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Schwanger und hoher TSH-Wert
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Autor:  Verena [ 26. Sep 2006 12:06 ]
Betreff des Beitrags:  Schwanger und hoher TSH-Wert

Hallo Forumsmitglieder,

ich bin ganz neu hier und hoffe sehr, das ihr mir helfen könnt.

Letztes Jahr hatte ich eine Krebserkrankung( kein SD-Krebs) und wurde mit Chemotherapie und Bestrahlung im Halsbereich behandelt. Anfang Juni dieses Jahres wurde ich schwanger. Im Rahmen meiner dreimonatigen Nachsorge wurde ein erhöhter TSH-Wert ( etwas über 7 ) festgestellt. Daraufhin sollte ich L-Thyroxin 25 nehmen. Bei der nächsten Kontrolle 4 Wochen später lag der TSH bei 4.
Mein Frauenarzt sagt daraufhin, in der SS sollte der TSH bei maximal 2 liegen und ich sollte die Dosis auf 50 erhöhen. Hab ich gemacht.
Letzten Dienstag wurde das Blut wieder vom Hausarzt kontrolliert. Der TSH-Wert lag wieder bei über 7. Ich war natürlich total geschockt. Die Dosis wurde erhöht auf 75µg. 4 tage später hatte ich kurzzeitig mal etwas Probleme mit der Pumpe( Herzrhythmusstörungen und Herzklopfen).

Ich bin mittlerweile in der 20. SSW und mache mir große Sorgen, das mein Baby vielleicht aufgrund der nicht einzustellenden UF bleibende Schäden davontragen könnte. Schließlich wirkt sich eine UF ja auf die geistige Entwicklung aus.

Dazu möchte ich noch sagen, das bei der letzten Blutabnahme die Werte für fT3 und fT4 im Normalbereich lagen. Mein Frauenarzt sagte aber, diese Werte würden ständigen Schwankungen unterliegen und könnten mal normal und 10 Stunden später schon wieder ganz anders sein.

Ich nehme auch seit Kenntnis der SS 200µg Jod zusätzlich ein. Für nächste Woche Montag habe ich mir einen Termin bei einem Endokrinologen geben lassen, aber ich bin im Moment einfach krank vor Sorge, deshalb wende ich mich an euch!!

Vielleicht kann mir jemand sagen, wie dramatisch die UF ist. Wie hoch ist das Risiko, das mein Kind behindert (aufgrund der UF) sein könnte? Wäre für Antworten wirklich sehr dankbar!!

Gruss Verena

Autor:  Lisa S. [ 26. Sep 2006 14:37 ]
Betreff des Beitrags: 

Liebe Verena!

Habe unwissenderweise mit einer unbehandelten latenten Schilddrüsenunterfunktion (fT3 und fT4 im Normbereich, TSH ca.4) ein gesundes Kind völlig problemlos zur Welt gebracht. Natürlich SOLLTE der TSH unter 2 liegen, wenn man schwanger ist. Am wichtigsten ist aber, dass die fTs in der Norm sind, und das ist bei dir ja der Fall. Wichtig ist, dass du alle 4-6 Wochen zur Blutuntersuchung gehst, dann wirst du sicher bald die richtige Dosis finden (die sich im Laufe der Schwangersachaft übrigens mehrmals ändern kann!)
Hoffe, ich konnte dich etwas beruhigen! Alles Liebe und viel Glück für dich und das Baby!

Lisa

Autor:  Evi3000 [ 09. Okt 2006 13:23 ]
Betreff des Beitrags: 

Hier noch ein Link zum Thema Schilddrüse

Autor:  Sylvia H. [ 15. Okt 2006 21:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Verena,
es wäre wichtig zu wissen, woher deine Unterfunktion kommt.
Solltest du eine Autoimmunerkrankung (Hashimoto) haben, dann ist Jod für dich selbst nicht förderlich. Allerdings braucht das Baby für seine Entwicklung Jod.
Im Hashi-Forum in Deutschland www.ht-mb.de findest du viele Schwangere, die zum Teil Jod einnehmen, zum Teil auch nicht.
Du solltest einen SD-Spezialisten aufsuchen. Ultraschall und Antikörper-Bestimmung müssen gemacht werden.
Ansonsten mache dir noch keine allzu großen Sorgen. Das Baby holt sich, was es braucht. Und wenn du regelmäßig zur Kontrolle gehst und die LT-Dosis anpasst, kann eigentlich nichts passieren.
Viel Glück, Sylvia

Autor:  Selene [ 14. Dez 2006 12:31 ]
Betreff des Beitrags: 

nun ich wollte mich nur mal wieder melden.

Mittlerweile bin ich in der 36 SSW und langsam wirds spannend ;-)

Bezüglich meiner Schilddrüse war ich dann auch gleich darauf bei einem Internisten und Nuklearmediziner und bin seither dort in Behandlung. Ich nehme L-Tyhroxin (zuerst 25 und dann 50) und fühle mich auch meistens gut (nun in der Schwangerschaft fühlt man sich nicht jeden Tag gleich - ob mit Hashi oder ohne ;-))

Achja und anscheinend habe ich eine Autoimmun thyreoiditis - wahrscheinlich Hashi. Mein Arzt hat gemeint, dass man das letztendlich nur durch eine Gewebsprobe feststellen kann und das lassen wir mal sein, solange ich schwanger bin.
Weil ich mich nun auch nicht so deutlich krank fühle - denke ich auch, dass es damit keine große Eile hat. Ich weiss das an der Kröte was nicht stimmt -und werde es nicht aus den Augen verlieren.

:-)

vielen Dank für Eure Antworten hier

Grüße
Verena

Autor:  Lisa S. [ 17. Dez 2006 16:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Liebe Verena!

Ich wünsche dir eine problemlose und schnelle Geburt und auch weiterhin alles Gute für dich und das Baby! Es baut mich jedes Mal total auf, positive Erfahrungsberichte über Hashimoto-Schwangerschaften zu hören! Das macht mir Mut es selbst auch noch einmal zu probieren!

Alles Liebe,

Lisa

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