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Hallo, ich bin neu hier und auch neu mit meiner Diagnose, die eigentlich (jedenfalls für mich) gar keine richtige und klare Diagnose ist. Denn V.a. heißt doch nur "Verdacht auf"? Und ein Verdacht ist doch nicht wirklich was Wert, oder?
Das ist der Grund, warum ich total verunsichert bin. Aus dem Schrieb vom Nuklearmediziner geht nicht ganz klar hervor, ob ich Hashimoto habe oder nicht. Und wenn ich keinen Hashimoto habe, muss ich dann wirklich Tabletten nehmen?
Der TSH-Wert war im Vorfeld 5.29, deshalb wurde ich zur Untersuchung an einen Nuklearmediziner überweisen.
Hier meine Diagnose, vielleicht weiß irgendjemand was damit anzufangen.
In-vitro Diagnostik (RIA):
Freies T3 (FT3): 5,7 (Norm 3,5 - 8,1 pmol/l)
Freies T4 (FT4): 16,9 (Norm 10,0 - 25,0 pmol/l)
TSH (basal) sens. 2,1 (Norm 0,3 - 3,0/3,5 mU/l)
Thyreoglobulin (hTg) 7,8 (Norm 2-70 m/ml)
Calcitonin 5,0 (Norm Frauen < 15 pg/ml)
Thyreoglobulin-AK 36 (Norm < 60 U/ml)
Thyr. Peroxidase-AK/TPO 18 (Norm <60 U/ml)
Sonographie.
- Gesamtvolumen 8,8 ml, davon re. SDL 5,1 ml, li. SDL 3,7 ml (Normwerte für Erwachsene Frauen <18 ml)
- Etwas inhomogene Schallstruktur vereinbar mit einer beginnenden immunogenen Thyreopahthie.
Im re. SDL zentral etwas echoreicher Knoten mit 0,7 cm.
Szintigraphie:
Darstellung einer normal großen, orthotop gelegenen Schilddrüsen mit homogener, den Volumenverthältnissen entsprechender Nuklidverteilung. Der kleine Knoten re. stellt sich szintigraphisch indiffernet dar.
Diagnose:
- Normal große Schilddrüse mit kleinem Knoten re.
- V.a. Autoimmunthyreoiditis, derzeit seronegativ
- Euthyreote Stoffwechsellage
- Z.n. latenter Hypothyreose
Therapie- und Verlaufsempfehlung:
Der anamnetisch erhöhte TSH-Wert und das sonographische Bild lassen an eine gering floride Autoimmunthyreoidits denken. Allerdings sind die Schilddrüsen-AK derzeit unauffällig. Bei dem Befund empfehlen wir eine niedig-dosierte Schilddrüsenhormonmedikation mit 50 ug/die Levothyroxin.
Ich habe jetzt L-Thyroxin beta 50 ug verschrieben bekommen und soll mit 25 erst mal anfangen.
Weiß jemand, warum im Blutwert vom Nuklearmed. der TSH (basal sens.) plötzlich anders ist, als der TSH vom Blutbild beim Hausarzt? Ist das evtl. ein anderer Wert?
Ich denke halt, wenn man erst Mal angefangen hat, gewöhnt sich die Schilddrüse vielleicht daran, dass Hormone kommen und verändert ihre Arbeitsweise, da könnte ich mir vorstellen, dass man da dann nicht leicht wieder aufhören kann, wenn man z. B. die Medikamente nicht verträgt oder aus sonstigen Grunden. Also praktisch: einmal angefangen, lebenslang gefangen?
Und was passiert, wenn ich die Tabletten nicht nehme?
Tut mir leid, das sind viele Fragen auf einmal, aber ich fühle mich so ratlos! Vom Hausarzt habe ich darauf keine richtigen Antworten bekommen, vor allem, weil mir die Fragen auch erst im Nachhinein eingefallen sind, als ich zuhause vor der neuen Tablettenschachtel saß und mich fragte: soll ich oder nicht (bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut).
Schöne Grüße von Patsy
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