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Hallo, ich wollte mich mal informieren, ob bezüglich meiner Unterfunktion noch Optimierungsbedarf besteht.
Erstmal zur Diagnose meiner Unterfunktion und dem bisherigen Behandlungsverlauf: -------------------
Während einer Erkältungsphase hatte ich verstärkte Schluckprobleme, wo mein Hausarzt dann eine vergrößerte Schilddrüse feststellte. Darauf folgte eine Blutuntersuchung, deren genaue Resultate mit leider nicht mitgeteilt wurden, jedoch war der TSH entsprechend erhöht, sodass mir 50 mikrogramm Levo-Thyroxin verschrieben wurde. Weiterhin fand eine Sonographie statt, in der offenbar keine Auffälligkeiten, bis auf die vergrößerte SD, festgestellt wurden. Dementsprechend muss ich wohl annehmen, auch da ich ein Kombi-Präperat mit Iod verschrieben bekomme, dass es kein Hashimoto ist. Nach nun einigen Monaten der Einahme des LT hatte ich erneute Blutuntersuchung. Diesmal wurde mir ein TSH von 1,7 mitgeteilt, was wohl schon deutlich besser aussieht.
Aktuelle Situation: ------------------- Nachdem ich nun mich noch etwas belesen habe, scheint dieser TSH zwar für einen gesunden, nicht LT nehmenden Menschen in Ordnung zu sein, aber Zielwert bei einer Struma-Behandlung, sollte wohl eher ein TSH von 0,3 bis 1,2 sein, wo ich noch ein gutes Stück darüber liege. Auch der Beipackzettel des LT schlägt bei meinem Gewicht eher eine Tagesdosis von 75 mikrogramm vor.
Vor allem stellt sich mir die Frage, ob im Bereich der Psyche eine erhöhte Dosis mir helfen kann. Dort gibt es einige Probleme, die man mit den Symptomen einer Unterfunktion in Verbindung bringen kann. So leide ich unter Prokrastination (Aufschieben von Aufgaben) und kann nur schwer mir weniger angenehme Aufgaben erfüllen bzw. habe Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Weiterhin bin ich generell antriebs- und motivationslos, auch im Bezug auf Dinge die eigentlich zu meinen Interessenbereichen gehören. Ebenso habe ich auch gewisse depressive Tendenzen.
Wobei ich aber auch sagen muss, dass diese psychischen Probleme mich schon viele Jahr begleiten und ich nicht weiß ob man sie wirklich der Unterfunktion zuordnen kann oder ob sie andere Ursachen besitzen. Oder wäre es denkbar, dass meine Schilddrüse schon über 5 Jahre oder länger Probleme macht?
Weiteres Vorgehen?: ------------------- Die nächste (größere) Untersuchung, TSH und Sonographie, wäre laut Arzt erst am Ende des Jahres. Oder sollte ich nochmal selbst aktiv werden und eine vollständige Blutuntersuchung mit freien Werten fordern und den Arzt auf die korrekte Einstellung des TSH auf die wissenschaftlich belegten 0,3-1,2 ansprechen? Oder wäre vielleicht ausgehend von dem 1,7er TSH und meiner Symptomatik einen eigenständige Erhöhung des LT auf 75 mikrogramm angebracht?
Freue mich schon auf Antworten, Tipps und eure Erfahrungen.
struman
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