Schilddrüsenforum Österreich
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anämie vor 14 jahren: vorbote von heutiger sd-erkrankung?
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Autor:  maerchen [ 30. Mär 2009 3:11 ]
Betreff des Beitrags:  anämie vor 14 jahren: vorbote von heutiger sd-erkrankung?

liebe foris,

ich bitte diejenigen von euch, die sich mit blutbefunden (speziell eisen bzw. anämie) auskennen, um interpretation folgender blutwerte...

habe nämlich soeben - einer eingebung folgend - einen uralt-blutbefund anno 1995 ausgegraben (oh wunder, dass ich den noch nicht weggeschmissen hatte...) der grund, warum damals überhaupt ein blutbild erstellt wurde: ich wurde beim blutspenden aufgrund von hämoglobinmangel abgewiesen; verdacht auf eisenmangelanämie... und tatsächlich hab ich mich damals auch ständig kaputt und schlapp gefühlt, war permanent müde und konnte mich in der arbeit kaum konzentrieren, aber habe es natürlich auf den stressigen job geschoben... ich bin in diesem zeitraum auch mehrmals ohnmächtig geworden, und mein blutdruck war ständig im keller, obwohl ich unmengen an kaffee in mich hineingeschüttet hab, um überhaupt irgendwie in die gänge zu kommen...


hier nun auszugsweise die abweichenden werte bzw. jene, die grad noch an der oberen/unteren kante schrammten (schilddrüsenwerte wurden übrigens NICHT gemacht) - markierungen mit * habe ich übernommen:



************************************************

* Hämoglobin: 11,7 (12 - 16)
* MCH (HbE): 26,4 (28 - 34)
MCV: 84 (83 - 99)
Hämatokrit: 37 (35 - 48 )

Rotes Blutbild:
Mässig hypochrom, geringe Anisozytose, einige Poikilozyten und polychromatische Erythrozyten.

Weisses Blutbild: unauffällig.

Blutsenkung:
* nach 1 Stunde: 15 mm (Normalwert bis 11)
* nach 2 Stunden: 35 mm (Normalwert bis 20)

* Cholesterin: 251 mg/dl (130 - 240)

Harnsediment: spärlich Leukozyten, mehrere Plattenepithelien und Bakterien (Stäbchen).


ach ja, eisen: 85 ug/dl (40 - 150)
(ferritin, transferrin & co wurden übrigens gar nicht getestet...)


****************************************************


abgesehen vom bereits damals schon deutlich zu hohen cholesterin fallen etliche werte des roten blutbildes aus dem rahmen...

hier lag doch eindeutig eine anämie vor, oder sehe ich das falsch?

und eine solche anämie (welche eigentlich? eisenmangel oder perniziöse oder beide? ich tippe mal eher auf eisenmangel, da würden auch meine starken menstruationsblutungen ins bild passen...) steht ja auch in zusammenhang mit schilddrüsenerkrankungen, oder?

oder anders gefragt: hätte man damals auf basis dieser blutwerte bereits gehandelt und die anämie beseitigt, hätte sich hashi dann möglicherweise verhindern lassen? oder verwechsle ich hier soeben ursache und wirkung?

wäre toll, wenn sich das jemand anschauen könnte... danke!!!

liebe grüße

maerchen

Autor:  Norbert Nehring [ 30. Mär 2009 8:50 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Maerchen,

es gibt Zusammenhänge zwischen Eisen, Zink, Selen, Jod und (...?) bei der SD-Funktion. Die bis heute jedoch nicht geklärte Frage ist die, warum bei HT-Patienten öft ein - zumindest "labormäßiger" - Fe-Mangel besteht. Es könnte sich m. E. auch um eine Schutzfunktion handeln. Aber das ist meine Spekulation nach Auswertung div. Studien und der Erfahrungen meiner Frau (...bei der man bereits seit 1980 ohne nachhaltigen Erfolg den Fe-Mangel zu behaben versucht hat und bei der TPO-AK 2000 erstmals im "Normbereich" gefunden wurden).

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1859 ... d_RVDocSum

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1660 ... d_RVDocSum

Also der langen Rede kurzer Sinn: Ich sehe nicht, dass der Ausbruch von HT hätte verhindert werden können, wenn Du Fe ergänzt hättest.

Gruß - Norbert :)

PS: http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Info ... /Eisen.htm zu deiner Frage, ob Anämie vorlag => Ja

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