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| Ist die fehlende Schilddrüse eine Behinderung? https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=7&t=2872 |
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| Autor: | helmut [ 08. Apr 2007 23:45 ] |
| Betreff des Beitrags: | Ist die fehlende Schilddrüse eine Behinderung? |
Ist die fehlende Schilddrüse eine lebenslange Behinderung oder nur eine Behinderung auf Zeit Wird das als Behinderung anerkannt, zB. vom Bundessozialamt und wenn, wie lange und welcher Prozentsatz? Hat da wer Erfahrung? |
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| Autor: | Briggi [ 09. Apr 2007 9:08 ] |
| Betreff des Beitrags: | Schilddrüse |
Hallo, vom Bundessozialamt (ich arbeite zufälligerweise dort) habe ich für die fehlende Schilddrüse 50 % Behinderungsgrad gekriegt. Wird wohl auch für alles Bundessländer gelten. Ich muss lebenslang Medis nehmen, weil die Schilddrüse für den ganzen Stoffwechsel verantwortlich ist. Ich musste mal das Medi 4 Wochen aussetzen, kam in eine totale Depression. Also übergangsmäßig geht da nichts. Ohne Schilddrüsenmedis überlebt man nicht!!! Alles Gute Briggi |
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| Autor: | Hermine [ 09. Apr 2007 16:35 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Vielleicht klingt meine Frage jetzt sehr naiv - doch ich bin jetzt auch etwas verunsichert. 50 % Behinderungsgrad wegen einer fehlenden Schilddrüse ? Muss man das seinem Dienstgeber melden - und welche Folgen ( kann ) das dann haben ? Auch z.B. bezogen auf alltägliche Dinge ( Führerschein , ... ) |
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| Autor: | Briggi [ 09. Apr 2007 17:51 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Hermine, also eine fehlende Schilddrüse beeinträchtigt ja doch sehr. Ich habe allerdings auch keine Nebenschilddrüsen mehr. Bei "nur felender Schilddrüse" wird man wahrscheinlich 40 % kriegen. Wenn du arbeitest, dann kannst du dir den Bescheid ausstellen lassen, den kriegst du aber nicht mehr los und du musst das dem Arbeitgeber melden. Der kriegt dann eine Förderung für dich. NUR; Dienstgeber stellen ungern "Behinderte" ein, weil ein Kündigungsschutz besteht, d.h. du bist schwerer zu kündigen und du hast 6 Wochen Urlaubsanspruch. Es gibt aber den Behindertenpass (den habe ich, weil ich noch ein befristetes Dienstverhältnis habe), mit dem Pass (ein amtlicher Ausweis) habe ich z.B. Bädern, Museen, Ausstellungen etc. Ermäßigungen. So jetzt ist hoffentlich alles geklärt. Briggi |
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| Autor: | Briggi [ 09. Apr 2007 17:53 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Nachsatz: Wie das mit dem Führerschein ausschaut, weiß ich nicht genau, aber ich glaube nicht, dass du da Schwierigkeiten kriegst. Beim Behindertenpass auf keinen Fall. Wenn du dazu Fragen hast, kann ich ja im Amt noch mal nachfragen. Briggi |
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| Autor: | ulli64 [ 09. Apr 2007 18:19 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Liebe Briggi! Nachdem mir in einer Woche auch die SD entfrent wird, interessiert mich das auch sehr. Kann man sich nur den Pass ausstellen lassen ohne es dem Arbeitgeber zu melden? Und wie sieht das dann mit den Studiengebühren aus? Vielen Dank für deine Antwort, LG Ulli |
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| Autor: | Briggi [ 10. Apr 2007 9:12 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, der Behindertenpass hat keine Auswirkungen auf die Studiengebühr, weil du hast ja ausser bei Museen, Bädern, Ausstellungen keine Vorteile. Was ich selbst nicht gewußt habe, dass ich den Behinderungsgrad auch beim Steuerausgleich abschreiben kann (in welcher Form, das dann berücksichtigt wird, weiss ich nicht). Auch beim Führerschein hat der Pass keine Auswirkungen. Alles Gute für die Operation Briggi |
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| Autor: | peter2906 [ 13. Apr 2007 6:51 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Briggi! Mich würde interessieren, wie dich eine fehlende Schilddrüse behindert? Ich kenne einige Leute, die ohne Schilddrüse sehr gut leben können, normal arbeiten, Sport treiben. 50 oder 40% Behinderung halte ich für extrem viel. Peter |
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| Autor: | Briggi [ 13. Apr 2007 7:33 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Peter, wie du vielleicht gelesen hast, habe ich auch keine Nebenschilddrüsen mehr und das bedeutet für mich ständige Lebensgefahr, wenn ich das Calcium bzw. Vit. D nicht zuführe. Also ist das für mich eine psychische Angelegenheit. Behindert fühle ich mich ohne Schilddrüse nicht direkt, da hast du schon recht, ich lebe ja auch ein normales Leben, aber ohne Medis habe ich nicht mehr lange zu leben und da fühle ich mich schon behindert. Schönen Tag noch Briggi |
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| Autor: | Ernesto [ 13. Apr 2007 8:02 ] |
| Betreff des Beitrags: | Anerkannte Behinderung ? |
Hallo zusammen einmal an alle Be- und Nichtbehinderten. Briggi, ich habe nach meinem SD-Ca ebenfalls keine Nebenschilddrüsen, nehme ebenfalls Calcium+Vit. D und Rocaltrol und fühle mich dadurch weder in ständiger Lebensgefahr, noch behindert. Aber das tut zum Thema gar nichts zu Sache. Was ich noch nicht ganz durchschaut habe ist, ob jetzt so eine anerkannte Behinderung, (egal ob 30, 40 oder 50%) für denjenigen den's betrifft, ein Vor- oder ien Nachteil ist ? Dann kann ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er behindert oder nicht behindert ist. Wobei natürlich, so wie Briggi schreibt, auch psychische Probleme zu einer Beeinträchtigung im täglichen Leben führen. Es ist nicht immer nur dann ein Mensch behindert, wenn ihm Extremitäten fehlen............. Liebe Grüsse -Ernst- "Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...." |
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