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Morbus Basedow -Arbeit
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Autor:  floh44 [ 18. Jun 2008 8:33 ]
Betreff des Beitrags:  Morbus Basedow -Arbeit

Liebe Forenbesucher!
Habe im April 06 die Diagnose MB bekommen. Nachdem das Zittern, Herzrasen, Schwitzen, und, und, und auch die seelische Beeinträchtigung so arg war, bin ich endlich zum Arzt gegangen. (Dachte es sei normal- halt der Wechsel.)
Habe Thiamazol gekriegt- gut darauf angesprochen-nach rund 1 1/2 Jahren habe ich nur mehr ganz wenig genommen- mit dem Ziel sie ganz auszusetzen.
Und vor Wochen hats mich wieder eingeholt. Ich zittere, schwitze, bin müde, bin aber auf 7000, das Herz rast und was das für mich schlimmste ist ich fühle mich total überfordert, von Dingen, die ich in "guten Zeiten" mit Links gemacht habe. Und ich will dass dies beendet wird. Es ist ziemlich anstrengend. In der nächsten Zeit werde ich die RJT machen - ich weiß schon, dass damit nicht alles gelöst ist, aber ich erhoffe mir, dass ich so sein kann, wie früher.- zufrieden, glücklich,...So,nun meine Fragen an Euche: Kennt ihr auch diese Art "Nebenwirkung" des MB?
Was habt ihr dagegen- dafür getan?
Danke fürs Antworten!

Autor:  ulli292 [ 21. Jun 2008 8:00 ]
Betreff des Beitrags: 

Bei mir kam die Diagnose im August 06, und mir ging (geht) es ganz ähnlich. Was bei mir noch dazu gekommen ist waren die Angstzustände - ich hatte panische Angst vor dem Einschlafen, war überzeugt den nächsten Morgen nicht mehr zu erleben wenn ich das tue. Dementsprechend gut habe ich dann am nächsten Tag gearbeitet. ;)

Im Moment ist es damit etwas besser, aber auch bei mir ist der Basedow wiedergekommen, und ich bringe einfach nichts weiter, habe aber das Gefühl ich müsste alles "derreißen". ;) Meine Wohnung schaut aus wie ein Schlachtfeld, weil ich mich einfach nicht zum Aufräumen aufraffen kann wenn ich von der Arbeit heimkomme. Muss mich jeden Tag nachmittags hinlegen, weil ich sonst nicht mal die Kraft aufbringe, mit dem Hund Gassi zu gehen. Und ich habe das auch von anderen MB - Patienten gehört, also denke ich dass du damit nicht allein bist.

Ich glaube, das Einzige, was du dagegen tun kannst ist einfach etwas kürzer zu treten. Du bist krank, dafür kannst du nichts, und ein kranker Mensch kann keine volle Leistung bringen. Das ist leichter gesagt als getan - ich weiß das, ich merke es auch immer erst wenn gar nichts mehr geht - aber dazu scheint es keine Alternative zu geben.

Viel Glück bei der RJT!

Autor:  floh44 [ 22. Jun 2008 9:42 ]
Betreff des Beitrags: 

Liebe oder lieber Ulli!
Hab mich echt gefreut über Deine Antwort, vorallem hats mich beruhigt, dass ich nicht alleine bin mit diesen seelischen Nebenwirkungen . Du hast geschrieben-leiser treten -. Ist halt verdammt schwer, aber ich versuchs. Ich weiß ja, dass durch die RJT bestimmte Muster nicht entfernt werden, aber zurzeit sind sie schwer auszuhalten. Ich glaub die Gefahr ist, dass wir uns sonst total von der Umwelt (die unsere Situation manchmal nicht verstehen kann)zurückziehen und dann .....
Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen viele liebe Leute und was Du jetzt brauchen kannst!

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