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Was sagen diese Werte aus?
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Seite 1 von 1

Autor:  besimpau25 [ 17. Mär 2009 17:10 ]
Betreff des Beitrags:  Was sagen diese Werte aus?

Hallo!

Kann mir einer von euch sagen was diese Werte aussagen?

mit Einnahme von SD-Hormonen Tyrex 100 Mikrogramm 1/2 Tag (Sep. 0

TRH 8,4 (Ref.wert: 2-25)
TPO-AK 0,01 (Ref.wert: 0-5,61)
TG-AK 0,62 (Ref.wert: 0-4,11)

keine Einnahme von SD-Hormonen (4 Monate später Jän. 09)

TRH 21,45 (Ref.wert: 2-25)
TPO-AK 1,19(Ref.wert: 0-5,61)
TG-AK 0,79 (Ref.wert: 0-4,11)

Mir ist aufgefallen das der TRH Wert sehr deutlich angestiegen ist, jedoch weiß ich nicht was dieser Wert aussagt bzw. für was dieser Wert gut ist. Auch der TPO ist angestiegen. Kann mir das jemand erklären was diese Werte bezeichnen bzw. aussagen??

Danke Bettina

Autor:  besimpau25 [ 18. Mär 2009 8:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Hat keiner von euch eine eine "Idee"?

Autor:  maerchen [ 18. Mär 2009 12:35 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo bettina!

wurden die freien werte (ft3, ft4) auch gemessen? falls ja, bitte auch ins forum stellen.

TPO-AK und TG-AK sind antikörper. ein antikörpernachweis erhärtet sozusagen die diagnose hashimoto thyreoiditis, welches die unterfunktion verursacht.

der TRH-test wird gemacht, wenn verdacht auf eine "versteckte fehlfunktion" der schilddrüse besteht (= wenn der TSH-wert kein klares ergebnis hinsichtlich über- oder unterfunktion zeigt).

erkennbar ist an diesen werten, wie du ja selbst schon gesehen hast, dass die antikörper gestiegen sind und der TRH ebenfalls.

ich würd mal sagen, der TRH bewegt sich ohne hormonsubstitution in richtung unterfunktion...

vielleicht kann jemand von den forumsälteren etwas zum anstieg der antikörper sagen? da sie ja noch im referenzbereich sind (und auch bei gesunden in geringerem maß vorkommen), weiß ich leider auch nicht, welche aussagekraft sie in deinem fall haben... sorry :-(

liebe grüße
maerchen

Autor:  maerchen [ 18. Mär 2009 12:50 ]
Betreff des Beitrags: 

sorry, habe erst jetzt in deinen früheren postings nachgeschaut und gesehen, dass du ja die freien werte bereits gepostet hattest.

Autor:  besimpau25 [ 18. Mär 2009 13:58 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo maerchen!

Danke für deine Antwort. Ich habe die "Begriffe" zwar schon gegoogelt aber die Erklärungen die teilweise gekommen sind muss ich erhlich sagen waren mir für meinen Laien-Verstand zu hoch.

Ich bin eben immer noch auf der Suche nach einer Erklärung für meine Symptome. Ich nehme zwar jetzt wieder SD-Hormone aber so wirklich will mir das keiner Bestätigen das meine Beschwerden von der SD kommen weil meine Werte besonders der TSH sich ja innerhalb der Normwerte bewegen. Da ich die Beschwerden jedoch schon einmal hatte bevor eine leicht vergrösserte SD und eine latente UF bei mir gefunden wurden (was sich ja mitlerweile wieder zurückgebildet hat mit den SD-Hormonen) bin ich selbst der Meinung das es dieses Mal wieder von der SD kommt. Die Beschwerden haben sich zwar gebessert aber sind eben nicht weg. Ich weiß die Einstellungszeit kann lange dauern und damit könnte ich mich ja auch abfinden wenn mir endlich jemand bestätigen würde ja deine Beschwerden kommen von der SD.

Ich war am Montag wieder zur Kontrolle im LKH und der Arzt der da war (ein sehr junger weil die anderen 3 Ärzte die sonst da sind alle krank waren) meinte auch nur ja die Beschwerden die sie schildern sind eigentlich die die sehr sehr selten auftreten (Unwirklichkeitsgefühle) und Ihre Werte sind ja auch eigentlich auch noch im Normbereich aber wenn sie sagen das es Ihnen mit den Hormonen schon etwas besser geht dann muss ich das wohl so akzeptieren und annhemen.

Na super das war wie ein Stein auf den Kopf für mich. Er meinte wohl ob ich schon einmal bei einem Psychiater bzw. Neurolgen vorgesprochen habe. Was ich damals als die Beschwerden das erste Mal da waren ja auch gemacht habe und die damals gesagt haben es sei alles IO. Warum sollte es dieses Mal anders sein. Ich will eben nicht zu einem Psycho-Doc gehen und irgendwelche Mitelchen einnhemen wennich sie vielleicht gar nicht brauche. Ich sträube mich irgendwie dagagen aber ich glaube es wird mir nichts anderes übrigbleiben. Vielleicht haben ja alle recht und es kommt nicht von der SD sondern aus meinem Gehirn und ich brauche wirklich Antidepressiva aber mein Bauchgefühl sagt mir einfach etwas anderes. Was solls. Sorry ist etwas lang geworden.

LG Bettina

Autor:  Rosenblatt [ 19. Mär 2009 9:25 ]
Betreff des Beitrags:  Hallo Bettina

!War bei deinem Befund kein TSH - Wert dabei?
Also du kannst natürlich schon etwas gegen deine Symptome machen.
Du musst dabei auf einen geregelten Tagesablauf achten. Frühstück, Mittagessen und Abendessen sollten dabei eine wichtige Rolle spielen. Wichtig ist auch, was du isst. Wenig Süßigkeiten und gar kein Fastfood oder Fertigprodukte wären dabei ganz wichtig.
Ich habe damit meine Antikörper auf einen ganz niedrigen Stand gebracht.
Wenn du deine Ernährung umstellst, wirst du dich gleich am ersten Tag besser fühlen.
Es wird allerdings einige Zeit dauern, bis auch das Blutbild besser aussieht, aber es wird sich bessern.
Das schwierige ist nur, durchzuhalten. Wenn man in jedem Geschäft Regale voller wunderbaren Süßigkeiten sieht, verleitet das leider sehr leicht zum Zugreifen.

Ich wünsche Dir viel Glück
Rosenblatt

Autor:  maerchen [ 19. Mär 2009 10:20 ]
Betreff des Beitrags: 

guten morgen, rosenblatt!

ich möchte dazu gern etwas sagen.

ich gebe dir insofern recht, als gesunde, möglichst vollwertige ernährung sicherlich der idealzustand eines jeden speisezettels sein sollte (allerdings im alltag oft nicht so umsetzbar, wie wir alle gern möchten). auch gebe ich dir recht in bezug auf eine besserung der symptome mit der zufuhr lebenswichtiger stoffe durch die nahrung.

ich halte es jedoch für reichlich fahrlässig, mit gesunder ernährung allein eine besserung bewirken zu wollen und dies als alleiniges mittel zu propagieren.

ich ernähre mich auch so gesund wie möglich - und zwar seit vielen jahren -, dies hat jedoch hashimoto keineswegs am ausbruch gehindert.

es handelt sich bei hashimoto um eine autoimmunerkrankung, und deren mechanismus lässt sich durch ernährung allein nicht zum stillstand bringen.

im übrigen würde ich auch noch gern hinzufügen, dass der begriff "gesunde ernährung" ein sehr weitgefasster ist und sich auch mit fortschreitender wissenschaftlicher erkenntnis laufend ändert.

darüber hinaus gibt es gerade unter den von hashimoto thyreoiditis betroffenen sehr viele, die an nahrungsmittelallergien resp. -unverträglichkeiten und/oder weiteren autoimmunerkrankungen leiden und daher bestimmte nahrungsmittel meiden müssen.

lg

maerchen

Autor:  Maus [ 19. Mär 2009 11:13 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo rosenblatt !

ich gebe maerchen vollkomen recht, mit einer gesunden ernährung läßt sich hashimoto nicht zum stillstand bringen - ausserdem gibt es keine heilung und keinen stillstand, die sd brennt sich im laufe der zeit aus.

hohe tpo´s sind ein zeichen, dass ein schub im gang ist und die sd weiter zerstört wird. diesen aggressiven vorgang, kann man mit der einnahme von selen und zink abschwächen, aber aufhalten läßt sich hashimoto nicht. meine ärztin meinte ebenso, dass man auch mit jodfreier ernährung hashi nicht ändern kann, irgendwann ist die sd mal zugrundegegangen.

es ist nur so, dass viele von uns eben sehr heftig auf jod reagieren, ich z.b. meistens überhaupt nicht. ich kann salzaufgüsse in der sauna machen oder auch ein meeresurlaub bereit mir keine probleme - ausser wenn wieder mal meine basedow (ich dürfte beide varianten haben) im vordergrund steht. aber hauptsächlich überwiegt hashi.

stress sogut wie es geht vermeiden, da auch der das immunsystem schwächt

lg
MAUS

Autor:  maerchen [ 19. Mär 2009 18:23 ]
Betreff des Beitrags: 

ich möchte gern wieder zum eigentlichen thema dieses threads zurückkehren, nämlich zu den symptomen von bettina:

prinzipiell kann die schilddrüse durchaus in zusammenhang mit psychischen symptomen stehen, vor allem depressionen/depressive stimmungen und panikstörungen kommen häufig vor.

ich selbst habe auch immer wieder (vor allem in unterfunktion) mit depressiver stimmungslage zu kämpfen, und angstzustände kenne ich leider auch zur genüge.

auch so etwas wie ein unwirklichkeitsgefühl (falls du dasselbe meinst wie ich?) hatte ich einmal kurzfristig, allerdings trat das bei mir während einer phase der überfunktion auf.

ich habe auf der seite von der SHG schilddrüse (http://www.members.aon.at/shg.schilddru ... e_7_2.html ) folgenden erfahrungsbericht gefunden, in dem eine betroffene ebenfalls von unwirklichkeitsgefühlen berichtet:

http://members.aon.at/shg.schilddruese/ ... cht_KP.pdf

norbert hat dir auch einen link geschickt, der auf weiterführende literatur verweist. (ich habe es jedoch auch noch nicht geschafft, die umfassenden informationen alle durchzulesen.)

in diesem artikel aus dem deutschen ärzteblatt 2003 habe ich ebenfalls einen hinweis auf den zusammenhang zw. schilddrüse + psyche gefunden:

zitat:

"Es ist bekannt, dass manifeste Hypo- und Hyperthyreosen in der Regel mit psychischen Symptomen einhergehen, da die Hormone der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse in vielfältiger Weise in den ZNS-Stoffwechsel eingreifen. Verschiedene Studien ließen vermuten, dass auch die subklinische Hypothyreose mit neuropsychiatrischen Symptomen assoziiert ist, erläuterte Dr. Tom Bschor (Dresden).
Von den Patienten, die wegen einer depressiven Erkrankung psychiatrisch behandelt wurden, wiesen bis zu 40 Prozent eine subklinische Hypothyreose auf. Das ist das Ergebnis aus zwölf systematischen Studien. In einer weiteren Studie mit Personen mit subklinischer Hypothyreose wiesen sogar 56 Prozent eine affektive Erkrankung in der Anamnese auf. Daher hält es Bschor für wichtig, dass bei subklinischer Schilddrüsendysfunktion nach psychischen Symptomen gefragt wird und dass bei Vorliegen einer manifesten psychiatrischen Erkrankung die Schilddrüsenfunktion untersucht und gegebenenfalls eine Hormontherapie eingeleitet wird."

quelle:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... p?id=39277

liebe grüße
maerchen

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