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| Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln? https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=3&t=4612 |
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| Autor: | susi10 [ 26. Aug 2010 16:05 ] |
| Betreff des Beitrags: | Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln? |
Hallo! Bin neu hier und würde mich freuen, wenn mir jemand Klarheit verschaffen kann. Seit 2007 geht’s mir gar nicht gut, ich bin ständig müde (EXTREMST MÜSE!!!)…ich ließ mir damals Blut abnehmen (war beim Internisten) und es stellte sich heraus, dass ich eine latente Schilddrüsenunterfunktion hatte. Sprich: der TSH-Wert war bei 5 (– die Referenzwerte waren bei ?-4,5 oder so) Während die fT3 u fT4-Werte in der Norm gelegen sind, Schilddrüsen-Antikörper konnten keine nachgewiesen werden und die Ultraschalluntersuchung war auch unauffällig. Der Arzt meinte jedoch, man sollte mit einer Behandlung noch warten, da sich das wieder normalisieren könnte. Heuer also 3 Jahre später ist der TSH-Wert bereits auf 8,5. Die fT3 und fT4-Werte passen noch immer und Schilddrüsen-Antikörper sind auch heuer unauffälllig. Der Arzt meint noch immer, dass er mit einer Behandlung durch Schilddrüsenhormonen warten will, weil ich ja noch sehr jung bin (25 Jahre) und es sein kann, dass wenn ich damit jetzt starte, ich die Homone mein gesamtes Leben nehmen werden muss. Zusätzlich habe ich einen niedrigen Blutdruck - meist 100/60 einen niedrigen Puls – Ruhepuls: 50 EXTREMSTE Augenringe- sieht aus wie Schwellungen rund um das Aug – durch die ständige Müdigkeit glaub ich– ich seh richtig krank aus!! Mir ist sogut wie immer kalt Ich nehme schnell zu … Der Arzt sagt aber, bei einer latenten SDunterfunktion hat man KEINE Symptome und meine Müdigkeit kann davon nicht kommen. Ich hab in diesem Forum ein bischen herumgeschmökert und jetzt frage ich mich: STIMMT DAS ÜBERHAUPT WAS DER ARZT MIR DA ERZÄHLT??? Würde mir eine Behandlung helfen können?? Was noch zu sagen ist, ich habe schon sämtliche anderen Untersuchungen, wegen der Müdigkeit hinter mir, von Allergietests, bis Vitamin-Mineralstoff-Blutanalyse usw. nach dem nach müsst ich mich ja eigentlich supergut fühlen, aber leider ist es irgendwie nicht ganz so. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!!! Danke, Susi |
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| Autor: | elikal [ 27. Aug 2010 9:53 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
hallo susi, hört sich für mich sehr wohl wie unterfunktion an - vor der RJT war es auch bei mir so - extreme müdigkeit, immer kalt, blutdruck im keller, ... lebenslang medikamente nehmen scheint mir im vergleich dazu völlig egal zu sein. muss ich auch, da ich keine SD mehr habe. lass dich also von einem SD-spezialisten untersuchen!! alles liebe elisabeth |
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| Autor: | hutzl [ 27. Aug 2010 12:34 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
hi susi, ich sag nur ÄRZTE bitte auf was will er denn noch warten? dein tsh ist auf jeden fall VIEL zu hoch und du MUSST hormone nehmen, um das in den Griff zu bekommen. Bitte geh zu einem Schilddrüsenspezialisten und das ganz schnell!! Auch wenn Ft-werte in der NORM sind, heisst es nicht, dass sie OK sind. Deine Müdigkeit spricht ja mehr als für sich, dass dein Körper ein gravierendes Problem hat. Also, so schnell als Möglichkeit zu einem Spezialisten. alles gute lg claudia |
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| Autor: | obsi [ 28. Aug 2010 11:00 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
Hallo Susi, diesem Arzt gehört ja fast die Lizenz entzogen Ich drück dir die Daumen, dass du so schnell wie möglich gut eingestellt wirst und dass es dir dann besser geht LG obs |
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| Autor: | susi10 [ 29. Aug 2010 14:46 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
Hallo euch allen! Ich danke euch für eure Antworten! Ich bin so froh, ich hab mir mittlerweile echt schon gedacht, ich hab eine Meise und bilde mir das alles nur ein…weil mein Arzt mir wirklich sehr überzeugend mitgeteilt hat, dass die Symptome sicher nicht von der SD kommen können und ich hab mir gedacht, nachdem er Internist ist, muss er’s ja wissen. Ich bin so erleichtert und werde mich jetzt einmal nach einem Endokrinologen (das ist doch der Facharzt für Schilddrüse usw) in meiner Umgebung erkundigen… Kann mir bitte noch jemand erklären, was der Grund sein kann, dass das TSH so hoch ist, obwohl keine Antikörper vorhanden sind? Liegt das an der Ernährung? Eigentlich esse ich ja viel jodhaltiges Essen-glaub ich zumindest? Ich habe eine Frage an dich Elisabeth: Warum musstest du eine RJT machen bei einer Unterfunktion? Ich dachte immer, dass wird bei einer Überfunktion gemacht oder?..ich kenn mich leider nicht so gut aus. Nochmals danke für die Antworten, lg Susi |
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| Autor: | elikal [ 29. Aug 2010 17:45 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
hallo susi, ich bin eine krebslerin - wurde am 20 und 21. august 2009 operiert. 1op schnellschnitt war nicht eindeutig, deshalb nur halbe SD raus am nächsten tag wurde dann der rest entfernt, weil es doch "böse" war. deshalb kenne ich die unterfunktion sehr genau. bei mir musste der TSH auf 30, damit die RJT greifen kann. dieser wert kommt von der hirnanhangdrüse, die die SD zur hormonproduktion auffordert. wenn aber keine SD da ist kommt auch kein hormon und so fordert die hirnanhangdrüse noch weiter auf, ... wie das bei dir mit "normalen" SD-werten zugeht weiß ich natürlich nicht! aber such dir unbedingt einen guten arzt! im bereich wien weiß ich einige!! alles alles liebe elisabeth |
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| Autor: | Maus [ 29. Aug 2010 18:32 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
elikal hat geschrieben : > hallo susi, > > aber such dir unbedingt einen guten arzt! im bereich wien weiß ich einige!! > > alles alles liebe > elisabeth hallo elisabeth ! du schreibst du weißt einige gute ärzte. hast du mit diesen ärzten selbst gute erfahrungen gemacht? in wieweit wissen diese ärzte vom inoffiziellen normwert des TSH bescheid - oder gehen sie auch nur nach den normalen normwerten? ich weiß nur, dass "gute" ärzte in österreich ehe seltener zu finden sind. würde mich daher sehr freuen, wenn du mir und auch den anderen foris positive neuigkeiten zukommen lassen könntest. es wird hier nämlich immer wieder nach "guten" ärzten gefragt. lg MAUS |
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| Autor: | elikal [ 29. Aug 2010 19:10 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
hallo, gerne meine empfehlung! ich wurde im KES (Kaiserin Elisabeth Spital) von Doz. HERMANN operiert. vorgeschichte dazu: der radiologe hat im letzten befund(sono) kontrolle in einem jahr empfohlen - mein HA hat aber sofort gesagt: "wenn das meine schilddrüse wäre, hätte ich sie morgen nicht mehr und sie gehen so schnell wie möglich zu doz. hermann" ich habe das befolgt und es hat sich als gut herausgestellt. die einstellung und kontrollen laufen bei mir über das SMZ-Ost (ebenfalls ganz toll man kann immer wieder nachfragen und man bekommt immer wieder erklärungen). im KES gibt es auch eine Ärztin (NUK), die einmal pro monat bei meinem HA ordination hat (privat) sie heißt Dr. Krotla oder so ähnlich. sie hat die tochter einer freundin meiner mutter vor der einweisung nach mauer-öhling bewahrt. sie war nach einer op völlig falsch eingestellt und bekam statt einer umstellung der schilddrüsenmedikamente psychopharmaka! mein HA ist in Hochstrass und heißt Dr.Kutschera. das sind also meine persönlichen erfahrungen! hoffe es hilft euch weiter! lg elisabeth http://members.aon.at/g.k.krotla/ |
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| Autor: | obsi [ 30. Aug 2010 8:02 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
Von Dr. Kutschera als Allgemeinen Arzt habe ich auch schon viel Gutes gehört, das scheint wirklich ein Praktiker zu sein, der sich besser auskennt als der Durchschnitt. @Susi: Nicht jede Schilddrüsenunterfunktion entsteht aufgrund Hashimoto. Es gibt auch "ganz normale" Unterfunktionen, die entweder angeboren sein können oder im Laufe des Lebens entstehen. Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht manchmal, wenn der Regelkreis für die Produktion der Schilddrüsenhormone gestört ist. An diesem sind die Schilddrüse und bestimmte Gehirnareale (Hypothalamus und Hypophyse) beteiligt. Zusätzlich braucht die Schilddrüse zur Hormonbildung Jod. Nimmt man zu wenig Jod mit der Nahrung auf, kann sich eine Hypothyreose entwickeln. (Ich denke aber, wenn man normal isst, kann man das ausschließen.) In sehr seltenen Fällen schüttet die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) zu wenig des Schilddrüsen-Steuerungshormons TSH aus. Dadurch erhält die Schilddrüse keine Impulse für die Hormonproduktion. Du siehst also, es gibt mannigfaltige Ursachen für eine Unterfunktion ... Angeborene Schilddrüsenunterfunktionen entstehen durch eine mangelhafte Entwicklung der Schilddrüse, eine Schilddrüsenunterfunktion der Schwangeren sowie Fehler in der Hormonbildung. |
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| Autor: | Maus [ 30. Aug 2010 9:29 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Wie nötig ist es eine latente Unterfunktion zu behandeln |
Guten morgen ! Oft ist es allerdings auch so, dass Hashi lange nicht nachgewiesen wird (US, Antikörper)... Hashi entwickelt sich langsam und schleichend und kommt nicht von heute auf morgen. Danke für die Infos bzgl Ärzte. Hashi ist leider für viele Ärzte "nicht der Rede" wert, "leicht einzustellen", man braucht ja nur die Hormone einnehmen und schwups gehts einem wieder gut. Unsere Symptome psychisch bedingt usw... und wenn dann noch die Werte in der "Norm - oft bis 4,5 und höher") liegen, dann simulieren wir sowieso nur. Bei Krebs oder Knoten sieht die Sache allerdings anders aus - da wird schneller gehandelt und kontrolliert. Ebenso bei einer ÜF zb. bei Basedow reagieren die Ärzte schneller. Hashi ist eben anders, weil es nicht nur die SD sondern den ganzen Körper betrifft. http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm LG MAUS |
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