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BeitragVerfasst: 05. Jan 2005 22:31 
Hallo!
Gott sei dank habe ich euch gefunden!! Am 15. Dezember ist meine Schilddrüse fast zur Gänze entfernt worden. Ich hatte einige Knoten, zwei davon waren "kalt". Zum Glück war noch nichts bösartig. Die OP verlief völlig reibungslos und ich hatte nie Schmerzen. Auch meine Narbe ist wirklich schön ( was allerdings im Moment für mich absolut nicht relevant ist). Die ersten 2 Wochen nahm ich eine halbe Thyrex, die ich auch gut vertragen habe. Danach sollte ich auf 1 Tablette erhöhen. Damit begann dann die Misere. Die ersten zwei Tagen waren okay, der dritte Tag schon der Horror. Angstzustände, Schmerzen in der Herzgegend (stechen), desorientierung, Kreislauf ging auf und ab, Schweißausbrüche etc. Jedenfalls saß ich am 4. Tag schon bei meinem Hausarzt. Der meinte ich sollte wieder auf die halbe Dosis zurückgehen. Gesagt getan. So jetzt ist glaub ich alles durcheinander. Jetzt fühlt sich mein Kopf an wie in Watte gepackt und sämtliche Umwelteinflüsse scheinen mit 5 sek. Verspätung in mein Gehirn vorzudringen. Was soll ich machen?? Wieder zum Arzt, oder abwarten?? Ist dieser Zustand anfangs normal?? Mir kommt irgendwie vor nicht richtig wach zu sein. Ist das eine Unterfunktion?? Kann mir irgendetwas passieren?? Ich könnte nur noch heulen. Außerdem hab ich Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung) die mir auch seit Jahren immer wieder zusetzt, und daher habe ich auch noch extremes Untergewicht. So gesehen wäre es ein wahrer Segen wenigstens in nächster Zeit durch die Schilddrüsenhormone zuzunehmen.
Würde mich wirklich freuen von irgendjemand aus diesem Forum zu hören. Vielen Dank. Dina


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BeitragVerfasst: 06. Jan 2005 11:49 
Hallo Dina,
auf deine Fragen kann ich dir leider keine Antworten geben, da ich noch nicht operiert bin (Operation steht in Kürze an)
Was mir aber auffällt, daß du auch eine Darmentzündung hast. Ich selbst leide unter Colitis ulcerosa. Auch in der Selbsthilfegruppe habe ich schon einige kennengelernt, die an einer CED und an einer Schilddrüsenerkrankung leiden. Eigentlich würde doch eine dieser miesen Krankheiten reichen!!!!
Ich wünsche dir viel Gesundheit und Kraft
Liebe Grüße
Ines


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BeitragVerfasst: 07. Jan 2005 9:50 
Hallo,

Schnauf mal ruhig durch, mach dir keine Panik und vor allem laß deinem Körper Zeit!!!
Bereits 4 Tage nahc der Erhöhung der Dosis wieder zu reduzieren (und das vom Hausarzt empfohlen) halte ich für unverantwortlich! Denk daran, dass fast deine ganze SD entfernt wurde, da hat dein körper ganz schön viel zu tun einen normal Zustand wieder herzustellen und auch die "fremden" Hormone zu akzeptieren! Ich erzähl dir mal wie es mir ergangen ist: total Entfernung der SD + 14 Lymphknoten (Diagnose Krebs). Ich war nach der OP bis ich richtig eingestellt war ein halbes Jahr wie unter Trance. Hab mein Umfeld nur begrenzt wahrgenommen, alles war unheimlich verlangsamt, so als ob das Gehirn gar nicht verstehen würde, was um einen herum geschieht.
Mein Erinnerungsvermögen (Kurzzeitgedächtnis war irgendwie gar nicht vorhanden).Bin mir schon richtig blöd vorgekommen, weil ich alles vergessen hab (wie ein altes Mutterl). Heute, wenn ich zurückblicke, finde ich, war das auch gut so, denn sonst hätt ich mir wahrscheinlich was angetan, nach dieser Diagnose, und so war ich damals zu träge, zu weit weg von der realen Welt um an so was zu denken.
Jetzt ist es ein Jahr her - und wie gesagt erst ca nach einem halben Jahr nach der OP, konnt ich sagen: ich bin wieder ich!!!
Warte ab, hab Geduld, versuch dich zu verwöhnen, genieß den Tag, und vorallem denk dran: gönn deinem Körper Zeit.
Dein Körper ist der Spiegel deiner Seele!!!
Machs gut, hoffe ich konnte dir ein bisserl helfen, Manu


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BeitragVerfasst: 07. Jan 2005 11:00 
Hallo,

Gratuliere Dir zuerst, dass deine kalten Knoten nicht bösartig waren.
Nach der OP muß man langsam beginnen, die erforderliche Hormondosis wieder zuzuführen. Ich würde probieren, 1 Tag 1/2 Tablette und am anderen Tag 3/4 Tablette zu nehmen. Nach ca. 2-3 Wochen dann jeden tag eine 3/4 Tablette ... Wenn Du nicht langsam steigerst, besteht das Problem, dass Du in eine SD-Überfunktion rutscht. Erst wenn Du ca. 6 Wochen lang durchgehend die selbe Hormondosis nimmst, ist der Wert einer Blutabnahme aussagekräftig. Der Körper braucht längere Zeit, um sich einzustellen.
Wünsch Dir alles Gute
Nina


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BeitragVerfasst: 07. Jan 2005 11:58 
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Registriert: 30. Dez 2004 17:13
Beiträge: 27
Wohnort: rheintal
Hallo Dina,

dir wurde eigentlich schon alles durch meine Vorschreiberinnen gesagt.
Was ich schade finde ist, dass die Ärzte den Patienten nicht mehr darauf hinweisen, dass mit der Operation nicht alles erledigt ist, wenn der Knoten nicht bösartig war.
Ich war ganz happy, die OP gut überstanden zu haben.
Das dicke Ende kam dann erst nach und nach.
Es ist wirklich nicht einfach, die richtige SD-Hormoneinstellung zu finden.
Es soll sogar noch schwieriger sein, wenn nicht die ganze SD entfernt wurde.
Das braucht viel Geduld und Missempfindungen, wie sie du beschrieben hast, gehören - nicht bei allen! - dazu.
Auf jeden Fall ist der Patient dem ganzen nicht so ausgeliefert, wenn er darauf aufmerksam gemacht wird.
Auch gehört die Substitution in die Hände eines Nuklearmdiziners oder eines Endokrinologen.
Noch etwas. Man darf erst eine halbe Stunde nach der Einnahme der Thyrex etwas essen.
Die Einstellung braucht Geduld, aber es wird wieder.
Alles Gute
miriam


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BeitragVerfasst: 07. Jan 2005 12:16 
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Registriert: 30. Dez 2004 17:13
Beiträge: 27
Wohnort: rheintal
miriam hat geschrieben:
Hallo Dina,
dass mit der Operation nicht alles erledigt ist, wenn der Knoten nicht bösartig war.

Alles Gute
miriam


Wenn der Knoten bösartig war, ist klar, dass mit der OP nicht alles erledigt ist. Das wollte ich damit sagen. Klingt ein bisschen missverständlich, darum meine Erklärung.


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BeitragVerfasst: 07. Jan 2005 16:27 
Hallo an alle !!
Vielen Dank für eure Antworten. Mittlerweile bin ich noch immer auf einer halben Thyrex. Hab im Krankenhaus angerufen. OA Buchinger ist erst Montags wieder da. Werde dann mal mit ihm die ganze Sache besprechen. Im Moment fühle ich mich wieder so halbwegs o.k. Zu meinem Hausarzt werde ich in dieser Angelegenheit wohl nicht mehr gehen, ich glaube mittlerweile auch, dass es besser ist einen Spezialisten aufzusuchen. Muss am Montag wieder zur Arbeit. Nachdem ich in einem Büro arbeite ( und das nur bis 14 Uhr ), hoffe ich schon das hinzukriegen. Mein Mann meint zwar das wäre verfrüht, aber irgendwie habe ich auch angst meine Arbeit zu verlieren. Abgesehen davon kann die Einstellung ja noch lange dauern und ewig kann ich auch nicht zu Hause bleiben. Also bis bald und nochmals Danke!!!
Dina


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BeitragVerfasst: 09. Jan 2005 13:40 
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Registriert: 30. Dez 2004 17:13
Beiträge: 27
Wohnort: rheintal
Hallo Dina,

ich möchte dir für deinen morgigen Arbeitsbeginn alles Gute wünschen.
Es ist sicher richtig wieder in die Normalität zurückzukehren. Die Ablenkung tut dir sicher gut.
Deine "Feineinstellung" muss sich nicht ewig hinziehen.
Bei mir dauerte sie ziemlich lange, weil ich nach der Operation ohne Thyrex aus dem Krankenhaus entlassen wurde.
Die wurden mir erst nach zwei Monaten verschrieben, als in der Nuklearmedizin die SD-Hormonwerte festgestellt worden waren.

Alles Gute
miriam


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BeitragVerfasst: 09. Jan 2005 18:15 
Hallo Miriam!
Zwei Monate ohne Hormone stelle ich mir alles andere als lustig vor. Abgesehen von einer leichten Müdigkeit geht es mir seit dem Wochenende wirklich gut. Werde morgen trotzdem noch meinen Arzt anrufen und die Dosierung besprechen. Ich freu mich zwar schon auf meine Kolleginnen aber wenn ich denke das morgen wieder um 6 Uhr Tagwache ist krieg ich eine Gänsehaut.*gg* Werde mich morgen abend mit einem kurzen Bericht melden.
LG Dina


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BeitragVerfasst: 07. Mär 2005 16:50 
es tut gut diese berichte zu lesen. ich hatte am 1.3.2005 eine totale entfernung und dieses in watte gepackte gehirn macht mir nach euren berichten nicht mehr so sorge. mir geht es soweit gut, bis auf eben diese welt die verlangsamt wurde.
hoffe die arbeit fällt dir wieder leicht :-).
lg Monika


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