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| Hilfe! anstehende OP und viele Fragen https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=9&t=2924 |
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| Autor: | kiki111 [ 16. Mai 2007 9:53 ] |
| Betreff des Beitrags: | Hilfe! anstehende OP und viele Fragen |
Hallo zusammen, ich bin neu hier, 35 Jahre und aus Deutschland - hoffe trotzdem auf Antworten Ich habe heute in einer Woche (23.05.07) meinen OP Termin wegen kalter Knoten (der größte 3,5cm). Die linke SD-Seite wird ganz entfernt, die rechte wohl bis auf einen kleinen Rest. Nun habe ich doch noch einige Fragen und hoffe hier kann mir jemand helfen: - Wie ist das mit der Kehlkopfspiegelung? Ist das schlimm? Hab gehört, dass bei manchen nur ein Spiegel in den Mund gehalten wird, bei anderen wird ein Endoskop in den Hals geschoben... Wann wird welche Variante gemacht? Mit was muss ich rechnen? - wie schnell kann man nach der OP wieder Sport machen (Herz-Kreislauf-Training, Aerobic, Kräftigung)? - Wie lange fühlt man sich schlapp und krank? So langsam werde ich etwas nervös und bekomme doch Angst. Am schlimmsten ist es für mich immer, wenn ich nicht ganz genau weiß, was auf mich zukommt. Daher würde ich mich sehr über Antworten und Erfahrungen von Euch freuen. Danke! Grüße Kiki |
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| Autor: | Joschkoline1 [ 17. Mai 2007 0:19 ] |
| Betreff des Beitrags: | Deine Fragen |
Liebe Kiki, ich hatte am 7.5. meine Operation. Mir wurde der linke Schilddrüsenlappen ganz entfernt, da ich mehrere (auch große) kalte Knoten hatte. Die Kehlkopfspiegelung hatte ich schon vor einem Jahr bei einem HNO-Arzt, da ich dauernd Halsweh hatte. Heute glaube ich, dass das bereits der Druck der Knoten war. Die Spiegelung vor einem Jahr war grausig, deshalb hatte ich diesmal ziemliche Angst davor. Ich hatte jetzt 1 vor der OP und 1 nach der OP und die waren überhaupt nicht schlimm. Also ein Zahnarztbesuch ist bei weitem schlimmer! Meine 3 Spiegelungen waren jeweils nur mit einem Spiegel (wie beim Zahnarzt). Bei mir wurde nichts mit einem Endoskop gemacht. Bei der letzten Spiegelung wollte der Arzt, dass ich dabei iiiiiiiii sage, damit er die Stimmbänder beobachten kann. Sport wird noch ein bißchen aufgeschoben. Ich werde sicher nach 6 Wochen meinen Arzt fragen, ob ich auf dem Hometrainer langsam beginnen kann. 4 Wochen nach der OP soll ich erst überhaupt irgendeine Creme auf die Narbe geben, vorher soll ich sie lassen wie sie ist. Krank habe ich mich nach der OP überhaupt nicht gefühlt. Die Narkose habe ich diesmal sehr gut vertragen (vor 15 Jahren hatte ich die letzte, aber die Mittel werden auch immer besser). Am 1. Tag war ich nur müde, bin aber nach 4 Stunden schon kurz aufgestanden und ab dem nächsten Tag im Spital herumgegangen. Müde war ich immer um die Mittagszeit und habe jeweils ein Mittagsschläfchen gehalten, was ich übrigens noch immer tue. Man muß halt Ruhe geben und auf seinen Körper hören. Tragen soll man sicher mehrere Wochen nichts über 2 kg! Heute bin ich langsam über Stufen hinaufgegangen, also alles ganz langsam und vorsichtig. Habe sonst immer Streß und jetzt muß ich leben wie ein alter Hofrat. Aber der Seele tut das manchmal auch gut. Falls Du noch Fragen hast, werde ich oder auch die anderen Mitglieder hier sie gerne beantworten. Mir hat das viel von der Angst genommen. LG und alles Gute und keine Angst! Joschkoline1 |
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| Autor: | panna [ 18. Mai 2007 22:00 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Kiki, wenn du aus D bist, kann ich dir auch dies hier empfehlen: http://www.ht-mb.de/forum/ Grüße panna |
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| Autor: | kiki111 [ 21. Mai 2007 7:46 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Vielen lieben Dank für die Antworten. Ich merke mittlerweile, dass ich immer ruhiger werde, je näher es auf die OP zu geht. Komisch! Aber es hilft echt, wenn "Leidensgenossen" von ihren Erfahrungen berichten. DANKE! Joschkoline: Dir auch weiterhin gute Genesung! Viele Grüße Kiki |
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| Autor: | Joschkoline1 [ 26. Mai 2007 15:54 ] |
| Betreff des Beitrags: | Zustandsbericht |
Liebe Kikki, in der Zwischenzeit hast Du Deine OP hinter Dir. Melde Dich wieder, wenn Du wieder im Netz bist. Wie geht es Dir? Die Narbe wird immer "schöner", der Arzt meint, eine Steigerung ist sicher noch möglich - gggg Ich schmiere jetzt mit einer Calcium-Salbe (irgendwas nach Dr. Schüssler). Und am Dienstag nach Pfingsten steige ich wieder vorsichtig ins Berufsleben ein! LG und schöne Pfingsten an alle! Joschkoline1 |
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| Autor: | kiki111 [ 31. Mai 2007 12:07 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo! So, bin nach überstandener OP wieder im Netz. War alles recht harmlos. Die Kehlkopfspiegelung wurde beide Male auch nur mit einem langen Stab mit Spiegel dran gemacht. War nur ein ganz klein bißchen unangenehm, aber ich musste nicht einmal würgen. Die OP selbst habe ich sehr gut verkraftet, obwohl sie dann doch über 3 Stunden gedauert hat. Mein Stimmbandnerv spielte "Verstecken", aber der Arzt hat ihn letztendlich gefunden, und so ist er unverletzt geblieben. Direkt nach der OP bin ich noch im Operationssaal an einem ganz starken Schmerz (so ein Druck) im Hals aufgewacht. Aber der Schmerz ließ dann auch gleich wieder nach. Der Narkose-Arzt hat mir dann erzählt, dass sie warten bis die Patienten (direkt nach Ende der OP) wieder selbst atmen. Dann entfernen sie den Beatmungsschlauch und schauen mit einem anderen Tubus nach, ob alles ok ist. Diese Kontrolle würden die allermeisten Patienten überhaupt noch nicht merken, die wenigen, die etwas spürten, würden sich danach nicht mehr erinnern. Ich sei da wohl die absolute Ausnahme. Na, danke - darauf hätte ich verzichten können. Aber es war ja schnell vorbei! Nach der Kontrolle haben sie mir sofort was gegen die Schmerzen gespritzt und von da an ging es mir eigentlich gut. Ich hab in der ganzen nachfolgenden Zeit bis heute keine Schmerzmittel mehr gebraucht und hatte nur die ersten 2 Tage ein ganz leichtes Druckgefühl im Hals. Absolut harmlos! Nach 1,5 Std. im Aufwachraum kam ich zurück auf Station. Die Schwestern im Aufwachraum verabschiedeten mich mit "wenn Sie jetzt noch hierbleiben, dann müssen Sie mitarbeiten - so fit wie Sie schon sind" Am 2. postoperativen Tag wurde ich entlassen, die Wunde heilt prima, sieht schon recht gut aus und heute (8. postoperativer Tag) bin ich schon wieder im Büro (meine Ärztin hat mich zwar noch für diese und nächste Woche krankgeschrieben, aber da meine Kollegin Urlaub will, bin ich doch ins Büro). Die ersten 4 Stunden gingen echt gut. Nun habe ich Mittagspause! Ich merke schon, dass ich noch nicht voll fit bin. Der Weg ins Büro ist am schlimmsten - bis ich die Treppen in den ersten Stock hoch komme, bin ich fertig wie eine alte Oma. Wozu hab ich denn bisher 3 mal pro Woche Sport gemacht??? Ab und zu fängt es leicht an in meinen Händen zu kribbeln - das Calcium sinkt immer noch ab und zu etwas ab. Ist aber nicht schlimm. Dann nehme ich eine Calciumtablette und gut. Der Wert im Krankenhaus war etwas niedrig, aber nicht dramatisch. Ich hoffe, Dir geht es bei Deiner Rückkehr in den beruflichen Alltag auch gut. Ganz liebe Grüße Kiki |
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| Autor: | Joschkoline1 [ 01. Jun 2007 20:22 ] |
| Betreff des Beitrags: | alles Gute weiterhin |
Liebe Kikki, schön, dass Du wieder da bist und es Dir wieder halbwegs gut geht. Ich glaub, die Narkose macht die ganze Kondition kaputt, das muss wieder alles langsam aufgebaut werden. Ist schon ein Pech, dass Du von den letzten Handlungen der Ärzte was mitbekommen hast. Ich weiß gar nichts mehr. Aber ab und zu kommen solche Fälle vor. Ich hatte auch Angst davor, dass ich irgendwas merke. Ein bisserl früh bist Du schon arbeiten gegangen, ich war insgesamt 3 Wochen zu Hause (mit Spital) und gehe jetzt die erste Woche wieder arbeiten. Meine Schwägerin war 4 Wochen zu Hause und das hat ihr der Arzt geraten. Aber müde bin ich schon noch nach 3 Wochen und noch nicht so belastbar. Im Büro pass ich auf, dass ich immer nur einen Ordner trage und ja nicht mehr. Alles Gute weiterhin - vielleicht kannst Du doch noch ein bisserl Schonung anhängen? LG Joschkoline1 - Susanne |
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| Autor: | kiki111 [ 05. Jun 2007 12:39 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Susanne, na, wie geht's Dir bei der Arbeit? Verschwindet die Müdigkeit so langsam? Hat Dir die Calcium-Salbe der Arzt empfohlen? Ich hatte bisher nur gehört, dass Ringelblumen-Salbe gut sein soll. Mit dieser speziellen Narbensalbe hab ich keine guten Erfahrungen. Mein Operateur meinte, ich soll am besten gar nichts drauf tun, damit die Narbe nicht aufweicht. Bin mir irgendwie noch immer nicht sicher, was ich demnächst nehmen soll (die Krusten beginnen sich so langsam zu lösen). Wie ist das bei Dir mit Medikamenten? Was bekommst Du und kommst Du damit klar? Ich nehme nun jeden Morgen 1/2 Euthyrox 100. Ist nicht viel, ich hab etwas Angst, dass das nicht reicht und ich zunehme. Aber man tastet sich wohl immer von unten an die beste Dosierung heran... Gestern hatte ich einen sehr stressigen Tag im Büro, musste von 7 bis 19:30 Uhr arbeiten. Danach hab ich schon gemerkt, dass das nicht gut tut. Hatte Kopfschmerzen und Schwindel und sogar so ein Ziehen in der Wunde. Heute mache ich pünktlich Feierabend! Man ist ja lernfähig Ansonsten verkrafte ich das Arbeiten ganz gut. Hab auch gar keine Zeit groß müde zu werden. Wenn ich frei hab, mache ich schon noch ganz gern einen Mittagschlaf, aber es geht mittlerweile auch gut ohne. Nach meinem ersten Arbeitstag hab ich mich erstmal auf den Sofa gehauen und eine Std. geschlafen! |
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| Autor: | Joschkoline1 [ 06. Jun 2007 16:48 ] |
| Betreff des Beitrags: | Servus |
Liebe Kiki, danke, mir geht es gut. Ja, die Müdigkeit verschwindet schön langsam. Aber Überstunden mach ich noch keine. Es muß jetzt auch so gehen. Ab nächster Woche werde ich wieder langsam mehr arbeiten. Nein, die Salbe (nach Dr. Schüssler) Nr. 1 Calcium fluoratum hat mir eine Heilpraktikerin empfohlen, im Spital haben sie gesagt, ob man es eincremt oder nicht ist egal. Die Apothekerinnen waren auch geteilter Meinung, die einen sagen ja die anderen nein. Ich habe halt ein besseres Gefühl dabe, die trockene Haut einzucremen. Jedenfalls vertrag ich die Salbe. Von der Ringelblumen-Salbe habe ich im Spital und in der Apotheke auch gehört. Ich habe erst relativ spät begonnen, die Narbe einzucremen, ab 3 Wochen nach der OP. Ich nehme derzeit - wie vor der OP - 1/2 Thyrex 0,1mg. Ich merke keinen Unterschied zu vorher. Auf die Waage habe ich mich noch nicht gestellt. Mit den Ordnern im Büro bin ich vorsichtig, einen trage ich, wenn ich mehr brauche, gehe ich mehrmals einen holen. Übertreib es bitte nicht mit der Arbeit. Auch beim Einkaufen gehen, nicht zu viel tragen! Das muß mein Mann derzeit machen, auch muß er mit dem Staubsauger herumfahren. LG Joschkoline1 |
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| Autor: | kiki111 [ 06. Jun 2007 23:00 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, Schoen, dass es bei Dir mit der Muedigkeit besser wird. Das mit dem schwer tragen ist ja witzig. Mich haben vor der OP auch alle gewarnt, man darf danach nichts schweres tragen. Mein Arzt sieht das anders. Er sagt, "Sie haben doch keinen Leistenbruch" - darf alles tragen. Aber natuerlich halte ich mich zurueck. Zur Zeit bin ich in London und mir geht es sehr gut. Viele Gruesse Kiki |
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