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 Betreff des Beitrags: Jodthyrex bei Hashimoto?
BeitragVerfasst: 22. Jun 2010 12:05 
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Registriert: 21. Jun 2010 11:16
Beiträge: 2
Hallo!

Ich habe vor zwei Wochen die Diagnose Hashimoto bekommen und habe zusätzlich eine vergrößerte Schilddrüse. Die Ärzte vom Röntgeninstitut haben mir daraufhin Euthyrex 75 eine ganze Tablette verordnet. Mit diesem Befund bin ich zu meinem privaten Internisten gegangen und er hat ganz eingebildet gemeint, diese Ärzte würden sich nicht auskennen und ich bräuchte Jod, um die Schilddrüse zu verkleinern. Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass Jod nicht gut sei, aber ich traute mich natürlich nichts zu sagen.

Zuhause hab ich sofort nachgelesen und herausgefunden, dass Jod bei Hashimoto ganz schlecht ist, daraufhin hab ich mir von der Hausärztin die ursprünglichen Euthrex 75 verschreiben lassen. Diese nehme ich nun seit 6 Tagen und es geht mir nicht wirklich gut dabei (Benommenheit, geschwollene Finger, trockene spannende Haut). Jetzt bin ich unsicher, ob ich richtig gehandelt habe und ob die Dosis nicht zu hoch ist für den Anfang. Außerdem hat mich das Röntgeninstitut erst wieder in einem halben Jahr bestellt, das ist aber doch viel zu lange, oder? Wann sollte man die Werte wieder kontrollieren und die Dosis höher einstellen? Und warum verschreibt mir der Internist Jod bei Hashimoto, von einem privaten jungen Wahlarzt dürfte ich doch mehr Wissen in dieser Hinsicht erwarten, oder?

lg forgetmenot


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 Betreff des Beitrags: Re: Jodthyrex bei Hashimoto?
BeitragVerfasst: 22. Jun 2010 15:17 
Offline

Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
ich würde mal sagen 75µg als einstiegsdosis ist viel zu hoch - kein wunder wenn du darauf so reagierst.
http://www.kit-online.org/Die-Einstellungszeit

versuch 1-2 wochen 1/2 zu nehmen bzw besprich das mit dem arzt und danach kannst du weiter erhöhen. normalerweise, wird mit 25µg begonnen oder noch niedriger, dann langsam gesteigert.

du musst allerdings 4-6 wochen die gleiche dosis halten ehe du neuerlich eine kontrolle machen kannst. kannst du dir nicht 50µg verschreiben lassen - davon 1/2 nehmen und dann auf 50µg steigern. so schnell wird das nicht klappen und du wirst u.u. überfunktionssymptome bekommen oder es wird dir nicht so gut gehen.

wenn du merkst, dass es dir nicht gut geht, dann bitte rede mit dem arzt.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Jodthyrex bei Hashimoto?
BeitragVerfasst: 22. Jun 2010 17:47 
Offline

Registriert: 21. Jun 2010 11:16
Beiträge: 2
Danke für die rasche Antwort. Leider weiß ich nicht, zu welchem Arzt ich jetzt gehen soll. Die Hausärztin hat dafür sicher nicht die Kompetenz, zum "Jodarzt" mag ich nicht mehr gehen, wenn der sich offensichtlich mit Hashimoto nicht auskennt und das Röntgeninstitut scheint mir auch nicht der richtige Ansprechpartner zu sein. Ich wollte noch wissen, ob es grundsätzlich richtig war, dass ich nicht Jodthyrex genommen habe, sonder Euthyrex. Kann es nicht sein, dass ich mich nach einiger Zeit an die 75 ug gewöhne und bis dahin halt durchhalten muss, weil irgendwann wird die Dosis ja sowieso erhöht. Und was passiert, wenn ich die Dosis jetzt reduziere?

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Jodthyrex bei Hashimoto?
BeitragVerfasst: 22. Jun 2010 18:14 
Offline

Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

bei hashimoto wird jod sogut es geht vermieden und schon garnicht zusätzlich im hormonpräparat (also jodthyrex) zugeführt oder extra jodtabletten genommen.

http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm

du hast also richtig gehandelt, wenn du gleich auf euthyrox umgestiegen bist - auch thyrex ohne jod wäre geeignet gewesen.

wie schon gesagt, durch eine dosis von 75µ gleich am anfang kann es eher zu einer erstverschlimmerung bzw div.symptome kommen. die sd muss sich erst langsam an die hormone gewöhnen, daher beginnt man niedrig dosiert.

was passiert, wenn du die dosis reduzierst, kann ich dir leider nicht so beantworten - was passiert wenn du bei den 75 µg bleíbst auch nicht. ich bin kein arzt nur betroffene und kann dir nur aus meiner erfahrung und auch anderer her berichten.

du hast soweit ich gelesen habe seit 6 tagen beschwerden. ob dies eine reaktion auf die hohe einstiegsdosis oder eben ganz normale reaktionen auf die hormone sind, kann ich dir auch nicht beantworten - dies ist bei jedem verschieden.

klar kannst du auch bei der jetzigen dosis bleiben und versuchen über die erste schlimme zeit zu kommen und weiter abwarten.

eine guten arzt kann ich dir leider auch nicht wirklich empfehlen, habe selbst hauptsächlich negative erfahrungen gemacht. derzeit bin ich bei einem privatarzt, jedoch bin ich sehr gut eingestellt bzw. kenne ich mich bei meinen werten und der dosis aus und weiß, wann es mir gut geht und mit welchen werten nicht.

ich kann dir aber ebenfalls aus erfahrung sagen, dass meine einstellungszeit 1 1/2 jahre gedauert hat, wo ich alle 4-6 wochen zur kontrolle war um langsam die dosisi hochzudosieren - schnell hätte nichts gebracht, da es nicht gerade lustig ist, wenn man in eine ÜF rutscht.

die einstellungszeit dauert und man braucht viel geduld, wird auch so manche niederlage einstecken müssen. es ist wie eine hochschaubahnfahrt, mal rauf mal runter - wobei die guten phasen mit der zeit immer länger werden.

alles gute
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Jodthyrex bei Hashimoto?
BeitragVerfasst: 29. Jun 2010 13:03 
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Registriert: 02. Mär 2009 0:06
Beiträge: 80
Wohnort: Wien
hi!
ich würde dir noch raten den arzt wissen zu lassen dass er hier völlig falsch informiert ist und seinen patientInnen schaden zufügt mit dem was er tut! vielleicht wäre das sogar etwas für den patientenanwalt?

ich denke für BE und ein neues rezept wird deine hausärztin aber kompetent genug sein :) (gut, da ahtte cih auch schon andere erfahrungen...) sie ist auf jeden fall besser als dein jodarzt...


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