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 Betreff des Beitrags: SD-UF, Sympthome, Medikation ??
BeitragVerfasst: 20. Jul 2008 13:33 
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Registriert: 17. Jul 2008 17:04
Beiträge: 3
hallo, bin neu hier.

habe auch schon eine lange leidensgeschichte hinter mir. bräuchte bitte rat für meine aktuellen schilddrüsenprobleme:
bin 36 jahre alt, männlich.
habe eine seit 2002 diagnostizierte latente hypothyreose mit szinthigrafisch unauffälliger schilddrüse. die tsh werte schwanken seit 6 Jahren zwischen 3,0 und 7,0 herum. therapie (mit thyrex) wurde 2x abgebrochen da ich gleich nach einer woche alle erdenklichen zustände hatte (atemnot, schluckschmerzen, globusgefühl, herzrasen, schwäche, müdigkeit,null appetit, brustschmerzen bis in den arm). nach absetzen ist müdigkeit , schwäche und brustschmerzen links geblieben, der rest war weg. Nach langer zeit des „ignorierens“ und der „psychosamtik-theorie (bin seit 2006 bei einer psychologin, hat auch nichts gefunden) habe ich mich entschlossen einen neuen anlauf zu wagen, meine leiden unter kontrolle zu bringen.
herzmässig ist alles abgeklärt (EKG, Holter, Belastungstest), sprich davon können die brustschmerzen nicht kommen. War auch schon beim orthopäden und osteopathen, die beide ebenfalls keine funktionellen störungen fanden.
im februar 2008 war der tsh wert aber sehr hoch (tsh: 9,98 (0,27-4,20)) und ich beschloss mit meinem Internisten nochmals eine sd-medikation zu probieren.
ich nehme seit Anfang März 25 µg Euthyrox. die ersten 2 monate blieb alles unverändert, vor 3 wochen wurde ich dann aber immer müder, bekam starkes herzklopfen (schon nach 3 schritten gehen), angstgefühle, kloss im hals, brennen in der brust wird stärker und strahlt in den arm aus (nach 1 std. computerarbeit schmerzt der arm und es muss eine längere pause her). Hab von 8.7 bis 16.7 aufgehört um besserung abzuwarten. (ist nicht eingetreten)

blutabnahme vom 11.7. (ohne einnahme euthyrox):
TSH: 4,87 (0,27-4,20)
FT3: 4,60 (2,80-7,10)
FT4: 17,2 (12,0-22,0)

war beim internisten der meinte ich muss unbedingt weitermachen, ziel ist ein tsh-wert von 0,4-0,5. die beschwerden könnten von der therapie sein, aber sicher ist er nicht.
seit 16.7. nehm ich jetzt 50µg euthyrox und bin wild entschlossen den wert in den bereich 0,5 zu bringen um endlich zu sehen wie es mir mit „normalen“ sd-werten gehen würde.
die beschwerden sind leider immer noch gleich, bin momentan ziemlich down.
wielange hat es bei euch gedauert bis eure Beschwerden besser wurden?
ist 50µg zuviel, aber 3 monate 25µg hat den wert auch nur halbiert?
hatte jemande ähnliche sympthome?

schon mal danke für eure antworten.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Jul 2008 18:34 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Lieber Manfred !

Herzlich willkommen hier bei uns im SD-Forum. Zuerst einmal hat dein Internist vollkommen recht, wenn er meint der TSH muss weiter sinken - viele meinen um 1 genügt auch schon, um sich besser zu fühlen und andere fühlen sich darunter am wohlsten, dass ist wirklich sehr unterschiedlich

Deine ganzen Symptome hängen soweit ich das von mir selbst beurteilen kann eindeutig mit deiner SD zusammen und ein TSH über 3 ist ja schon erhöht, da die neue "inoffizielle Grenze" bei 2,5 liegt. (dazu gibt es genug Berichte bzw. Infos).

Es ist daher richtig, dass die Dosis weiter erhöht werden muss, um den TSH zu senken - aber es kann natürlich vorkommen, dass du eine Steigerung von 25µ auf 50µg nur sehr schwer verträgst. Du könntest die Dosis daher die ersten Wochen um 12,5 erhöhen, danach zur Blutkontrolle gehen und danach um weiter 12,5 weitersteigern. Immer 4-6 Wochen warten ehe eine neuer Kontrolle gemacht wird bzw. die Dosis verändert werden sollte.

Leider dauert es seine Zeit und du brauchst sehr viel Geduld und Ausdauer um durch diese schwierige Zeit der Einstellung zu kommen. Bei mir hat es 1 1/2 Jahre gedauert - mit Höhen und Tiefen, jede Menge Panikattacken und Rückschläge, aber es wurde immer besser.

Anfangs ist man total überfordert und auch der Körper muss sich erst langsam an das Thyroxin gewöhnen - du schreibst seit 6 Jahren hast du Probleme mit der SD. Leider ist ein Abruch der Medikamentation nicht sehr ratsam, da der Körper ja dieses Hormon benötigt und du es ihm wieder entzogen hast. Eine wundersame Heilung findet nicht von heute auf morgen statt und bei den meisten von uns ist die Einnahme lebenslang. Man muss seinen Körper erst kennelernen um die Symptome richtig zu deuten - Manchmal ähneln sich die der UF und ÜF sehr stark, da hilft nur eine neuerliche Kontrolle und danch eine Anpassung der Dosis.

Ich kann dir nur sagen, ich bin jahrelang durch die Hölle gegangen, hatte ärgste Angstzustände mit Rettungseinsätzen, Herzrasen usw.... aber kein Arzt war der Meinung, dass dies von der SD kommt. Erst durch Zufall wurde dies endlich erkannt und ich bekam Hormone.

Heute geht es mir blendend, ich fühle mich wohl und ausgeglichen und es gibt kaum mehr eine Panikattacke. Leider habe ich derzeit eine ÜF und muss die Dosis reduzieren, was wieder etwas dauert um meine Körper daran zu gewöhnen, aber ich weiß, dass es seine Zeit dauert.

Ich kann dir nur empfehlen dich mit deiner Krankheit (ich nehme mal an, du hast Hashimoto) auseinanderzusetzen und viel nachzulesen und dich zu informieren. Hier im Formum wird man dir gerne mit Rat zur Seite stehen und eventuellen psychischen Tiefs etwas aufmuntern können.

Hast du schon einmal deine Antikörper bestimmen lasse, sowie die Größe und Beschaffenheit der SD. Dies wäre ebenso wichtig wie ein guter Arzt der dich weiter bei der Einstellung betreut. Zu welchem Internisten gehst du denn, wenn ich fragen darf?

Ich wünsche dir alles Gute und baldige Besserung. Du wirst sehen es wird schon werden und du wirst dich besser fühlen. Aber bitte brich nicht wieder die Hormoneinstellung ab und nimm sie regelmäßig täglich 1/2 vor dem Frühstück.

LG
MAUS


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25. Jul 2008 11:10 
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Registriert: 17. Jul 2008 17:04
Beiträge: 3
Danke für die Antwort.

Ich habe die UF-Sympthome schon vor der Erhöhung auf 50µg gehabt, deswegen ja auch eine Woche Pause gemacht. Ich nehme mal an (hoffe) das der Körper sich erst langsam an das Thyroxin gewöhnen muss.
Mein Internist ist jetzt Dr.Schnürer (1230 Wien), war vorher bei Dr. Pecnik (war nicht zufrieden).
Mein Problem ist das der TSH Wert seit 6 Jahren (ohne Einnahme von Hormonen) ständig schwankt. 2004 hab ich zB. folgende Werte gehabt:
17.7: TSH 5.27 (normal <4,0) Diagnose: Latente Hypothyreose, unauffällige SD, keine Medikation notwendig.
ein Monat später, ich habe keine Tabletten genommen:
13.8: TSH 2.21 (0,25-4,0) Diagnose - alles in Ordnung.
seitdem schwankt der TSH zwischen 3 und 9,98 hin und her. Szinthigaphien waren unauffällig, ebenso die Antikörper.
Hab bei der letzten Untersuchung (11.7.2008) auch Selen bestimmen lassen: Selen im Serum 81 (74-139).
ist zwar ziemlich am unteren Bereich aber noch in der Norm.
Nehme jetzt seit einer Woche 50µg.

lg, manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: SD-UF, Sympthome, Medikation ??
BeitragVerfasst: 25. Jul 2008 12:50 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo manfred,

ich denke, dass du die 50µg dosis brauchst - eine gute sd-einstellung ist nicht immer leicht erreichbar, und es kann schon zeiten geben (speziell in der einstellungsphase) in der es einem nicht so gut geht - mir gings auch zeimlich mies - habe aber durchgehalten - mit dem erfolg, dass die einstellung nun passt und ich micht gut fühle.
ich kann die nur den tip geben, durchzuhalten - sofern das aufgrund vlt,. auftretender symptome möglich ist. ich hatte auch alle möglichen zustände, aber als ich einen tsh von 0,5-1,0 erreicht hab - waren sie verschwunden. vlt auch langsamer steigern, vlt vertägst keine grossen steigerungsschritte (ist zwar eine bröselei, aber in kleinen schritten von z.b. 6,25µg zu steigern - bringt auch weniger risiko, zwischendurch mal üf-symptome zu bekommen - manche mernschen müssen halt langsamer steigern).

alles gute,
lg,
patrizia


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Aug 2008 19:58 
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Registriert: 17. Jul 2008 17:04
Beiträge: 3
hallo leute.
hab am 18.8. (5 Wochen nach der letzten Blutabnahme) meine neuen Werte bestimmen lassen.

nehme 50µg Euthyrox-
TSH: 2.77 µU/ml (0.27-4.20)
FT3 und FT4 wurden nicht bestimmt (obwohl ausdrücklich verlangt), da TSH im "Normbereich".

Vergleich vom 11.7 mit 25µg Euthyrox.
TSH: 4,87 (0,27-4,20)
FT3: 4,60 (2,80-7,10)
FT4: 17,2 (12,0-22,0)

wert hat sich also ein wenig gesenkt von unter 1,0 bin ich aber immer noch entfernt.
der schlechte allgemeinzustand hat sich überhaupt nicht gebessert.
habe auch selen bestimmen lassen:
Selen im Serum 81 (74-139).
ist also am unteren rand.
soll ich die dosis auf 75µg euthyrox erhöhen??
selen dazu nehmen?? ist ja (hab ich gelesen) dazu da t4 in t3 umzuwandeln oder??
lg, manfred


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