Hallo, bin neu hier. Zu meiner Vorgeschichte: Ich bin 30. Seit Jahren, seit früher Jugend leide ich unter Depressionen und Angst- und Panikattacken. Schulisch aber auch privat war ich sehr antriebslos und konnte mich zu nichts aufraffen. Die schulischen Leistungen ließen sehr zu wünschen übrig, ich kam halt immer so irgendwie durch. Im Nachhinein fallen mir jetzt auch einige Sachen erst ein. Ich hatte eine Phase wo ich von der Schule heimkam und mich hingelegt habe und erstmal geschlafen habe. Teilweise den ganzen Nachmittag. Nur damals sah ich das nicht als ungewöhnlich. Mit 18, kurz vor der Matura ging dann gar nichts mehr und ich hab die Schule geschmissen. Nach einigen Monaten zu Hause mit teils starken Depressionen begann ich dann eine Lehre. Nach und nach wurde mein Zustand besser. Depr., Angst und Panik waren zwar nicht völlig verschwunden, aber auf ein erträgliches Maß gesunken. Mit 20 wurde dann bei einer Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin eine 16cm Durchmesser große Zyste an den Eierstöcken festgestellt. Einen Tag später wurde die Zyste und leider auch beide Eierstöcke entfernt. Die Zyste war in sich bösartig (borderline). Chemo war zum Glück nicht notwendig, aber ich nehme seither Hormone (Östrogen und Progesteron). Depressionen kamen auch immer wieder und ich war dann auch soweit mir Antidepressiva verschreiben zu lassen, weil ich endlich angstfrei sein wollte. Habe aber auch immer wieder begleitend eine Psychotherapie gemacht. Nach ein, zwei ganz guten Jahren, kam aber immer wieder alles zurück.
Warum ich aber jetzt hier in diesem Forum gelandet bin: Seit zwei Jahren nehme ich wieder AD's und mache eine Psychotherapie. Seit ca. 2 Monaten, bin ich extrem müde, habe wieder kaum Antrieb, trotz an und für sich antriebssteigerndem AD. Das hat mich dann doch etwas stutzig gemacht und ich bin zum Hausarzt gegangen (vermutet einen Eisenmangel). Der Hausarzt hat mich angeschaut und dann Blut abgenommen. Einen Tag später, der Befund, es ist alles in Ordnung, Blutwerte sind alle sehr gut. Wird wohl eher Stressbedingt sein. Also, wenn man einmal wegen Depressionen behandelt wird, ist man sowieso irgendwie abgestempelt. Mehr kam von ihm nicht. Mich hat das aber nicht befriedigt, weil es nun mal nicht die Lösung sein kann. Ich hab angefangen im Internet nach aufschlussreicheren Informationen zu suchen und bin auf die Schilddrüse gestoßen. Ich habe mir meinen Blutbefund vom Arzt geben lassen und habe weitergesucht. Mein TSH Wert war, bei der Blutabnahme vor ca. 6 Wochen bei 2,57, also laut dem Befund in der Norm. Ich habe den Wert gegoogelt und einige Berichte gefunden, dass der Wert bereits erhöht ist und serwohl Beschwerden einer Unterfunktion hervorrufen kann. Also hab ich einen Termin bei einer Endokrinologin ausgemacht, die mir auch prompt Thyrex verschrieben hat und ein Ultraschall meiner Schilddrüse gemacht hat. Ich habe an der Schilddrüse eine kleine Zyste und zwei kleine Knoten. Meine Schilddrüse hat 5,2 ml Volumen insgesamt, was mir doch sehr klein erscheint. Wurde von der Endokrinologin aber keineswegs erwähnt. In zwei Wochen gehe ich wieder zur Blutabnahme und dann sehen wir weiter wie die Werte aussehen. Da werden dann auch erst sämtliche anderen Werte angeschaut, wie Antikörper ft3 und ft4.
Je länger ich herumforsche im Internet desto öfter stoße ich auf Hashimoto. Was glaubt ihr, ihr habt doch um einiges mehr Erfahrung als ich. Nach meiner OP wo die Eierstöcke entfernt wurden, war ich erstmal nur froh dass ich keine Chemo brauchte, somit "gesund" war. Das Hormone für den Körper so enorm wichtig sind, wurde mir nicht wirklich näher gebracht. Ich nahm sie halt, weil ich ja sonst schon im Wechsel wäre und das erschien mir natürlich logisch, dass das noch nicht sein sollte. Deswegen hab ich auch jahrelang keinen Gedanken daran verschwendet, es könnte irgendeine Hormonstörung vorliegen. Meine Schilddrüse wurde NIE angeschaut. Vielleicht mal Blut abgenommen, aber die Werte waren ja immer in Ordnung. Nun, mein Verdacht, vielleicht schon seit der Jugend eine Schilddrüsenerkrankung zu haben, die nie entdeckt wurde, die vielleicht all diese Probleme ausgelöst hat, macht mich schon stinksauer. Möchte mich jetzt zwar nicht drauf versteifen Hashimoto zu haben, weil die Diagnose ja nicht gemacht wurde. Aber ich hätte gerne Meinung von Leuten, wie euch, die sich damit auskennen, aus eigener Erfahrung sprechen können.
Danke schonmal.
PS: Sorry, für die lange Story
