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BeitragVerfasst: 20. Okt 2011 18:56 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo an alle sd-operierten

nachdem mein mann wie berichtet am 13.10. im kh barmh.schwestern operiert wurde, habe ich nun ein paar fragen an euch.

leider klappte bis heute wo er endlich entlassen wurde (siehe anderen tread) mit der kommunikation arzt/patient/angehörige absolut nicht.

nun zu meinen fragen: zuerstmal zum endbefund
histologie: nach paraffinaufarbeitung des gefrierschnittmaterials und des restmaterials, entspricht der beschriebene knoten, welcher von einer zarten durchgehenden kapsel umschlossen ist, einem makrofolliculären adenom.
für malignität findet sich kein hinweis. das umliegende schilddrüsengewebe ist entzündungsfrei. an einer stelle findet sich der knoten zystisch regressiv verändert.
der re.schilddrüsenlappen ohne knotenbildung ist entzündungsfrei.


diagnose: makofolliculäres adenom, teilweise regressiv verändert, kein hinweis für malignität.

wir wußten jedoch, dass re struma ist und dieser lappen bis auf einen kleinen rest ebenfalls entfernt werden muss !!!

bitte um erklärung des befundes !!

die chirurgin meinte mein mann soll ein paar tage 1/2 50µg euthyrox und danach eine ganze also 100µg nehmen.
heute nachdem er ja neuerlich wegen dem fieber im spital war und entlassen wurde, steht im entlassungsbefund plötzlich er soll 50µg L-thyroxin nehmen (jedesmal bekam er da rezept dazu).

na was jetzt????? 50µg, 100µg ?????
euthyox, L-thyroxin???

seine werte waren 3 tage nach der op, ohne dass er jemals mit den hormonen noch begonnen hatte:
TSH 0.27 (0.40-4.00)
fT4 22.24 (10.00-25.00) = 81,66 %
fT3 3.62 (2.80-8.00) = 17,77 %

ich verstehe, dass jetzt mal ein hormonchaos herrscht - aber im großen und ganzen sind doch die sd-werte bis auf fT3 sehr schön.
jetzt weiß ich nicht, wieweit es überhaupt sinnvoll ist auf 100µg zu gehen und ob dies auf wirklich gewünscht war - mein mann hatte ja so hohes fieber und die narkosenachwirkungen sind auch noch da.

würde mal sagen er soll weiter bei 50µg bleiben NUR ist das problem, dass die chirurgin erst in 3 !!! monaten wieder sehen will und zwischendurch keinerlei kontrolle erfolgt.

ich bin noch immer der meinung, dass in diesem spital das reinste chaos herrscht. auch heute wurden medikamente im befund angeführt, die er keinesfalls einnimmt oder genommen hat, da er seine eigenen medis wegen dem blutdruck mit hatte.

ebenso hatte man ihm am sonntag bei der 1.entlassung gesagt er soll jetzt mal 10 tage maxikalz 1000 nehmen und dann sei schluss.

im heutigen befund steht er soll täglich 500 über 14 tage nehmen - also da blick ich wirklich nicht durch. die chirurgin ist nicht erreichbar und und man will mir einfach dazu keine auskunft geben.

na da kann ich eigentlich nur froh sein mit "hashimoto" gesegnet zu sein und nicht operiert werden zu müssen.

lg
MAUS


Zuletzt geändert von Maus am 22. Okt 2011 16:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 12:33 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo, ich noch mal !

habe heute nochmals im spital angerufen und nachgefragt, wie das jetzt mit der dosis ist, da ich eigentlich der ansicht bin, dass anhand der gemachten werte sicherlich 100µg zu hoch sein wird.

die fr.OA hat sich nochmals die befunde angesehen und mir ebenfalls bestätigt, dass 50µg ausreicht, er könne sich jetzt entscheiden ob euthyrox oder thyroxin. nachdem ich aber bereits euthyrox nach der ersten entlassung besorgt haben, wird mein mann auch dabei bleiben.

wegen dem maxikalz habe ich ebenfalls nochmals nachgefragt und man ist jetzt zu dem schluss gekommen, dass er doch nicht wie seinerzeit entschieden 1000mg 10 tage lang nehmen soll, sondern 500mg und das 20 tage.

somit wäre das mal geklärt. wir haben aber jetzt beschlossen nicht 3 monate abzuwarten und danach wie angegeben zur chirurgin zu gehen, sondern nach 5-6 wochen zum dr.zettinig zu gehen, der ihn ja auch zur op überwiesen hat.
er soll die einstellung und kontrollen vornehmen - wie er es auch bei mir seit jahren macht.

ich hoffe, dass eine spitalseinweisung in dieses spital nicht mehr sein muss.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 14:46 
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Registriert: 21. Okt 2011 11:13
Beiträge: 11
Hallo,

ich hatte vor 9 Tagen eine ganz ähnliche Operation (allerdings komplette Entnahme der SD) mit beinahe identischem Befund. Bei mir lief glücklicherweise alles fast optimal, nach 2 Tagen schon beinahe beschwerdefrei und seit gestern wieder voll in der Arbeit.

Zum Befund: ich denke das einzige wirklich wichtige ist, dass kein Hinweis auf ein Karzinom besteht. Mein Arzt erklärte mir, dass alle anderen Informationen den spezifischen Charakter der Knoten und der SD erklären, aber nach Entnahme nicht wirklich eine praktische Relevanz für den Patienten haben, so lange nicht maligne.

Ich hatte in den ersten Tagen 50mcg Thyroxin erhalten was nach Entlassung auf 100mcg erhöht wurde. Aber wenn ich richtig verstanden habe, hat Dein Mann ja noch einen Rest SD, wahrscheinlich reicht deshalb die niedrige Dosis?

Ich soll nach ca. 6-7 Wochen zu Dr. Zettinig bezüglich genauer Einstellung gehen, der Plasma-Effekt von Neueinstellung und Dosisänderungen soll sich erst frühestens nach 6 Wochen eingependelt haben, vorher macht es also nicht viel Sinn.

Die Calcium-Frage ist auch interessant. Ich soll 4 Wochen lang 1000mg nehmen, ich denke das ist aber rein prophylaktisch da ich nicht glaube, dass meine Nebenschilddrüsen irgendwie beschädigt wurden, aber so lange es mir nicht schadet...

Falls Du noch Fragen hast, kennst Du eigentlich das deutsche Forum "Leben ohne Schilddrüse" (www.sd-krebs.de). Klingt zwar etwas abschreckend, die haben aber auch unheimlich viel Informationen für SD-Patienten ohne Krebs und man bekommt auch sehr schnell Antworten auf offene Fragen.

Alles Gute!
Andreas


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 15:35 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo andreas !

ich kenne alle foren, aber da wir aus österreich kommen ist dies "mein" hauptforum.

nachdem bei dir die ganze sd entfernt wurde, wäre es schon interessant, wieviele nebenschildldrüsen erhalten blieben bzw transplantiert werden mussten. bei meinem mann sind angeblich all 4 da, aber eben beleidigt. normalerweise sagt man bei uns im "hashiforum", dass es sinnvoll ist alle 4-6 woche eine kontrolle machen zu lassen. daher denke ich wir werden in etwas 5-6 wochen, also bevor mein mann wieder arbeiten geht zum zettinig gehen.

er darf 6 wochen nicht schwer heben und soll nur spazierengehen. also ehrlichgesagt, verstehe ich nicht, dass du jetzt bereits wieder arbeitest - bist du selbstständig??

mein mann ist schwerarbeiter und derzeit geht absolut garnichts. das hohe fieber welches er die letzten 4 tage hatte, hat seine letzten kraftreserven aufgebraucht, er hat knapp 5 kilo seit der einweiung ins spital, als am 12.10. abgenommen.
mehr als daheim ein bisserl auf und ab zu gehen ist derzeit nicht drinnen. auch der allergische ausschlag am ganzen gesäss ist noch nicht weg - aber zumindest besser.

ich versteh nur nicht, wie mein mann oder auch du mit einer niedrigen dosis auskommen und ich mit meinem hashimoto seit 2 jahren 125µg nehme.

alles gute
MAUS


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 15:51 
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Registriert: 21. Okt 2011 11:13
Beiträge: 11
Hallo,

bei mir wurden laut Chirurg alle Nebenschilddrüsen erhalten und da ich keinerlei Krämpfe, Zittern oder ähnliches nach der OP hatte gehe ich mal davon aus, dass sie auch nicht allzu beleidigt wurden.

Ja, mir gings wirklich super schnell. Hab schon nach 3 Tagen wieder Spaziergänge gemacht und fühle mich jetzt fast wie vorher. Allerdings hab ich hauptsächlich einen Schreibtischjob muss mich also wenig körperlich belasten.
Mein Arzt meint aber, dass ich jetzt wieder langsam mehr heben kann und in einer Woche auch wieder mit Sport beginnen.

Bezüglich Dosis bin ich mal gespannt, was in 6 Wochen bei der Untersuchung rauskommt. Der Arzt meinte aber schon beim ersten Gespräch, dass er sich ziemlich sicher ist, dass ich 100mcg brauche.

Ich hoffe Deinem Mann geht's bald besser!

Viele Grüsse
Andreas


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 15:57 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
mein mann bekam nach der operation bis am abend sauerstoff.
bzgl der stimme gabs keinerlei probleme nur etwas tiefer scheint er zu klingen.
ebenso muss er sich sehr oft räuspern und hustet dann sogut es geht.

sein kalziumspiegel war grenzwertig, daher auch die unterstützung von maxikalz.

man kann jetzt eh nur abwarten. wo bist du denn operiert worden? mein mann bei den barmh.schwestern operiert, wobei dr.zettinig ihm dieses krankenhaus und auch die chirurgin empfohlen hat. leider haben wir keine so guten erfahrungen gemacht - würde ich also nicht unbedingt weiterempfehlen.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 16:09 
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Registriert: 21. Okt 2011 11:13
Beiträge: 11
Interessant, war auch zuerst bei dieser Chirurgin bei den barmh. Schwestern. Ich fand sie zwar sehr kompetent, aber richtig "warm" wurde ich nicht mit ihr, auch dass sie mir erzählte, ihre Klinik hätte gerade eine Untersuchung gemacht, dass craniale Knoten häufiger bösartig wären und einer meiner Knoten cranial sei hat nicht wirklich zu meiner Beruhigung beigetragen...

Bin dann zu Dr. Prager um eine Zweitmeinung einzuholen und das war dann ein Volltreffer, von der optimalen Aufklärung (inkl. Zeichnung meiner SD mit Knoten) bis zur OP.

Viele Grüsse
Andreas


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 16:50 
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Registriert: 05. Sep 2011 17:31
Beiträge: 47
@ andreas: ich bin grad total hin und weg, dass du schon wieder arbeiten bist! :shock: das hätte ich nicht geschafft. wow.

@ maus: leider kann ich dir da nicht weiterhelfen. es ist aber gut zu hören, dass es deinem mann zumindest etwas besser geht. man muss sich immer denken, dass es mit jedem tag besser wird!

wegen dem kalzium - zu mir hat sie damals gesagt, dass es schon zwei wochen dauern wird, bis das sich wieder alles normalisiert.

ich wünsche noch gute besserung!!


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BeitragVerfasst: 22. Okt 2011 17:14 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
kann mir bitte wer den befund erklären?

histologie: nach paraffinaufarbeitung des gefrierschnittmaterials und des
restmaterials, entspricht der beschriebene knoten, welcher von einer zarten
durchgehenden kapsel umschlossen ist, einem makrofolliculären adenom.
für malignität findet sich kein hinweis. das umliegende schilddrüsengewebe
ist entzündungsfrei. an einer stelle findet sich der knoten zystisch
regressiv verändert.
der re.schilddrüsenlappen ohne knotenbildung ist entzündungsfrei.

diagnose: makofolliculäres adenom, teilweise regressiv verändert, kein
hinweis für malignität.

was heißt regressiv verändert?

die narbe ist 7 cm lang, ich habe heute nachgemessen - ist das eine normalgroße schnittführung??

lg MAUS


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BeitragVerfasst: 23. Okt 2011 14:26 
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Registriert: 21. Okt 2011 11:13
Beiträge: 11
Hallo,
Mein Arzt erklärte mir, dass regressive Knoten Einblutungen oder Verkalkungen hätten, anscheinend ganz häufig bei kalten Knoten und wenn ich ihn richtig verstanden habe sogar eine Art 'Abgrenzung' zum Malignom.

Im Internet hab ich eine ganz ähnliche Erklärung gefunden:

Eine Zyste ist ein Hohlraum im Gewebe, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Sie erscheint im Ultraschall echoleer, also schwarz. In diese Zysten kann es einbluten oder Verkalkungen können sich bilden, dann spricht man von regressiven Veränderungen. Die Zyste erscheint also nicht mehr schön schwarz sondern hat Schlieren oder Kalk, der den Schall sehr stark reflektiert und hell erscheint. Ähnliches kann auch mit Schilddrüsenknoten geschehen.

Habe gerade mal meinen Schnitt nachgemessen, ist nur 4cm lang was mich sehr überrascht hat. Meine SD war ja fast doppelt so gross wie normal, frag mich wie er sie da rausbekommen hat. Dafür hab ich aber noch einen kleinen Bluterguss um den Schnitt, der sich erst langsam verteilt. Stört aber zum Glück nicht weiter.

Hoffe das hilft, geht's Deinem Mann inzwischen etwas besser?

Viele Grüße
Andreas


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