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 Betreff des Beitrags: Meine Schilddrüsenwerte, und nun?
BeitragVerfasst: 16. Mär 2015 18:48 
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Registriert: 13. Mär 2015 16:28
Beiträge: 7
Hallo zusammen,

ich nehme seit 7 Jahren täglich L-Thyroxin 50 µg wegen meiner damals festgestellen Unterfunktion (Die Blutwerte von damals habe ich leider nichtmehr).

Nachdem es mich nach langer Zeit schon interessiert hat, woher meine Unterfunktion eigentlich genau kommt (Hashimoto Ja/nein), habe ich einen Termin bei einem Internisten gemacht. Ich war vorher immer bei meinem Hausarzt, ein Allgemeinmediziner.

Ein neues Blutbild wurde erstellt und eine Ultraschalluntersuchung angeordnet, hier mein Befund:

MAT: -
FT3: 5,27 (4,1-6,7)
FT4: 22,9 (13,1-21,3)
TSH: 2,61 (0,27-4,2)
MAK: 8,9 (<34)
TRAKN: 0,3 (<1,58=neg,>1,75=pos)
HB (Haemoglobin): 15,6 (13,5-17,5)
ERY (Erythrozyten): 5,1 (4,5-5,9)
HK (Haemotokrit): 0,45 (0,40-0,53)
HBE (=MCH): 30,6 (28,8-33,0)
MCV: 88,2 (80-98)
MCHC: 347 (320-360)
LEUK (Leukozyten): 3,7 (4-10)
THRO (Thrombozyten): 247 (150 - 400)

Sono: Keine Veränderungen, keine Knoten, "normale" Größe. Kein Hashimoto

Jetzt habe ich mich natürlich gefragt, warum ich Tabletten nehmen muss wenn ich doch gar nicht krank bin? Mein TSH sollte niedriger sein laut Arzt. Der FT4 Wert is ebenfalls leicht erhöht und passt in diesem Zusammenhang nicht zum TSH Wert.

Laut Arzt soll ich das Thyroxin nun erstmal absetzen und stattdessen täglich 200 µg Jod zu mir nehmen. Was mich aber nach meinem Blutwertebefund auch stutzig macht.

Jemand ähnlich Blutwerte gehabt und kann mir hierzu Tipps geben? Oder hat jemand sein L-Thyroxin ebefalls abgesetzt und seine Erfahrungen berichten? Ich freue mich über jeden Tipp.

PS.: Das Blut wurde am Vormittag um 10 Uhr genommen. Ich war nüchtern, kein Thyroxin vorher eingenommen, nichts gegessen.

LG


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BeitragVerfasst: 18. Mär 2015 6:29 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
TSH zu hoch (unter Therapie darf er nicht über 1,2 kommen)
fT4 zu hoch (über der Norm)
fT3 zu niedrig (niedrignormal)


Der erhöhte TSH ist fT3-Mangelbedingt.

Wie schwer bist du?


Jod würde ich heutzutage ablehnen, wenn du nicht in entlegenen Tälern Österreichs fernab von jeglichen Supermärkten lebst. Gibt es Schilddrüsenkranke in der Familie? Autoimmunerkrankungen?

50 µg Thyroxin ist eine Einstiegsdosierung, die aber heutzutage gerne von Ärzten als Dauermedikation verordnet wird. Widerspricht der Fachinformation.

Ohne jegliche weitere Information würde ich 50µg Novothyral als nächsten Schritt und zielführend erachten. Die exakte Grösse deiner Schilddürse in Milliliter lass dir sagen/ausdrucken. Frage explizit nach inhomogenen und echoarmen Bereichen? Diese sprechen für Hashimoto. Wurden jemals TPO-Antikörper bestimmt?

Wie gross und schwer bist du, hast du Gewichts- oder Zyklusprobleme?

Selen, Kaffee, Progesteron sind zu empfehlen.


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BeitragVerfasst: 18. Mär 2015 10:44 
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Registriert: 13. Mär 2015 16:28
Beiträge: 7
Schonmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Zu mir: Ich bin 1,78m groß und 75kg schwer (Körperfettanteil etwa 11%). Habe unter Thyroxin keine Gewichtsprobleme gehabt (Geschlecht: männlich). Ich beitreibe 4x wöchtenlich Kraftsport im Fitnessstudio. Auch hier unter Thyroxin keine Beschwerden verzeichnet.

Antikörper wurden nur entsprechend meinen Blutwerten getestet. Ich ging davon aus, dass hiermit alles abgedeckt ist. Ich bin noch recht neu auf dem Gebiet, obwohl ich seit 7 Jahren Tabletten nehmen muss. Bisher habe ich blind auf meinen Arzt vertraut, aber mittlerweile fangen ich eben an mir selbst meine Gedanken zu dem Thema zu machen.

Die Ultraschallbefunde lasse ich mir beim nächsten mal mit ausdrucken. Die Reaktion des Arztes war aber sehr positiv, sprich laut seiner Meinung eindeutig kein Hashimoto.

Meine beiden Schwestern haben allerdings Hashimoto, das weiß mein Arzt aber. Trotzdem bin ich angeblich Gesund.

Die L-Thyroxin Tabletten habe ich seit 5 Tagen nichtmehr genommen. Stattdessen anders als vom Arzt verordnet täglich 200 µg Selen statt 200 µg Jod.

Mein Befinden ist gut. Ich verspüre anders als erwartet, einen Bewegungsdrang. Besonders bemerkbar macht sich dies am Abend. Ich beobachte dies weiterhin und dokumtiere mein Befinden. in 4 Wochen habe ich einen erneuten Termin.


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BeitragVerfasst: 18. Mär 2015 19:41 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Hab das nochmal mit deinen Blutwerten oben korreliert. WENN du gesund wärest, könnte Thyroxin auf fT3 drücken...und damit Beschwerden eher noch verursachen. DAS würde deine neuerlichen bewegungsdrang erklären.

Der kann aber auch furch einen autoaggressiven Schub solltest du hahsimoto hasben erklärt werden..oder einfach nur durch den Frühlingsausbruch, die Wärme, Sonneneinstrahlung...das lässt die Hormone spriessen..wie wir bei den Vögeln sehr anschaulich beobachten könne;) Auch die Pflanzen knospen allenthalben:)

WENN dein Schwestern hashimoto haben, ist das bei dir auch wahrscheinlich. Bei Männern kann das aber sehr viel später oder nie ausbrechen, weil Euch kein Zyklus dazwischenfunkt.


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BeitragVerfasst: 18. Mär 2015 21:14 
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Registriert: 13. Mär 2015 16:28
Beiträge: 7
Der Bewegungsdrang hat angefangen, als ich von L-Thyroxin auf Jodid 200 µg umgestiegen bin. Die ersten 2 Tage nach absetzen des L-Thyroxins habe ich das Jod auf anraten des Artztes genommen. Mittlerweile habe ich es wie bereits erwähnt, durch Selen 200 µg ersetzt. Der Bewegungsdrang ist immer noch da.
Auch wenn das Wetter momentan gut ist, bezweifel ich das mein Bewegungsdrang davon kommt. Ich hatte das noch nie in dem Ausmaß. Es fällt mir am Abend teilweise wirklich schwer ruhig auf dem Sofa zu sitzen.
Außerdem aufgefallen ist mir, dass ich beim Schlucken einen leichten Druck verspüre. Als hätte ich Kloß im Hals. Es ist allerdings nur leicht spürbar und deshalb nicht störend momentan.
Mein Befinden ist ansonsten allerdings sehr gut. Ich überlege mir eventuell trozdem früher einen neuen Termin zu machen. Ende nächster Woche wäre ich bei etwa 2 Wochen ohne LT. Macht ein Bluttest dann Sinn oder ist dieser Aussagekräftig?
LG


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BeitragVerfasst: 19. Mär 2015 8:14 
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Beiträge: 541
:( Jod hat bei Dir einen autoimmunen schub ausgelöst??? Kannst du eigentlich nur mit Thyroxin beruhigen. Wenn du erst Blut abnehmen lässt erkennt der Arzt nur eine ÜBERfunktion..oder SEHR gute SD-werte...dass es ein autoimmuner SCHUB ist dazu wäre mehr immunologische Vorbildung nötig.


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BeitragVerfasst: 21. Mär 2015 14:12 
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Registriert: 13. Mär 2015 16:28
Beiträge: 7
Heute ist Tag 9 ohne L-Thyroxin. Mein Befinden ist wie gehabt eigentlich ganz gut. Der "Kloß" im Hals ist immer noch spürbar. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich dieser Druck bis hin ins Linke Ohr zieht. Auch verspüre ich einen leichten Druck am Kopf / auf der Stirn. Es sind aber keine wirklichen Schmerzen.

Das Unruhige Gefühl wird von Tag zu Tag besser und ist nichtmehr so stark wie am Anfang.
Am Montag ist Tag 11 ohne L-Thyroxin. Ich habe vor dann nochmal zum Arzt zu gehen und ihm meine Symptome zu schildern.

Was mich an meinen Werten einfach stutzig macht ist folgendes: Der TSH stimmt mit FT4 einfach 0 überein. FT4 liegt bei 119,51%. Soweit ich das richtig verstanden habe, ist L-Thyroxin nichts anderes als FT4. Durch die Einnahme des L-Thyroxins bin ich also deutlich über 100% gekommen, was FT4 betrifft. Dann müsste aber gleichzeitig der TSH Wert deutlich sinken. Dieser ist aber vergleichsweise relativ hoch mit 2,61.

Auf der einen Seite sprechen meine Symptome dafür, wieder mit L-Thyroxin anzufangen. Auf der anderen Seite war ich mit L-Thyroxin bei einem überdurchschnittlich hohem FT4 Wert, bei gleichzeitig hohem TSH Wert. Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen?

Ich bin mir auch nicht sicher ob mein Arzt am Montag die richtige Entscheidung trifft. Die Situation ist nicht eindeutig. Auf der einen Seite habe ich keine Lust durch das Weglassen der Tabletten irgendwas "kaputt" zu machen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch kein L-Thyroxin nehmen, wenn dies gar nicht nötig wäre. Schwierig...


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BeitragVerfasst: 28. Mär 2015 2:51 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Ja, klingt paradox...aber wegen deiner Halssymptome tippe ich auf autoimmunen Schub (ausgelöst durch das Jod?). Dann wird zuviel SD-Hormon frei, was normalerweise in den SD-Zellen gespeichert bliebe. Retten kann man das mit Thyroxingabe bzw merh Thyroxin, wenn durch Unterdosierung ausgelöst, wie dein erhöhter TSH glauben macht.

Ich sehe keinen Grund für eine Thyroxinpause..eher vielleicht sogar im Gegenteil: Dosissteigerung.

Wieviel µg Thyroxin ist das denn bei Dir? Bei welchem Körpergewicht?


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BeitragVerfasst: 28. Mär 2015 19:38 
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Registriert: 13. Mär 2015 16:28
Beiträge: 7
Heute ist Tag 16 ohne L-Thyroxin.

Der Bewegungsdrang ist weg. Mittlerweile verspüre ich nur noch diese "Knödel" im Hals, der mich nach und nach immer mehr nervt.

Ich habe vor dem Absetzen 50 mcg LT genommen auf einer Körpergröße von 1,78m und 75kg Gewicht.

Ich habe wegen den Symptomen die ich habe an Tag 11 ohne L-Thyroxin nochmal ein Blutbild machen lassen um eine Zwischenbilanz ziehen zu können. Folgendes Ergebnis bekam ich:

Meine Werte der letzten Blutuntersuchun mit 50 µg L-Thyroxin waren nochmal wie folgt:
TSH: 2,61 (0,27-4,2) [60%]
FT3: 5,27 (4,1-6,7) [45%]
FT4: 22,9 (13,1-21,3) [120%]

Meine Werte von Tag 11 ohne L-Thyroxin sind nun:
TSH: 2,72 (0,27-4,2) [62%]
FT3: 4,99 (4,1-6,7) [34%]
FT4: 16,5 (13,1-21,3) [42%]

Wie man erkennen kann, ist der TSH nahezu konstant geblieben. Für mich Verständlich da noch genug FT4 vorhanden ist. Kein Grund die Produktion hochzufahren.
FT4 ist erheblich gesunken (von 120% auf 42%). Für mich auch logisch, da ich L-Thyroxin abgesetzt habe.
FT3 ist auch um etwa 10% gesunken. Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Kann mir diese Veränderung jemand erklären?


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BeitragVerfasst: 29. Mär 2015 15:27 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Letztendlich ist nur der fT3-wert interessant. Dein Körper macht aus dem T4->T3, das eigentlich stoffwechselaktive Schilddürsnhormon.

50µg bei deiner Grösse und deinem gewicht ist eine erste Eisnteigsdosis, die zeitnah gesteigert werden muss. Wenn dein arzt dich länger daerauf belassen hat ist das der Grund für deine Lethargie unter Thyroxintherpaie...das Belassen auf einer Erinstiegsdosis, also UNTERDOSIERUNG. Wenn du jetzt die zu niedig dosierten SD-Hormone wegkässt, kann das tatssächlich erstmal wieder mehr Aktivität bewirken. Deine SD fährt die Eingenleistung hoch, damit kommt es wieder zu antigenproduktion..und autoaggression...diese Halssymptome, die bis zum Strangulationsgefühl anwachsen können. Ist dein hals auch gerötet ab und an? Bei 75 kg solltest du zeitnah auf mindestensn 100 µg kommen. Besprich das mit deinem Arzt. Auch mit anderen Ärzten. manchmal ist ein Frauenarzt oder ein HNO sensibler und besser im Thema SD. Fachärzte sind aber Endokrinologen udn Nuklearmediziner. Das garantiert aber nix.


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