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BeitragVerfasst: 30. Dez 2009 23:36 
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Registriert: 14. Dez 2009 11:27
Beiträge: 4
Wohnort: Klagenfurt
Hallo an alle,

da ich seit kurzem die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion habe, schmökere ich hier im Forum.

Da es mir seit einem halben Jahr schleichend immer schlechter ging (erschöpfung, Zyklusstörungen, Haarausfall, genervt, Konzentrationsstörungen, kraftlos...) bin ich zum Hausarzt. Durch Blutabnahme wurde die Diagnose gestellt und am 15.12. war ich im LKH Klagenfurt zum Ultraschall. Die Bilder mit dem Radioaktiven Zeug wurden auch gemacht.

Leider ist mein Befund vor Weihnachten nicht mehr gekommen, muss bis zum 4.1. warten.

Ich bin total fertig, körperlich und seelisch. Habe die ganze Zeit die Signale meines Körpers ignoriert, wollte weiter die gewohnte Leistung erbringen. Dadurch habe ich mich so ausgepowert, dass ich jetzt das Gefühl habe nix geht mehr.

Mein Arzt hat mich 2 Wochen krankgeschieben, da ich so ausgelaugt bin. Er sprach auch vom Burnout.

Ich wollte daher jetzt Euch um Rat fragen: ging es Euch irgendwann wieder mit den Tabletten wie früher? Oder werde ich auf "Sparflamme" bleiben?

Ich habe einen körperlich sehr anstrengenden Beruf, habe auch momentan nicht das Gefühl wieder die Leistung erbringen zu können. Wird das wieder?

Würde mich freuen von Euch erfahrene Meinungen zu hören.

glg, Petra


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BeitragVerfasst: 31. Dez 2009 9:19 
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Registriert: 30. Jul 2009 12:51
Beiträge: 33
hallo,
ich antworte dir nur kurz, da ich ziemliche schmerzen beim schreiben habe.
aus meiner erfahrung kann ich sagen: ja, es wird wieder. aber: ganz langsam und mit viel geduld. ich war viele jahre in der phase der erschöpfung, da es lange gedauert hat, bis eine diagnose gefunden wurde. daher dauert es umso länger, bis sich der körper mithilfe der hormone wieder "zamklaubt". mal kommt dieses wehwehchen dazu, dann verschwindet wieder ein anderes.
wichtig ist, zu leuten zu gehen, die sich auskennen. ein noch so guter hausarzt ist meiner meinung nach kein spezialist für die sd. außerdem die hormone einschleichen - mit einer geringen dosis beginnen und ganz langsam steigern. geduld haben, sich zeit zum gesundwerden gönnen.
ich war die erste zeit ziemlich schlecht drauf. hab es meiner familie erklärt, dass das zu der krankheit dazu gehört und ihnen versprochen, dass es besser wird.
und es ist besser geworden. ich hab wieder pläne, kann wieder lachen. es hat aber über ein halbes jahr gedauert.
also, wie gesagt, geduld, gelduld...

und so blöd es klingt, ich glaube, dass bei mir die krankheit auch so einiges verändert hat. ich kann die momente mit meiner familie mehr schätzen, freue mich, wenn ich keine schmerzen habe und möchte noch so viel wie möglich von dem nachholen, das ich aufgrund der müdigkeit und erschöpfung nicht machen konnte.

ich wünsche dir ein gutes jahr und verlier nicht die hoffnung.

lg
tina


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BeitragVerfasst: 31. Dez 2009 15:36 
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Registriert: 14. Dez 2009 11:27
Beiträge: 4
Wohnort: Klagenfurt
Hallo Tina,

danke für Deine Antwort trotz Schmerzen!

Ja, ich muss wohl lernen das ich kürzer treten muss. Ich habe mir auf amazon "das" Buch bestellt. Bestimmt hilft es mir mich zu verstehen und antworten zu finden.

Ich wünsche Dir auch alles Gute,

glg, Petra


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BeitragVerfasst: 31. Dez 2009 16:38 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
hi mietze,

tina hat dir schon einiges gesagt und JA es wird besser. leider dauert es halt doch eine weile und ab und an kommen dann wieder rückschläge.
aber wenn du gut eingestellt wirst, dann klappts sicher! ganz wichtig ist, dass du dich echt schlau machst - gerade was deine werte bedeuten.
ich weiss inzwischen genau, bei welchen werten ich mich gut fühle - egal was der arzt sagt. wenn der arzt sieht, dass du im normalbereich bist, ist für den arzt alles ok, was aber nicht heissen muss, dass es das für dich auch ist.
aber hier kannst du echt viel erfragen und erlesen - und scheu dich nicht, wenn die frage auch noch so blöd klingt - so ging es uns allen am anfang.
umso besser du dich auskennsst, umso besser wird es dir gehen!

wünsch dir alles liebe und gesundheit fürs neue jahr!

lg claudia


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BeitragVerfasst: 31. Dez 2009 19:11 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Mietzenmama hat geschrieben:
Ich wollte daher jetzt Euch um Rat fragen: ging es Euch irgendwann wieder mit den Tabletten wie früher? Oder werde ich auf "Sparflamme" bleiben?
glg, Petra


hallo !

stell bitte sobald du deine werte hast, diese auch hier ins forum - ebenso welche dosis du nimmst und wie die weitere vorgehensweise erfolgen soll.

ich kann dir nur sagen, es wird "ähnlich" wie früher - trotzdem etwas anders, weil du lernst mehr auf deinen körper zu hören und mit deiner kraft und energie sparsamer umzugehen. ausserdem lernst du mit der zeit, dass es soviele dinge gibt, die nebensächlich sind, die dir vielleicht früher wichtig waren - und das ist auch gut so.

auch das leben mit hashi ist wunderschön - vorausgesetzt, die dosis und die werte passen.

prosit neujahr
MAUS


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BeitragVerfasst: 01. Jan 2010 18:09 
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Registriert: 14. Dez 2009 11:27
Beiträge: 4
Wohnort: Klagenfurt
Hallo an alle,

ich hoffe ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen!

Danke für die zahlreichen Antworten und fürs Mutmachen. Ich bin froh mich im Internet informieren zu können, denn dadurch fühle ich mich nicht so allein mit meinen "komischen" Symptomen.

Mein Freund kann damit noch nicht so gut umgehen, tja bin halt nicht mehr so lebendig und aktiv wie früher. Aber es geht einfach nicht.

Ich habe gelesen Jod ist schlecht da es die Schilddrüse anregt sich zu zersetzen, aber betrifft mich das erst wenn ich die Tabletten habe oder jetzt auch schon? Ich liebe Milch und Meeresfrüchte, sollte ich davon die Finger lassen?

Hatte jetzt eine Grippe und habe Neocitran genommen, darf ich das überhaupt? Habe gelesen die Niere kann das nicht gut abbauen...

Ach ja, tausend Gedanken schiessen mir durch den Kopf... und dann die Zukunftsangst... denn ich glaube nicht am Montag in meinen Beruf zurückzukönnen und die Leistung zu erbringen. Mein Freund und seine Familie meint ich soll noch durchbeissen und mir gleichzeitig was neues suchen.

Aber ehrlich, ich habe nicht mehr die Kraft "durchzubeissen", das habe ich viel zu lange und nicht auf meinen Körper gehört.

Habt ihr auch aufgrund der Erkrankung den Beruf gewechselt?

glg und ganz viel Liebe und Gesundheit wünscht, Petra


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BeitragVerfasst: 01. Jan 2010 18:28 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Mietzenmama hat geschrieben:
Hallo an alle,

ich hoffe ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen!

Danke für die zahlreichen Antworten und fürs Mutmachen. Ich bin froh mich im Internet informieren zu können, denn dadurch fühle ich mich nicht so allein mit meinen "komischen" Symptomen.

Mein Freund kann damit noch nicht so gut umgehen, tja bin halt nicht mehr so lebendig und aktiv wie früher. Aber es geht einfach nicht.

Ich habe gelesen Jod ist schlecht da es die Schilddrüse anregt sich zu zersetzen, aber betrifft mich das erst wenn ich die Tabletten habe oder jetzt auch schon? Ich liebe Milch und Meeresfrüchte, sollte ich davon die Finger lassen?

Hatte jetzt eine Grippe und habe Neocitran genommen, darf ich das überhaupt? Habe gelesen die Niere kann das nicht gut abbauen...

Ach ja, tausend Gedanken schiessen mir durch den Kopf... und dann die Zukunftsangst... denn ich glaube nicht am Montag in meinen Beruf zurückzukönnen und die Leistung zu erbringen. Mein Freund und seine Familie meint ich soll noch durchbeissen und mir gleichzeitig was neues suchen.

Aber ehrlich, ich habe nicht mehr die Kraft "durchzubeissen", das habe ich viel zu lange und nicht auf meinen Körper gehört.

Habt ihr auch aufgrund der Erkrankung den Beruf gewechselt?

glg und ganz viel Liebe und Gesundheit wünscht, Petra


hallo petra !

ich musst leider auch meinen beruf für einige jahre sogar ganz aufgeben. aber nicht wegen der krankheit direkt, sondern wegen der panikattacken, welche bei mir diese unbehandelte unerkannte sd-erkrankung aufgelöst hatte. damals hatte ich noch keine tabletten, jeder meinte es ist die psyche die da verrückt spielt. tja mit dem "zusammenreissen" klappt das leider nicht so, wie sich die anderen so denken.

bitte besorg die das buch "leben mit hashimoto" es hilft dir wirklich in so manchen fragestellungen und erklärungen weiter, auch was jod, ernährung, werteerklärung usw. betrifft.

mach dir aber bitte auch nicht den kopf zu voll, dass würde dich nochmehr verunsichern und zusätzlich belasten. der erste schritt ist durch eine hormoneinnahme gemacht, danach heißt es abwarten und geduld zu haben.

wenn du nicht wirklich eine jodallergie hast, wirst du wohl kaum dein leben soweit einschränken wollen und andauernd nach unjodierten lebensmitteln ausschau halten wollen bzw wird das auch nicht ganz so leicht sein, da vieles jodiert ist. ausserdem schreitet der zerstörungsprozess trotzdem weiter voran, egal ob jod oder nicht - man soll nur nicht jod zusätzlich zuführen. einige ärzte verschreiben sogar unwissend jodtabletten oder sonstiges zeug. bitte dies natürlich nicht nehmen. jodhaltige kontrastmittel sind wenn es geht ebenso meiden - wenn es aber notwenig ist, dann natürlich ist dieses auch ok. unter der rubrik ernährung findest du ebenfalle einige tipps.

ansonsten leben ich mein leben wie früher und ich geniese es wirklich in vollen zügen.

kopf hoch, es wird schon wieder werden - es gibt schlimmeres als hashi

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Jan 2010 8:53 
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Registriert: 30. Jul 2009 12:51
Beiträge: 33
euch allen ein gutes neues jahr!

mit jedem tag wirds besser, auch wenn man es manchmal nicht glauben will - vor allem am anfang.
ich will nichts beschönigen. ich hab echt die hölle hinter mir - so wie viele andere. aber man darf keine wunder erwarten, nur weil man jetzt eine diagnose hat und man jeden tag ein tabletterl nimmt. die vorgänge im körper sind da ziemlich kompliziert, manchmal reagiert er schon auf kleinigkeiten. und dann kommen soviele symptome zusammen, dass man gar nicht weiss, wo man anfangen soll mit dem beschreiben.
für mich war es immer wichtig, meinem umfeld mitzuteilen, was da in mir vorgeht. hab aber gleichzeitig gewußt, die können mich nicht verstehen. und so hab ich einen kalender geführt, mit allen aufs und abs. und das hat mir geholfen und war auch für die arztbesuche wichtig (zumindest hab ich es mir gedacht, aber ich werd schon noch den richtigen finden :-))
ich hatte auch immer ein schlechtes gewissen, wenn ich solche hänger hatte. habe mich immer geschämt zu sagen, dass ich noch immer nicht arbeiten gehe.
ich bin noch immer nicht in meinem alten job, weiss gar nicht, ob ich mir den stress überhaupt noch antun will. und das geld, das ich bis jetzt dadurch verloren habe, werde ich wieder nachverdienen, wenns mir besser geht.
wichtig bist jetzt einzig und allein ---- DU!!! wenn du dich wieder halbwegs gut fühlst, kannst du dir noch immer überlegen, ob du weitermachen willst oder du komplett was anderes machen willst.

alles gute.

tina


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BeitragVerfasst: 02. Jan 2010 10:39 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
tina39 hat geschrieben:
wichtig bist jetzt einzig und allein ---- DU!!! wenn du dich wieder halbwegs gut fühlst, kannst du dir noch immer überlegen, ob du weitermachen willst oder du komplett was anderes machen willst.

alles gute.

tina


liebe tina !

danke für deine netten worte - ich denke du bist auf dem richtigen weg und hast gelernt mit hashi zu leben.
die hauptperson bist du - du bestimmst wie weit du mit deiner belastung gehen kannst und erkrannst auch meistens deine grenzen.

schönen tag noch
MAUS


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BeitragVerfasst: 02. Jan 2010 13:22 
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Registriert: 11. Aug 2009 18:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
grüss euch,

ich wünsch euch allen ein gutes und gesundes jahr 2010 :o)))))

ich hätt da noch eine frage, bzw eine anregung:

nicht jeder, der eine SD-UF hat, ist automatisch auch ein HASHI oder?
meine werte zeigen eindeutig, dass ich eine UF habe, aber meine antikörper sind nicht grossartig erhöht - dh ich bin kein hashi!

schon alleine wegen der JODeinnahme ist das wichtig oder? bei hashi sollte man es so gut es geht vermeiden - bei einer UF soll man aber jod zu sich nehmen..........

lieg ich da jetzt komplett verkehrt? mein gott, wie kompliziert das alles ist - man müsste echt medizin studieren ggggggggggg

mir gehts aber soweit echt gut - die symptome sind verschwunden - meiner meinung nach (ohne blutkontrolle) war ich kurz in einer ÜF, warum auch immer - nehme immer noch die gleiche dosis und alles ist GUT!

lg claudia


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