Hallo, Du stiller Typ,
das mit dem Namen ist eine gute Idee!
Und ich würde Dich auch nie für eine Zicke halten - und außerdem: ein bißchen Selbstmitleid tut ab und zu ganz gut.
Aber immerhin scheinst Du Deinen Humor nicht verloren zu haben...
Ich kann Dich schon verstehen, es ist vor allem am Anfang nicht leicht, sich damit abzufinden, daß man eine chronische Krankheit hat. Hashi führt zwar nicht zum Tode, aber trotzdem, solche Sachen haben immer nur andere.
Im Lauf der Zeit, besonders wenn es Dir wieder besser geht, gewöhnst Du Dich daran und lernst, Dich mit Deinen Tabletten zu arangieren.
Die tägliche Einnahme wird irgendwann so normal wie Zähne putzen und duschen. Ich muß inzwischen sogar aufpassen, daß ich die Dinger nicht automatisch morgens vor der BE nehme - da werden sie im Schrank versteckt, da ich sonst in meinem Trahn die Dinger wie jeden anderen Morgen einwerfen würde.
Ich bin schon länger dabei - jetzt ziemlich genau 4 Jahre seit der Diagnose und dachte ich habe mich an meine Situation und die langsame Zerstörung der SD gewöhnt.
War wohl nicht so. Gestern hat mir mein Nuk eröffnet, daß meine SD mausetot ist - 3 kleine ml ohne Aktivität. Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl.
Aber think positiv: Jetzt kann mir das Teil wenigstens bei der Hormon-Einstellung nicht mehr dazwischen funken!
Ich hatte letztens ein Gespräch mit meiner Tante, die selber einige AI-Krankheiten hat: Polyarthritis (Rheuma), Bindegeweb-Kollagenose und Vitiligo (Weißfleckenkranheit, Hautkrankheit).
Wir waren uns einig, jemand, der selber keine solcher Krankheiten hat, kann unsere Beschwerden und auch Gedanken nicht nachvollziehen.
Es ist einfach nicht möglich, da Verständnis oder Unterstützung zu bekommen. Die Familie/Freunde/Umwelt ist mit dieser Situation auch überfordert, deshalb wäre es schon fast unfair, von den Leuten Verständnis einzufordern.
Hast Du Dir schon das "Handbuch" gekauft: "Leben mit Hashimotothyreoiditis" von Brakebusch/Heufelder?
Das Buch erklärt auf recht einfache Art unsere Krankheit und bietet auch für Interessierte einen Einblick, worum es sich bei Hashi handelt.
Gib es doch mal Deinen Eltern oder Freunden zu lesen.
Gibt es bei Euch in der Gegend vielleicht eine Selbsthilfe-Gruppe?
So einfach mal zum Quatschen?
Ansonsten melde Dich doch mal im Hashi-Forum
http://www.hashimotothyreoiditis.de/HT-Diskussion.html
Da werden neben grundsätzlichen Fragen auch Jammer-postings beantwortet...*g
Kopf hoch und Ohren steif halten
LG Bettina
Ps.: Die Jodvermeidung ist bei Euch durch die starke Jodierung in fast allen Lebensmitteln nur schwer durchzuhalten, aber versuch trotzdem einzelne Lebensmittel oder auch Fertigprodukte aus Deinem Speiseplan zu verbannen.