Tut mir so leid!
So wie Dir geht es unzähligen Patienten im deutschsprachigen Raum.
Fokussiere erstmal auf den Hausarzt, der dir Euthyrox verordnet hat. Nach eigener Aussage hattest du vor 5 Jahren einen noch höheren TSH. Also war dein TSH ohne Thyroxin bereits 2x auffällig. Lass dir diese Blutbilder von der Sprechstundenhilfe oder dem Arzt ausdrucken. DAS sind deine Beweismittel.
Es ist normal, dass die Symptome den Messwerten hinterherhinken. Du leidest jetzt seid fast 5 Jahren zunehmend an den Symptomen, für die dein Hausarzt bereits vor 5 Jahren schon die passenden Schilddürsenwerte gesehen und registriert hatte.
Glücklicherweise scheint dieser Hausarzt auch die neuen TSH-Grenzwerte zugrunde zu legen. Also ist fast alles gut gelaufen.
Du hast ein kollossale Linderung verspürt bereits 2 Wochen nach Beginn der Euthyrox-DOSISFINDUNG....mit kleinster Einstiegsdosis.Regeldosisbereich liegt zwischen 100-200µg Thyroxin. Also ist mit oder ohne TSH-Wert klar, dass 25µg auf Dauer zu wenig sein müssen, auch wenn wir hier noch nicht mal dein Gewicht wissen. Frauen unter 20 kg, gibt es nicht und Kinder benötigen wegen der Entwicklungsjahre höhere Konzentrationen als 1,5µg/Kg Körpergewicht.
Aber
das stichhaltigste Argument bei Dir ist, dass der TSH unter Therapie mit Schilddrüsenhormonen mit Euthyrox UNTER 1,2 sinken muss.
Das kann auch der Arzt nachlesen unter Threotropin wikipedia oder bei netdoktor.de. Mittlerweile pfeiffen es die Spatzen vom Dach, nur Spatzen dürfen keine Thyroxinrezepte ausstellen. Die deutschsprachigen Mediziner weigern sich dazuzulernen, haben aber den Begriff "Wissenschaftler" für sich beansprucht.????
Nun wenn also UNTER Therapie der TSH nicht über 1,2 liegen darf..so haben wir hier sogar den
Beweis, dass deine 25er Dosierung zu niedrig war..und deshalb nach anfänglicher Besserung eine Wiederverschlechterung typisch war. Es stand nämlich die nächste Dosiserhöhung an.
Nun hast du keine Tabletten mehr. Gehe zum Hausarzt,
bitte um ein neues Thyroxinrezept, weil dein TSH unter Thyroxin ÜBER 1,2 war. Demnach war eine Steigerung notwendig. Bitte um eine höhere Dosierung. Sage ihm, er hätte dir nach seinen eigenen Worten bereits vor 5 Jahren eine Thyroxintherapie anbieten können. Das hätte deine jetzigen vielfältigen gesundheitlichen Probleme verhindern können. Jetzt solle er sich endlich um eine zielführende Dosisfindung bemühen mit Thyroxin. Antidepressiva zu verordnen ist ein
Kunstfehler, wenn der TSH erhöht ist und Thyroxin wirkt. Jetzt geht es NUR NOCH um eine
suffiziente Dosisfindung.
Gib dem Arzt bei Bedarf Bedenkzeit, damit er die Literatur sichten kann.
Z.B. den wikipedia Auszug:
https://de.wikipedia.org/wiki/ThyreotropinMarkere in der Mitte mit Neomarker: bei Hormonersatztherapie bzw. zur Strumabehandlung:
TSH: 0,3–
1,2 mU/l[4]
Die Literaturstelle (4) findest du im Anhang dieser website:
"Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie: DGE informiert über neueste Studienergebnisse zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen".
http://www.endokrinologie.net/presse/detail_79.htmlHier markerst du mit Neonmarker den Satz:
"Die DGE empfiehlt Ärzten, bei Patienten unter einer Therapie mit Schilddrüsenhormonen einen
TSH-Wert von 0,3 bis 1,2 Milli-Einheiten pro Liter anzustreben.
Wahrscheinlich langt das letzte allein vollauf.
Das wäre Wissen, was dem Arzt also seid nunmehr 10 Jahren geläufig hätte sein müssen!!!
Deine Symptome für psychisch abzutun ist ein
Kunstfehler.Du forderst jetzt erneute Therapie mit Euthyrox, diesmal mit einer
suffizienten Dosisfindung!Falls das nicht gelingt, geh zur Gynäkologin damit. (Oder mach beides gleichzeitig - ein Tipp, der mir als betroffene Wissenschaftlerin erst von Ärzten gegeben werden musste). Sie kann dir genauso helfen. Lege beide erhöhte TSH-Messungen vor. berichte, dass die
25µg Einstiegsdosierung dir initial alle Symptome besserte, ganz besonders die psychischen. Und dass man jetzt am Anfang der Dosisfindung abgebrochen hat mit dieser zielführenden Therapie. Die Dosisfindung also gar nicht regelkonform abgeschlossen hat. Die TSH-Bestimmungen auch zu früh erfolgt sind. Und obwohl UNTER Thyroxintherapie befindlich wurdest du nach den Normen für
unbehandelte Patienten beurteilt.
Selbst wenn du nur die Hälfte dieser Argumente (und Fachbegriffe)nutzt, müsste dir von den Ärzten geholfen werden. Neue Ärzte korrigieren lieber die Fehler ihrer Kollegen, Als dass ein Hausarzt einen bereits gemachten Fehler zugibt. Aber da du danach höchstwahrscheinlich doch den Hausrazt wechseln musst, macht es Dir nichts aus, diesem Arzt nochmal deine Meinung zu sagen und ihm
eine Fortbildung zuteil werden zu lassen. Am besten laut vor Publikum. Seine anderen Patienten oder Angestellten sollten das mitbekommen. Ansonsten lernen unsere Ärzte auf diesem Gebiet in diesem Leben nicht mehr dazu. Es ist ein Trauerspiel, dass kranke Patienten zu solchen Mittel greifen MÜSSEN. Aber es geht derzeit nicht anders. Die Medizin muss erkennen, dass es so wie bisher NICHT reibungslos weitergehen kann. Ärzte sind zu echten Thyroxin-Sparbrötchen geworden als Kollegen wegen Überdosierung verklagt worden sind. Unterdosierung soll laut Mary Shomon"Die gesunde Schilddürse" schlimmer sein als Überdosierung. Muss den erst ein Arzt wegen Unterdosieurng verklagt werden, damit die Dosisfindung wieder regelkonform abläuft? DU kannst mit deinem couragierten Auftreten diesen Hausarzt retten davor, dass er einmal wegen Unterdosierung von einem Patienten verklagt wird.
Nimm dir Verstärkung mit. Zieg dich seriös an. Ein Jacket kann Wunder wirken. Eine Begleitung, die DICH unterstützt(und nicht dem Arzt nach dem Munde redet), auch. Jemand, der vor Doktoren in den Staub fällt, ist kontraproduktiv. Eine Promotion in Medizin ist nicht mehr als eine Diplomarbeit in anderen Naturwissenschaften.