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 Betreff des Beitrags: Hashimoto?
BeitragVerfasst: 13. Mär 2009 20:03 
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Registriert: 10. Feb 2009 1:52
Beiträge: 3
Wohnort: Wien
Hallo zusammen! :)

Ich hatte heute meinen ersten Termin auf der Schilddrüsen-Ambulanz im Wiener AKH. Der Arzt hat eine Ultraschall gemacht und gemeint, dass die Schilddrüse normal groß aber sehr inhomogen ist und dass er keine Knoten entdecken kann. Er meinte, das bedeute, dass ich eine Autoimmunkrankheit habe, d.h. dass mein Immunsystem die SD langsam zerstöre und sie nicht mehr richtig arbeiten kann. Daher auch die Unterfunktion, die bei mir festgestellt wurde.

Was bedeutet denn das nun genau? Es wurde jetzt nochmal zur Sicherheit Blut für eine neuerliche Bestimmung der Werte abgenommen und mir wurde zu einer Substitutionstherapie geraten. Der Arzt hat erwähnt, dass die SD immer weiter zerstört werden wird... was irgendwie besorgniserregend klingt.

Außerdem frag ich mich, bedeutet meine Diagnose Hashimoto? Bei mir sind leider ein paar Fragen offen geblieben, vielleicht hat ja hier jemand ein paar Antworten für mich! :)

lg,
missy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. Mär 2009 12:56 
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Registriert: 30. Okt 2007 14:16
Beiträge: 164
Hallo Missy,


ich kann gut verstehen, dass du mit deiner diagnose sehr verunsichert bist und viele fragen offen sind. Es gibt auf dieser seite unter den "Links" viele brauchbare hinweise. Auch die folgende Seite behandelt die wesentlichen fragen sehr ausführlich:

www.kit-online.org/Hashimoto-Thyreoiditis

Die diagnose Hashimoto heißt nicht zwangsläufig dass du ab nun schwer krank bist. In den meisten fällen verläuft diese krankheit relativ problemlos. Die einstellunsphase kann oft etwas mühsam und langwierig sein.

Am wichtigsten ist es aus meiner sicht, dass man sich gut informiert und gut auf sich selber achtet - diese selbstverantwortung nimmt einem niemand ab.

Kopf hoch und alles gute

Marianne


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Mär 2009 15:36 
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Registriert: 10. Feb 2009 1:52
Beiträge: 3
Wohnort: Wien
Vielen Dank für deine Antwort, Marianne!! :)

Ich hab mir erstmal ein paar Gratisbroschüren zum Thema Schilddrüse bestellt und werd mich damit mal schlau machen.

Kann eigentlich starker Schwindel von der Schilddrüse oder von der Autoimmunkrankheit kommen? Mein Arzt meinte nein, mir ist aber seit einiger Zeit oft furchtbar schwindlig und ich frage mich, ob das zusammenhängen kann bzw. ob und wie man da was dagegen tun kann.

lg,
missy


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashimoto?
BeitragVerfasst: 18. Mär 2009 19:43 
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Registriert: 09. Jan 2009 18:32
Beiträge: 16
Wohnort: Wien
Hallo missy,

Am besten, du organisierst dir gleich einen tollen ratgeber welcher heißt
"LEBEN MIT HASHIMOTO-THYREOIDITIS" von Leveke Brakebusch und
Armin Heufelder, Zuckschwerdt-Verlag, ganz einfach zu bestellen bei
Amazon.de
Ich selbst bin schon ein Jahr in Behandlung,habe mir aber erst jetzt dieses
Buch gekauft und kann es jedem "Neuling" von Beginn an empfehlen.

alles Liebe
missy hat geschrieben:
Hallo zusammen! :)

Ich hatte heute meinen ersten Termin auf der Schilddrüsen-Ambulanz im Wiener AKH. Der Arzt hat eine Ultraschall gemacht und gemeint, dass die Schilddrüse normal groß aber sehr inhomogen ist und dass er keine Knoten entdecken kann. Er meinte, das bedeute, dass ich eine Autoimmunkrankheit habe, d.h. dass mein Immunsystem die SD langsam zerstöre und sie nicht mehr richtig arbeiten kann. Daher auch die Unterfunktion, die bei mir festgestellt wurde.

Was bedeutet denn das nun genau? Es wurde jetzt nochmal zur Sicherheit Blut für eine neuerliche Bestimmung der Werte abgenommen und mir wurde zu einer Substitutionstherapie geraten. Der Arzt hat erwähnt, dass die SD immer weiter zerstört werden wird... was irgendwie besorgniserregend klingt.

Außerdem frag ich mich, bedeutet meine Diagnose Hashimoto? Bei mir sind leider ein paar Fragen offen geblieben, vielleicht hat ja hier jemand ein paar Antworten für mich! :)

lg,
missy


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 Betreff des Beitrags: Hallo missy
BeitragVerfasst: 19. Mär 2009 9:10 
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Registriert: 18. Mär 2009 15:07
Beiträge: 29
Wohnort: Salzburg
Deine Schilddrüse muss sich wegen der Diagnose Hashimoto nicht unbedingt selbst zerstören! Ich habe vor 4 Jahren die selbe Diagnose erhalten. Danach habe ich meine Ernährung auf Bio umgestellt und noch weitere Schritte unternommen. Heute geht es mir gut und ich nehme überhaupt keine Medikamente. Meine Antikörper sind sehr viel weniger geworden. Wenn du mir mitteilst, wie du dich ernährst, was du so den Tag über isst, kann ich dir Tipps geben, was du besser machen könntest. Liebe Grüße Rosenblatt


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 Betreff des Beitrags: Re: Hallo missy
BeitragVerfasst: 19. Mär 2009 11:28 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Rosenblatt hat geschrieben:
Deine Schilddrüse muss sich wegen der Diagnose Hashimoto nicht unbedingt selbst zerstören! Ich habe vor 4 Jahren die selbe Diagnose erhalten. Danach habe ich meine Ernährung auf Bio umgestellt und noch weitere Schritte unternommen. Heute geht es mir gut und ich nehme überhaupt keine Medikamente. Meine Antikörper sind sehr viel weniger geworden. Wenn du mir mitteilst, wie du dich ernährst, was du so den Tag über isst, kann ich dir Tipps geben, was du besser machen könntest. Liebe Grüße Rosenblatt


Hallo Rosenblatt!

Hashimoto ist eine lebenslange Erkrankung, die nicht ausgeheilt werden kann und die SD sich immer weiter zerstört. Bei manchen geht dieser Vorgang schnell voran, bei anderen dauert es länger.

Fein das du keine Medikamente nimmst, wobei es sich um Thyroxin nicht um ein Medikament sondern um ein Hormon handelt, welches die SD produziert um auch richtig zu funktionieren. Deine Antikörper sind zwar weniger, aber trotzdem noch vorhanden und irgendwann wirst auch du in eine UF rutschen und dementsprechende Symptome bekommen.

Meine Großmutter hatte Hashi und musste Hormone nehmen, meine Mutter ebenfalls Hashi brauch (noch keine) Hormone, TPO´s vorhanden, UF noch nicht nachgewiesen (TSH um 1 und die freien Werten liegen auch gut) und auch noch keine Beschwerden.

Ich selbst habe natürlich ebenfalls Hashi mit einer Basedowkomponente und auch noch Vitiligo eine 2.Autoimmunerkrankung, neben meiner Histaminintolleranz. Egal wie gesund und bewußt ich mich ernähre oder ernährt habe - ich habe nie geraucht oder Alkohol getrunken - mein Hashi ist da und die Hormone helfen mir ganz gut damit zu leben. Ohne Hormone war ich kaum mehr lebensfähig, ich musste sogar meine Arbeit aufgeben, weil nichts mehr mit meinem Körper ging.

Ich esse normal, regelmäßig und versuche Abwechlung in meinen Speiseplan zu bringen, ebenso mache ich Sport wegen dem Gewicht - hilft aber nichts. Stress versuche ich so gut es geht zu vermeiden.

LG
MAUS


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 Betreff des Beitrags: hallo zusammen
BeitragVerfasst: 19. Mär 2009 20:52 
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Registriert: 09. Jan 2009 18:32
Beiträge: 16
Wohnort: Wien
Auch ich denke, dass gesunde bio ernährung als einziges "heilmittel"
für hashi nicht verallgemeinert werden kann.
Es ist schön, dass es dir gut geht Rosenblatt, aber 99% der hashi´s
müssen lebenslang hormone einnehmen. das ist nunmal tatsache.
Der ganze Ablauf erfolgt doch individuell.
Ich selbst ernähre mich seit jahren gesund, esse obst, gemüse, vollkorn,
wenig fleisch, wurst und süssigkeiten.
Rauche und trinke nicht, bewege mich. und?
natürlich kann es eine zeit lang zum stop kommen, somit werden die
schilddrüsenzellen eine weile "geschohnt".
Ich lese gerade "Leben mit Hashimoto" - ist sehr interessant!!!

Liebe grüsse


Maus hat geschrieben:
Rosenblatt hat geschrieben:
Deine Schilddrüse muss sich wegen der Diagnose Hashimoto nicht unbedingt selbst zerstören! Ich habe vor 4 Jahren die selbe Diagnose erhalten. Danach habe ich meine Ernährung auf Bio umgestellt und noch weitere Schritte unternommen. Heute geht es mir gut und ich nehme überhaupt keine Medikamente. Meine Antikörper sind sehr viel weniger geworden. Wenn du mir mitteilst, wie du dich ernährst, was du so den Tag über isst, kann ich dir Tipps geben, was du besser machen könntest. Liebe Grüße Rosenblatt


Hallo Rosenblatt!

Hashimoto ist eine lebenslange Erkrankung, die nicht ausgeheilt werden kann und die SD sich immer weiter zerstört. Bei manchen geht dieser Vorgang schnell voran, bei anderen dauert es länger.

Fein das du keine Medikamente nimmst, wobei es sich um Thyroxin nicht um ein Medikament sondern um ein Hormon handelt, welches die SD produziert um auch richtig zu funktionieren. Deine Antikörper sind zwar weniger, aber trotzdem noch vorhanden und irgendwann wirst auch du in eine UF rutschen und dementsprechende Symptome bekommen.

Meine Großmutter hatte Hashi und musste Hormone nehmen, meine Mutter ebenfalls Hashi brauch (noch keine) Hormone, TPO´s vorhanden, UF noch nicht nachgewiesen (TSH um 1 und die freien Werten liegen auch gut) und auch noch keine Beschwerden.

Ich selbst habe natürlich ebenfalls Hashi mit einer Basedowkomponente und auch noch Vitiligo eine 2.Autoimmunerkrankung, neben meiner Histaminintolleranz. Egal wie gesund und bewußt ich mich ernähre oder ernährt habe - ich habe nie geraucht oder Alkohol getrunken - mein Hashi ist da und die Hormone helfen mir ganz gut damit zu leben. Ohne Hormone war ich kaum mehr lebensfähig, ich musste sogar meine Arbeit aufgeben, weil nichts mehr mit meinem Körper ging.

Ich esse normal, regelmäßig und versuche Abwechlung in meinen Speiseplan zu bringen, ebenso mache ich Sport wegen dem Gewicht - hilft aber nichts. Stress versuche ich so gut es geht zu vermeiden.

LG
MAUS


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