Handflächen!), Haarausfall (diffus, äußeres Drittel der Augenbrauen), teigige Schwellungen (Lider, Lippen, Hände, Beine) und dicke Zunge können auf die Störung hinweisen.

Ich selbst habe seit ca 14 Jahren Hashi, jedoch erst seit 3 Jahren behandelt. Mein Gewicht schwankte früher, als ich noch kein Throxin bekam +/-10 KG - seitdem ich jedoch substituiert werde, habe ich insgesamt 14 Kilo zugenommen und es gelingt mir nichtmehr mein altes Gewicht wiederzuerlangen. Ich habe z.b. in einer argen UF 9 Kilo ohne ersichtlichen Grund abgenommen, und eine ÜF bewirkt wie oft beschrieben keinerlei Gewichtsabnahme.

Jedoch habe ich für mich entschieden, lieber mehr Gewicht auf den Rippen zu haben, als wieder all die argen Symptome, die mir und meinem Körper enorm zugesetzt haben.

Wie sind dein deine letzten Werte gewesen - es heißt ja nicht, dass wenn der Arzt sagt, du bist gut eingestellt, es auch auf dich und dein Befinden zutreffen muss. 'Viele Ärzte sind schon zufrieden, wenn die Werte in der Norm sind - eine Dosiserhöhung aber auf jedenfall noch drinnen wär.

Ich stimme einer gleichbleibenden Dosis auf jedenfall zu, ein tägliches auf und ab, würde mir selbst nicht guttun. Sei aber vorsichtig, dass du dich nicht in eine ÜF katapultierst. Daher wäre es gut in einigen Wochen neue Werte machen zu lassen.

Vielleicht könnte ja der eine oder andere von uns eine Mailadresse in seinem Profil eingeben, damit man für private Fragen oder Hilfestellung erreichbar ist. (Ist nur eine Idee von mir). Leider gibt es hier ja nicht wie im deutschen Forum die Möglichkeit eine PN zu hinterlassen.

LG
MAUS


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BeitragVerfasst: 15. Sep 2009 20:37 
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Registriert: 27. Okt 2008 22:41
Beiträge: 12
Es gibt Studien die belegen, dass Hashimoto-Patienten vorzeitig graue/weiße Haare bekommen.

hab ich auch....

Das Phänomen der ausfallenden Augenbrauen an den äußeren Enden wird auch als Herthoge-Syndrom bezeichnet.

und wann sollt sich das wieder bessern, wenn ich doch schon tabletten nehm??

Auch blasse, fahlgelbe Haut (gelbe Handflächen!), Haarausfall (diffus, äußeres Drittel der Augenbrauen), teigige Schwellungen (Lider, Lippen, Hände, Beine) und dicke Zunge können auf die Störung hinweisen.

Ich selbst habe seit ca 14 Jahren Hashi, jedoch erst seit 3 Jahren behandelt. Mein Gewicht schwankte früher, als ich noch kein Throxin bekam +/-10 KG - seitdem ich jedoch substituiert werde, habe ich insgesamt 14 Kilo zugenommen und es gelingt mir nichtmehr mein altes Gewicht wiederzuerlangen. Ich habe z.b. in einer argen UF 9 Kilo ohne ersichtlichen Grund abgenommen, und eine ÜF bewirkt wie oft beschrieben keinerlei Gewichtsabnahme.

Jedoch habe ich für mich entschieden, lieber mehr Gewicht auf den Rippen zu haben, als wieder all die argen Symptome, die mir und meinem Körper enorm zugesetzt haben.

Wie sind dein deine letzten Werte gewesen - es heißt ja nicht, dass wenn der Arzt sagt, du bist gut eingestellt, es auch auf dich und dein Befinden zutreffen muss. 'Viele Ärzte sind schon zufrieden, wenn die Werte in der Norm sind - eine Dosiserhöhung aber auf jedenfall noch drinnen wär.

Ich stimme einer gleichbleibenden Dosis auf jedenfall zu, ein tägliches auf und ab, würde mir selbst nicht guttun. Sei aber vorsichtig, dass du dich nicht in eine ÜF katapultierst. Daher wäre es gut in einigen Wochen neue Werte machen zu lassen.

wie meine letzten werte sind weiss ich leider nicht. das läuft bei mir immer so ab - blutabnahme, arzt bekommt befund, ruft mich an und sagt mir obs passt oder nicht....werd jetzt allerdings den arzt wechseln weil ich fühl mich einfach nicht wirklich gut aufgehoben....in der ÜF war ich noch nie, welche symptome hat man da???? beimletzten mal als ich auch - ohne dass der arzt es wusste - 1 ganze tabl. nahm statt abwechselnd 1/2, 1, hat der arzt gesagt der wert is ein bissl "streng" eingestellt, da war mein tsh glaub i bei 0,36 und ich glaub bis 0,5 oder so is normal hat ermir damals erklärt, da hatte ich mich aber gut gefühlt. fühl mich erst mies seit ich seinen tip mit der halben tbl. beherzigt hab und mach es jetzt auch nicht mehr...

Vielleicht könnte ja der eine oder andere von uns eine Mailadresse in seinem Profil eingeben, damit man für private Fragen oder Hilfestellung erreichbar ist. (Ist nur eine Idee von mir). Leider gibt es hier ja nicht wie im deutschen Forum die Möglichkeit eine PN zu hinterlassen.
gute idee.....werd ich machen...

lg und danke!
LG
MAUS[/quote]


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