hallo mal!
ich lese schon länger bei euch mit und möchte euch, aus gegebenem anlass, meine erfahrungen mit basedow bzw. fast-total-entfernung der SD mitteilen.
genau vor einer woche wurde ich im kaiserin-elisabeth-spital von OA dr. kober operiert und mir gehts so gut wie seit monaten nicht.
meine SD geschichte beginnt irgendwann 2004 mit dem verdacht auf gehirntumor(verrückte hormonwerte!). kein tumor, dafür hashimoto. wurde medikamentös gut eingestellt.
2007 bei einer szintigrafie (warmer knoten unauff.) meinte der arzt dann, das ist kein hashimoto. ich wäre gesund. keine medikamente mehr!!! ich hatte auch zu diesem zeitpunkt weder beschwerden noch bedenken.
2009 geburt meines sohnes

bald nach dem abstillen bekam ich diverse zustände, die ich alle nicht auf die SD zurück führte. ich schwitze furchtbar viel, meine augen waren geschwollen, ich war gereizt (mein mann hat mich gehaßt), wahnsinnig unreine haut (vorallem am rücken). also untersuchungen. aber nie bei meiner "alten" SD ärztin. allergietests, frauenärztin, ich hatte alle durch...
dann hatte mein sohnemann scharlach und wir mußten zur kontrolle auf die kinderstation. nachdem der OA den kleinen angeschaut hatte, meinte er, ob ICH denn wegen meiner SD eh in behandlung wäre. man sehe nämlich, dass da was wäre.
also, SD ärztin (frau dr. pfleger - sehr empfehlenswert!) und diagnose basedow!
so, da saß ich nun mit dem kollegen basedow. hormone, betablocker, das volle programm über ein paar monate. meine wert spielten verrückt und die EO wurde immer schlimmer. ich hab zum schluß mein eigenes gesicht nicht mehr erkannt. teigig, aufgedunsen, verschwollen, haarausfall...furchtbar.
anfang sommer dann die entscheidung: OP.
auf empfehlung meiner ärztin zu OA dr. kober. ich war von anfang an von diesem mann überzeugt. freundlich, kompetent, einfühlsam, witzig...
und da war ich dann letzte woche am op-tisch im KES. ich bin am mittwoch abend "eingerückt" und donnerstag früh operiert worden. mittags aufwachstation, 14h bettenstation, 17:30h das erste glas wasser.
die erste nacht war hart. nur am rücken schlafen, die drainage und die infusion noch drin (schläuche überall!), aber schmerzfrei. ich hatte auch da schon das gefühl, meine augenschwellungen wären weniger.
nächster tag schläuche raus, frühstücksbuffet (!), mittagessen, visite (nächster tag entlassung!!!), abendessen.
tag2 nach op: frühstücksbuffet, nähte entfernen, heim!!!
ich nehme seit dem tag4 nach op die medikamente. die betablocker werden ausgeschlichen.
mit gehts blendend. und alle meine freunde sagen, ich sehe auch blendend aus. die EO ist wieder zurück gegangen (nicht ganz, aber deutlich besser), mein gesicht bekommt seine konturen wieder, die haare bleiben oben, ich bin ausgeglichen, hab spass am leben.
ich will euch mit meinem (langen) erfahrungsbericht mut machen. wenn meine genesung so fortschreitet (auf-holz-klopf) dann bin ich mehr als glücklich.
habt keine angst vor der op. das ist tatsächlich weniger wild als befürchtet. ich war erstaunt wie schnell man wieder auf den beinen ist. die narbe zwickt natürlich (ist ja auch nicht grad klein), aber das ist mir bei meinem gesamt-körpergefühl wurscht.
hoffentlich konnt ich jemanden da draussen ein bissi weiterhelfen. ich freue mich auch über nachrichten von euch.
schönen abend noch und haltet die ohren steif!