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Hallo wien 312
Nimmt sich denn keiner Dir an? Deine Probleme kommen mir sehr bekannt vor, mit dem Unterschied, daß ich keine Psychopharmaka genommen habe und auch keine nehmen werde. Ich habe mir diesbezüglich selbst helfen können. Obwohl ich Deine 25 Forumsbeiträge gelesen habe (aber nicht die Antworten) geht für mich nicht hervor was zuerst da war: Deine zwei SD-Operationen oder Dein psychischer Zustand? Bei mir war die Totalentfernung der SD vorher da. Danach fühlte ich mich psychisch am Ende, mußte aber als stellvertretender Betriebsleiter einfach noch ein paar Jahre funktionieren. Kopiere Dir mal nachfolgende Liste und entferne die Teile, die NICHT für Dich zutreffen, bzw. füge Symptome hinzu die - ausser den angeführten - für Dich zutreffen: Physische symptome: - allgemeines Schwächegefühl: fühle mich total matt und erschöpft? - latentes Schwindelgefühl, frühmorgens am stärksten, so daß man zweitweise kaum auf den Beinen stehen kann - schnelles Herzschlagen, beinahe Rasen, bereits bei kleinen Anstrengungen - konstant leichte Temperatur - Nebel im Kopf - Lippen werden spröde und trocken - Mundtrockenheit - extrem schlechter Geschmack, - das Gefühl, heiß und kalt wechseln sich ab, - noch blasser als sonst, - kalte Hände - Schüttelfrost - Heißhunger auf Süßes - Bedürfnis, viel zu trinken (also viel Durst) - Hautempfindlichkeit (betrifft blaue Flecken, Haut ist durchsichtig etc.) - Verspannungen im Rücken-, Schulter- und Kopfbereich, mehr als sonst üblich - Blähbauch, schwerer als sonst etc. Psychische symptome: - große Kraftlosigkeit, Mattigkeit, Schwächegefühl - wenig Konzentrationsfähigkeit - immerfort Schlafbedürfnis ohne richtig Durchschlafen zu können, - Gefühl wie leichtes Fieber und etwas Schüttelfrost - überhaupt keine Leistungsfähigkeit, auch nicht geistig - alles strengt schnell an: sogar einfaches sprechen und selbst lesen (sogar ein Weg von ca.50 m kann anstrengen), nicht mal einkaufen kann man - Unlust, sich zu bewegen (über den üblichen „inneren Schweinehund“ hinaus) - Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, dauernd von allem leicht überfordert und leicht zu entmutigen (auch mit Disziplin nicht völlig auszugleichen) - Gefühl, dass die Lebenskraft nahezu völlig entzogen ist - benötigt morgens sehr lange, um irgendwie „in Schwung zu kommen“, - gute Entscheidungen zu treffen; fallen schwer stattdessen leicht ablenkbar und infolgedessen mitunter Fehlentscheidungen bzw. Zeitverlust durch Ablenkbarkeit etc.; also auch schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren und sie „durchzuziehen“ - oft genug Selbstmordgedanken aufgrund des Überforderungsgefühl und dem Gefühl, den üblichen Lebensanforderungen nicht gewachsen zu sein - Stimmungsschwankungen, zeitweise ziemlich reizbar, bis hin zu Weinattacken oder auch Neigung zum Streiten, nur mit viel Disziplin unter Kontrolle zu bringen
Mit Deiner persönlichen Liste hast Du eine Basis für künftige Arztgespräche beim ENDOK/NUKMED. Lasse nach jeder Zeile einen Freiraum für Deine Anmerkungen beim Arztgespräch Ein Arzt, der seinen Beruf als Berufung ansieht, wird jeden einzelnen Punkt mit Dir besprechen. Er wird merken, daß es Dir ernst ist und Du deinen Zustand verbessern willst. Bist Du bei einem Arzt gelandet, der Deine Notizen für unwichtig hält ("Sie bekommen ja eh eine Diagnose!") wäre ich schon vorsichtig. Und lass Dich nicht irritieren: Das kommt vom Rauchen! Interessant wäre zu wissen, ob du bei Fachärzten oder bei Wahlärzten bist? Hat man bei Dir auch den VitaminD-Wert festgestellt? Ist Hypothalamus und Hirnanhangdrüse in Ordnung? Wurde vielleicht schon einmal eine MRT gemacht?
Grüße vom Strumaloso
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