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BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 16:57 
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Registriert: 11. Apr 2013 19:47
Beiträge: 2
Liebe Forums-Teilnehmer!

Ich bin 57 Jahre alt und seit 2004 wegen meiner Schilddrüsenprobleme (substituierte latente Hypothyreose, kleinen Knotenstruma, Autoimmunthyreoiditis) in Behandlung und habe meine Krankheit mal mehr oder weniger im Griff. Seit einigen Monaten geht es mir mal wieder gar nicht gut: Ständige Gewichtszunahme trotz bewusstem Essen und Bewegung, Wassereinlagerungen, Gelenkprobleme, Lagerungsschwindel, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit usw..

Ich war zuletzt im März zur Untersuchung. Ich habe das Gefühl, dass ich von der Medikamentendosis einfach zu niedrig eingestellt bin. Ich nehme seit 2 Jahren täglich 1/2 Tabl. Euthyrox 125 (62,5) - vorher nahm ich meist Euthyrox 75 und hatte das Gefühl, dass es mir etwas besser ging. Ich weise die Ärzte bei den letzten Untersuchungen immer wieder auf meine Beschwerden hin, es wird aber nicht wirklich darauf eingegangen. Es heißt immer nur, am Medikament kann es nicht liegen (die Dosis macht es, nicht das Medikament meiner Meinung nach). Es wird auch immer alles verharmlost und darauf hingewiesen, dass eben sehr viele Frauen diese Krankheit hätten, und man unter der Medikamenteneinnahme keine Probleme hätte.

Am Befund steht, dass die Patientin subjektiv beschwerdefrei sei und die Substitutionsbehandlung richtig dosiert ist.

Hier mein Befund, was meint Ihr bitte dazu?????

TSH: 1.65 mcu/ml (0.30-4.00)
freies T3: 2.75 pg/ml (1.90-4.30)
freies T4: 11.5 pg/ml (9.0-17.0)

anti-TG: >4000 IU/ml (<115)
anti-TPO: >600 IU/ml (<34)

Noch eine Frage stellt sich mir: Ich muss am Tag der Blutabnahme trotzdem vorher meine Euthyrox nehmen, das kann ja auch nicht stimmen?? Auch hat noch nie ein Arzt den Begriff "Hashimoto" verwendet - habe ich nun Hashimoto oder nicht??

Ich bin gespannt auf Eure Antworten - danke!!!


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BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 17:54 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
willkommen im hashiclub !

natürlich hast du hashimoto, nur steht dies nicht im befund sondern es heißt fachlich autoimmunthyreoiditis. keine ahnung warum viele ärzte nicht schreiben.
anhand deiner doch sehr hohen antikörper ist es kein wunder, dass es dir nicht gut geht.

du hast vollkommen recht, dass es nicht das medikament sonder die Dosis macht, um sich besser zu fühlen. deine freien werten(ft3 33.33 % und fT4 31,25 %) sind ja nun wirklich nicht hoch angesiedelt und normal sollten sie im oberen dritten liegen. erfahrungsgemäß fühlen sich die meisten von uns bei einem tsh um 1 am wohlsten. da hast du auch noch spielraum von der dosis her.

leider ist es meistens so, dass die ärzte und auch nichtbetroffene meinen, dass es mit hormonen getan sei - leider ist das nicht so.

bitte am tag der blutabnahme (VOR der abnahme) keine Hormone einnehmen, da die werte sonst verfälscht werden können. (schauen dann besser aus, als sie eigentlich sind). normalerweise fragt ein Arzt auch nach, ob man in der früh die homone genommen hat bzw wird ausdrücklich darauf hingewiesen sie NICHT zu nehmen

vielleicht kannst du doch nochmal mit deinem oder einem anderen arzt reden, dass du deine alte Dosis 75 µg wieder nehmen kannst und nach 4-6 Wochen nocheinmal werte kontrollieren kommst.

für das, dass du schon so lange hormone nimmst, bekommst du eine wirklich niedrige Dosis.

wie gesagt, frag nochmal nach ob eine dosisteigerung ok ist, ansonsten probier es bei einem anderen Arzt. sag, du hast immer 75 µg genommen und es ging dir damit besser.

ansonsten kannst versuchen anstatt tgl. 62,5 µg mo-sa 62,5 µg und so 125µg zu nehmen. das macht dann eine wöchentliche Dosis von 500µg.

mit deiner jetzigen Dosis kommst du auf 437,5 µg mit tgl. 75 µg würdest du auf 525 µg kommen. so hast du etwas mehr als jetzt, aber immer noch nicht soviel, wie mit 75 µg.

hast du dir schon das buch, "leben mit hashimoto" besorgt. ich kann es nur jedem hashi empfehlen. hier noch ein paar infolinks :?:
http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm
http://www.schilddruesenspezialisten.de ... aq/faq.php


auf jeden fall wünsche ich dir alles gute und baldige Besserung.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 19. Apr 2013 9:33 
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Registriert: 11. Apr 2013 19:47
Beiträge: 2
Hallo Maus,

danke für deine ausführliche Antwort.
Deinen Vorschlag, dass ich jeden Sonntag statt einer 62,5 Dosis Eutyrox 125 nehme, finde ich gut, werde ich wahrscheinlich ausprobieren. Aber meinst du nicht, dass ich da Probleme bekommen könnte, wenn ich plötzlich von heute auf morgen die doppelte Dosios nehme??
LG Hortensie


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BeitragVerfasst: 19. Apr 2013 13:22 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Hortensie hat geschrieben :
> Hallo Maus,
>
> danke für deine ausführliche Antwort.
> Deinen Vorschlag, dass ich jeden Sonntag statt einer 62,5 Dosis Eutyrox 125
> nehme, finde ich gut, werde ich wahrscheinlich ausprobieren. Aber meinst du
> nicht, dass ich da Probleme bekommen könnte, wenn ich plötzlich von heute
> auf morgen die doppelte Dosios nehme??
> LG Hortensie


Hallo !

Oje, da habe ich mir doch tatsächlich bei deiner Dosierung vertan - bitte NICHT meine vorgeschlagenen Dosis nehmen. Danke, dass du mich darauf hingewiesen hast. Denn genau das wollte ich umgehen !!! So große Dosisteigerungen :-(
Bei mir geht es momentan drunter und drüber..... ich schau mir das später nochmal an und schreibs dann in deinen Tread.

Lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 19. Apr 2013 14:52 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Sorry, da bin ich wieder !

Vielleicht kannst du doch zu einem Spezialisten und dem erklären, dass es dir mit 75µg besser ging. Vielleicht kann er dir zusätzlich zu den 62,5 µg 1/2 125 µg die 75er verschreiben und du nimmst die im Wechsel.

Ich nehme ja auch 1 Tag 100+1/2 25 = 112,5 und jeden 2.Tag 125 µg als einzelne Tablette. Und wenn ich das Gefühl habe oder die Werte zeigen, dass eine Erhöhung angesagt ist, dann nehm ich eine zeitlang einen Tag zusätzlich 125 µg

Lg
MAUS


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