Schilddrüsenforum Österreich
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Chronisch lymphozytäre Thyreoiditis
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Seite 1 von 2

Autor:  Coralie [ 25. Okt 2004 14:50 ]
Betreff des Beitrags:  Chronisch lymphozytäre Thyreoiditis

Guten Tag zusammen,

seit ca. 1999 weiß ich, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe, gegen die ich von meinem Berliner Arzt L-Thyroxin (zuvor verwendete ich Thyronajod, die mir mein 1. Arzt verschrieb) verschrieben bekommen habe.

Neben den üblichen Symptomen wie u.a. Müdig- und Mattigkeit, trockene Haare, Depression und Lustlosigkeit etc., hatte ich eigentlich keine weiteren Probleme und konnte mich gut abfinden. Seit einigen Monaten jedoch habe ich nun diesen Schwindel, ein sehr drückendes Kloßgefühl im Hals und ein Engegefühl im Brustbereich... hinzu kommen leider ein Druckgefühl hinter den Augen, wenn das "Würgegefühl im Hals" besonders schlimm wird und ich mich auch hineinsteigere und ein mir noch unerklärlicher Hustenreiz. Hat jemand von euch diesen schmerzenden Husten?

Nachdem ich eines Abends schwer Luft bekam, ließ ich mich in die Charité einweisen, wo man feststellte, dass ich unter einer chronisch lymphozytären Thyreoiditis (Synonym Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmunthyreoiditis) leide. Jedoch sagte mir der Arzt, das sei alles nicht so wild... Er erhöhte lediglich die L-Thyroxin-Dosis auf 100 µg/ Tag.
Zu guter letzt wurde mir dann ein psychosomatischer Befund ausgetellt. Einigen von euch dürfte diese Geschichte ja bekannt vorkommen. Was habt ihr anschließend getan?

Nun bin ich erst einmal auf der Suche nach einem wirklich guten Endokrinologen in Berlin. Ich bin hier vielleicht ein bisschen falsch, weil dies ein .at-Forum ist, aber man weiß ja nie... Vielleicht ist ja jemand unter euch, der sich im Raum Berlin auskennt.

Meine Beschwerden verstärken sich, und langsam bekomme ich wirklich Angst- und Panikattacken. Ihr kennt dieses Verzweiflungsgefühl...
Freue mich auf jede Antwort!

Liebe Grüße von

Coralie.

Autor:  Coralie [ 25. Okt 2004 15:15 ]
Betreff des Beitrags: 

Übrigens nehme ich nicht zu... Ich bin 1,80m groß und wiege wie immer zwischen 72 und 75 Kilo. Wenn ich weniger esse (beispielsweise 1500-1700kcal am Tag), nehme ich auch schnell ab. Die meisten nehmen ja so unsagbar zu. Deswegen bin ich irritiert... Weiß jemand, was genau dahinterstecken könnte?

Gruß.

Autor:  Gast [ 28. Okt 2004 13:03 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Coralie!

Mit einem Endokrinologen in Berlin kann ich leider nicht weiterhelfen!!!

Zu deinen Beschwerden:

Schwindel, keine Energie, Haarausfall, Müdigkeit, Engegefühl in der Brust, Traurigkeit,.....
kann ich dir sagen das ich all diese Symptome auch immer habe wenn ich in einer Unterfunktion sitze.

Lass dir nicht, auf keinen Fall, eine Psychosmatik anhängen solange deine Werte nicht in Ordnung sind.

Mir ist es ähnlich ergangen.

Alles Liebe
Martina

Autor:  Gast [ 28. Okt 2004 13:18 ]
Betreff des Beitrags: 

Gast hat geschrieben:
Hallo Coralie!

Mit einem Endokrinologen in Berlin kann ich leider nicht weiterhelfen!!!

Zu deinen Beschwerden:

Schwindel, keine Energie, Haarausfall, Müdigkeit, Engegefühl in der Brust, Traurigkeit,.....
kann ich dir sagen das ich all diese Symptome auch immer habe wenn ich in einer Unterfunktion sitze.

Lass dir nicht, auf keinen Fall, eine Psychosmatik anhängen solange deine Werte nicht in Ordnung sind.

Mir ist es ähnlich ergangen.

Alles Liebe
Martina


Danke Martina...

Ich weiß noch genau, wie der diensthabende Stationsarzt zu mir sagte, dass ich mich "glücklich schätzen könne, dass man nebenbei herausgefunden habe, dass meine Werte nicht richtig eingestellt sind".
Wir hatten nämlich einen kleinen Streit in der Visite, vor den anderen Patienten in meinem Zimmer (!), darüber, dass ich mich eben NICHT für einen Hypochonder halte... Und er hielt mich eben für genau das. Nun ja, man muss nicht lange raten, um zu erfassen, wie gedemütigt ich mich in diesem Moment gefühlt habe... Ich werde auch nie vergessen, wie der supercoole Arzt (bestimmt nicht älter als 35) bockig mit dem Wort "CIAO" das Zimmer verließ. Ich hatte dann erstmal einen Weinkrampf. Mein Befund ist rein psychosomatisch... das ist so furchtbar. Was für Versager gibt es eigentlich unter den Medizinern? Ist es denn so schwer zu verstehen, dass die Schilddrüse ein Organ ist, dass genau diese psychischen Verstimmungen hervorrufen kann? :-(

Letztlich war ich dann irgendwann wirklich mit den Nerven runter... Nun frage ich mich, was man denn alles machen kann, um die Hashimoto in den Griff zu bekommen? Meine Schilddrüse optimal einstellen? Gehen diese Beschwerden dann irgendwann vorbei?

Liebe Grüße und alles Liebe auch an Dich,

Coralie.

Autor:  Coralie [ 28. Okt 2004 13:20 ]
Betreff des Beitrags: 

Gast hat geschrieben:
Hallo Coralie!

Mit einem Endokrinologen in Berlin kann ich leider nicht weiterhelfen!!!

Zu deinen Beschwerden:

Schwindel, keine Energie, Haarausfall, Müdigkeit, Engegefühl in der Brust, Traurigkeit,.....
kann ich dir sagen das ich all diese Symptome auch immer habe wenn ich in einer Unterfunktion sitze.

Lass dir nicht, auf keinen Fall, eine Psychosmatik anhängen solange deine Werte nicht in Ordnung sind.

Mir ist es ähnlich ergangen.

Alles Liebe
Martina


Danke Martina...

Ich weiß noch genau, wie der diensthabende Stationsarzt zu mir sagte, dass ich mich "glücklich schätzen könne, dass man nebenbei herausgefunden habe, dass meine Werte nicht richtig eingestellt sind".
Wir hatten nämlich einen kleinen Streit in der Visite, vor den anderen Patienten in meinem Zimmer (!), darüber, dass ich mich eben NICHT für einen Hypochonder halte... Und er hielt mich eben für genau das. Nun ja, man muss nicht lange raten, um zu erfassen, wie gedemütigt ich mich in diesem Moment gefühlt habe... Ich werde auch nie vergessen, wie der supercoole Arzt (bestimmt nicht älter als 35) bockig mit dem Wort "CIAO" das Zimmer verließ. Ich hatte dann erstmal einen Weinkrampf. Mein Befund ist rein psychosomatisch... das ist so furchtbar. Was für Versager gibt es eigentlich unter den Medizinern? Ist es denn so schwer zu verstehen, dass die Schilddrüse ein Organ ist, dass genau diese psychischen Verstimmungen hervorrufen kann? icon_sad.gif

Letztlich war ich dann irgendwann wirklich mit den Nerven runter... Nun frage ich mich, was man denn alles machen kann, um die Hashimoto in den Griff zu bekommen? Meine Schilddrüse optimal einstellen? Gehen diese Beschwerden dann irgendwann vorbei?

Liebe Grüße und alles Liebe auch an Dich,

Coralie.

Autor:  Coralie [ 28. Okt 2004 13:21 ]
Betreff des Beitrags: 

Oh, ich bitte um Verzeihung, der Beitrag ging wohl zweimal rein... das mit dem Login vergisst man gerne mal...

;-)

Cora.

Autor:  Coralie [ 29. Okt 2004 16:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Kann sich sonst niemand identifizieren oder mir einen Rat geben?
:-(

Autor:  Gast [ 29. Okt 2004 17:17 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Coralie,
auf folgenden Foren kannst Du vielleicht eher jemanden finden, der in der Richtung Erfahrungen gemacht hat:
www.das-wartezimmer.de
und
www.hashimoto-thyreoiditis.de

Autor:  Coralie [ 30. Okt 2004 13:13 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke "Gast". :-) Ich bin auf diesen Seiten gut fündig geworden. Ich würde mich aber dennoch freuen, wenn sich jemand melden würde, der ähnliche Erfahrungen mit der Hashi gemacht hat wie ich... Es gibt einfach immer ein beruhigendes Gefühl. Danke. :-)

Grüße an alle von
Cora.

Autor:  Gast [ 01. Nov 2004 14:32 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Coralie!

Tja, was kann man dagegen tun???

Ganz wichtig ist vor allem deine SD-Werte halbwegs gut einzustellen ( das halbwegs deshalb ,weil es bei mir kaum gelingt, und das schon seit Jahren!).

Unterstützung von Freunden holen!

Wenn vorhanden: Ehepartner....kann passieren das da so mancher gleich zu Beginn Unverständnis zeigt, manche auch erst nach Jahren und manche bleiben immer eine tolle Stütze. Da ist alles möglich.

! Sich immer wieder aufs Neue motivieren!
Es gibt Zeiten da glaube ich auch es geht gar nicht mehr, meine Kraft ist einfach zu Ende.

Mir hilft es dann viel zu telefonieren, meine Sorgen auch an andere "abzugeben".

Recht liebe Grüsse
Martina

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