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 Betreff des Beitrags: TSH 9,38 bei Referenz 0,35 - 5,50
BeitragVerfasst: 14. Feb 2008 9:07 
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Registriert: 13. Feb 2008 11:42
Beiträge: 4
Wohnort: wien
Hallo,
Nach ausgiebigem Studium des Forums bitte ich euch um Rat, da mein TSH plötzlich in die Höhe geschnellt ist. Bin 38 Jahre und habe seit ca. 14 Jahre eine latente Hypothyreose.

Mein aktueller Befund besagt folgendes:

TSH basal 9,38 -> 0,35 - 5,50
T4 1,35 --> 0,89 - 1,80
T3 2,87 --> 2,30 - 4,20

Habe vor der Kontrolle Euthyrox eingenommen, wußte nicht das man es nicht sollte (leider). Wie wirkt sich das auf die Werte aus?

Vor der Kontrolle war ich auf 125 Euthyrox eingestellt und füllte mich müde und abgeschlagen , nach der jetzigen Kontrolle wurde eine Erhöhung auf 150 vorgeschlagen. Ultraschall war OK und es konnte auch nichts ertastet werden. Die Dosierung nimmt alle paar Jahr zu. Von 75 auf jetzt 150. Ist das normal?

Bin bei der Schilddrüsenambulanz am Wienerberg und recht zufrieden. Alle sehr freundlich. Ultraschall und Blutabnahme in einer halben Stunde erledigt. Jedoch Termin-Wartezeiten von einem halben Jahr.

Möchte jetzt aber auch eine andere Meinung einholen. Plane beim nächsten mals das KES auszuprobieren. Wie lange sind da die Wartezeiten?

Hilft ergänzend Jod oder Selen, TCM etwas?

Freue mich auf jedes Feedback auf meine vielen Fragen und sag schon mal Danke!! ;)


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2008 11:16 
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Registriert: 20. Jun 2007 7:13
Beiträge: 147
hallo pedronas,

Pedronas hat geschrieben:
TSH basal 9,38 -> 0,35 - 5,50
T4 1,35 --> 0,89 - 1,80
T3 2,87 --> 2,30 - 4,20


deine werte sind stark in unterfunktion.
TSH: der neue obere grenzwert für den tsh ist sogar 2,5. wohlfühlwert liegt meist um 1,0.
t4/t3: es wäre besser, wenn die freien werte (ft3 und ft4 bestimmt würden. die sind viel aussagekräftiger, du musst darauf bestehen. (oder hast du nur die "f" vergessen, und es sind eh die freien werte?)
--> t3 liegt besonders niedrig

Pedronas hat geschrieben:
Habe vor der Kontrolle Euthyrox eingenommen, wußte nicht das man es nicht sollte (leider). Wie wirkt sich das auf die Werte aus?


vor der kontrolle die sd-hormone nehmen verfälscht die werte, ja.
das nächste mal unbedingt erst nach der blutabnahme nehmen!
dass du die med genommen hast, verfälscht die werte meines wissens nur dahingehend, dass die ft-werte höher angegeben sind als sie sind.
also wahrscheinlich liegst du bei den ft-werten sogar unter der unteren normwertgrenze (manifeste uf).
was der tsh betrifft, der braucht länger, um sich zu ändern, das heißt, dass dieser von der morgedlichen med-einnahme eher unbeeinflusst bleibt.

Pedronas hat geschrieben:
Vor der Kontrolle war ich auf 125 Euthyrox eingestellt und füllte mich müde und abgeschlagen , nach der jetzigen Kontrolle wurde eine Erhöhung auf 150 vorgeschlagen. Ultraschall war OK und es konnte auch nichts ertastet werden. Die Dosierung nimmt alle paar Jahr zu. Von 75 auf jetzt 150. Ist das normal?


da die werte ja eher net so interpretierbar sind (die t-werte meine ich), könnte es sein, dass die erhöhung sogar noch zu gering angesetzt ist; beobachte dein befinden (erstverschlechterung in den ersten tagen möglich --> einberechnen); und lass dir in 6 wochen neuerlich blut abnehmen, OHNE tablette in der früh, und mit den werten TSH, fT3 und fT4 (die FREIEN!).

dass die dosierung zunimmt, ist immer möglich. und weil das auch meist zu erwarten ist, wird ja auch bei sd-problemen empfohlen, bei guter einstellung routinechecks mindestens 1x/jahr durchzuführen.
in der einstellungsphase dementsprechend öfter (alle 4-6 wochen, bis die dosis passt - einstellungsphase kann kurz dauern, oder auch monatelang. dann ist halt geduld gefragt)

Pedronas hat geschrieben:
Möchte jetzt aber auch eine andere Meinung einholen. Plane beim nächsten mals das KES auszuprobieren. Wie lange sind da die Wartezeiten?


andere meinung einholen: immer gut.
kes: leider keine ahnung.

Pedronas hat geschrieben:
Hilft ergänzend Jod oder Selen, TCM etwas?


was ist tcm? (kenne das nur als marke vom eduscho ;-))
jod würde ich nur einnehmen, wenn bei dir eine hashimoto thyreoditis AUSGESCHLOSSEN ist.
bei autoimmunerkrankungen ist hoher jodkonsum kontraindiziert.

selen hilft bei der umwandlung von t4 in t3 - wäre bei dir vielleicht gar nicht so schlecht.
informiere dich aber bei einem sd-spezialisten.

ich hoffe, ich konnte dir helfen,
liebe grüße und alles gute
anina


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2008 11:39 
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Registriert: 13. Feb 2008 11:42
Beiträge: 4
Wohnort: wien
Habe vergessen bei den Werten das F voranzustellen.
sollte natürlich

TSH basal 9,38 -> 0,35 - 5,50
FT4 1,35 --> 0,89 - 1,80
FT3 2,87 --> 2,30 - 4,20

und weiters:
TPO AK <25 --> 0 - 60
Thyreoglobulin AK <30 --> 0 - 60
Thyreoglobulin 17,4 ng/ml --> 0.0 - 55.0
Calcitonin < 2.0 ---> 0.0 - 30.0

Kalzium 2.41 mmol/l --> 2.10 - 2.65
Befund: Autoimmunthyreopathie, latente Hypothyreose

Danke schon für die ausgiebige Antwort.

lg.
Peter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Feb 2008 13:10 
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Registriert: 20. Jun 2007 7:13
Beiträge: 147
hallo peter,

okay, ich habe dir die prozente deiner werte ausgerechnet, der ft3 liegt bei 30% und der ft4 bei 50,55%; wohlfühlwerte sind bei vielen im oberen drittel (um die 60%); zudem sollten die freien werte nicht zu weit auseinander liegen.
der tsh ist natürlich zu hoch (175%);
da du die medikamente genommen hast, sind die ft-werte höchstwahrscheinlich verfälscht (werden in wirklichkeit noch niedriger sein, wäre möglich, dass du statt in latenter in manifester uf bist).

aber nimm mal die erhöhung der med wie vorgeschlagen und kontrolliere in 4-6 wochen die werte ohne tablette in der früh.
achte auf dein befinden.

vielleicht möchtest du die werte dann wieder hier reinstellen?

lg
anina


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BeitragVerfasst: 18. Feb 2008 11:01 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Pedronas hat geschrieben:

Bin bei der Schilddrüsenambulanz am Wienerberg und recht zufrieden. Alle sehr freundlich. Ultraschall und Blutabnahme in einer halben Stunde erledigt. Jedoch Termin-Wartezeiten von einem halben Jahr.

Möchte jetzt aber auch eine andere Meinung einholen. Plane beim nächsten mals das KES auszuprobieren. Wie lange sind da die Wartezeiten?



Warum läßt du dir nicht einfach einen Termin in der Praxis vom Dr.Zetting geben? Termin innerhalb 1 Woche, kaum Wartezeit, Information und Aufklärung zu deiner Erkrankung 1A.

LG
Uschi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Feb 2008 9:18 
"Warum läßt du dir nicht einfach einen Termin in der Praxis vom Dr.Zetting geben? Termin innerhalb 1 Woche, kaum Wartezeit, Information und Aufklärung zu deiner Erkrankung 1A"

Weil vielleicht nicht jeder soviel Geld hat, dass er zu einem privaten Facharzt gehen kann. Wer weiß, wieviel das bei so einem Arzt kostet. Wird nicht gerade billig sein.
Die Frage war ja eindeutig nach dem KES.


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BeitragVerfasst: 20. Feb 2008 12:03 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo peter,

wie kommt der arzt darauf, dass es sich bei dir um eine autoimmunthyropathie handelt, wenn einerseits die antikörper nicht erhöht sind und der ultraschall angeblich ok ist?? oder ist mit ok gemeint keine veränderungen (zysten, knoten udgl)
wahrscheinlich ist es hashimoto, sonst müsstest du nicht immer wieder die dosis erhöhen - aber dann kann der ultraschall doch nicht ok sein. weisst du wieviel sd-volumen du noch hast? vielleicht von ersten sd-untersuchungen.

schliesse mich aninas meinung an, niedrige ft-werte trotz hormoneinnahme in der früh - heisst höchstwahrscheinlich, dass sie ohne tabl-einnahme vor der ba, an der normwertuntergrenze bzw. schon drunter liegen.

meine mutter ist auch am wienerberg, kriegt aber meiner meinung nach zuwenig auskunft über die erkrankung und den dzt. status, mir würden die erhaltenen infos, befunde nicht reichen. sie wurde z.b. dort noch nie auf ak untersucht. bei dir erweckt es auch den eindruck, dass du dort zuwenig auskunft über die erkrankung kriegst.

im kes hast du auch sehr lange wartezeiten - zunächst einmal auf den ersttermin und dann im wartezimmer (angeblich, war selber nie dort).

ich denke, schon dass es sich bei dir um hashimoto handelt, also eine autoimmunerkrankung der sd- bei der aufgrund immer weiter zerstörten sd-gewebes die eigenproduktionsleistung deiner sd immer weiter abnimmt - deshalb musst du tablettenmässig immer weiter steigern - wurde dir scheinbar aber nicht mitgeteilt, sonst wüsstest du, dass man jod bei hashimoto meiden sollte, denn es heizt den autoimmunprozess immer weiter an und dadurch wird mehr sd-gewebe funktionsunfähig gemacht. weiters sollte man bei hashimoto genau sein befinden beobachten, veränderungen nie lange anstehen lassen, und spätestens alle 3-6 monate blutwerte kontrollieren lassen (per überweisung vom hausarzt in ein labor, das reicht. du brauchst dafür nicht ins amb.wienerberg).
selen bringt nur was, wenn die umwandlung von t4 in t3 schlecht funktioniert.
tcm kannst du probieren - ich hab alternativmed. schon etliches ausprobiert, es hilft sich besser zu fühlen. geheilt kann man aber meiner meinung davon nicht werden, obwohl ich ein absoluter fan von alternativmed bin - aber leider.
omega-3-fettsäuren (alpha-linolensäure) - sind entzündungshemmer - gegen die sd-entzündung.

lg,
patrizia


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Feb 2008 20:08 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
werweiss hat geschrieben:
Weil vielleicht nicht jeder soviel Geld hat, dass er zu einem privaten Facharzt gehen kann. Wer weiß, wieviel das bei so einem Arzt kostet. Wird nicht gerade billig sein.
Die Frage war ja eindeutig nach dem KES.


Hallo Werweiss!

Das ist mir schon klar, dass nicht jeder das Geld so locker sitzen hat - ich auch nicht!!!

Aber ich war eben 1x beim Dr.Zettinig, habe eine sehr gute Diagnose und Befundbeschreibung erhalten und er hat mich wunderbar über meine Erkrankung aufgeklärt und beraten. Alle weiteren Untersuchungen und Kontrollen macht mein Hausarzt (kein Privatarzt).

Aber ich finde es wichtig, gerade am Anfang der Diagnosestellung in guten Händen zu landen, als jahrelang und mit einer schlechten Ärztaussage- bzw. Behandlung zu leben. Ich hatte 10 Jahre diese Probleme, also weiß ich wovon ich rede.

Uschi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23. Feb 2008 19:46 
Das ist mir schon klar, dass nicht jeder das Geld so locker sitzen hat - ich auch nicht!!!


Niemand hat dich persönlich angegriffen, obwohl es von dir so rüber kommt. Es war einfach nur die Fragestellung nach dem KES und den dortigen Wartezeiten.
Wie bist du zum Doktor Zettinig gekommen? Wahrscheinlich über diese Seite hier, oder hattest du ihn auch empfohlen bekommen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23. Feb 2008 21:13 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Ich habe ihn empfohlen bekommen und danach gehört, dass es sogar eine Homepage gibt.

Von mir kam lediglich der Tipp eventuell zum Dr.Zettinig zu gehen, da ja in den Spitälern generell viel längere Wartezeiten sind.

Es bleibt aber immer noch jedem selbst überlassen, welche Hilfestellungen oder Ratschläge er aus dem Forum annimmt oder nicht.

Uschi


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