Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 19. Apr 2026 4:51

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Stimmlippenuntersuchung
BeitragVerfasst: 15. Jan 2007 13:21 
Offline

Registriert: 25. Okt 2006 12:51
Beiträge: 20
Hallo an alle erfahrenen Mitpatienten!

Wer kann mir erklären was bei der Stimmlippenkontrolle genau gemacht wird?
Ist diese Untersuchung schmerzhaft/unangenehm?

Meine Erfahrung sagt mir -je genauer man sich vorab informiert, desto weniger Angst hat man vor einer OP(egal welcher)!

Schönen Dank!

G.l.G.!

gabi65


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Stimmlippenuntersuchung
BeitragVerfasst: 15. Jan 2007 15:16 
Offline

Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Gabi65,

Bei dieser Untersuchung wird vor bzw. nach der SD-Op die Funktionalität der Stimmlippen überprüft. Dazu wird eine Kelhkopfspiegelung durchgeführt. Diese Untersuchung ist zwar unangenehm (wegen Reflex am Gaumensegel) aber nicht schmerzhaft. Dabei wird überprüft, ob der Recurrens-Nerv bei der SD-Op möglicherweise in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ist eine der möglichen Komplikationen der SD-Op. Um diese Untersuchung besser zu verstehen, nachstehend die grundlegende Funktionsweise unserer Stimmbänder.

Wie funktioniert unsere Stimme?

Um gut mit unserer Stimme umzugehen, wollen wir sie zunächst kennenlernen:

In unserem Kehlkopf befinden sich die Stimmlippen. Diese werden von der ausströmenden Luft in Schwingung versetzt. Das wiederum ergibt einen hörbaren Ton, der in Mund- Nasen- und Rachenraum zu den uns wohlbekannten Lauten geformt wird.

Dass wir mit unserem Kehlkopf Töne erzeugen können, ist eine sehr späte Erfindung unserer Bio- Konstruktion. Ursprünglich benötigte der Mensch den Kehlkopf lediglich als Weiche zwischen Schlund und Luftröhre. Damit auch alles dahin kommt, wo es hingehört. Dass sich unser Kehlkopf zum Sprechapparat entwickelt hat, ist demgegenüber „nur“ eine Sekundärfunktion.

Jeder Redner ist gerade so gut, wie seine Stimme. Mit ihr kann er seinen Zuhörer für sich einnehmen, für eine Sache werben und gewinnen, ohne viel sagen zu müssen. Jede einzelne Stimme hat verschiedene Farben und Facetten: Drohung, Sachlichkeit, Werbung, Verführung, Souveränität. Jeder Sprechende ist von seiner Stimme abhängig wie der Musiker von seinem Instrument.¨

Insbesondere für Berufsredner und Sänger ist sie von existentieller Bedeutung. Denn ohne Stimme ist Kommunikation nur schwer möglich. Beschwerden, die bei mangelnder Stimmhygiene oder falschem Stimmgebrauch auftreten können, sind vermehrte Anstrengung beim Sprechen, anhaltende, und sogar zunehmende Heiserkeit, schnelle Stimmermüdung, Druck und Klossgefühl im Hals oder schlimmsten Falls das völlige Wegbleiben der Stimme. Deshalb bietet die Stimme nicht nur ein grosses Potential, dass entwickelt werden kann – sie muss auch gepflegt werden.

Tipps zur Stimmhygiene

* ausgeglichener Lebensstil (ausreichend Schlaf etc.)
* regelmässige sportliche Betätigung
* gesundes Wohnklima (ausreichende Luftfeuchtigkeit)
* ausgewogene Ernährung (nicht zu scharf, zu heiss, zu kalt)
* Vermeidung von Alkohol und Nikotin
* ausreichend Flüssigkeitszufuhr
* locker aufrechte Körperhaltung
* ausgewogene Atmung
* reduziertes Sprechen in lärmintensiver Umgebung
* Vermeidung von Räuspern & Husten & Flüstern
* ausreichend Stimmerholung nach Belastung

Bei Infekten:

* Stimmschonung (NICHT Flüstern!)
* reichlich Flüssigkeitszufuhr
* Inhalation mit Wasserdampf oder milden Salzlösungen
* gurgeln (Salzlösung, Salbeitee…)
* Halswickel
* ausreichend Luftfeuchtigkeit

Eine länger als 2 – 3 Wochen dauernde Heiserkeit sollte vom HNO- Arzt abgeklärt werden!

Stimmstörungen

Es handelt sich hierbei um Erkrankungen der Stimme, die durch eine Störung des Stimmklanges und der stimmlichen Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist.

Funktionelle Ursachen:
Z. B. durch Gewohnheit bedingten, unzweckmässigen Stimmgebrauch, durch zu starke Anstrengung, übermässigen, zu langen, oder zu lauten Stimmgebrauch.

Psychische Ursachen:
Z. B. psychosozialer Stress etc.

Hormonelle Ursachen

Organische Ursachen:
Z. B. nach Lähmungen des Kehlkopfnervs, operativen Eingriffen am Kehlkopf

Es können folgende Symptome auftreten:

* Klangveränderungen der Stimme (Heiserkeit, brüchiger, belegter, knarrender oder verhauchter Stimmklang, etc.)
zu hohe oder zu tiefe Sprechstimmlage
* zu leise oder zu laute Sprechstimme
* gestörte Atmung beim Sprechen
* enge Artikulation mit geringen Kieferöffnungsbewegungen, unzureichende Lippenbewegungen
* Verspannungen und Fehlstellungen der Zunge, Lippen, des Unterkiefers, der Gesichts-, Hals-, Rachen-, Nacken- und Schultermuskulatur.

Hoffe, einige Deiner Fragen beantwortet zu haben.

GlG.
-Ernst-


"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Jan 2007 17:24 
Offline

Registriert: 30. Sep 2006 18:03
Beiträge: 189
Wohnort: Wien
Ich hatte diese Untersuchung vor meiner OP bei meinem HNO - Arzt.
Er verwendete dazu ein "langes Metallrohr" mit dem er in meinen Hals reinschaute. Dabei hielt er mit einem kleinen Tuch meine Zunge fest.
Während er die Zunge festhielt, muss man einen Ton ( iiiiiiii ) versuchen zu sprechen.

Nach der OP hatte ich die Untersuchung auf der HNO - Abteilung ( AKH - Ebene 8 ) . Dieser Arzt verwendete ein anderes Gerät.

Doch beide Untersuchungen gingen so schnell vorbei, dass ich nicht einmal Zeit hatte Angst zu entwickeln oder zurückzuschrecken.

Wirklich keine aufregende Sache .......

Aber du hast vollkommen Recht - je besser man VORHER informiert ist, umso besser kann man sich ( seelisch und körperlich ) darauf vorbereiten.

Ich hab vor meiner OP alle Berichte zu dem Thema "SD - OP" ( vor allem hier in diesem Forum ) richtiggehend "aufgesaugt".

Herzlichen Dank allen hier im Forum, die stets mit Rat und Tat zur Seite stehen. :)


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22. Jan 2007 20:46 
Offline

Registriert: 25. Okt 2006 12:51
Beiträge: 20
für eure aufklärenden Antworten, hat mir sehr geholfen.
Mittlerweile haben wir erfahren, dass mein Mann an einem Meningiom (Tumor imWirbelkanal)leidet und ebenfall operiert werden muß!
Wir haben zu uns gesagt wir packen uns zusammen und gehen gleich beide gleichzeitit ins KH um uns unter`s Messer zu legen....
Allerdings ist die Neurochirugie im KH Rudolfstiftung sehr gut, weiß vielleicht jemand, ob ich mich auch dort an der SD operieren lassen kann?
Dazu muß ich wohl einmal in die dortige SD Ambulanz gehen.
Wer wurde in diesem Spital operiert und weiß wie es dort ist?
Dankbar wie immer für alle Info´s

gabi65


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de