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Thiamazol in der Schwangerschaft
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Seite 1 von 1

Autor:  wuehoem [ 27. Okt 2008 17:00 ]
Betreff des Beitrags:  Thiamazol in der Schwangerschaft

hallo zusammen,

bei mir wurde 10 monate nach der geburt meines sohnes eine sd-überfunktion festgestellt, wahrscheinlich ausgelöst durch die schwangerschaft. leider ist sie nicht wieder wie erhofft von alleine verschwunden, jetzt nehm ich halt thiamazol und inderal. mittlerweile sind meine laborwerte eigentlich ziemlich perfekt.

mir wurde damals von (männlichen) ärzten prophezeit, dass ich wahrscheinlich nicht mehr schwanger werden kann, es sei denn, ich lasse mir die schilddrüse entfernen. im frühjahr wurde ich dann plötzlich trotzdem schwanger, hatte aber in der 7. woche eine fehlgeburt.

jetzt bin ich wieder schwanger und im moment passt noch alles - was hoffentlich auch so bleiben wird. eine ärztin hat mir gesagt, das sei kein problem mit dem thiamazol. die gefahr eines kindlichen schadens sei mit der einnahme geringer, als wenn ich es nicht nehmen würde.

hat jemand von euch erfahrung mit thiamazol in der schwangerschaft?
und wie siehts beim stillen wirklich aus - (musste damals aprupt abstillen, die einen ärzte meinten ja, die anderen nein)???

bitte um eure hilfe zur beruhigung, danke!
monika

Autor:  patricia2008 [ 28. Okt 2008 13:37 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo monika

"Man darf theoretisch auch unter Thiamazol schwanger werden, also die Behandlung damit schließt eine gut verlaufende Schwangerschaft nicht aus. Es sollte keine ÜF mehr bestehen, aber es muß auch sehr darauf geachtet werden, daß sich keine UF unter Thiamazol entwickelt. Es dürfen auch bestimmte Höchstdosen in der Schwangerschaft nicht überschritten werden (bei Thiamazol 10 bis max. 15 mg), weil es ansonsten passieren könnte, daß die Wirkung des Thiamazols über die Plazenta auch zum Baby übergeht und dessen SD mithemmt, so daß es dann eine Unterfunktion entwickelt (was übel für`s Baby wäre). Es geht also, aber eben nur unter bestimmten Bedingungen. Und besser ist es wirklich, wenn man eben erst schwanger wird, wenn man kein Thiamazol mehr nehmen muß. "

ich habe jetzt jemanden aus einem anderen forum zitiert. hast du dich mal auf www.hashimoto thyreoiditis.de erkundigt? da hab ich diesen beitrag gelesen.

vielleicht hilft dir das etwas weiter, bei deiner fragestellung. wünsch dir alles gute für deine schwangerschaft.

lg patricia

Autor:  wuehoem [ 28. Okt 2008 19:21 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo patricia,

danke für deine antwort!

wie du so schön schreibst "man darf theoretisch schwanger werden". nur ab und zu wird man es leider nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und mehr oder weniger ungeplant.

wie schon geschrieben, hat mir eben eine ärztin in der sd-ambulanz erklärt, dass es kein problem sei, ich müsse halt nur wirklich alle 3, max. 4 wochen zur laborkontrolle. es komme oft vor, dass frauen mit üf schwanger werden bzw. dass es während einer schwangerschaft zu einer extremen üf kommt, die unbedingt mit thiamazol behandelt werden muss. ich nehm jetzt im moment 5 x in der woche eine halbe tablette.

die theorie klingt halt meist anders als die praxis. und so hoffe ich, dass mir halt jemand seine erfahrungen mitteilen kann - egal ob positiv oder negativ. morgen hab ich eh einen termin mit meinem frauenarzt und dann sehe ich weiter.

danke einstweilen!
lg monika

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