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| Dank Prothuicil von Überfunktion zur Unterfunktion? https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=4&t=3211 |
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| Autor: | stella1983 [ 31. Jan 2008 20:03 ] |
| Betreff des Beitrags: | Dank Prothuicil von Überfunktion zur Unterfunktion? |
Hallo ihr Im Jahr 2006 wurde bei mir eine Autoimmune Hyperthyreose festgestellt (T3 u. T4 normal, TSH unter der nachweisbaren Gränze) . Man hat mir Pothiucil verschrieben und nahm am Anfang zwei Tabletten, später eine am Tag. Im November haben wir festgestellt, dass mein TSH Wert auf 3,8 gestiegen ist: in der grauen Zone zu einer Unterfunktion. Die Meinung von dem Arzt: ich soll NICHTS nehmen und in 5-6 Monaten wieder zur Kontrolle. Was haltet ihr davon? Ist es jemandem von euch sowas auch mal passiert? Wird sich denn die Schilddrüse in Richtung Überfunktion *zurückentwickeln*, wenn ich nichts nehme? Und wie sieht es denn mit Autoimmun Erkrankungen aus? Begleiten sie mich mein ganzes Leben lang? Ich sag mal danke im Voraus Liebe Grüße, Stella |
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| Autor: | stella1983 [ 31. Jan 2008 22:08 ] |
| Betreff des Beitrags: | Kleine Korrektur |
Hallo wieder Genau zitiert (laut Befund) wurde im Jahr 2006 eine *latent hyperthyreote Stoffwechsellage* spricht *Immunhyperthyreose* . Danke nochmas! Lieben Gruß Stella |
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| Autor: | panna [ 01. Feb 2008 21:01 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Dank Prothuicil von Überfunktion zur Unterfunktion? |
Hallo Stella, Zu einer richtigen Diagnose müssen fT3 und fT4 bestimmt werden, wurden bei dir nur T3/T4 bestimmt? das wäre dann nicht aussagekräftig. Wenn es doch die freien Werte waren und diese ( fT3 sowie fT4) befanden sich im Normbereich, mit dem nicht nachweisbaren TSH: dann spricht man eher von einer latenten Hyperthyreose, und meines Wissens ... behandelt man sie nicht mit Schilddrüsenhemmern, da ja die freien Hormone nicht erhöht sind, und Schilddrüsenhemmer eben diese Überproduktion der Hormone unterdrücken sollen. Normale Werte unterdrücken - das hieße, mutwillig eine Unterfunktion zu verursachen. Wenn das bei dir dennoch so geschah, dann wäre es kein Wunder, dass du in eine Unterfunktion gestolpert bist. Das TSH mit 3,8 ist eine Unterfunktion - die neue, "reformierte" Norm des TSH geht bis höchstens etwa 3. Ob es eine Autoimmunerkrankung ist, dazu gehört die Bestimmung der Antikörper, ist das bei dir passiert? Szintigraphie? Sonographie? Morbus Basedow geht in der Regel mit einer anfänglich starken Überfunktion einher, so wird er meistens überhaupt entdeckt. Darauf folgt eine 1-1,5-jährige medikamentöse Therapie mit Schilddrüsenhemmern - die auch nach Abklingen der anfänglichen ÜF - reduziert - weitergeführt wird, damit die Schilddrüse und das autoimmungeschehen beruhigt werden. In ca 50% der Fälle gelingt dies, sonst folgt ein Rezidiv mit erneuter Überfunktion. Nur - ob und inwieweit dies bei dir der Fall ist, kann hier ohne exaktere Information von dir (Befunde, Werte usw) nicht beurteilt werden. Vielleicht könntest du sie hier einstellen. Grüße panna |
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| Autor: | stella1983 [ 04. Feb 2008 19:37 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Panna! Bei der ersten Untersuchung - Ultraschall, Szintigraphie, wurden folgende Werte festgestellt: FT3 5,83 FT4 1,87 TSH 0,005 Anti Tgp 406 Anti TPO 60,46 Die Schilddrüse zeigt eine regelrechte Echostruktur... Sonst ist die Gesamturteilung *unauffällig* (keine Knoten usw). Die neuste Werte (vom Anfang Jänner) habe ich noch nicht, aber der Arzt hat mir bereits telefonisch mitgeteilt, dass bis auf TSH (graue Zone von einer Unterfunktion) alle Werte im Normalbereich sind. Die Ergebnisse werden mir demnächst per Post zugesendet. Seiner Meinung nach habe ich zu lang oder zu vie von dem Prothiucil genommen, deshalb sollte ich eine neue Untersuchung in ein paar Monaten durchführen lassen und inzwischen nichts nehmen. Die Frage ist, ob sich die Schilddrüsewerte wieder zu einer Überfunktion von allein *entwckeln* oder ob es bei so einer Art Unterfunktion (dank Schilddrüsenhemmer) doch eine Behandlung notwendig ist, damit ich *normale* Werte kriege? Eigentlich hat die Schilddrüse an sich kein Problem- keine Knoten, keine Entzündung... Aber ich mache mir Sorgen, dass man es nicht mehr gut machen kann und ich mit diesem hohen Wert TSH leben muss. Ich würde gerne eine Familie gründen und Kinder bekommen, aber mit so einem Wert geht es ja anscheinend nicht Danke und liebe Grüße Stella |
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| Autor: | panna [ 05. Feb 2008 0:38 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Stella, leider fehlen die Normbereiche bei deinen Werten ... da kann mit nicht mit Gewissheit etwas über sie sagen. > Die Frage ist, ob sich die Schilddrüsewerte wieder zu einer Überfunktion > von allein *entwckeln* oder ob es bei so einer Art Unterfunktion (dank > Schilddrüsenhemmer) doch eine Behandlung notwendig ist, damit ich > *normale* Werte kriege? Es passiert leider sehr oft, dass die Leute dank Hemmer in eine UF rutschen. Dem kann man mit rechtzeitiger Reduktion entgegenwirken - oder wenn duie Reduktion bis zu einer Minimalsdosis ausgereizt ist, dann mit zusätzlicher Hormongabe. In der Regel sollte diese therapie mindestens ein Jahr lang fortgeführt werden, weil die Hemmer eine allgemeine - immunprozess-beruhigende Funktion haben, sie entlasten die Schilddrüse - darum lieber mit zusätzlichen Hormongaben, aber die Therapie nicht frühzeitig aufgeben - das ist die allgemein gültige Linie. > Eigentlich hat die Schilddrüse an sich kein Problem- keine Knoten, > keine Entzündung... Sorry dass ich dich da enttäuschen muss - freue dich, dass du keine Knoten hast, wenn du aber TRAK über die Norm hast (das sind die MB-spezifischen Antikörper, leider gibst du da keinen Wert an), dann hast du vermutlich MB, und wann und wie die Antikörper aktiv werden - das kann man nicht voraussagen - womit einem diese Krankheit an sich lebenslang erhalten bleibt, womöglich mit langen oder gar lebenslangen ruhigen Phasen - dennoch: so lange die Antikörper da sind, ist auch der MB da. > Aber ich mache mir Sorgen, dass man es nicht mehr gut machen kann > und ich mit diesem hohen Wert TSH leben muss. MBler sollten einen TSH-Wert zwischen 0,3 und 1 anstreben, unabhängig von der üblichen TSH-Norm, das hat sich als Vermeidungsstrategie gegen die Endokrine Orbitopathie (Augenbeteiligung) als günstig erwiesen. Du musst keinesfalls mit diesem hohen TSH-Wert leben, du solltest es auch nicht. Ob Unter- oder Überfunktion, ist im Prinzip egal: du sollst dich so therapieren, dass deine Werte gut sind. Das heißt: bei Unterfunktion Hormone nehmen. Wenn der Arzt von einer grauen Zone zur UF spricht - und hiermit den üblichen Normbereich bis 3-4 meint - dann bist du schon in einem für MBler sehr ungünstigen Niedrigbereich - siehe oben: du solltest ein TSH zwischen 0,3 und 1 anstreben, egal was dein Arzt sagt. Das ist auch der Bereich, den werdende Babys mögen .... Grüße panna Grüße panna |
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| Autor: | stella1983 [ 05. Feb 2008 16:41 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Liebe Panna, danke für deine schnelle Antwort! Die Normbereiche sind wie folgt: FT3 5,83 (Normbereich 2.00 - 4,50) FT4 1,87 (Normbereich 0.90 - 1,70) TSH 0,005 (Normbereich 0,20-3,70) Anti TGN 406 (Normbereich 0-115) Anti TPO 60,46 (Normbereich 0-34) TRAK kenne ich nicht. Es wurde wahrscheinlich nicht untersucht .... Danke für deine Hilfe! Liebe Grüße Stella |
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| Autor: | panna [ 10. Feb 2008 23:27 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Die Werte, die du hier anführst, zeigen eine deutliche Überfunktion - wie du es auch selbst sehen kannst an den freien Werten fT3 und fT4, die über der Norm liegen, das TSH ist entsprechend erniedrigt. Schade, dass der TRAK-Wert nicht gemacht wurde, die beiden anderen Antikörper sind positiv, somit hast du auf jeden Fall eine autoimmun bedingte Schilddrüsenkrankheit. Wenn deine Werte jetzt nicht gut sind, egal ob Über- oder Unterfunktion, dann musst du auf jeden Fall etwas dagegen tun. Den Arzt würde ich ehrlich gesagt wechseln, wenn er die Therapie einfach abbricht und dich wieder in 6 Monaten zur Kontrolle bestellt - und die TRAK nicht mitbestimmt. Grüße panna |
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| Autor: | stella1983 [ 11. Feb 2008 11:42 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Liebe Panna! Vielen Dank für deine Hilfe. Ich überlege es mir tatsächlich, einen neuen Arzt zu suchen. Ich habe da eine letzte Frage: Wenn man von autoimmun bedingte Schilddrüsenkrankheit spricht, handelt es sich um Basedow oder Haschi. Aber wie kann ich erfahren, ob ich MB oder HT habe? In meinem Befund steht es nicht. Neueste Werte habe ich bereits per Post erhalten: fT3 2,79 (Norm. 2.00-4,50) fT4 1,19 (Norm. 0.90-1.70) TSH 1,40 (Norm. 0.20-3,70) Anti Tgn 37,34 (Norm. 0-115) Anti TPO 471,7 (Norm. 0-34) Weiter ist es zu sehen, dass sich die Schilddrüse mit 3 mm vergrösert hat (in Vergleich mit Jahr 2006), aber immer noch normalgross ist. Unauffällig. Und laut Befund handelt es sich um CHRONISCHE IMMUNTHYREOPATIE. Therapievorschlag: eine schilddrüsenspezifische Therapie derzeit nicht erforderlich. Kontrolle in 4- 6 Monaten. Was ist jetzt chronische Immunthyreopatie? MB oder HT? Und wie ist es möglich, dass die TSH anangs Jänner 3,80 war und eine Woche später beim Arzt TSH 1,40 ?? Danke, danke, danke! Liebe Grüße Stella |
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| Autor: | panna [ 18. Feb 2008 0:01 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
hallo stella, > Was ist jetzt chronische Immunthyreopatie? MB oder HT? beides... genauer: Immunthyreopathie ist ein zusammenfassender Name für beide Krankheiten. Vielleicht wollte sich der Arzt nicht festlegen ... das soll vorkommen. Außerdem fehlen bei dir ja die TRAK-Werte, das wäre immerhin ein kleiner Anhaltspunkt - obwohl viele Hashis auch TRAK (der ja an sich von Hause aus ein MB-typischer Antikörper ist) haben. > Und wie ist es möglich, dass die TSH anangs Jänner 3,80 war und eine Woche später beim Arzt TSH 1,40 ?? Wie waren die übrigen Werte Anfang Januar? So losgelöst kann man das schwer sagen, das TSH kann nachhinken nach niedrigen freien Werten, d.h. es kann passieren, dass es sich langsamer erholt - jedenfalls kann ich dazu so getrennt von den freien Werten und losgelöst vom Gesamtverlauf nicht viel sagen. Grüße panna |
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| Autor: | stella1983 [ 18. Feb 2008 12:33 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Liebe Panna! Ich habe einen Termin am Donnerstag bei einem anderen Arzt, weil ich doch das Gefühl habe, dass eine Behandlung sehr wohl notwendig ist und meine TSH Werte nicht gut eingestellt sind. Eine Woche nach meiner Untersuchung bei dem Nuklearmediziner hatte ich laut Labor TSH 2,90 d.h. innerhalb von vier Wochen schwankt es zwischen 3,81 und 1,40 (Norm. 0.20-3,70 bei dem Arzt und Norm 0,30-4,00 laut Labor) . Ich habe viele von den Themen in dem Forum gelesen und habe erfahren, dass bei Kinderwunsch TSH 1,00 - 1,5 sein muss und hoffe, dass der andere Arzt mich auch so behandelt, dass ich endlich mal einen *guten* Wert habe. Ich bedanke mich herzich für Deine Hilfe! Jetzt weiss ich worum es eigentlich geht- war vorher ziemlich unsicher, was das Ganze bei diesen Werten soll Ich werde dann die neuen Werte reinstellen und halte Dich auf den Laufenden Nochmals danke! Liebe Grüße Stella |
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