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 Betreff des Beitrags: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 10:38 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
Hallo!

Habe jetzt gerade meinen neuen Blutbefund bekommen. wobei ich sehr erstaunt bin dass wieder kein t3 gemacht wurde. bin mir ziemlich sicher dass das auf der überweisung der endokrinologin draufstand. tja, der hausarzt regt mich auf. werde ihn wohl wechseln.

nach 4 wochen einnahme von thyrex habe ich jetzt folgende werte

freie T4: 1,11ng/dl (0,80 - 2,00)
TSH: 1,36 (0,5 - 3,5)
bei der letzten BA hatte ich 2,57 und der zielwert der endokrinologin ist 1,5 gewesen (scheint erreicht zu sein). allerdings wurde das mit der müdigkeit nach ca. 1-2 wochen wesentlich besser, diese woche aber wieder schlechter. hätte eigentlich gedacht dass die werte nich so gut wären.

TPO-AK: 1,01 (< 5,61)
Thyreoglobuline AK: 1,19 (<4,11)

Also offensichtlich keine Antikörper - ist Hashimoto somit ausgeschlossen? Was bedeutet dann aber die kleine Schilddrüse mit insgesamt 5 ml Volumen? und was ist mit dem echokomplexen knoten? würde das nicht eher für Hashi sprechen?

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 10:56 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
Hab gerade auch mit meiner Endokrinologin telefoniert. Laut ihr sind meine Werte in Ordnung. Hashi ist ausgeschlossen. Die Knoten soll ich in 6 Monaten kontrollieren lassen. Ich hätte wohl eine träge Schilddrüse.

Tja, jetzt bin ich irgendwie ein bissl ratlos ehrlich gesagt. Klar will ich keine Krankheit haben, aber irgendwie dachte ich mir schon dass alles darauf hin gedeutet hat. Gut, aber Arzt ist nunmal sie, sie wird es wohl besser wissen. Nur frag ich mich, ob ich mich da vielleicht nur reingesteigert habe und die Schilddrüse eh keine Beschwerden gemacht hat, sondern es halt wirklich psychsisch ist.

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 14:34 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
echoarmut heisst z.B. dass das gewebe teilweise bereits angegriffen ist, ist also eher ein indiz für hashi. auch neigen hashis eher zu kleinerer SD (wobei es auch die hypertrophe Form bei hashi gibt, die mehrzahl hat allerdings eher zu kleine SDs). d.h. es müssen noch keine antikörper nachgewiesen sein um trotzdem hashi zu haben.

für die diagnose (erstuntersuchung)ist auch immer ein ultraschall und ein szintigramm wichtig. bei folgekontrollen bzw der werte sollten IMMER tsh, sowie ft3 und ft4 gemacht werden - ein ultraschall reicht 1x jährlich.

wenn auf der üw auch fT3 gestanden ist, dann solltest du auch darauf bestehen, dass dieser wert gemacht wird. kannst du nicht im labor anrufen und nachfragen?

aber trotzdem so oder so, ist dein fT4 wert viel zu niedrig und liegt nur bei 25.83%, wünschenswert wäre eine ansiedlung im oberen drittel, also über 60%
d.h. du solltest unbedingt deine hormondosis etwas erhöhen, damit sich auch die werte wieder verbessern.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 15:28 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
hm, ja ich könnte mal schauen. aber ich befürchte, dass mein hausarzt das einfach dann nicht raufgeschrieben hat. der hat ja wieder einen eigenen zettel fürs labor geschrieben. fazit: ich wechsle den hausarzt, zum glück kommt demnächst eine neue zu uns in den ort. hoffe mal, die ist anders.

ich weiss nicht, warum die kein szintigramm gemacht hat. gerade bei knoten sollte das doch gemacht werden, auch wenn er noch nicht so groß ist oder?

soll ich die hormondosis eigenständig erhöhen? etwas problematisch ist das schon bei diesen tabletten, weil sie sich eh schon so schwer teilen lassen. und ich glaube eine ganze ist definitiv eine zu große erhöhung, eine dreiviertel tablette vielleicht? jetzt nehme ich eine halbe, seit 4 wochen.

ich habe heute einen termin bei einem anderen spezialisten noch ausgemacht. ein paar dinge bei der ärztin wo ich jetzt war haben mir nicht so gepasst. sie hat etwas wenig zeit (befundbesprechung telefonisch und da sehr kurz angebunden) UND nachdem ich das thyrex von ihr bekommen hab, habe ich dann gelesen dass es schon abgelaufen ist, hab sie darauf angesprochen, sie meinte, der pharmavertreter sagt, dass es nicht an wirkung verliert und sonst auch nichts sein kann, tja, kann man glauben oder auch nicht.

nachdem ich jetzt schon soviel über die sd-werte gelesen habe, dachte ich mir schon, dass der ft4 zu niedrig ist.

naja, bei der sd generell schrieb sie echonormal, nur ein knoten ist echokomplex. ja, was weiss ein laie.

ich hole mir jetzt sozusagen noch eine dritte meinung von einem spezialisten ein, bin schon gespannt was der noch sagt. kostet mich mal wieder viel geld, die rennerei zu den wahlärzten, aber bei uns mangelt es leider an guten kassenärzten hab ich so das gefühl. gerade fachärzte auf diesem gebiet sind wohl sehr dünn gesäht.

lg tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 16:27 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
so, habe im Labor angerufen, danke für den Tipp (wäre ich irgendwie nicht draufgekommen). Die haben es übersehen, vergessen, was auch immer. Wird also noch gemacht. Kann ich dann morgen ergänzen. Ausserdem machen sie mir jetzt auch noch Vitamin B12 und einen kompl. Eisenstatus. Dachte das könnte nicht schaden. Da reicht ein Anruf der Endokrinologin und die machen das mit. Die macht das auch netterweise für mich. In der Hinsicht ist sie recht unkompliziert :-).

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 20:31 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo tina !

also das mit der tablettenerhöhung ist nicht sooo einfach, dass man einfach anstatt einer 1/2 eine 3/4 oder 1 ganze nimmt. es kommt immer auf die jeweilige dosis an und auf die aktuellen werte. erhöhen sollte man nur in ganz kleinen mengen, d.h. um 12,5µg bzw 25µg. aber wie gesagt, es kommt darauf an, welches medi du nimmst und in welcher höhe, soll ja nicht zuviel sein - da eine überfunktion nicht lustig ist (habe selbst die erfahrung machen müssen). ausserdem belastet diese das herz zusätzlich und der körper läuft sozusagen dann auf hochtouren - so solls auch nicht sein.

ich muss z.b. thyrex im wechsel nehmen - einen tag 112,5µg und den nächsten 125µg. würd ich jeden tag 112,5 nehmen rutscht mein tsh gleich ab, wenns 125 sind rutsch ich in eine üf..... aber das sind dann die feineistellungen, die erst nach jahrelanger selbsterfahrung alles noch etwas verbessern können.

wünsch dir alles gute und kopf hoch

MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 27. Jun 2012 21:41 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
Ok, dachte ich müsste immer genau gleich viel nehmen. wie maxhst du das dann, dass du so genau die menge hast? ich breche die tablette momentan auseinander, aber das ist nixht sooo genai!

Bevor ich jetzt versuche zu erhöjen warte ich noch den zweiten arzt ab. aber würd mich schon interessieren wie ihr das mit der menge so genau hinkriegt.



lg tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 28. Jun 2012 7:40 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
schau du nimmst jetzt 1/2 tabl. von 75µg, d.h. es sind 37,5µg.
thyrex gibt es in verschiedenen stärken, von 25µg aufsteigend - immer um 25µg mehr. also 25/50/75/100/125 usw....

klar kann man nicht auf µg genau dosieren, ist auch nicht nötig, da sowieso der körper einen gewissen hormonspiegel aufbaut. ich nehm also 125 und nächsten tag eine 100er und eine 1/2 25ger (112,5). bei thyrex ist das dosieren bzw auseinanderbrechen schwieriger, aber euthyrox hat eine gute bruchrille, wo man auch gut 1/4 kann. du kannst dir auch in der apotheke einen pillenteiler besorgen, der teilt ganz gut, auch in 1/4.

spricht mit dem arzt und sage, dass es dir nicht gut geht und du unbedingt etwas erhöhen willst. 37,5µg ist eine ganz geringe dosis - die meisten von uns benötigen mit der zeit 100 und mehr.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 28. Jun 2012 10:19 
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Registriert: 14. Jun 2012 15:29
Beiträge: 46
aaaah, OK. jetzt ist mir alles klar. Danke für die Erklärung :-).

Ja, das ist es ja gerade. Dadurch dass ich bis jetz immer nur auf Depressionen behandelt wurde, nehme ich ja auch eine relativ hohe Dosis Cipralex. Damit gehts mir jetzt nicht soooo schlecht. Psychisch gesehen. Jetzt fällt es mir natürlich sehr schwer einzuschätzen welche Symptome wo dazu gehören. Ich trau mich aber einfach noch nicht Cipralex zu reduzieren. Zumindest nicht vor dem Urlaub im August, wo wir, eh nur ein paar Tage wegfahren, aber das ist für mich immer ein Riesenproblem. Da kämpfe ich immer mit sämtlichen Ängsten und Panikattacken. Deswegen will ich da jetzt nicht reduzieren. Danach möchte ich mal versuchen weniger zu nehmen.

Ich kann mir halt nur vorstellen, dass die Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Nackenverspannungen, Öfter Entzündungen im Handgelenk bzw. auch teilweise Probleme mit dem Knie (vorallem beim Laufen), ständig Verstopfung, generelle Muskelschwäche kommt mir vor (hab mir zumindest beim laufen schon relativ leicht getan, aber dann gings plötzlich nicht mehr so), dann habe ich immer stetig zugenommen, ohne weiss Gott wieviel zu essen und hab mir schwer getan wieder abzunehmen. habe letztes Jahr 10 kg abgenommen, ging aber nur mit viel Sport und wenig essen. Ich hoffe immer (hört sich blöd an, aber ist so), dass die psychischen Probleme auch von der Schilddrüse kommen. Die anderen Symptome sind ja nicht sooooo extrem ausgeprägt, aber sie sind da und erst jetzt merke ich dass das alles auf die Unterfunktion zurückzuführen sein müsste.

Die Müdigkeit und Antriebslosigkeit und Verstopfung, so das generelle Wohlbefinden wurde nach ca 2 Wochen Thyrex besser, jetzt ist es wieder etwas schlechter geworden. Habe halt "Angst" dass ich mich da in das Thema so reingesteigert habe, und deswegen erstmal alles besser wurde, weil ich froh war was gefunden zu haben, was der Grund für alles sein könnte und es ist jetzt vielleicht aber gar nicht so.

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Werte
BeitragVerfasst: 28. Jun 2012 13:17 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Krankheitssymptome

Die Beschwerden, die durch eine Hashimoto-Thyreoiditis verursacht werden können, sind ausgesprochen vielseitig, weil sie nicht nur im Bereich der Schilddrüse auftreten, sondern sehr unterschiedliche Organsysteme betreffen können.

Zu welchen z. T. paradoxen Beschwerden es im Einzelfall kommt und auch die Schwere der Symptome ist individuell unterschiedlich. Beeinträchtigungen sind in folgenden Bereichen möglich:

Lokalsymptome: Missempfindungen im Hals, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kloßgefühl, ziehende Schmerzen im Bereich der Schilddrüse, lokale Hautrötungen, Schmerzen im Gesicht, Zahnschmerzen

Haut und Haare: Lidödeme, trockene Haut, Juckreiz, gelbliche Färbung der Haut, brüchige Fingernägel, Neigung zu blauen Flecken, strohige Haare, Haarausfall

Herz-Kreislauf-System: Herzrasen, Schwindel, diastolischer Bluthochdruck z. B. 140 : 110 (selten: niedriger Blutdruck), langsamer Puls (selten: schneller Puls), erschwerte Atmung Energie- und Fettstoffwechsel: Gewichtszunahme (selten: Gewichtsabnahme), Kältegefühl, Erschöpfung, Schwäche, Lethargie, niedrige Körpertemperatur

Magen-Darm-System: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung (selten: Durchfall)

Muskeln und Gelenke: Muskelschwäche, Muskelverspannungen (Muskelhärten), Gelenkschmerzen, Karpaltunnelsyndrom (nächtliches Einschlafen der Finger u. Hände)

Psyche: Weinerlichkeit (selten: Reizbarkeit), Depressivität, Konzentrations- u. Gedächtnisstörungen, Nervosität, Panikattacken, Stimmungsschwankungen

Sexualhormone: PMS, Brustspannen, Zyklusstörungen, ungewollte Kinderlosigkeit, sexuelle Unlust

Ich habe vieles davon mitmachen müssen, eben auch die agen Panikattacken. Wurde auch auf die Psychoschiene geschobe, hab Psychotherapie gemacht und Psychomittel (u.a. auch Cipralex) genommen - hat alles nichts geholfen.

Erst als ich SD-Hormone bekam und endlich Hashimoto diagnostiziert wurde besserte sich mein Zustand - allerdings sehr langsam und zu Beginn gabs mal eine ordentliche "Erstverschlimmerung" - die bei vielen von uns auftritt.

Wirst sehen, wenn du einmal deine persönliche Dosis erreicht hast und gut eingestellt bist, was allerdings oft bis zu 1 1/2 Jahre dauern kann, wirds dir auch gut gehten und du kannst deine anderen Medis entweder reduzieren oder ganz absetzen. Dein Körper zeigt dir schon, was nötig ist.... hör auf ihn

LG
MAUS


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